Grundsatzfrage bzgl. der Eignung für die Programmierung
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So ein Schmarrn, natürlich gibt es "so etwas wie Talent".
Und es ist auch überhaupt nicht egal ob man es hat oder nicht hat.Die Vorstellung jeder könne zu einem wirklich guten Programmierer werden ist genau so absurd wie die Vorstellung jeder könne zu einem wirklich guten Schriftsteller/Tänzer/Skateboardfahrer/... werden.
Das mag vielleicht nicht fair sein, aber es ist einfach so. Es zu verleugnen bringt keinem was. Ausser vielleicht denen, die gerne glauben möchten dass alle die weniger erreicht haben als sie selbst einfach nur faule Säcke sind.
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hustbaer schrieb:
So ein Schmarrn, natürlich gibt es "so etwas wie Talent".
Und es ist auch überhaupt nicht egal ob man es hat oder nicht hat.Erzähl keine Märchen.
Bei manchen Sportarten mag es sein, dass sie zu einer gewissen körperlichen Eigenschaft (wie Größe) besser passen. Das magst du dann Talent nennen.
Aber bei Programmierern oder Schriftstellern von Talent zu sprechen ist absoluter Nonsens. So etwas gibt es nicht und es hat auch keinen Sinn es herbeischwatzen zu wollen.
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Mitleid schrieb:
Dobi schrieb:
- Um Weltklasse in irgendwas zu werden müssen meistens Talent und Fleiß zusammenkommen.
- Extrem gute Leute (zb. Shade Of Mine?) behaupten gerne, man bräuchte kein Talent und sie wären nur durch ihre Lern-Einstellung dahin gekommen. ...So etwas wie Talent gibt es nicht. Du kannst Shade Of Mine ruhig glauben. Es zählt das Interesse an einem Thema, die investierte Zeit und ein gute Förderung. Mit Förderung meine ich alles von einem Verwandten der einem etwas erklärt, über gute Bücher mit deren Hilfe es einem wie Schuppen von den Augen fällt und natürlich braucht man auch das entsprechende Umfeld und die Möglichkeiten.
Ausnahmslos alle die eine gewisse Weltklasse erreicht haben oder sogar als Genies gelten (in Sport, Musik, Wissenschaft usw. ...) haben immens mehr Zeit in ein Thema gesteckt als der Rest der Welt. So einfach ist das Leben.

Du kannst noch so viel Zeit ins Programmieren stecken, wenn du zu dumm und nicht kreativ genug bist, wirst du es nicht zu mehr als zum Codetipper schaffen. Intelligenz (für Logik) und Kreativität sind Begabungen/Talente die man haben muss um in angemessener Zeit ein guter Programmierer zu werden. Man kann vielleicht alles irgendwann lernen, wenn man unendlich viel Zeit hat, aber das hat keiner.
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++hustbaer
Wobei es bei silent_max nicht um Talent geht. Da ist einfach die Fähigkeit von oben nach unten Schritt für Schritt durch eine Funktion zu gehen und dabei zu wissen was passiert nicht vorhanden. Es findet einfach kein Übergang zwischen "was steht im Code" und "was macht das Programm" statt. Das sollte allerdings jeder (auch ohne Talent) nach zwei Tagen schaffen, deshalb sind viele hier ja auch so verwirrt über die Fragen. Und @silent_max niemand hat etwas dagegen, dass du hier postest. Wenn Leute dir raten aufzuhören, dann wohl eher weil sie denken dass du deine Zeit verschwendest. Jeder kann deine Posts einfach ignorieren, wenn er keine Lust mehr hat.
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keeponturning schrieb:
Du kannst noch so viel Zeit ins Programmieren stecken, wenn du zu dumm und nicht kreativ genug bist, wirst du es nicht zu mehr als zum Codetipper schaffen. Intelligenz (für Logik) und Kreativität sind Begabungen/Talente die man haben muss um in angemessener Zeit ein guter Programmierer zu werden. Man kann vielleicht alles irgendwann lernen, wenn man unendlich viel Zeit hat, aber das hat keiner.
