Haaranalyse mit Massenspektrometrie



  • ich muß in nächster zeit eine haaranalyse machen, bei der sie nach ethylglucuronid suchen (ein abbauprodukt von alkohol). jetzt war ich in letzter zeit häufiger beim zahnarzt (natürlich mit betäubung)... ich frage mich, ob die dann wenn sie das massenspektrum auswerten, denken ich bin voll die koksnase - das will ich eig. nicht 😕

    "Die Ampullen enthalten Substanzen wie Lidocain, Mepivacain oder Bupivacain, das sind Wirkstoffe, die dem Kokain chemisch ähneln." - http://www.stern.de/zaehne/therapie/oertliche-betaeubung-die-spritze-gegen-den-schmerz-607347.html



  • Hol dir ein Schreiben vom Zahnarzt und gut ist...



  • _-- schrieb:

    ich muß in nächster zeit eine haaranalyse machen, bei der sie nach ethylglucuronid suchen (ein abbauprodukt von alkohol).

    Was hast du angestellt?



  • µ schrieb:

    Was hast du angestellt?

    Für verschiedene Berufe muss man einen solchen Test machen.



  • µ schrieb:

    _-- schrieb:

    ich muß in nächster zeit eine haaranalyse machen, bei der sie nach ethylglucuronid suchen (ein abbauprodukt von alkohol).

    Was hast du angestellt?

    Vielleicht fallen ihm die Haare aus? 😕



  • könnten wir uns mal wieder mit dem thema beschäftigen? evtl. eine etwas klarere frage: "kann man mit einem massenspektrometer (GC-MS/LC-MS) lidocain, mepivacain oder bupivacain von kokain unterscheiden?"



  • Wenn ja: Gut für dich, es sei denn du nimmst auch Kokain.
    Wenn nein: Gut für dich, dann kannst du alles mit dem Zahnarzt erklären.

    In jedem Fall bist du fein raus, es sei denn s.o.



  • es kann unter Umständen fälschlicherweise als Cocain gedeutet werden.

    Aber das sind nur Mutmaßungen, die ich anhand von Google treffe. Wenn du sicher gehen willst, frag einen Chemiker, deinen Zahnarzt oder die Leute, die bei dir den Test machen sollen



  • _-- schrieb:

    "kann man mit einem massenspektrometer (GC-MS/LC-MS) lidocain, mepivacain oder bupivacain von kokain unterscheiden?"

    Achtung, Halbwissen ⚠

    1. Funktionsweise eines Massenspektrometers:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Massenspektrometrie
    Es wird wohl die Molare Massse der Moleküle gemessen.

    2. Die Molaren Massen der genannten Moleküle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lidocain (~234)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mepivacain (~246)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bupivacain (~288)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kokain (~303)

    Die Stoffe sollten also klar unterscheidbar sein.



  • heißt das jetzt wir haben christoph daum aufgrund eines zahnarztbesuchs ins exil geschickt? ijemand wird doch dazu eine klare aussage treffen können, oder etwa nicht 😞



  • cooky451 schrieb:

    _-- schrieb:

    "kann man mit einem massenspektrometer (GC-MS/LC-MS) lidocain, mepivacain oder bupivacain von kokain unterscheiden?"

    Achtung, Halbwissen ⚠

    1. Funktionsweise eines Massenspektrometers:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Massenspektrometrie
    Es wird wohl die Molare Massse der Moleküle gemessen.

    2. Molare Massen der genannten Moleküle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lidocain (~234)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mepivacain (~246)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bupivacain (~288)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kokain (~303)

    Die Stoffe sollten also klar unterscheidbar sein.

    okay, das reicht mir, falls es denn so stimmt 😋



  • cooky451 schrieb:

    _-- schrieb:

    "kann man mit einem massenspektrometer (GC-MS/LC-MS) lidocain, mepivacain oder bupivacain von kokain unterscheiden?"

    Achtung, Halbwissen ⚠

    1. Funktionsweise eines Massenspektrometers:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Massenspektrometrie
    Es wird wohl die Molare Massse der Moleküle gemessen.

    2. Die Molaren Massen der genannten Moleküle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lidocain (~234)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mepivacain (~246)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bupivacain (~288)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kokain (~303)

    Nicht nur das.
    Das wäre ja nur der Molekülpeak.
    Beim Ionisieren wird ein großteil der Moleküle gespalten. Und die zerbrechen an charakteristischen Stellen. Man kriegt also weitere unterschiedliche hoh Peaks bei den möglichen Fragmenten. Da ist schon keine Verwechslung zu vermuten.

    cooky451 schrieb:

    Die Stoffe sollten also klar unterscheidbar sein.

