Dateisystem ohne Verzeichnisse



  • SeppJ schrieb:

    Dir ist schon klar, dass es historische Beispiele dafür gibt? Das ganze wird jedoch ein kleines bisschen unübersichtlich, wenn man ein paar Dateien anhäuft. Wie viele Dateien hast du auf deinem Computer?

    im Moment 929031, Tendenz steigend 😃

    Daß es historische Beispiel gibt, wußte ich nicht, aber just for curiousity: kannst Du mal ein Stichwort nennen?

    Ob man übrigens immer den ganzen Pfad angeben muß, hängt nur von den Fähigkeiten der shell ab, genauer: von der Implementation von cd. Wenn cd bewirkt, daß gewisse String-Teile (diejenigen des aktuellen Pfades) ausgeblendet werden, hat der Benutzer doch keinen Nachteil.

    mv /foo/blubb /foo/blubb2
    

    kann man implementieren durch so was wie (pseudocode)

    rename FooBlubb* FooBlubb2*
    

    natürlich muß die shell einige Kommandos intern anders implementieren, nämlich die Baum-Operationen ersetzen durch String-Operationen (Umbenennen von String-Bestandteilen usw.)



  • !rr!rr_. schrieb:

    Daß es historische Beispiel gibt, wußte ich nicht, aber just for curiousity: kannst Du mal ein Stichwort nennen?

    IIRC MS-DOS vor 2.0.

    Ob man übrigens immer den ganzen Pfad angeben muß, hängt nur von den Fähigkeiten der shell ab, genauer: von der Implementation von cd. Wenn cd bewirkt, daß gewisse String-Teile (diejenigen des aktuellen Pfades) ausgeblendet werden, hat der Benutzer doch keinen Nachteil.

    Aua. Damit simulierst Du ja doch wieder Verzeichnisse. Nur halt, dass es deutlich langsamer sein dürfte, jedesmal 1 Million Dateien zu durchsuchen. Und dass ein Festplattendefekt an der falschen Stelle so RICHTIG katastrophal ist. Was soll eigentlich der Vorteil davon sein, auf Verzeichnisse zu verzichten?



  • CP/M kannte keine Verzeichnisse.

    Aber Verzeichnisse sind kein gutes Ordnungssystem für viele Fälle. Am besten wäre ein semantischer Desktop. Daten sind eben nach Stichworten, Bearbeitungsdatum, Leuten mit denen man das Dokument teilt und anderen Metadaten gegliedert.


  • Mod

    Dieses Problem versucht man ja nun mit Desktop-Suchen und Meta-Informationen zu lösen. Eine Grundstruktur die du als physikalischen Index verwenden kannst benötgt man allerdings trotzdem. Da sind Verzeichnisse imho sehr praktisch.

    MfG SideWinder


  • Mod

    !rr!rr_. schrieb:

    mv /foo/blubb /foo/blubb2
    

    kann man implementieren durch so was wie (pseudocode)

    rename FooBlubb* FooBlubb2*
    

    natürlich muß die shell einige Kommandos intern anders implementieren, nämlich die Baum-Operationen ersetzen durch String-Operationen (Umbenennen von String-Bestandteilen usw.)

    Ich woltle vorhin eigentlich einen ironischen Beitrag schreiben indem ich genau dies zur Vereinfachung vorschlage. Dass du das jetzt ernsthaft bringst...
    Nun, siehe den Kommentar von SG1 dazu.
    Zur Verbesserung der Performance schlage ich noch vor, dass man einen Index erstellt, indem die ganzen vorkommenden Strings gespeichert sind, so dass man nicht jedesmal alle Dateien angucken muss, sondern nur den Index. Und schwupps, schon hast du ein echtes hierarchisches Dateisystem. Oder was hast du gedacht, wie das funktoniert?

    Historische Dateisysteme: Stichwort zur Recherche: "flat file system"



  • verzweifelt1000 schrieb:

    Aber Verzeichnisse sind kein gutes Ordnungssystem für viele Fälle. Am besten wäre ein semantischer Desktop. Daten sind eben nach Stichworten, Bearbeitungsdatum, Leuten mit denen man das Dokument teilt und anderen Metadaten gegliedert.

    Klar. Aber das komplizierte ist nicht, die Verzeichnisse loszuwerden, sondern genau dieses alternative Ordnungssystem richtig hinzubekommen.



  • SG1 schrieb:

    Damit simulierst Du ja doch wieder Verzeichnisse. [...] Was soll eigentlich der Vorteil davon sein, auf Verzeichnisse zu verzichten?

    eben, darum gehts - Verzeichnisstruktur simulieren, auch wenn/obwohl es "under the hood" nur Dateien gibt. ist doch hübsch.

    was die komplexität angeht - auf alphabetisch sortierten Listen kann man binäre Suche anwenden, also logarithmischer Aufwand, im Großen und Ganzen praktikabel.


  • Mod

    😕 Du kommst mir gerade vor wie jemand, der ein Fahrrad kauft, einen Motor einbaut und der Welt stolz sein Motorfahrrad präsentiert...



  • !rr!rr_. schrieb:

    eben, darum gehts - Verzeichnisstruktur simulieren, auch wenn/obwohl es "under the hood" nur Dateien gibt. ist doch hübsch.

    macht der apache mit mod_rewrite teilweise nicht genau das gegenteil?



  • !rr!rr_. schrieb:

    Statt

    md foo
    md foo/blubb
    touch foo/blubb/file.txt
    

    also einfach mit Trennzeichen "-" statt "/" oder "\"

    touch foo-blubb-file.txt
    

    Wo ist bitte der Unterschied zwischen - als Trennzeichen anstelle von / oder \?
    Also ich sehe da keinen (außer die Erreichbarkeit der Tasten, die bei qwertz halt einfach voll für den ar*** ist)



  • SeppJ schrieb:

    😕 Du kommst mir gerade vor wie jemand, der ein Fahrrad kauft, einen Motor einbaut und der Welt stolz sein Motorfahrrad präsentiert...

    FTFY: ... ein Motorrad kauft, den Motor ausbaut und der Welt stolz sein 'Fahrrad' präsentiert ...


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