Das Ende von Java?



  • http://derstandard.at/1288659785133/Oracle-kuendigt-kostenplichtige-Java-VM-an
    Gut, es gibt jetzt immer noch eine kostenlose Version, aber könnten die die auch einstellen und nur noch eine kostenpflichtige Version anbieten?

    Kann eine Firma, die eine andere übernimmt einfach Source den es früher als Opensource gab plötzlich nicht mehr zu Opensource machen?



  • Ich denke, es ist nicht ganz einfach vorher zu sehen, was passiert. Ich denke aber nicht, dass das das Ende von Java ist. Immerhin steht mit dem Apache-Projekt ein großes wirtschaftlisches Interesse dahinter.

    Ja, Oracle könnte die OpenSource-Version einfach einstampfen. Eine Lizenz gilt ja nur auf eine Version und nicht für immer. Sie könnten also z. B. Java 7 komplett zunageln. Ob das aber in ihrem Interese ist, denke ich nicht. Ich vermute mal, dass sie eher eine freie abgespeckte Version behalten werden und dann eine kommerzielle Version verkaufen (oder auch kostenlos zur Verfügung stellen) werden, für die man dann Support kaufen kann. Für die OSS-Version wird dann natürlich kein Support angeboten und so trennt sich langsam die Community von der Firma.

    Vielleicht liege ich auch falsch, aber für mich klingt das plausibel. 😉

    Viel wichtiger finde ich aber die Frage, wie Oracle mit alternativen JVMs umgehen wird. Google haben sie ja schon verklagt, weil sie so etwas ähnliches wie eine JVM haben und wenn sie dann alle alternativen verklagen und so die Projekte zerstören, kann ich mir den Einschlag für Java als Sprache schon härter vorstellen.

    Wobei Java ja auch heute schon arg Enterprise-lastig ist. Dieser Punkt sollte sich wenig verändern.

    MfG

    /Edit: Habe gerade einen Artikel gelesen und darin wird schon einiges an Plänen bekannt gegeben. Es bleibt also nicht mehr ganz so viel Spielraum für Verschwörungstheorien. 😉



  • icwiener schrieb:

    dass das das

    👍 Cooler Satz!



  • Irgendwie hat es sehr lange gedauert, bis jemand einen Thread dazu aufgemacht hat ...



  • Nicht das Ende im klassischen Sinne. Das gibt es bei Programmiersprachen nicht so wirklich. Aber Oracle scheint ziemlich fleißig dran zu sein, jegliche Innovation und Weiterentwicklung im JVM-Umfeld zu killen. Das hat ja mit der Klage gegen Google angefangen. Das nun die OpenSource-Bemühungen so enden, ist ein wichtiger weiterer Schritt. Selbst die Apache Software Foundation, die ja sonst jede Javabloatware liebt, will auch aus dem Java Community Process aussteigen.

    Oracle gibt bei dem Sun-Deal ja ein besonders schlechtes Bild ab:

    * OpenOffice.org: Geforkt als LibreOffice und viele Entwickler haben OOo bereits für LibreOffice verlassen.
    * OpenSolaris: Gekillt.
    * Java: siehe oben
    * MySQL: Gerüchte das InnoDB nur noch in den kommerziellen Varianten vertrieben wird.



  • Solange es ne kostenlose VM gibt, seh ich kein Problem.

    rüdiger schrieb:

    OOo

    oO 😃



  • Ein weiterer Grund diese *zensiert* Firma Oracle zu boykottieren etc. Kann das wirklich im interesse von Oracle sein, was die da machen???

    👎 👎 👎



  • rüdiger schrieb:

    OpenOffice.org: = OOo

    Dafür legt Oracle endlich hand an JDK7 und JDK8 an, dachte schon Sun wollte die beiden nicht mehr weiterentwicklen. JavaFX2 aka Swing++ geht auch in die richtige Richtung - die Skriptsprache wird zu gunsten von Interop gekillt und ausgeweitet für RIA und Desktop.



  • Ihr betreibt ne FUD-Kampagne. 🙂

    Hier mal eine andere Darstellung:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Oracle-aeussert-sich-zur-JVM-Strategie-1134761.html



  • TheRaceIsOn schrieb:

    http://derstandard.at/1288659785133/Oracle-kuendigt-kostenplichtige-Java-VM-an
    Gut, es gibt jetzt immer noch eine kostenlose Version, aber könnten die die auch einstellen und nur noch eine kostenpflichtige Version anbieten?

    Kann eine Firma, die eine andere übernimmt einfach Source den es früher als Opensource gab plötzlich nicht mehr zu Opensource machen?

    Nein, zumindest nicht bei der GPL Lizenz.

    Aber was ein Urheber bzw. Copyrightinhaber bzw. Verwertungsrrechteinhaber machen kann, ist einfach die nächste Version unter eine andere Lizenz zu stellen und die alte Version, die noch die GPL nutzt, nicht mehr weiterzuentwickeln.

    DAS ist möglich.

    Die GPL basierte könnte man dann natürlich von der Community aus weiterentwickeln, aber höchstwahrscheinlich wäre dann eine Namensumbennenung möglich und wenn patentierte Techniken bei der neuen JVM zum Einsatz kommen, dann kann man das ncht so einfach nachmachen.

