Frage zu Logfiles, "mehrfach redunantes" Speichern bei Email-Providern
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Hallo Leute, ich habe drei Fragen an euch, die mir wahrscheinlich keiner wirklich beantworten kann, aber jeder könnte eine Einschätzung dazu abgeben.
"1: Wie lange speichern Emailprovider meine IP-Adressen eigentlich ab" "2.Wenn sich bei Firmen wie Google oder MS Millionen von Kunden einloggen, manche mehrfach am Tag, dann müssen das doch unglaublich große Datenberge werden. Kann mir jemand ungefähr sagen, wie groß so Logfiles nach einem Tag wären, wenn man von 400 Mio Kunden, die IP, den Browsertyp und Datum und Uhrzeit speichert, wenn jeder sich nur einmal einloggt?"Und meine letzte und wichtigste Frage:
Wenn ich eine Mail bei Hotmail, Gmail, etc. aus dem Papierkorb lösche, wie lange dauert es dann, bis die Mail wirklich aus dem System raus ist? Da ist die Rede von mehrfach redunanten Sicherungssystemen, und irgendwer (ich glaube Hotmail) verspricht, dass nach maximal 60 Tagen alles weg ist..Aber dauert es wirklich so lange, was meint ihr? Es muss doch eine Firma wie MS unendlich viel Geld kosten, wenn sie gelöschte Emails weiterhin speichert und auch enormen Speicherplatz und Server?
Oder bin ich da wieder irgendwie auf dem Holzweg?
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Hast Du schon http://de.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung gelesen?
Ich denke, daß Email-Provider deutlich länger speichern und zwar den ganzen Inhalt, damit hauseigene Werbe-Analysten eine gute Datenbasis haben, ihre Algorithmen zu optimieren, wer welche Werbung bekommen soll.
Ich denke, daß Firmen wie 1&1, die eigentlich Webspace anbieten und die ihre Mail-Toaster nur wegen Gesetz zentralisieren und fremdabfragbar machen mußten, sich jetzt freuen, daß ihre neuen Toaster wieder viel billiger sein können, sich aber erstmal bis 100 Tage nach der nächsten Bundestagswahl ihre Euphorie unterdrücken und erstmal noch so bauen, daß prinzipiell Vorratsdatengespeichert werden kann, auch wenn es gerade bei neu aufgestellten Toastern geaus#ifdeft ist. Alte würde ich nicht anfassen.
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IP (v4): 4 Byte
Browsertyp (als Index in einen Lookup-Table): 4 Byte
Datum: 4-8 Byte, sagen wir 8
Und nehmen wir noch eine User-ID dazu, nochmal 4 ByteGesamt: 20 Byte
20 Byte * 400 mio = 8 GB (+Overhead)
Das wären pro Jahr dann etwa 3TB. Das ist viel aber noch leicht managbar. Auch auf 10 Jahre, dann sind es halt 30TB, auch keine Tragik.
Wobei ich die 400 Mio. für ziemlich viel halte, das wäre jeder 20. Mensch auf dem Planeten.
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die voratsdatenspeicherung ist doch ausgesetzt, oder täusche ich mich? Und der Inhalt von Emails wird soweit ich weiß nicht gespeichert..
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reflection10 schrieb:
die voratsdatenspeicherung ist doch ausgesetzt, oder täusche ich mich? Und der Inhalt von Emails wird soweit ich weiß nicht gespeichert..
Nicht mehr vom Staat (zumindest nicht mehr offiziell
), aber der Email-Provider wird das mit Sicherheit weiterhin machen. Darauf basiert ja sein gesamtes Geschäftsmodell.Während der Vorratsdatenspeicherung sind übrigens (angeblich) so etwa 25 TB in ein paar Monaten angefallen, wenn ich mich recht erinnere. Die Schätzung von hustbaer wird dadurch bestätigt. Die Vorratsdatenspeicherung hat zwar (angeblich) nicht den Inhalt von Emails und Gesprächen erfasst, dafür aber auch sämtliche anderen Verbindungsdaten. Das dürfte sich daher in etwa ausgleichen und zu ähnlichen Datenmengen führen. Und Datenmengen im TB/Monat Bereich sind ja nun wirklich wenig.