Lehren aus Diskettentechnologie



  • Hallo,
    ich habe eine Aufgabe in der ich beschreiben soll welche Lehren IT-Hersteller aus der Diskettentechnologie ziehen können?

    Dazu muss ich ca. 100 Wörter schreiben. Kann mir jemand ein paar Dinge nennen?



    1. Jede Zeit hat das ihr angemessene Speichermedium
    2. Das Runde muß ins Eckige
    3. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

    Aus den 3 Sachen solltest Du problemlos die 100 Wörter zusammenbekommen.



  • sorry, aber damit kann ich überhaupt nichts anfangen.

    z.B. was hat das mit der Entwicklung von der Disc zur CD zu tun, sprich was soll die Disc-Technologie aus diesem Satz gelernt haben:

    1. Jede Zeit hat das ihr angemessene Speichermedium


  • Was ist das eigentlich für eine blödsinnige Aufgabe und in welchem Kontext wurde sie gestellt? In der Schule von einem Mathe oder Deutschlehrer, der keine Ahnung hat? Studierst du Elektrotechnik? Informatik? Ich kann damit nichts anfangen. Die Aufgabe mag vielleicht sogar Sinn haben, aber das wird sicherlich vom Kontext abhängen.



  • bronstein schrieb:

    1. Jede Zeit hat das ihr angemessene Speichermedium

    Die Datacasette war schlechter und CDs in der Diskettenära nicht wiederbeschreibbar bis unbezahlbar.
    Wiederbeschreibbare CD-RWs die einen Zugriff mit UDF wie bei Disketten erlaubten kamen sehr spät, da waren Diskettenschon tot und USB-Sticks kurz vor der Markteinführung.

    Zu 3)
    Schau dir die Geschichte rund ums Zipdrive an.



  • Erklärer schrieb:

    [
    Wiederbeschreibbare CD-RWs die einen Zugriff mit UDF wie bei Disketten erlaubten kamen sehr spät, da waren Diskettenschon tot und USB-Sticks kurz vor der Markteinführung.

    Nachtrag:

    Und durchgesetzt hat sich UDF bei CD-RWs dann auch nicht, weil sich in den Köpfen der Leute festgesetzt hatte, dass das so gar nicht geht, man ein Brennprogramm benötigen würde und ISO Dateien erstellen müßte.

    UDF wurde also lediglich mit der DVD-RAM und der BluRay erfolgreich und der DVD-RAM hat der DVD+/-RW War geschadet und den Ruf von optischen Medien ruiniert, so dass noch heute zu viele Leute auch kein vertrauen in die DVD-RAM haben, weil für die optische Medien generell nicht vertrauenswürdig sind, danke DVD+/-RW.

    Lesen kann die DVD-RAM auch nicht jedes Laufwerk.



  • Ich nutze DVD-RAM mit UDF sehr gerne. Aber wehe man steckt die DVD-RAM in ein anderes Betriebssystem. 👎 Ich habe meine DVD-RAMs und CD-RWs immer unter Windows benutzt. Als ich dann leichtsinnigerweise jeweils ein Medium unter Linux und FreeBSD nutzen wollte (auf dem selben PC, also Dualboot und somit gleiches Laufwerk!), konnte ich die Medien nicht mehr unter Windows nutzen... anscheinend wurden sie "umformatiert" oder sowas. 😡

    Zu den Disketten: hach, das waren noch Zeiten, als man auf dem C64 die 5,25"-Disketten durch Lochen beidseitig nutzen und somit die Kapazität verdoppeln konnte. Obwohl es nur Singel-Sided-Disketten waren. 😃

    Die 3,5"-Disketten zeigten aber sehr deutlich das trotz Miniatisierung die Speicherkapazität drastisch erhöht werden kann. 😮 Außerdem waren die Disketten von Haus aus doppelseitig beschreibbar.

    Die 3"-Disketten (ja, die gab es auch) waren ein Flop.

    Die Datasette war auf dem C64 am Anfang sehr beliebt, da man dafür jede Audio-Kassette missbrauchen konnte. Und das HiFi-Doppel-Kassetten-Deck konnte die Datasetten kopieren. Man brauchte keine digitalen Geräte um Daten zu kopieren.

