professionelle Musiknotation



  • Hallo,

    welche Software wird für die professionelle Musiknotation verwendet? Für professionellen Textsatz gibt es ja verschieden TeX-varianten, und die Adobe-Produkte. Für den Notensatz gibt es Lilypond auf der Open-Source YAFIYGI-Front, aber wird das schon professionell (in verkauften Noten oder akademischen Artikeln) verwendet? Und was sind die WYSIWYG-Alternativen?



  • soweit ich weiß sind Finale und Sibelius sehr weit verbreitet.
    Zumindest habe ich Bekannte, die Noten in Finale für Verlage setzen.



  • Hier gibt es ein paar Kommentare zu Lilypond und in dem Artikel vergleicht der Autor Lilypond zu anderen Musiknotationsprogrammen: http://lilypond.org/about/automated-engraving/



  • Ich habe ein paar Freunde die Kompositionslehre auf der Musikuni hier in Wien studieren und sehr begeistert Lilypond verwenden, obwohl sie mit LaTeX überhaupt nichts am Hut haben. Gibt da auch ein paar Professoren, die das verwenden. Offensichtlich schreibt es sich damit sehr zügig und man kann auch eher abgefahrene Sachen recht bequem setzen. Dass die Resultate so hübsch sind, ist dann fast nur noch ein angenehmer Nebeneffekt. 🙂

    Da die Musikuni hier doch sehr renommiert ist, kann man das für "professionellen Einsatz" in meinen Augen durchaus gelten lassen.



  • nman schrieb:

    Ich habe ein paar Freunde die Kompositionslehre auf der Musikuni hier in Wien studieren und sehr begeistert Lilypond verwenden, obwohl sie mit LaTeX überhaupt nichts am Hut haben. Gibt da auch ein paar Professoren, die das verwenden. Offensichtlich schreibt es sich damit sehr zügig und man kann auch eher abgefahrene Sachen recht bequem setzen. Dass die Resultate so hübsch sind, ist dann fast nur noch ein angenehmer Nebeneffekt. 🙂

    Da die Musikuni hier doch sehr renommiert ist, kann man das für "professionellen Einsatz" in meinen Augen durchaus gelten lassen.

    Es scheint also wirklich so zu sein wie bei der Textverarbeitung auch. Die Akademiker, die lieber die mächtige und kostenlose 😉 Lösung bevorzugen, und flexibel genug und willens sind, sich da einzuarbeiten, nehmen LaTeX resp. Lilypond, und in der 'Industrie' haben bequem zu bedienende Werkzeuge ihren Einsatz -- wohl weil die Anschaffungskosten nicht so relevant sind und weil die Arbeitskräfte billiger sein sollten (geringerer Qualifikationsaufwand).

    Wobei ich erwartet hätte, dass Lilypond inzwischen auch benutzt wurde, um verkaufte Noten zu setzen. Dann sollte das aber auf der Lilypond-Referenzseite stehen. Es wird schließlich auch Fachliteratur geTeXt.



  • Noa Tierer schrieb:

    und in der 'Industrie' haben bequem zu bedienende Werkzeuge ihren Einsatz -- wohl weil die Anschaffungskosten nicht so relevant sind und weil die Arbeitskräfte billiger sein sollten (geringerer Qualifikationsaufwand).

    LaTeX wird von Akademikern nicht verwendet, weil es billig ist. Keine Ahnung, wie das an anderen Unis ist, aber hier ist es leicht, auch an sehr teure Software zu kommen. Es gibt einfach nichts, was für wissenschaftliche Texte besser geeignet ist als LaTeX. Ich habe durchaus auch Bekannte in großen alten Konzernen, die mit LaTeX arbeiten. Der Formelsatz mit Office ist einfach furchtbar mühsam, ganz davon abgesehen, dass man in wissenschaftlichen Papers auch ein vernünftiges Referenzierungssystem für seine Quellen braucht. Und LaTeX ist zwar unbenutzbar zum selbst layouten, dafür sehen die Standardvorlagen sehr hübsch aus und produzieren mit wenig Aufwand sehr professionelle Resultate.

    Natürlich gibt es auch Scientific Workplace und Konsorten (die meistens auch LaTeX verwenden), aber tatsächlich verwenden tun das nur sehr wenige. Eine immer aktualisierte MS Office-Lizenz würde mein Institut ~40€ pro Jahr kosten, Adobe-Produkte gibt es um vergleichbare Preise und Scientific Workplace ist auch nicht teurer.

    Es gibt viele Gründe, warum in akademischen Kreisen LaTeX eingesetzt wird. Der Preis gehört nicht dazu.

    Wobei ich erwartet hätte, dass Lilypond inzwischen auch benutzt wurde, um verkaufte Noten zu setzen.

    Wenn dem so wäre, woher sollte das irgendjemand von uns wissen? 🙂

    Frag mal bei ein paar Musikverlagen nach, vielleicht kann Dir da jemand Auskunft erteilen.



  • nman schrieb:

    Wobei ich erwartet hätte, dass Lilypond inzwischen auch benutzt wurde, um verkaufte Noten zu setzen.

    Wenn dem so wäre, woher sollte das irgendjemand von uns wissen? 🙂

    Einer von euch nicht unbedingt, aber die Lilypond-Kommentar-Seite 😉





  • Frage zu lilypond:

    Bei folgendem Minimalbeispiel

    <<
        \clef "treble_8"
        {d1 f e d g f a g f e d} \\
        {d'1 a e' a' g' d'' a' b' c'' c'' d''}
      >>
    

    werden gleichzeitig erklingende Noten nicht exakt übereinander ausgegeben, sondern die obere Stimme etwas nach links verschoben.

    Weiß einer Rat?


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