Wenn das Denkorgan (das Gehirn) gesund ist gibt es so etwas wie Dummheit schlicht nicht. Und eine Art eingebauter Vorsprung in Sachen Logik und Kreativität gibt es auch nicht. Seit Laszlo Polgar sollten diese Thesen eigentlich auf dem Müllhaufen der Psychologie gelandet sein. Offenbar ist das Thema aber zu reizvoll um es aufzugeben. Jeder wäre halt gern ein Genie.

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Mitleid schrieb:
Wenn das Denkorgan (das Gehirn) gesund ist gibt es so etwas wie Dummheit schlicht nicht. Und eine Art eingebauter Vorsprung in Sachen Logik und Kreativität gibt es auch nicht. Seit Laszlo Polgar sollten diese Thesen eigentlich auf dem Müllhaufen der Psychologie gelandet sein. Offenbar ist das Thema aber zu reizvoll um es aufzugeben. Jeder wäre halt gern ein Genie.

Er hat also ein Argumeent gegen Genetik gefunden? Er hat also widerlegt, das bei adoptierten Kindern der IQ völlig unkorreliert mit dem IQ der erziehenden Eltern, aber fast vollständig durch den IQ der leiblichen Eltern erklärbar ist?
WÜrde mich wundern.
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Mitleid schrieb:
...
Willst Du auch angeborene Intlligenzunterschiede bestreiten?
Die Umwelt hat ganz bestimmt einen großen Einfluss, aber angeborene "Talente" zu zerreden ist albern. D.h. nicht, dass ein Mensch geboren wird und mit Pointern jonglieren kann, sondern dass er/sie das Potential hat, solche Dinge besser und schneller zu verstehen als viele andere.
Selbstverständlich existiert Talent. Es wirkt sich darauf aus, wieviel Lern- und Übungsaufwand betrieben werden muss um ein bestimmtes Level zu erreichen. Und es definiert die maximale Leistung, die ein Mensch in einer Disziplin erreichen kann, bevor eine Sättigung eintritt und keine spürbaren Leistungssprünge mehr möglich sind.
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Mitleid schrieb:
keeponturning schrieb:
Du kannst noch so viel Zeit ins Programmieren stecken, wenn du zu dumm und nicht kreativ genug bist, wirst du es nicht zu mehr als zum Codetipper schaffen. Intelligenz (für Logik) und Kreativität sind Begabungen/Talente die man haben muss um in angemessener Zeit ein guter Programmierer zu werden. Man kann vielleicht alles irgendwann lernen, wenn man unendlich viel Zeit hat, aber das hat keiner.
Wenn das Denkorgan (das Gehirn) gesund ist gibt es so etwas wie Dummheit schlicht nicht. Und eine Art eingebauter Vorsprung in Sachen Logik und Kreativität gibt es auch nicht. Seit Laszlo Polgar sollten diese Thesen eigentlich auf dem Müllhaufen der Psychologie gelandet sein.
Viele Eltern versuchen ihre Kinder schon früh zu kleinen Mozarts und Boris Beckern zu trainieren, aber komischerweise haben wir nicht so viele Mozarts und Boris Becker.
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Mitleid schrieb:
Wenn das Denkorgan (das Gehirn) gesund ist gibt es so etwas wie Dummheit schlicht nicht.
Interessanterweise ist das Denkorgan bei den Genies oft nicht so gesund/normal wie bei dem Rest der Menschheit. Es gibt eine ganze Menge schizophrene Genies.
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otze schrieb:
Er hat also ein Argumeent gegen Genetik gefunden? Er hat also widerlegt, das bei adoptierten Kindern der IQ völlig unkorreliert mit dem IQ der erziehenden Eltern, aber fast vollständig durch den IQ der leiblichen Eltern erklärbar ist?
lolalter schrieb:
Willst Du auch angeborene Intlligenzunterschiede bestreiten?