    Von daher, ja, ich denke Java stirbt.



  • icwiener schrieb:

    Wobei Java ja auch heute schon arg Enterprise-lastig ist. Dieser Punkt sollte sich wenig verändern.

    Aus welchen technischen Gründen ist hier Java überhaupt so erfolgreich?

    Und warum ist es bei Websachen bzw. Servlets so erfolgreich?
    Liegt es am Bytecode und der Tatsache, daß man sich als Entwickler nicht darum kümmern muß, auf welcher Webserverhardware das später mal läuft?

    Immerhin müßte man ein Software die in CGI realisiert wurde, ja immerhin jedesmal beim Serverwechsel neukompilieren.

    Ist das der Grund, warum Java hier so erfolgreich ist?

    Sowie der Tatsache, daß Java dank JIT & Co auf Webservern effizienter ist, als Scriptsprachen wie Python und PHP?



  • Java geht sterben schrieb:

    Die GPL basierte könnte man dann natürlich von der Community aus weiterentwickeln, aber höchstwahrscheinlich wäre dann eine Namensumbennenung möglich und wenn patentierte Techniken bei der neuen JVM zum Einsatz kommen, dann kann man das ncht so einfach nachmachen.

    Die Frage ist ja auch, inwiefern die Patente in der offenen JVM von Oracle freigegeben wurden. Immerhin wird Google gerade von Oracle für Patentverletzungen im Java-Umfeld verklagt. Also alles eine recht wackelige Sache.

    Java und dessen Erfolg schrieb:

    Und warum ist es bei Websachen bzw. Servlets so erfolgreich?

    Ist Java im Webbereich überhaupt so erfolgreich?

    Java und dessen Erfolg schrieb:

    Liegt es am Bytecode und der Tatsache, daß man sich als Entwickler nicht darum kümmern muß, auf welcher Webserverhardware das später mal läuft?

    Immerhin müßte man ein Software die in CGI realisiert wurde, ja immerhin jedesmal beim Serverwechsel neukompilieren.

    Bei den ganzen Scriptsprachen (Python, Perl etc.) muss man sich doch auch nicht um die Webserverhardware kümmern und CGIs nutzt doch heute keiner mehr.



  • Java ist enterprisig weil IBM sich volle Kanne draufgeworfen hat 🙂



  • hustbaer schrieb:

    Java ist enterprisig weil IBM sich volle Kanne draufgeworfen hat 🙂

    IBM, Oracle und SAP wohlgemerkt. Außerdem gefällt solchen Firmen das run anywhere-Konzept. Und sie brauchen keine schöne Desktop-GUI, da stört Java also auch nicht 😃

    MfG SideWinder



  • rüdiger schrieb:

    Java und dessen Erfolg schrieb:

    Und warum ist es bei Websachen bzw. Servlets so erfolgreich?

    Ist Java im Webbereich überhaupt so erfolgreich?

    Im Vergleich zu Projekten die mit den klassischen nativen Sprachen wie C/C++ realisiert werden, auf alle Fälle.
    Lediglich PHP und Python sind AFAIK stärker vertreten, aber sobald es um Leistung geht, werden die auch nicht mehr benutzt und Java vorgezogen.

    Java und dessen Erfolg schrieb:

    Bei den ganzen Scriptsprachen (Python, Perl etc.) muss man sich doch auch nicht um die Webserverhardware kümmern und CGIs nutzt doch heute keiner mehr.

    Hab ich auch nicht gesagt. Es geht ja um "im Vergleich" zu klassischen nativen Sprachen.



  • Java geht sterben schrieb:

    Von daher, ja, ich denke Java stirbt.

    Hätte man mit Scala einen vollwertigen Ersatz?



  • raptor49 schrieb:

    Java geht sterben schrieb:

    Von daher, ja, ich denke Java stirbt.

    Hätte man mit Scala einen vollwertigen Ersatz?

    Da das ebenfalls auf der JavaVM läuft, auf der Oracle noch mehr den Daumen hat als auf Java an sich - nein.



  • Dann Gute Nacht Java... 🙄



  • Der ganze Thread ist eine Farce, da er auf der falschen Prämisse beruht Java werde kostenpflichtig, dabei gab es schon immer proprietäre&kostenpflichtige JVMs (JRockit, BEA, inzwischen bei Oracle), daher ändert sich de facto überhaupt nichts. Mit der Sprache und Technologie hat das im weiteren auch rein gar nichts zu tun, eine neue JVM kann schließlich jeder schreiben. Aber mit sowas muss man eben rechnen wenn man sich auf Hobbyseiten wie derstandard, golem oder heise misinformiert, ich hoffe das ist jedem der hier reingepostet hat auch klar 🙄



  • gastantwort schrieb:

    Der ganze Thread ist eine Farce, da er auf der falschen Prämisse beruht Java werde kostenpflichtig

    Nein, tut er nicht. Das Oracle die OpenSource-Strategie von Sun nun ändert und eben nicht alles versucht zu veröffentlichen, ist ja nur ein Punkt. Die Klage gegen Google und der Streit mit der ASF sind ja zwei weitere wichtige Punkte.


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