Kurzschluss aufm Notebook-Mainboard



  • Hi,

    nachdem mein Notebook (Toschiba U400) nicht mehr volle Leuchtkraft am Display hatte, sondern praktische die Beleuchtung auf 0 war und ich nur noch ganz schwach meinen Desktop erkennen konnte, bin ich nach etwas googlem auf den Backlight Inverter (BI) im Display gestoßen. Ne Anleitung war auch schnell da: http://www.irisvista.com/tech/laptops/Toshiba-Satellite-U405D/remove-screen-inverter.htm

    So, aufgemacht rausgeholt und Modell angeschaut und das Gleiche bei ebay bestellt... Jetzt wollte ich aber doch mal die Eingangsspannung am BI messen und bin blöderweise ( 😡 ) mit der Spitze vom Multimeter auch auf das danebenliegende Kontakt gegekommmen. Dann flog erstmal ein Funken zwischen den zwei Kontakten und tssummmm war das Notebook aus!

    Jetzt faehrt das Dinge überhaupt nichtmehr hoch. Keine Reaktion auf den An-Knopf. Wenn Netzteil dran ist, leuchtet aber die Netzteil-dran-Anzeige. BIOS-Batterie wurde auch für ne Weile entfernt, jedoch brachte das nichts. Nun, geht gar nichts mehr 😞

    Hat jemand irgendwelche Tipps oder Erfahrungen. Muss ich nun meine Groschen für ein neues Mainboard ausgeben. Haett ich doch bloß nicht messen wollen ...



  • Battery und Akku entfernen, 10 Min. Vom Netz getrennt lassen. 1 Min. CMOS aktiv. Battery einsetzten und CMOS 1 Min. Aktiv. Dann anmachen nochmal probieren mit Netzstrom und/oder Akku.


  • Mod

    Du könntest nachmessen, welche teile du kaputt gemacht hast 🙂 .

    Was hättest du überhaupt mit dem Messergebnis gemacht? Lötkolben geschnappt und selber repariert?



  • Das letze mal, daß ich Funkenflug auf dem Mainboard hatte, weil ich Kontakte schusselkurzgeschlossen hatte, zog gar nicht in Erwägung, daß es noch zu retten sein könnte.



  • Muss leider leider zustimmen. So aergerlich es auch ist, aber es ist recht unwahrscheinlich, dass du da praktisch noch was dran retten kannst. Mit Schaltplan und Board-Layouts zur besseren Orientierung waere das schon eine kleine Kunst, die betroffenen Teile zu identifizieren und unfallfrei runter und wieder rauf zu bekommen, geschweigedenn passenden Ersatz zu besorgen. Ohne -> Reine Zeitverschwendung, es zu versuchen.


  • Mod

    Nobuo T schrieb:

    Muss leider leider zustimmen. So aergerlich es auch ist, aber es ist recht unwahrscheinlich, dass du da praktisch noch was dran retten kannst. Mit Schaltplan und Board-Layouts zur besseren Orientierung waere das schon eine kleine Kunst, die betroffenen Teile zu identifizieren und unfallfrei runter und wieder rauf zu bekommen, geschweigedenn passenden Ersatz zu besorgen. Ohne -> Reine Zeitverschwendung, es zu versuchen.

    Wenn KasF wirklich so ein gewiefter Elektroniker mit SMD-Lötkolben im Haus ist, dass er eine defekte Spannungsversorgung hätte reparieren können, dann sollten ein paar durchgebratene Kondensatoren für ihn kein Problem sein. Aber dann müsste er nicht fragen (bzw. hätte gar nicht erst beim Messen daneben gezielt), woraus ich schließe, dass die Messung wohl eher gefährliche Neugierde war :p .



  • SeppJ schrieb:

    Aber dann müsste er nicht fragen (bzw. hätte gar nicht erst beim Messen daneben gezielt), woraus ich schließe, dass die Messung wohl eher gefährliche Neugierde war :p .

    Gut erkannt, aber ganz so Elektronikunerfahren bin ich auch nun wieder nicht 😉 Auf der Arbeit haben wie die nötigen Werkzeuge und auch die faehigen Leute dafür. Ich wollte nur mit ein paar intuitiven Messungen sicherstellen, dass wirklich der BI das Problem ist. Naja, das ging aber leider voll in die Hose.

    @1. Hilfe, hatte ich schon leider versucht.

    Der Kurzschluss muss sich ja nicht im ganzen Mainboard ausgebreitet haben. Die zwei Leitungen am BI führen direkt zur Grafikkarte/chip, sodass er nur was abgekriegt haben sollte. Aaaber, leider ist des nen Chip und keine Karte die ich mal so schnell auswechseln kann. Hmmmmm, ich gehe jetzt einfach schlafen und hoffe auf selbstheilende Kraefte.



