Internet, Traffic, Rechenzentren und Umweltschutz
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Hallo Community, ich weiß nicht, wie ich dieses Thema beginnen soll. Auf jeden Fall möchte ich euch bitten, dass ihr es ernst nehmt. Es ist kein Versuch irgendwie zu trollen, sondern ich möchte einiges verstehen was ich bisher nicht gerafft habe. Konkret hab ich ein Video über NorisNetworks gesehen, bzw. über deren Rechenzentrum.
Dort gings hochsicher zu, und der Aufwand war gigantisch. Kühlung, Server, etc. kostet ja ne Menge Energie. Nun hab ich weiter überlegt. Das ist nur ein Rechenzentrum von vielen. Strato hat eins, 1und1 hat eins, jeder Provider. Und da auch der Traffic zwischen meinem PC und dem Forum hier irgendwie weitergeleitet werden muss über mehrere Stationen, gehe ich davon aus, dass es wieder große Rechenzentren sind, die das Managen.
Jetzt mal übertrieben gefragt, ist das Internet ein Klimakiller? Die Frage stell ich auch, weil mir ein Bericht über ein geplantes Microsoft Rechenzentrum bekannt ist, wo drinnen steht, das der Stromverbrauch einer Kleinstadt erreicht wird. Mircrosoft baut das mal eben wegen seiner Cloudstrategie. Aber das ist ja nur eines von vielen.
Wie läuft das in den Rechenzentren wo ich meine Backups speichere. Sind die PCs 24/7 an? Weil wenn ic halle 4 Stunden ein Backup machen lasse, müssen sie das wohl, oder? und irgendein weiterer
Server, der das speichert, weils ja mehrfach gesichert wird doch auch?Ich bin nichtinformatiker und will die Hintergründe verstehen. Wenn ich daran denke, dass Rechenzentren 24/7 online sind und die Server laufen, und dass auch für den Traffic (nennt man das Peering?) viel Energie verbraucht wird, stell ich mir schon die Frage, ob das mit den Backups und Cloud Computing wirklich so sinnvoll ist.
Ich hoffe auf zahlreiche Beiträge

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Die Industrie braucht immer noch viel mehr, vorallem Chemie- und Metallverarbeitende Industrie.
http://www.umweltbewusst-heizen.de/Strom/Stromverbrauch/Stromverbraucher/Stromverbraucher-Deutschland.html
Ich denke in USA wird das nicht viel anders aussehen.
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dass der Energieverbrauch massiv angestiegen ist. Vielleicht bild ich mir das auch nur ein. Aber wo jetzt jeder mit nem Smartphone rumläuft, das mit dem mobilen Internet wird ja auch immer krasser
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satrab schrieb:
Das ist nur ein Rechenzentrum von vielen. Strato hat eins, 1und1 hat eins, jeder Provider.
Die haben eher viele. Jeder einzelne.
Und da auch der Traffic zwischen meinem PC und dem Forum hier irgendwie weitergeleitet werden muss über mehrere Stationen, gehe ich davon aus, dass es wieder große Rechenzentren sind, die das Managen.
Naja, Rechenzentren… Der Traffic geht über eine Menge von Switches und Routern, ist Definitionssache, ob Du das, wo die stehen, als Rechenzentrum betrachtest oder nicht. Der Server, auf dem das Forum läuft, steht aber natürlich auch in einem großen Rechenzentrum, ja.
Wie läuft das in den Rechenzentren wo ich meine Backups speichere. Sind die PCs 24/7 an?
Klar. Server laufen praktisch immer 24/7 wenn alles gutgeht.
und irgendein weiterer Server, der das speichert, weils ja mehrfach gesichert wird doch auch?
Nur dass Du mit Deinen paar Daten garantiert keinen eigenen Server für Dich alleine hast. Den teilst Du Dir mit vielen anderen Usern.
stell ich mir schon die Frage, ob das mit den Backups und Cloud Computing wirklich so sinnvoll ist.
