Hausnetz: Planung



  • Hallo,

    vielleicht kann mir jemand eine netzwerktechnische Idee zur Planung eines Hausnetzes geben.

    Situation: Gebäude mit drei Stockwerken, je vier Zimmer. Im Erdgeschoss ist ein Schrank vorhanden, in dem Kabelrohe nach oben in die weiteren Stockwerke gehen. Dort hängt auch ein DSL-Splitter.

    Nun gilt es, im EG und in den Stockwerken 1 und 2 sowohl Ethernetverkabelung in allen Zimmern sowie W-LAN für Internet bereitzustellen. Da ich mich mit Netzwerken bisher eher theoretisch (Zwangsvorlesung) beschäftigt habe, bräuchte ich Hinweise, wie ich das Netzwerk am Besten realisieren kann. 😉

    Meine Gedanken dazu:
    - Im EG-Schrank nebst Splitter einen Switch anbringen, von dem ein Port nach oben in Stockwerk 1 geht
    - In Stockwerk 1 ist der nächste Switch angebunden, der als Uplink das eine von unten kommende Ethernetkabel nutzt. Von diesem Switch geht ein Port wieder nach oben
    - In Stockwerk 2 ist der letzte Switch, der als Uplink das eine von unten kommende Ethernetkabel nutzt.
    - Von jedem Switch aus wird ein Port genutzt, um einen WLan-Router anzuschließen.
    - Die restlichen Ports jedes Switches werden per Ethernet-Verkabelung auf die Zimmer verteilt.

    Meine direkten Fragen wären:
    - Setup so sinnvoll?
    - Ist für die Switches in den oberen Stockwerken Power over Ethernet möglich, sodass ich mir jeweils den Stromansschluss sparen kann? Was brauche ich dafür?
    - Könnt ihr konkrete WLAN-Router / Switches empfehlen?
    - Gibt es bestimmte Anforderungen, die von den Kabeln erfüllt werden sollten? Cat-6-Standard o.Ä.?

    Sorry für die vielen Fragen, aber wie gesagt: habe noch nie ein reales Netzwerk geplant. 🙂



  • Wie groß sind die Kabelkanäle? (Passen da 10 Netzwerkkabel durch?)
    Wenn nicht, dann zumindest Uplink vom EG in 1.+2. OG.
    Wenn ja: Ein 16-Port Switch im EG, je 5 Kabel in 1.+2. OG auf Patch-Panel.
    Dann Kabel in die Zimmer auch fest verlegt mit einer Dose als Abschluss.

    PoE ist immer möglich, wenn es der Switch unterstützt. Es kann aber nicht beliebig viel Leistung bereitgestellt werden. (Bei deinem Szenario: Switch im EG versorgt über ein Kabel den Switch im 1. OG der wiederum den im 2. OG versorgen soll. Je nach Switch lässt sich nichtmal einer mit ausreichend Leistung versorgen. Für einen WLAN-AP sollte es normalerweise reichen.)

    Auf jeden Fall min Cat6 (eher Cat7) Verlegekabel (deswegen auch Patchpanel) nehmen.

    Weitere Fragen:
    LAN: 100 Mbit? 1/10 GBit?
    WLAN: 2.4GHz oder 5 GHz? (5 ist häufig nicht so überfüllt. Das hängt aber natürlich von deiner Umgebung/deinen Nachbarn ab.) Welcher Standard? (AC ist neu (=noch nicht so weit verbreitet), aber auch deutlich schneller.)



  • Hallo lagalopex,

    vielen Dank für deine Tipps.

    Ich denke, ich würde 2,4GHz WLAN nehmen, da meine Anforderungen nicht hoch sind und 2,4GHz wohl breitere Client-Unterstützung hat.

    Die Anzahl an Kabel, die durch das Kabelrohr gehen, sind gemessen am Durchmesser wohl zu optimieren, weshalb ich wohl Leitungen für 1+2 OG nach oben legen würde, und in jedem Stockwerk einen separaten Switch + Access Point hinstellen würde.

    Aber dennoch: Wie ist das mit dem Patch-Panel gemeint? Würdest du das im EG platzieren? Warum brauche ich das für Cat7, kann ich die an normale Switches nicht anschließen?

    Generell stellt sich noch die Frage, wie ich das Ganze "nach außen" zu meinem ISP führe. Von denen habe ich einen Router mit WLAN-Funktion und 3 Ethernet-Ports.
    Kann ich die beiden Switches für 1.+2. OG einfach an die Router-Ports anschließen, sodass letztlich die gesamte Inet-Kommunikation über den Router geht? Hätte den Vorteil, dass ich den WLAN-AP für das EG schon einsparen könnte, da Router integriertes WLAN hat.

    Vielen Dank nochmal für deine Hilfe, echt klasse.



