Physikstudium Ortswahl



  • Hallo,

    Also, um es kurz zu machen: Ich möchte den Bachelor Physik studieren. Nun habe ich noch die vier Studienorte übrig: Heidelberg, Karsruhe, RWTH Aachen und Göttingen.

    Wisst ihr wie es dort mit der Qualität der Lehre aussieht, oder ist das egal?
    Welche Stadt wäre überhaupt die Billigste von den Lebenshaltungskosten her?
    Und durch welche Unis kommt man im Besten in die Forschung?

    danke im voraus, schwani



  • In Karlsruhe hast Du gute Möglichkeiten am ehemaligen Forschungszentrum, heute KIT Campus - Nord, direkt in der Forschung Praktika, Masterarbeiten und ähnliches zu machen.



  • Hi. In Aachen hast Du dafür das Forschungszentrum Jülich in Reichweite. Es gibt einige Leute aus Aachen, die dort ihre Abschlussarbeit schreiben und/oder dort promovieren.



  • In Heidelberg hast du dafür z.b. das GSI (in Darmstadt) in der nähe sowie das MPI-für Kernphysik. Deine Auswahl erinnert mich an meine :).

    In Heidelberg gibt es ein Projektpraktikums-Angebot, bei dem man in einer Gruppe ein Praktikum machen kann. Dazu gibt es auch immer wieder Info Tage etc. Das nimmt ein wenig die Hürde eine Gruppe deiner Wahl anzuschreiben, da man sich halt drauf beziehen kann ( geht mir jedenfals so ). Denke an jeder Uni kann man sowas machen, auch wenn es solch ein Programm nicht gibt.

    Zur Lehre: Ich habe kein Vergleich, aber bis jetzt wurde mir jede Frage zügig und freundlich beantwortet und sei sie noch so doof gewesen.
    Die Experimental-Übungsgruppen Tutoren sind Doktoranten, Doktoren und teilweise Proffessoren. Das empfinde ich als sehr angenehm, da man dann auch mal mit der Übungsgruppe ins Labor geht oder aktuelle sachen aus der deren Forschung hört.

    Das was mich am meinsten nervt, ist das die Klausuren meist innerhalb von 1.5 Wochen am Ende des Semester geschrieben werden. Das ist immer sehr viel Stress, Ich empfände es glaub angenehmer wenn man die Klausuren über ein längeren Zeitraum auch in den Semesterferien schreibt.
    Dafür hat man halt die Semesterferien "frei" und kann da z.b. Praktika machen ohne sich noch um Klausuren kümmern zu müssen.

    Wirst schon das richtige machen, denn so richtig falsch kann man sich glaub nicht entscheiden.

    MFG



  • Heidelberg ist bestimmt nicht die billigste Stadt, bezogen auf Lebenshaltungskosten. Die Forschung ist hingegen Top, es gibt allein sechs physikalische Institute (Kirchhoffinstitut, physikalisches Institut, Institut fuer theoretische Physik, Institut fuer theoretische Astrophysik, astronomisches Recheninstitut, Institut fuer Umweltphysik - jedes einzelne groesser als so manches Institut anderer Universitaeten) und zwei Max-Planck-Institute (Kernphysik und Astrophysik). Daneben bieten auch das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Uniklinik Forschungsmoeglichkeiten fuer Physiker. Das GSI in Darmstadt ist auch nicht weit weg.
    Bei der Lehre kann man sich auch nicht beschweren, obwohl mir da die Vergleichsmoeglichkeiten fehlen. Mit teilweise ueber 240 Studenten im Hoersaal wird es halt etwas unfamiliaer, aber das muss ja nichts heissen.



  • In jedem Schwerpunkt erwerben Studierende eine forschungsnahe und zugleich berufsorientierte Ausbildung mit dem Abschluss "Bachelor of Science" in Physik (Regelstudienzeit 6 Semester). Dies ist ein erster berufsbefähigender Studienabschluss. Zusammen mit einem darauf aufbauenden Master-Studiengang in Physik (Regelstudienzeit 4 Semester) bietet er eine dem früheren Diplom-Abschluss in Physik (10 Semester Regelstudienzeit) gleichwertige Qualifikation.

    Also ich habe ein Problem mit dem Text.

    Die meisten haben Ihre 10 Semester Regelstudienzeit bei Diplomen noch nicht einmal über die Bühne bekommen und jetzt soll ein Bachelor in 6 Semester das Gleiche bieten. Das sind Witzbolde.

    http://www.uni-bayreuth.de/studium/bachelor/physik/index.html



  • Zusammen mit einem darauf aufbauenden Master-Studiengang in Physik (Regelstudienzeit 4 Semester)

    Mit "zusammen" meinen die wahrscheinlich so viel wie, ähh zusammen?

    ich kann dir nich folgen...



  • Prof84 schrieb:

    In jedem Schwerpunkt erwerben Studierende eine forschungsnahe und zugleich berufsorientierte Ausbildung mit dem Abschluss "Bachelor of Science" in Physik (Regelstudienzeit 6 Semester). Dies ist ein erster berufsbefähigender Studienabschluss. Zusammen mit einem darauf aufbauenden Master-Studiengang in Physik (Regelstudienzeit 4 Semester) bietet er eine dem früheren Diplom-Abschluss in Physik (10 Semester Regelstudienzeit) gleichwertige Qualifikation.

    Also ich habe ein Problem mit dem Text.

