Welche Programmiersprachen habt ihr in welcher Reihenfolge gelernt?



  • Dravere schrieb:

    2. Credit Suisse und UBS haben ihre Kernapplikationen noch alle in COBOL geschrieben und noch nicht umgestellt, sind aber dabei.

    Genau das hat mein Bruder bis zu seinem Tod bei der UBS u.a. gemacht.

    Zitat (so in etwa): "COBOL ist genauso eine Programmiersprache wie jede andere.
    Wenn etwas in COBOL nicht geht, dann benutzte ich eben eine andere Sprache dafür und mach' 'ne Schnittstelle."

    Schwieriger schien die Umstellung von UNIVAC/Unisys auf IBM zu sein.



  • EOP schrieb:

    Dravere schrieb:

    2. Credit Suisse und UBS haben ihre Kernapplikationen noch alle in COBOL geschrieben und noch nicht umgestellt, sind aber dabei.

    Genau das hat mein Bruder bis zu seinem Tod bei der UBS u.a. gemacht.

    Zitat (so in etwa): "COBOL ist genauso eine Programmiersprache wie jede andere.
    Wenn etwas in COBOL nicht geht, dann benutzte ich eben eine andere Sprache dafür und mach' 'ne Schnittstelle."

    Schwieriger schien die Umstellung von UNIVAC/Unisys auf IBM zu sein.

    Auch gut dieser Beitrag: Dann mache ich eben eine Schnittstelle für das, was ich nicht habe.

    Interessanter ist die Aussage zur Umstellung von einem Rechnersystem auf ein anderes. Das war einmal ein grosses Thema, sollte aber Vergangenheit sein. Ob man das mit COBOL noch leisten kann, wenn kaum noch jemand das mehr voll unterstützen will?

    Fazit: Es geht um die wirtschaftliche Lauffähigkeit von Programmsystemen - in denen einmal viel Geld investiert worden ist. Diesen Gesichtspunkt kennen viele hier nicht. Sie meinen einfach: das macht man heute so und basta!

    Weiterere Hinweise: Ich habe COBOL nie gemocht. Es war nur ein leicht verständlicher Ansatz für Leute, die einfacher programmieren wollten, obwohl es schon etwas besseres gab. Sollte einmal für Kaufleute sein und ihnen die Abstraktheit von seinerzeit FORTRAN abnehmen. War gut gemeint, hat sich aber überholt!



  • berniebutt schrieb:

    Interessanter ist die Aussage zur Umstellung von einem Rechnersystem auf ein anderes. Das war einmal ein grosses Thema, sollte aber Vergangenheit sein. Ob man das mit COBOL noch leisten kann, wenn kaum noch jemand das mehr voll unterstützen will?
    Fazit: Es geht um die wirtschaftliche Lauffähigkeit von Programmsystemen - in denen einmal viel Geld investiert worden ist. Diesen Gesichtspunkt kennen viele hier nicht. Sie meinen einfach: das macht man heute so und basta!

    Das Problem war in etwa dieses: die SBG ist mit irgendeiner anderen Bank zur UBS fusioniert.
    Die eine Bank benutzte UNIVAC-, die andere IBM-Großrechner. Allein die SBG hatte (und hat) tausende COBOL-Programme. Das kann man so auf die Schnelle nicht alles neu programmieren.

    berniebutt schrieb:

    Weiterere Hinweise: Ich habe COBOL nie gemocht. Es war nur ein leicht verständlicher Ansatz für Leute, die einfacher programmieren wollten, obwohl es schon etwas besseres gab. Sollte einmal für Kaufleute sein und ihnen die Abstraktheit von seinerzeit FORTRAN abnehmen. War gut gemeint, hat sich aber überholt!

    Wie du sagst - COBOL war für kaufmännische Problemstellung entwickelt worden. Und dafür war es eine geeignete und leistungsfähige Sprache. Ob man sie mag oder nicht.



  • @EOP: Das verstehe ich alle sehr gut. Mit solchen Dingen habe ich u.a. auch mal Geld verdient. Das hat jetzt aber alles nichts mehr mit Programmiersprachen zu tun. Die Bewahrung oder die Umstellung bestehender Lösungen - ohne Bruch im Einsatz - bleibt ein Thema. Da kann es schon nützlich sein, alte Programme am Laufen zu halten und zu erweitern, bevor man mit viel Geld alles neu macht. Wenn es sein muss auch mit nicht mehr aktuellen Werkzeugen der Programmierung.

    Ist so verkehrt nicht: auch damit kann man als erfahrener Spezialist sein gutes Brot verdienen! Von den tausenden COBOL-Programmen kann ich zur Umstellung einige abnehmen, wenn es dafür ausreichende Dokumentationen gibt, was diese machen und mit welchen weiteren Hilfsmitteln sie das tun.



  • berniebutt schrieb:

    Ist so verkehrt nicht: auch damit kann man als erfahrener Spezialist sein gutes Brot verdienen!

    Wohl wahr. Wobei mein Bruder Spezialist für Großrechner war (v.a. auch für UNIVAC , von denen es nicht mehr soo viele gibt).

    berniebutt schrieb:

    Von den tausenden COBOL-Programmen kann ich zur Umstellung einige abnehmen, wenn es dafür ausreichende Dokumentationen gibt, was diese machen und mit welchen weiteren Hilfsmitteln sie das tun.

    Ich glaube das mit den (nicht vorhandenen) ausreichenden Dokumentationen war/ist auch ein großes Problem bei denen.



  • @EOP: Ich meine, das hat mit der Fragestellung dieses Threads nichts mehr zu tun. Macht einen neuen Thread auf, in dem man darüber weiter diskutieren kann!

    edit: habe den neuen Thread inzwischen selbst aufgemacht. Ist sicher ein Thema.


Anmelden zum Antworten