  • Herr Hausnetz schrieb:

    Meine direkten Fragen wären:
    - Setup so sinnvoll?
    - Ist für die Switches in den oberen Stockwerken Power over Ethernet möglich, sodass ich mir jeweils den Stromansschluss sparen kann? Was brauche ich dafür?

    Eigentlich müsstest du nach oben hin Glasfaser verlegen, wegen dem Potentialausgleich.
    Mit Kupfer ist das keine gute Idee.
    Bei einem kleinen Haus könnte das aber geradeso noch gehen. In den Firmen nimmt man dafür aber definitiv Glasfaser.

    Auch würde ich zwei Leitungen nach oben verlegen.
    Eine zum Switch im 1. Stock, das andere zum Switch im 2. Stock.

    Grund:
    Wenn du Switch 2 an Switch 1 anschließt, dann muss durch dieses eine dünne Kabel zwischen dem Erdgeschoss Switch 0 und Switch 1 wesentlich mehr Daten transportiert werden, das könnte innerhalb des LANs rein theoretisch zum Engpass werden. Praktisch dürfte aber sowieso immer der Internetanschluss der Engpass sein, aber vielleicht willst du auch mal das TV Programm von deiner TV Karte im Rechner des Erdgeschoss in den 2. Stock leiten.

    Wegen der Stromversorgung.
    Müssen die Rechner im 2. Stock wirklich mit Ethernet versorgt werden?
    Durch eine Decke sollte WLAN eigentlich locker reichen.
    Wenn dir aber Ethernet wichtiger ist, weil es eben immer besser ist als WLAN, dann dürfte ich trotzdem Ethernet wählen.

    Power via Ethernet reicht, wenn die Switches das können.
    Aber wie schon gesagt, eigentlich wäre Glasfaser sinnvoller und darüber geht kein Strom.

    - Gibt es bestimmte Anforderungen, die von den Kabeln erfüllt werden sollten? Cat-6-Standard o.Ä.?

    Eigentlich Glasfaser, siehe oben.
    Ansonsten mind. Cat-6 und Verlegekabel, falls es unter Putz kommt und du noch Dosen verwendest.
    Letzteres macht Sinn, da es schöner aussieht.



  • lagalopex schrieb:

    Auf jeden Fall min Cat6 (eher Cat7) Verlegekabel (deswegen auch Patchpanel) nehmen.

    Verlegekabel != Patchkabel.

    Wenn unter Putz Verlegekabel mit Dose, ansonsten Patchkabel.

    Verlegekabel ist eindrahtig, das braucht man für die DOSE.
    Es läßt sich auch schlechter biegen.

    Patchkabel ist für die DOSE ungeeignet.

    Weitere Fragen:
    LAN: 100 Mbit? 1/10 GBit?
    WLAN: 2.4GHz oder 5 GHz? (5 ist häufig nicht so überfüllt. Das hängt aber natürlich von deiner Umgebung/deinen Nachbarn ab.) Welcher Standard? (AC ist neu (=noch nicht so weit verbreitet), aber auch deutlich schneller.)

    5 GHz sollte gerichtet sein und es sollte nichts dazwischen liegen.



  • Herr Hausnetz schrieb:

    Die Anzahl an Kabel, die durch das Kabelrohr gehen, sind gemessen am Durchmesser wohl zu optimieren, weshalb ich wohl Leitungen für 1+2 OG nach oben legen würde, und in jedem Stockwerk einen separaten Switch + Access Point hinstellen würde.

    Ist zwar schade, aber auch kein Beinbruch 😉
    Ein (großer) Switch hat halt den Vorteil, dass sich nicht mehrere Zimmer einen gemeinsamen Uplink teilen müssen. Ist interne Bandbreite zwischen allen Zimmern wichtig? (Zb ein zentraler großer Server für Backups, Medien etc)

    Herr Hausnetz schrieb:

    Wie ist das mit dem Patch-Panel gemeint? Würdest du das im EG platzieren? Warum brauche ich das für Cat7, kann ich die an normale Switches nicht anschließen?

    Verlegekabel sind deutlich steifer aber auch robuster. Nur bewegen ist nicht so gut. Und einen Stecker haben sie auch nicht. Daher werden sie normal auf Netzwerkdosen (fest an der Wand) und im Verteiler auf Patchpanels (sind im Prinzip nur ganz viele Netzwerkdosen) geklemmt. So sind sie fixiert und müssen nichtmehr bewegt werden. Für den Anschluss an den Switch etc werden dann nur ganz kurze Patchkabel benötigt.