    Die meisten haben Ihre 10 Semester Regelstudienzeit bei Diplomen noch nicht einmal über die Bühne bekommen und jetzt soll ein Bachelor in 6 Semester das Gleiche bieten. Das sind Witzbolde.

    http://www.uni-bayreuth.de/studium/bachelor/physik/index.html

    Schoen und gut, aber was hat Bayreuth oder dein Problem mit dem Text mit dem Thema zu tun?



  • Mr.Fister schrieb:

    Heidelberg ist bestimmt nicht die billigste Stadt, bezogen auf Lebenshaltungskosten. Die Forschung ist hingegen Top, es gibt allein sechs physikalische Institute (Kirchhoffinstitut, physikalisches Institut, Institut fuer theoretische Physik, Institut fuer theoretische Astrophysik, astronomisches Recheninstitut, Institut fuer Umweltphysik - jedes einzelne groesser als so manches Institut anderer Universitaeten) und zwei Max-Planck-Institute (Kernphysik und Astrophysik). Daneben bieten auch das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Uniklinik Forschungsmoeglichkeiten fuer Physiker. Das GSI in Darmstadt ist auch nicht weit weg.
    Bei der Lehre kann man sich auch nicht beschweren, obwohl mir da die Vergleichsmoeglichkeiten fehlen. Mit teilweise ueber 240 Studenten im Hoersaal wird es halt etwas unfamiliaer, aber das muss ja nichts heissen.

    Was die Forschung betrifft, hat natürlich jede Universität und jedes Forschungszentrum spezielle Schwerpunkte. Heidelberg hat bezüglich der Forschung natürlich einen sehr guten Ruf. Die anderen Universitäten, die genannt wurden, haben aber auch Schwerpunkte, in denen sie Spitzenforschung betreiben. Da ist die Frage also weniger "Ist die Forschung spitze?" als vielmehr "An was möchte ich eigentlich forschen?". Wenn man Astrophysiker werden möchte, dann sollte man wohl nach Heidelberg gehen. Wenn man hingegen Festkörperphysiker werden möchte, dann kann ich diesbezüglich das Forschungszentrum Jülich bzw. die RWTH Aachen empfehlen.



  • Mein VL ist in Hamburg gelandet, erstklassige mechanische Werkstatt,
    das DAISY im Griff und als Stadt muß HH grandios sein. Auf jeden Fall
    ist der Partywert exzellent. Er kann mittlerweile freihändig Formeln
    rezitieren von denen ich nie gehört hatte ...

    St.Pauli ist auch nicht zu verachten.

    Du studierst nur einmal. Gut wählen - eine Karriergarantie gibt keine Uni.



  • Gregor schrieb:

    Was die Forschung betrifft, hat natürlich jede Universität und jedes Forschungszentrum spezielle Schwerpunkte. Heidelberg hat bezüglich der Forschung natürlich einen sehr guten Ruf. Die anderen Universitäten, die genannt wurden, haben aber auch Schwerpunkte, in denen sie Spitzenforschung betreiben. Da ist die Frage also weniger "Ist die Forschung spitze?" als vielmehr "An was möchte ich eigentlich forschen?". Wenn man Astrophysiker werden möchte, dann sollte man wohl nach Heidelberg gehen. Wenn man hingegen Festkörperphysiker werden möchte, dann kann ich diesbezüglich das Forschungszentrum Jülich bzw. die RWTH Aachen empfehlen.

    Klar, aber was ich damit sagen wollte: Heidelberg hat sehr viele Schwerpunkte. Nicht nur Astrophysik, auch Teilchenphysik, String Theorie, Tieftemperaturphysik, Umweltphysik und vieles mehr sind Sachen wo Heidelberg ausgezeichnete Möglichkeiten bietet. Wer also am Anfang noch nicht weiß, wo es lang gehen soll und nicht nach dem Bachelor wechseln will...



  • Mr.Fister schrieb:

    Klar, aber was ich damit sagen wollte: Heidelberg hat sehr viele Schwerpunkte. Nicht nur Astrophysik, auch Teilchenphysik, String Theorie, Tieftemperaturphysik, Umweltphysik und vieles mehr sind Sachen wo Heidelberg ausgezeichnete Möglichkeiten bietet. Wer also am Anfang noch nicht weiß, wo es lang gehen soll und nicht nach dem Bachelor wechseln will...

    Mir ist klar, dass Heidelberg jede Menge zu bieten hat. Das DKFZ in Heidelberg hat übrigens auch super Bildverarbeitungsgruppen. Weiß nicht, ob das in dem Zusammenhang jemanden interessiert. Aber ich könnte mir vorstellen, dass man da als Physiker auch unterkommt. Mir sind zumindest Physiker bekannt, die dort arbeiten.

    Ich wollte auf die Bereiche der Forschung hinweisen, weil ich persönlich mit keinem der Bereiche, die Du da genannt hast, etwas anfangen kann. Astrophysik, Teilchenphysik und String Theorie sind mir irgendwie zu "Stephen Hawking" und zu "Weltformel". Dazu hatte ich nie einen Draht. Aber andererseits gibt es ja eine ganze Menge Leute, die das anspricht.

    Wenn man schon eine ungefähre Vorstellung davon hat, was einen in der Physik interessieren könnte, dann würde ich auf jeden Fall empfehlen, das in die Wahl der Uni mit einfließen zu lassen.


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