Die Umwelt hat ganz bestimmt einen großen Einfluss, aber angeborene "Talente" zu zerreden ist albern. D.h. nicht, dass ein Mensch geboren wird und mit Pointern jonglieren kann, sondern dass er/sie das Potential hat, solche Dinge besser und schneller zu verstehen als viele andere.Über die (Un)wichtigkeit von angeborener Intelligenz und darüber was Intelligenz überhaupt sein soll könnten wir uns ein paar Stunden unterhalten.
Der gute Herr Polgar hat schlicht gezeigt was der eigentliche Hintergrund von absoluter Höchstleistung ist. Und Talent/Begabung ist es nun mal nicht.
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Mitleid schrieb:
Der gute Herr Polgar hat schlicht gezeigt was der eigentliche Hintergrund von absoluter Höchstleistung ist. Und Talent/Begabung ist es nun mal nicht.
Soll das der Beweis sein?
http://de.wikipedia.org/wiki/László_Polgár_(Pädagoge)Um dies praktisch nachzuweisen, widmete er sich völlig der Erziehung seiner Töchter, die er ausschließlich zu Hause unterrichtete. Nach mehrmonatigem Briefwechsel mit dem zuständigen Ministerium erhielt er dafür eine Ausnahmegenehmigung. Das Schachspiel wählte er deswegen als Trainingsgegenstand, weil dort erzielte Leistungen anhand von Turnierergebnissen gut messbar sind. Alle drei wurden in der Tat sehr starke Spielerinnen, zwei gehören zu den besten Schachspielern aller Zeiten.
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Mitleid schrieb:
Der gute Herr Polgar hat schlicht gezeigt was der eigentliche Hintergrund von absoluter Höchstleistung ist. Und Talent/Begabung ist es nun mal nicht.
Seine 3 Töchter zu spitzen Schachspielerinnen zu fördern, beweist auf Grund der geringen Zahl rein garnichts. Kann er das Kunststück mit 1000 jungen Menschen wiederholen?
Insbesondere: 3 Individuuen aus einer Familie, mit ähnlichem Genmaterial. Daraus kann nicht gefolgert werden, dass Talent nicht existiert. Oder wie genau hat er bewiesen, dass die drei Mädels eben NICHT massiv tallentiert waren?
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keeponturning schrieb:
Viele Eltern versuchen ihre Kinder schon früh zu kleinen Mozarts und Boris Beckern zu trainieren, aber komischerweise haben wir nicht so viele Mozarts und Boris Becker.
Ach, und die vielen deutschen Talente, die im Fußball nun scheinbar von den Bäumen fallen seit die Vereine ihre Jugendarbeit professioneller betreiben zählen nicht?
keeponturning schrieb:
Interessanterweise ist das Denkorgan bei den Genies oft nicht so gesund/normal wie bei dem Rest der Menschheit. Es gibt eine ganze Menge schizophrene Genies.
So viele? Nenn mal ein paar. Aber bitte nicht jemanden wie Gödel und auch bitte keine "Genies" mit Inselbegabungen, die sich aber nicht selbst die Schuhe binden können.
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Mitleid schrieb:
keeponturning schrieb:
Viele Eltern versuchen ihre Kinder schon früh zu kleinen Mozarts und Boris Beckern zu trainieren, aber komischerweise haben wir nicht so viele Mozarts und Boris Becker.
Ach, und die vielen deutschen Talente, die im Fußball nun scheinbar von den Bäumen fallen seit die Vereine ihre Jugendarbeit professioneller betreiben zählen nicht?
Welche? Namen?
keeponturning schrieb:
Interessanterweise ist das Denkorgan bei den Genies oft nicht so gesund/normal wie bei dem Rest der Menschheit. Es gibt eine ganze Menge schizophrene Genies.
So viele? Nenn mal ein paar. Aber bitte nicht jemanden wie Gödel und auch bitte keine "Genies" mit Inselbegabungen, die sich aber nicht selbst die Schuhe binden können.