  • Wenn ein Chip durchgebrannt ist, kann man es auch echt vergessen. wahrscheinlich wird nur schon alleine das besorgen des Chips teurer sein, als ein neues Notebook zu kaufen, es sei denn man kommt an so einem beim Großhändler ran. Aber ganz zu schweigen von dem Aufwand, den kaputten Chip abzutöten und den neuen dran zulöten. Es gibt nämlich Chips die überleben die Temperatur eines Handlötkolben gar nicht.



  • Die meisten aktuellen groesseren SMD Chips haben ihre Loetpunkte allerdings an der Grhaeuseunterseite. Da kommst du mit einem Loetkolben nicht mehr weiter. Da hilft nur noch Ofen, Heatgun oder dergleichen und Glueck.



  • Nunja, ich habe mich jetzt dazu entschieden den Grafikchip (Intel GMA X3100) auszulöten und einen neuen einzusetzen. Blöderweise kann man die irgendwie nirgends einfach kaufen, geschweige denn ein Datenblatt finden. Hat jemand dbzgl vllt eine Idee?

    Aber vorher werde ich nochmal heute Abend, beginnend von der Spannungsversorgung an, das Board durchmessen und hoffen das defekte Bauteil zu finden. Schlimmer kannst ja nicht mehr werden 🙂 und nen Versuch ises auch Wert und der Spaßfaktor kommt auch nicht zu kurz. Vielleicht habe ich ja Glück und da ist irgendwas kleines, einfach zu ersetzendes durchgebrannt ...

    Edit: http://www.techradar.com/reviews/pc-mac/pc-components/graphics-cards/intel-gma-x3100-270612/review



  • Es könnte doch auch sein, das mein Mainboard nicht anspringt, weil der BI (durch den Kurzschluss) komplett hinüber ist. Ich werde nachher bei meinem Hauptnotebook mal komplett BI und LCD trennen (ohne zu messen natürlich ;)) und dann schauen ob er noch anspringt.



  • Die Stromversorgung des Inverters sollte nicht direkt aus dem Grafikchip kommen. Ich vermute, dass du auf ner falschen Fährte bist.
    Wenn das Mainboard nicht zuckt, untersuche lieber ob die Hauptstromversorgung was sagt. Eventuell ist dort sogar eine Sicherung.

    Nebenbei: Inverter nicht im laufenden Betrieb abstecken.



  • Ich habe das Mainboard nochmal auf Herz und Niere per Auge begutachtet und bei der Messung der Spannungsversorgung komme ich auch nur begrenzt vorwaerts. Ohne Schaltplan wird das nichts.

    Ich werd' einfach nen neues Mainboard bestellen 🙂



  • Also lieber User KasF,

    es liegt wo möglich an einem kleinem IC was dem Inverter vorgeschaltet ist.

    hier ein paar Stichpunkte und Ansätze:

    schaue nach einem 8 pin ic in der nähe vom typ IRF7319 oder IRF7389
    wie der hier http://www.datasheetdir.com/STC4606+NP-Channel-MOSFETs

    Gib uns Infos zum Inverter das schauen können ob ein anderes mosfet infrage kommt was am eingang zum inverter liegt.

    Frag bei dem User in ebay er hat so ICs denke das müsste ein ähnliches sein.
    Er bietet auch den Austausch an um Zeit zu sparen bzw. es nicht zu einem großen Act werden zu lassen.

    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=150636564102

    Bei Bedarf an Teilen schau auf Alibaba oder pchub.com

    Gruß Hrvoje



  • KasF schrieb:

    Der Kurzschluss muss sich ja nicht im ganzen Mainboard ausgebreitet haben. Die zwei Leitungen am BI führen direkt zur Grafikkarte/chip, sodass er nur was abgekriegt haben sollte. Aaaber, leider ist des nen Chip und keine Karte die ich mal so schnell auswechseln kann. Hmmmmm, ich gehe jetzt einfach schlafen und hoffe auf selbstheilende Kraefte.

    Da fragen:
    http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/viewforum.php?forum=48

    Im Internet gab es mal in so einem Elektronikforum (aber nicht in obigem) einen Typen, der sich darauf spezialisiert hat, Notebooks zu reparieren.
    D.h. der lötete auch Grafikchips (z.b. Geforce 6600) im BGA Gehäuse runter und ersetze sie durch neue.

    Wenn du den Typen findest, dann solltest du ihn Fragen.



    1. Hilfe schrieb:

    Es gibt nämlich Chips die überleben die Temperatur eines Handlötkolben gar nicht.

    Red keinen Käse.

    Prinzipiell überlebt nichtmal ein Transistor einen Handlötkolben.
    Entscheident ist die Zeit wie lange man zum Löten braucht und die Chips die du meinst sind Ball Grid Arrays (BGA), die können nur in einer Reflowstation oder im Backofen wieder angelötet werden, weil man mit dem Handlötkolben gar nicht an alle Leitungen mehr herankommt.