Der Energieverbrauch verlagert sich ja nur. Ist ja nun nicht so, als würde Rechenzeit und Betriebszeit Deines Rechners bei Dir zuhause nicht dazu führen, dass Deine Stromrechnung steigt. Wenn Du Dir die Infrastruktur mit vielen Leuten teilst, hat das zumindestens das Potential, sparsamer zu sein, als wenn jeder das für sich betreibt.
Ja, Rechenzentren haben einen immer höheren Anteil an unserem Energieverbrauch. Aber wen wunderts? Der Großteil unserer Tätigkeiten hat irgendwie damit zu tun, dass wir Informationen herumjonglieren.
Dass ich jetzt weniger Zeitungen und Fachbücher auf Papier kaufe und nicht mehr zur Videothek fahre, spart ja auch wieder Energie ein. Und die Bestreben, Rechenzentren energieeffizienter zu machen sind durchaus auch ernstgemeint. Weil das ein gewaltiger Kostenfaktor ist.
Ich sehe das also durchaus alles nicht so schwarz.
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irgendwie ist das internet was ganz selbstverständliches geworden. aber es fragt halt nie einer wegen der Infrastuktur. Ich hab mich halt gefragt, was die Infrastruktur so verschlingt.
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satrab schrieb:
Ich hab mich halt gefragt, was die Infrastruktur so verschlingt.
Viel. Und es gibt auch noch viel Spielraum, das effizienter zu machen.
Es ist aber nicht gerade so, als gäbe es dazu eine ernsthafte Alternative, dazu ist das alles bereits viel zu wichtig.
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die Weltenergieproduktion scheint seit 100 Jahren exponentiell anzusteigen.
Warum sollte sich das ausgerechnet jetzt ändern? Das wäre ja ein merkwürdiger Zufall.
Struktur schaffen und erhalten kostet Energie. Ob das nun Infrastruktur oder Information oder Ernährung einer immer größeren Erdbevölkerung ist.
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In der Schweiz wird mit der Abwärme eines Rechenzentrums ein Schwimmbad beheizt.
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Greencomputing ist ein immer wichtigeres Thema, damit man den Energiebedarf eines Rechenzentrums in den Griff bekommt. Die Energiekosten sind über die Laufzeit gerechnet übrigens deutlich höher als die Anschaffungskosten der Hardware und für größere Rechenzentren ziehen die Firmen durchaus in die Nähe von Kraftwerken.
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AFAIK ist der Energiebedarf des Internet durchaus enorm. Aber...
Das Internet ist in dem letzten 20 Jahren ja enorm gewachsen, zeitweise exponentiell, ich weiß allerdings nicht, ob das immer noch so ist. Wenn es einen wesentlichen Energieverbrauch hat, dann sollte man denken, dass dies auch im Gesamtenergieverbrauch eines Staates sichtbar wird. Der müsste in der Zeit ja enorm zugenommen haben. Jetzt gucke ich mir die zeitliche Entwicklung des Energieverbrauchs von Deutschland in den letzten 20 Jahren an...
...und stelle fest, dass der relativ konstant ist. Es scheint also alles noch im Rahmen zu sein. Sicher, der steigende Energieverbrauch für das Internet wird teilweise von Effizienzsteigerungen in anderen Bereichen aufgefangen, aber bei der Hardware, die zum Betrieb des Internets benötigt wird, tut sich auch jede Menge. Jeder hier kennt Moore's Gesetz. Dieses Gesetz impliziert auch Auswirkungen auf den Energieverbrauch von Computern. Heutige Computer leisten mindestens 30 mal mehr als Computer von vor 10 Jahren, aber der Energieverbrauch ist relativ konstant geblieben. So sieht es zum Glück bei den meisten Hardwarekomponenten aus, die für die Internet-Infrastruktur benötigt werden.
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0.8% des weltweiten Energieverbrauchs ist fürs Internet, sagt http://de.wikipedia.org/wiki/Internet
Interessant wäre mal welchen Anteil die wirkliche Computerhardware hat und welchen Anteil Klimaanlagen, Lüftung, Beleuchtung usw.Wie viel Energie kostet eine Google-Suche?
http://www.stern.de/digital/online/stromverbrauch-wie-viel-energie-kostet-eine-google-suche-634098.html