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Mitleid schrieb:
Aber bitte nicht jemanden wie Gödel und auch bitte keine "Genies" mit Inselbegabungen, die sich aber nicht selbst die Schuhe binden können.
Warum eigentlich nicht? Weil sie nicht zu deiner Theorie passen?
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@Mitleid: Mir kommt es vor, als würdest du die ganze Sache zu schwarz-weiss sehen. Nur weil Menschen unterschiedliche Veranlagungen für gewisse Dinge haben (beim Sport ist das übrigens nicht nur die Körpergröße), bedeutet das nicht, dass dadurch der Erfolg schon determiniert wäre. Ganz im Gegenteil. Trotzdem hängt das Ergebnis nicht *nur* von Umwelt/Training. Ich finde den "Du kannst alles schaffen wenn du nur willst."-Gedanken zwar gut für die Motivation, allerdings hat das mit wissenschaftlichen Tatsachen wenig zu tun. Wenn du statistischen Beobachtungen wie denen, die Otze genannt hat, nicht traust (confirmation bias?), kannst du ja gern mal mit mir zum Geräteturntraining kommen und dir die da rumspringenden kleinen Kinder anschauen, oder im Fitnessstudio die unterschiedlichen Kraftsteigerungen von Leuten, die ähnlich trainieren und essen, angucken.

Mir ist schon klar, dass die Weltklasseleute in irgendwas, wie du schon gesagt hast, wesentlich mehr trainieren als die Durchschnittshampel, aber es geht ja nicht darum Talent zu haben oder nicht, oder ein Genie zu sein oder nicht, oder eine Hirnschädigung zu haben oder nicht. Es geht um ein Kontinuum an unterschiedlichen Veranlagungen und verschiedenen Bereichen. Was ist deine Motivation, diese Tatsache zu leugnen?
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Wie kannst du übrigens ausschließen, dass die die durch viel Trainig gut werden nicht auch so schon talentiert waren?
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Mitleid schrieb:
keeponturning schrieb:
Viele Eltern versuchen ihre Kinder schon früh zu kleinen Mozarts und Boris Beckern zu trainieren, aber komischerweise haben wir nicht so viele Mozarts und Boris Becker.
Ach, und die vielen deutschen Talente, die im Fußball nun scheinbar von den Bäumen fallen seit die Vereine ihre Jugendarbeit professioneller betreiben zählen nicht?
Fußball ist eigentlich ein Prima Beispiel gegen Deine Hypothese. Hunderttausende Kids rennen mehrmals die Woche zum Training, haben nix anderes als dieses dämliche Scheißspiel im Kopf, werden von Eltern angeheizt und ... landen am Ende in irgendeinem Öden Job.
Würde in der Diskussion trotzdem lieber bei Talenten im logisch-mathematischen Denken bleiben. Sport ist uninteresssant.
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OT:
Dobi schrieb:
Ich finde den "Du kannst alles schaffen wenn du nur willst."-Gedanken zwar gut für die Motivation, allerdings hat das mit wissenschaftlichen Tatsachen wenig zu tun.
Ich finde dieses "Du kannst alles erreichen"-Gestammel lächerlich und Kontraproduktiv. Typisches Zeichen des Individualisierungs-Terrors, der unsere Zeit durchsetzt (Jeder ist wertvoll, jeder ist einzigartig und was ganz besonderes ... Nö)
Einem dummen Kind würde ich niemals einreden, dass es Wissenschaftler am Cern werden kann, wenn es sich nur genügend anstrengt.
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Lass mir doch meinen Psychotrick, bei dem ich den Anderen erstmal auf emotionaler Ebene teilweise wiederspiegel und so bestätige, um dann mit den eigentlichen Themen auf sachlicher Ebene besser durchzukommen.

Ne, aber stimmt schon. Man muss halt für sich selbst (und falls man in der Situation ist, andere zu coachen, auch für die), eine Balance zwischen hilfreichen Träumen und sinnvollem Realismus finden.