    Um die geht es auch gar nicht. Weil die vorbereitetnden Schritte der Haaranalyse so aufwändig sind, und beim Alk- und Drogenscanning gleich, kombiniert man beides gerne.
    Und man mißt im Haar ja auch nicht den Alkohol, sondern ein wirres Abbauprodukt. Wer sagt nun, daß bei Zahnarzbesuchen und Mohnplunderessen wegen der chemischen Ähnlichkeit zu Kokain un Opium nicht Abbauprodukte entstehen, die auf unerlaubten Drogengebrauch schließen lassen?



  • volkard schrieb:

    Und man mißt im Haar ja auch nicht den Alkohol, sondern ein wirres Abbauprodukt.

    Das ist natürlich problematisch, da braucht man vielleicht doch nen Wisch vom Arzt.



  • cooky451 schrieb:

    volkard schrieb:

    Und man mißt im Haar ja auch nicht den Alkohol, sondern ein wirres Abbauprodukt.

    Das ist natürlich problematisch, da braucht man vielleicht doch nen Wisch vom Arzt.

    Und einen vom Bäcker, falls man Mohngebäck gegessen hat.



  • Bei der Haaranalyse in Bezug auf Alkohol wird vor allem nach Fettsäureethylester gesucht. Der entsteht nur bei Anwesenheit von Alkohol in ausreichender Menge. Die erwähnten Betäubungsmittel sind nicht alkoholähnlich und werden daher auch nen anderen Footprint hinterlassen.

    Bei der Suche nach Drogen werden nicht die Moleküle selbst sondern ihre Abbauprodukte als Indikator benutzt. Verschiedene Stoffe hinterlassen unterschiedliche Verhältnisse bestimmter Abbauprodukte, wodurch dann auf die Ursprungssubstanz geschlossen werden kann. Chemisch ähnliche Stoffe werden auch ähnliche aber nicht zwangsläufig gleiche Ergebnisse liefern. Die Schwankungen der nachgeweisenen Konzentrationen durch Umwelteinflüsse sollen aber zum Teil erheblich sein. Da Lidocain angeblich auch benutzt wird, um Kokain zu strecken, könnte bei der Analyse möglicherweise ein sehr plausibles Bild von schlechtem Stoff entstehen. Je nach Qualität der Analyse und Auswertung und der Ursache des Tests ist daher eine große Bandbreite von Schlussfolgerungen möglich.



  • Aber da man das Haar ja in ein paar Abschnitte zeitliche zerschneidet, wird schonmal klar, daß nicht in jedem Quartal gekokst wurde, sondern höchstens einmal über das ganze Haar. Bei nur einem verkoksten Abschnitt dürften die Analysten auch von keiner Sucht ausgehen.
    Oj, nein, Du warst in letzter Zeit häufiger beim Zahnarzt. 😃


  • Mod

    Und wenn du dir zufällig kurzfristig einen modischen Kurzhaarschnitt zulegst? So 10-15 Millimeter sollten doch nur 2-3 Monaten entsprechen. Genug für deinen Arbeitgeber um zu sehen, dass du nicht täglich Drogen nimmst, aber vielleicht deutlich weniger als dein letzter Zahnarztbesuch zurück liegt. Und was die sonstige Körperbehaarung angeht, ist es ja durchaus glaubwürdig, dass ein junger Mann dort der Mode folgt und keine hat.



  • um mal was klarzustellen, ich gebe das gutachten selbst in auftrag und werde, da es a) nicht nötig und b) um mir kosten zu sparen, keinen zusätzlichen drogentest dazu bestellen.

    eig. ging es mir nur um die institutsmitarbeiter, bei denen ich keinen schlechten eindruck hinterlassen wollte! auf dem gutachten werden die werte sowieso nicht erscheinen.

    😉



  • SeppJ schrieb:

    Und was die sonstige Körperbehaarung angeht, ist es ja durchaus glaubwürdig, dass ein junger Mann dort der Mode folgt und keine hat.

    ich bin trendsetter, daher muß ich keiner mode folgen 🕶



  • _-- schrieb:

    eig. ging es mir nur um die institutsmitarbeiter, bei denen ich keinen schlechten eindruck hinterlassen wollte!

    Du hast Sorgen, wen interessieren denn die Mitarbeiter da 😃


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