    Auch konnte man einen Audio-CD-Player an den Datasettenport anschließen, um Daten/Programme von Audio-CD zu laden. 😮 👍 Das konnte man mit den Disketten nicht machen, und mit CD-ROMs natürlich auch nicht. :p

    Ach ja, zur Diskette gab es folgende Konkurrenz: Zip-Disks und die Syquest-Wechselplatten. Die Zip-Disks waren relativ erfolgreich... die Syquests waren dagegen nach weniger Zeit gefloppt, da sie sehr empfindlich waren.

    Eines weiß ich: die Diskette hat alle überlebt! Im Saturn- und Media-Markt kann man immer noch 3,5"-Disketten kaufen. Und die alten Disketten kann ich heute noch lesen! 😃 👍



  • Artchi schrieb:

    Ich nutze DVD-RAM mit UDF sehr gerne. Aber wehe man steckt die DVD-RAM in ein anderes Betriebssystem. 👎

    Das ist ein Bug im Linux UDF Treiber.

    Die Lösung ist folgende:

    Die UDF unter Linux einmal vor der Benutztung mit UDF 2.01 formatieren, danach kann man sie dann sowohl unter Windows als auch unter Linux ohne Datenverlust und Probleme nutzen.

    Die 3,5"-Disketten zeigten aber sehr deutlich das trotz Miniatisierung die Speicherkapazität drastisch erhöht werden kann. 😮 Außerdem waren die Disketten von Haus aus doppelseitig beschreibbar.

    Die 3.5" Disketten zeigten vor allem auch, das die Miniaturisierung und erhöhten Datendichte der Datenhaltbarkeit nicht gut bekam.

    Der Datenverlust oder die Anzahl an unbrauchbar gewordenen Disketten war bei mir bei 3.5" HD Disketten jedenfalls wesentlich höher als bei den guten 5.25" HD Disketten.
    Von den ersteren habe ich ca. 100 Disketten irgendwann wegwerfen müssen, da alle selbst nach einer frischen Formatierung defekte Bereiche hatte, bei den 5.25" Diskette habe ich in der ganzen Zeit höchstens 7 wegwerfen müssen.

    Alles was bei den 5.25" Disketten zu beachten war, war, dass man sie nicht knickt.

    Lediglich die Größe und der Schreibschutzriegel war bei den 3,5" Disketten ein Vorteil.

    @TS
    Alles über Disketten, Zip-Drive, Datasette usw. kannst du auch in der WP nachlesen.

    Auch konnte man einen Audio-CD-Player an den Datasettenport anschließen, um Daten/Programme von Audio-CD zu laden. 😮 👍 Das konnte man mit den Disketten nicht machen, und mit CD-ROMs natürlich auch nicht. :p

    Mit der CD geht das, musst halt das richtige aufzeichnen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/BASICODE

    Ach ja, zur Diskette gab es folgende Konkurrenz: Zip-Disks und die Syquest-Wechselplatten. Die Zip-Disks waren relativ erfolgreich... die Syquests waren dagegen nach weniger Zeit gefloppt, da sie sehr empfindlich waren.

    Letztere wollte ich immer haben, weil Speicherkapazitäten von 20 bis 40 MB traumhaft waren.

    Tja und dann so ca. 1995 wollte ich eine MO-ROM haben, bis heute der immer noch beste Datenträger bezüglich Haltbarkeit, aber leider ist die Kapazität heute nicht mehr besonders groß und die Laufwerke sind viel zu teuer.

    Eines weiß ich: die Diskette hat alle überlebt! Im Saturn- und Media-Markt kann man immer noch 3,5"-Disketten kaufen. Und die alten Disketten kann ich heute noch lesen! 😃 👍

    Ich habe zwar noch ein paar 3,5" Diskettenlaufwerke, aber davon sind inzwischen auch nen Haufen über den Jordan gegangen.

    Was aber viel besser überlebt ist die CD, auch in der brauchbarkeit, da paßt wenigstens was drauf und die Daten halten länger als auf den Disketten.



  • bronstein schrieb:

    Hallo,
    ich habe eine Aufgabe in der ich beschreiben soll welche Lehren IT-Hersteller aus der Diskettentechnologie ziehen können?

    Dazu muss ich ca. 100 Wörter schreiben. Kann mir jemand ein paar Dinge nennen?

    Ich hätte es schön gefunden, wenn man die Lehre gezogen hätte, dass es einen Grund gibt, wieso FloppyDisks in einer Schutzhülle stecken.
    Das hätte und das Gefrickel mit der CD-Hülle erspart, bei der die Halterung regelmäßig rausbricht, die Handhabung deutlich vereinfacht und das Problem mit den zerkratzten CDs würde sich nicht auf die Lesbarkeit auswirken.