    Herr Hausnetz schrieb:

    Generell stellt sich noch die Frage, wie ich das Ganze "nach außen" zu meinem ISP führe. Von denen habe ich einen Router mit WLAN-Funktion und 3 Ethernet-Ports.
    Kann ich die beiden Switches für 1.+2. OG einfach an die Router-Ports anschließen, sodass letztlich die gesamte Inet-Kommunikation über den Router geht? Hätte den Vorteil, dass ich den WLAN-AP für das EG schon einsparen könnte, da Router integriertes WLAN hat.

    Was für ein Router ist das? (Häufig sind diese integrierten Switche nicht so super. Fürs Internet wirds wohl reichen...)
    Mit den drei Ports würde es je genau passen, je ein Port pro Stockwerk-Switch.

    gjgjgj schrieb:

    Eigentlich müsstest du nach oben hin Glasfaser verlegen, wegen dem Potentialausgleich.
    Mit Kupfer ist das keine gute Idee.

    Bei einem kleinen Haus könnte das aber geradeso noch gehen. In den Firmen nimmt man dafür aber definitiv Glasfaser.

    Also hier laufen zB drei Stockwerke mit über 100 Netzwerkanschlüssen an einem Switch und überall fällt einwandfreies GBit aus der Dose 😉
    Über Potentialsausgleich (was im übrigen nichts mit Stockwerken an sich zu tun hat) würde ich erst bei größeren Wohnanlagen nachdenken. Zumal Glasfaser für einen einzelnen Haushalt totaler Overkill ist... deutlich teuerer ist es ebenfalls.



  • Herr Hausnetz schrieb:

    Aber dennoch: Wie ist das mit dem Patch-Panel gemeint? Würdest du das im EG platzieren? Warum brauche ich das für Cat7, kann ich die an normale Switches nicht anschließen?

    Cat7 wäre zukunftsicherer, allerdings bräuchtest du später dafür spezielle stecker und auch andere switches. Falls du glasfaser legen solltest, ist das aber eh besser als cat7.

    Generell stellt sich noch die Frage, wie ich das Ganze "nach außen" zu meinem ISP führe. Von denen habe ich einen Router mit WLAN-Funktion und 3 Ethernet-Ports.
    Kann ich die beiden Switches für 1.+2. OG einfach an die Router-Ports anschließen, sodass letztlich die gesamte Inet-Kommunikation über den Router geht? Hätte den Vorteil, dass ich den WLAN-AP für das EG schon einsparen könnte, da Router integriertes WLAN hat.

    Ja, könntest du.
    Sicherheitstechnisch wäre ein Router dazwischen aber die bessere Wahl, da halt jeder von deinem ISP sonst in deinem Netz rumpfuschen könnte, die kontrollieren nämlich den router.

    Oder du stellst einen eigenen router auf, wenn du das von deinem ISP her kannst.



  • Herr Hausnetz schrieb:

    Situation: Gebäude mit drei Stockwerken, je vier Zimmer. Im Erdgeschoss ist ein Schrank vorhanden, in dem Kabelrohe nach oben in die weiteren Stockwerke gehen. Dort hängt auch ein DSL-Splitter.

    Beste Voraussetzungen.

    Normalerweise: Vom Schrank zu jedem Zimmer ein Kabel (also 12 mitunter recht sehr lange Kabel). Dazu ein Switch, der 15 Kabel versorgen kann. In jedes Zimmer und jeden Flur eine Dose. In jeden Flur einen Access-Point.

    So kann Papa im Ergeschoss auch den Fileserver vom Junior unterm Dach maximal schnell erreichen.

    Herr Hausnetz schrieb:

    Nun gilt es, im EG und in den Stockwerken 1 und 2 sowohl Ethernetverkabelung in allen Zimmern sowie W-LAN für Internet bereitzustellen.

    "Sowie?"
    Sorry, daß ich frage, aber noch mehr Kontext wäre hilfreich.
    Klingt mir ein wenig nach einem Hotel. Also keine riesige Bandbreite zwischen den Zimmern nötig, sondern nur das Bißchen Internet. Dann mags auch ganz ohne Kabel gehen, in jeden Flur einen WLAN-Router.

    Und Hotelgäste benutzen eh nur WLAN. Wer noch einen Hobel ohne WLAN hat, dem drückst Du eine WLAN-Ethernet-Bridge in die Hand.

    Meine Gedanken dazu:
    - Im EG-Schrank nebst Splitter einen Switch anbringen, von dem ein Port nach oben in Stockwerk 1 geht

    Naja, das DSL-Modem und den Router würde ich auch noch in den Schrank tun.
    Splitter <-> Modem <-> Router <-> Switch <-> PCs
    Wobei Modem und Router schon meistens in einem Gehäuse sind, manchmal hat man auch Splitter, Modem und Router in einem Gehäuse. Ach, ein kleiner Switch mit sagen wir mal 4 Ausgängen ist ja auch eh in jedem Router, reicht ja supi, um 3 Stockwerks-Switches zu bedienen.