  • So siehts aus schrieb:

    1. Hilfe schrieb:

    Es gibt nämlich Chips die überleben die Temperatur eines Handlötkolben gar nicht.

    Red keinen Käse.

    Prinzipiell überlebt nichtmal ein Transistor einen Handlötkolben.
    Entscheident ist die Zeit wie lange man zum Löten braucht und die Chips die du meinst sind Ball Grid Arrays (BGA), die können nur in einer Reflowstation oder im Backofen wieder angelötet werden, weil man mit dem Handlötkolben gar nicht an alle Leitungen mehr herankommt.

    Was also widersprichst Du mir? Rofl. Das war einfach nur Peinlich...



  • KasF schrieb:

    Nunja, ich habe mich jetzt dazu entschieden den Grafikchip (Intel GMA X3100) auszulöten und einen neuen einzusetzen. Blöderweise kann man die irgendwie nirgends einfach kaufen, geschweige denn ein Datenblatt finden. Hat jemand dbzgl vllt eine Idee?

    Farnell hat fast alles, allerdings kriegst du da nichts als Privatperson.
    Als Elektrotechnikstudent sollte es aber möglich sein.
    Auf jedenfall würde ich da mal schauen ob es den Chip da überhaupt gibt:
    http://de.farnell.com/

    Denn wenn ja, dann kannst du den Chip bei diesem Laden bestellen, denn der verkauft alles, was es auch bei Farnell gibt, denn er kauft bei Farnel selber ein, aber bei ihm kriegst du das Zeug dann auch als Privatperson (natürlich kostet es dann einen kleinen Aufpreis gegenüber den Farnellpreisen).
    http://www.hbe-shop.de/katalog/



    1. Hilfe schrieb:

    So siehts aus schrieb:

    1. Hilfe schrieb:

    Es gibt nämlich Chips die überleben die Temperatur eines Handlötkolben gar nicht.

    Red keinen Käse.

    Prinzipiell überlebt nichtmal ein Transistor einen Handlötkolben.
    Entscheident ist die Zeit wie lange man zum Löten braucht und die Chips die du meinst sind Ball Grid Arrays (BGA), die können nur in einer Reflowstation oder im Backofen wieder angelötet werden, weil man mit dem Handlötkolben gar nicht an alle Leitungen mehr herankommt.

    Was also widersprichst Du mir? Rofl. Das war einfach nur Peinlich...

    Weil du so tust, als würde es ICs geben die die Temperatur eines Handlötkolben überleben und das ist eben nicht der Fall.

    Ein Handlötkolben hat eine Temperatur von ca. 400 °C.
    Elektronikbauteile sterben beim Löten nur deswegen nicht so schnell, weil es zeit braucht auf diese Temperatur zu kommen.

    Zeit ist also das entscheidende, wer schnell ist und den richtigen Lötkolben nimmt, der kann auch SMD Löten machen.
    Aber BGA geht halt aus mechanischen Gründen nicht mit einem Lötkolben, dafür brauchst ne Reflowstation oder Backofen. Herdplatte oder Bügeleisen sollen AFAIK auch gehen.



  • So siehts aus schrieb:

    1. Hilfe schrieb:

    So siehts aus schrieb:

    1. Hilfe schrieb:

    Es gibt nämlich Chips die überleben die Temperatur eines Handlötkolben gar nicht.

    Red keinen Käse.

    Prinzipiell überlebt nichtmal ein Transistor einen Handlötkolben.
    Entscheident ist die Zeit wie lange man zum Löten braucht und die Chips die du meinst sind Ball Grid Arrays (BGA), die können nur in einer Reflowstation oder im Backofen wieder angelötet werden, weil man mit dem Handlötkolben gar nicht an alle Leitungen mehr herankommt.

    Was also widersprichst Du mir? Rofl. Das war einfach nur Peinlich...

    Weil du so tust, als würde es ICs geben die die Temperatur eines Handlötkolben überleben und das ist eben nicht der Fall.

    Ein Handlötkolben hat eine Temperatur von ca. 400 °C.
    Elektronikbauteile sterben beim Löten nur deswegen nicht so schnell, weil es zeit braucht auf diese Temperatur zu kommen.

    Zeit ist also das entscheidende, wer schnell ist und den richtigen Lötkolben nimmt, der kann auch SMD Löten machen.
    Aber BGA geht halt aus mechanischen Gründen nicht mit einem Lötkolben, dafür brauchst ne Reflowstation oder Backofen. Herdplatte oder Bügeleisen sollen AFAIK auch gehen.

    Also ich glaube bei mir waren es 250° aber nicht über 300° und der Chip hatte das überlebt. Nun gut es war nicht ein allzu sehr komplexer. Ich würde mich nicht so sinnlos aufmüpfen.


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