    Die CD-Trays für Computer-CDs haben sich ja leider nicht durchgesetzt und waren auch eher eine Improvisation als eine Lösung.

    Die Datenspeicherung wird mehr und mehr zu einer Datenvernichtung, weil die Medien immer kurzlebiger werden.

    Schlussendlich werden uns die HardDisks noch eine Weile als Massenspeicher begleiten, bevor SSDs sinnfrei groß werden. Ich habe jedenfalls nicht den Eindruck, dass 2TB Platten heute relativ kleiner sind als vor drei Jahren - oder liegt das nur am Preis? 😉
    In meinem Computer werkelt jedenfalls heute eine 120G SSD und ich habe trotzdem keinen Platzmangel.

    Vielleicht nochwas, was man aus der Diskette lernen konnte. Mit QNX passte ein vollständiges, multitaskingfähiges, graphisches Betriebsystem inkl. Webbrowser auf eine 1,44MB Diskette. Das ist heute oft schon die Dimension einer einzelnen Website.



  • Xin schrieb:

    Die CD-Trays für Computer-CDs haben sich ja leider nicht durchgesetzt und waren auch eher eine Improvisation als eine Lösung.

    Die CD-Trays haben sich deswegen nicht durchgesetzt, weil dadurch die gepressten CDs für Software- und Spielehersteller, Bpcherverlage und Computermagazine zu teuer geworden wären.

    Das war also schlichtweg unerwünscht, ein CD-Tray für eine CD wäre schlichtweg zu dick geworden, das hätte dann auch nicht mehr in ein Buch als Beilage reingepaßt und 100er CD-R Rohlinge auf einer Spindel hätte man als Kunde auch nicht kaufen können.

    Klar der Schreibschutzregler insb. bei der DVD-RAM wäre tolle Sache gewesen,
    aber auf der anderen Seite wären dann auch höhere Kosten für alles gestanden.

    Auch Werbegeschenke wären teurer geworden. manchmal bekam man ja hier und da eine CD in einer Papphülle geschenkt. Mit einem CD-Tray wäre das nicht drin gewesen.

    Und das sich die optionalen CD-Trays, die man dazukaufen mußte, nicht durchsetzten konnte war klar und wer die CDs immer daraus entfernte hatte mehr Aufwand und machte dabei mehr kaputt.

    Heutzutage ist das aber eh alles unnötig, denn für moderne Sachen gibt es USB-Sticks und gepresste CDs halten sehr lange, wenn man mit ihnen ordentlich umgeht.

    Problematisch ist das nur für Kinder, aber dafür gibt's ja Nintendo mit ihren robusten Modulen.

    Schlussendlich werden uns die HardDisks noch eine Weile als Massenspeicher begleiten, bevor SSDs sinnfrei groß werden. Ich habe jedenfalls nicht den Eindruck, dass 2TB Platten heute relativ kleiner sind als vor drei Jahren - oder liegt das nur am Preis? 😉
    In meinem Computer werkelt jedenfalls heute eine 120G SSD und ich habe trotzdem keinen Platzmangel.

    Ich habe hier 2 1 TB Platten und eine 500 GB Platte, alle sind randvoll mit Urlaubsvideos und Fotos.
    Demnächst werde ich neue kaufen müssen.

    Bei doppelter Datensicherung, versteht sich.

    Ich hoffe, das der Flashspeicher in den SSDs bald durch M-RAM oder P-RAM und wie sie alle heißén ersetzt wird, denn besonders vertrauenswürdig ist der Flashspeicher leider auch nicht.
    Wenn was kaputt geht, dann kriegt man das nämlich einfach nur schwer mit.
    Insbesondere bei Schreibzugriffen.

    Vielleicht nochwas, was man aus der Diskette lernen konnte. Mit QNX passte ein vollständiges, multitaskingfähiges, graphisches Betriebsystem inkl. Webbrowser auf eine 1,44MB Diskette. Das ist heute oft schon die Dimension einer einzelnen Website.

    http://www.menuetos.de/



  • system_shutdown:          
    
        mov   eax,3             ; Stop playing cd
        call  sys_cd_audio
    
        ; Disable PS/2 mouse
    
        cmp   [0xF604],byte 1
        jne   nops2mousedisable
        mov   al , 0xa7
        out   0x64 , al
      nops2mousedisable:
    
        cli                     ; Darken screen
    

    also ob das ein paradebeispiel für gutes software design ist? aber ok, zumindest ist es klein 🤡



  • Bei Disketten war es eigentlich immer so, dass man ein Archiv bekommen hat, dass auf mehrere Disks verteilt war. Wenn man das auf den Rechner kopieren wollte, passierte bei der letzten Diskette immer folgendes: Man hörte die Geräusche "raga taga, raga taga, raga taga, taga, taga, ... böööööd, böööööd, böööööd, bööööööööööööd, bööööööööööööööööööd piep" und dann stand auf dem Monitor so was wie "Es ist ein Lesefehler aufgetreten". Da dies Grundsätzlich immer bei der letzten Diskette passiert ist, hat man daraus die Lehre gezogen, dass CDs so groß sein müssen, dass alles auf eine CD passt und es somit keine Lesefehler bei letzten CD mehr geben kann.



  • Xin schrieb:

    Ich hätte es schön gefunden, wenn man die Lehre gezogen hätte, dass es einen Grund gibt, wieso FloppyDisks in einer Schutzhülle stecken.
    Das hätte und das Gefrickel mit der CD-Hülle erspart, bei der die Halterung regelmäßig rausbricht, die Handhabung deutlich vereinfacht und das Problem mit den zerkratzten CDs würde sich nicht auf die Lesbarkeit auswirken.

    Ja, ich hätte mir auch die MiniDisc als Nachfolger von Diskette und CD gewünscht.



  • audacia schrieb:

    Xin schrieb:

    Ich hätte es schön gefunden, wenn man die Lehre gezogen hätte, dass es einen Grund gibt, wieso FloppyDisks in einer Schutzhülle stecken.
    Das hätte und das Gefrickel mit der CD-Hülle erspart, bei der die Halterung regelmäßig rausbricht, die Handhabung deutlich vereinfacht und das Problem mit den zerkratzten CDs würde sich nicht auf die Lesbarkeit auswirken.

    Ja, ich hätte mir auch die MiniDisc als Nachfolger von Diskette und CD gewünscht.

    Auf die MiniDisc hat weniger draufgepaßt als auf eine CD.

    Wenn dann hätte es die MO-ROM werden müssen, die war damals mit AFAIK 640 MB im akzeptablen Bereich.

    Die eigentliche Ablösung hätte allerdings mit der DVD-RAM erfolgen müssen, aber wegen dem scheiß DVD+/-RW War hat sich die Einführung der DVD-RAM verzögert und die beiden anderen Formate haben dann ja doch nicht gewonnen, während die DVD-RAM heute noch benutzt wird, wenn auch nicht für den Diskettenersatzzweck für den sie für Computer vorgesehen war.
    Heute nutzt man für diesen Zweck, wie jeder weiß, USB-Sticks.

    Aber um nochmal zur MiniDisc zurückzukommen.
    Sony ist da doch selber schuld mit ihrer bescheuerten Politik.
    Denn Sony wollte das als kleines handliches für die Contentindustrie sicheres Musikformat etabilieren, daher wurden Computerlaufwerke bewußt verhindert oder nur zu unmöglichen Preisen angeboten.
    Tja und die Konkurrenz konnte nicht, weil die MiniDisc Sony gehörte.

    Die MiniDisc und MO-ROM nutzen übrigens das gleiche technische Verfahren, nur paßt auf der MO-ROM mehr drauf und für die gab es 2-3 mehr Hersteller die das in Lizenzbauweise fertigen durften.

    Heute bin ich jedenfalls froh, dass es die DVD-RAM gibt.
    Die ist von der Haltbarkeit zwar nicht ganz so gut, wie die MO-ROM, aber immer noch besser als der Rest an wechselbaren Datenträgern für 1-3 Euro.



  • Erklärer schrieb:

    Auf die MiniDisc hat weniger draufgepaßt als auf eine CD.

    Später gab's ja noch Hi-MDs mit 1 GB; mit einer anderen Laser-Wellenlänge hätte man wohl auch mehr unterbringen können.

    Erklärer schrieb:

    Sony ist da doch selber schuld mit ihrer bescheuerten Politik.

    Keine Frage. Wär nur schön gewesen.


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