    - In Stockwerk 1 ist der nächste Switch angebunden, der als Uplink das eine von unten kommende Ethernetkabel nutzt. Von diesem Switch geht ein Port wieder nach oben
    - In Stockwerk 2 ist der letzte Switch, der als Uplink das eine von unten kommende Ethernetkabel nutzt.
    - Von jedem Switch aus wird ein Port genutzt, um einen WLan-Router anzuschließen.
    - Die restlichen Ports jedes Switches werden per Ethernet-Verkabelung auf die Zimmer verteilt.

    Ah, klingt nach 4-Port-Switches für 10€.
    Bin kein Freund davon, die Hardware so weit zu verschachteln. Lieber den Switch im Schrank nehmen und damit nur die Switches der Stockwerke versorgen. Jeder Stockwerks-Switch hat dann 3 Zimmer und ein WLAN-Kästchen dran.

    (Falls das geht, ich hab hier auch Switches rumliegen, die einen Uplink und vier Downlinks vorgaukeln, aber Down1 ist gleich Up, man kann sie beide nicht zugleich verwenden.)

    Herr Hausnetz schrieb:

    Meine direkten Fragen wären:
    - Setup so sinnvoll?

    Denke nein. Willste Kabel, dann doch wegen der Bandbreite untereinander. Dann machts mehr Sinn, nur einen dicken Switch zu benutzen oder alle Stockwerksswitches auf einen zu schalten, statt so eine Kette zu bauen, wo das obere nur einen Port im mittleren kriegt und beide zusammen nur einen im unteren.

    - Gibt es bestimmte Anforderungen, die von den Kabeln erfüllt werden sollten? Cat-6-Standard o.Ä.?

    Ab Cat5e. Cat5 könnte kein 1Gigabit. Aber die Hersteller machen sich schon lange keine Mühe mehr, extraminderwertiges Cat5 zu produzieren, sondern verpacken ihr Cat5e auch als Cat5. Cat5 wird höchstwahrscheinlich reichen für 1Gigabit. Cat6 dann ebenso.

    Cat7 kann 10Gigabit (lecker), ist derzeit Verschwendung, weil es ja eh nur Cat6-Dosen gibt. Aber naja, kostet ja kaum mehr, vielleicht Cat7 verlegen und irgendwann in vielen Jahren die Dosen aufrüsten auf 10Gigabit. Oder locker bleiben, hast ja die Rohre. Unterputz würde ich eher in die Vollen gehen.

    Also wenns eine Privatwohnung ist, würde ich von dem einem Switch aus alle Zimmer versorgen, wenn ich nicht knauserig wäre, sogar immer zwei Kabel werfen und in jedem Zimmer eine Doppeldose montieren.
    Als Hotel würde ich auf einen WLAN-Router pro Stockwerk setzen und von jedem Hardwareteil eins in Reserve haben.
    Wären es Büro-Etagen, würde ich in jeder Etage einen Switch setzen in einem eigenen Schränkchen, wo der Mieter gerne auch einen Mini-PC reinstellen kann, um seine Etage zu schützen.



  • lagalopex schrieb:

    Bei einem kleinen Haus könnte das aber geradeso noch gehen. In den Firmen nimmt man dafür aber definitiv Glasfaser.

    Also hier laufen zB drei Stockwerke mit über 100 Netzwerkanschlüssen an einem Switch und überall fällt einwandfreies GBit aus der Dose 😉

    Das ist nicht der Punkt, der Potentialausgleich ist das Problem.
    Und unterschiedliche Spannungspotentiale können durchaus die HW beschädigen.

    Über Potentialsausgleich (was im übrigen nichts mit Stockwerken an sich zu tun hat) würde ich erst bei größeren Wohnanlagen nachdenken. Zumal Glasfaser für einen einzelnen Haushalt totaler Overkill ist... deutlich teuerer ist es ebenfalls.

    Wenn du es Dauerhaft nur zwischen den Stockwerken einmal verlegst und dann in jedem Stockwerk sowieso ne Wanddose ist, dann ist das kein Overkill, sondern macht langfristig Sinn und das Problem mit dem Potentialausgleich ist auch vom Tisch.



  • volkard schrieb:

    Sorry, daß ich frage, aber noch mehr Kontext wäre hilfreich.
    Klingt mir ein wenig nach einem Hotel. Also keine riesige Bandbreite zwischen den Zimmern nötig, sondern nur das Bißchen Internet. Dann mags auch ganz ohne Kabel gehen, in jeden Flur einen WLAN-Router.

    Und Hotelgäste benutzen eh nur WLAN. Wer noch einen Hobel ohne WLAN hat, dem drückst Du eine WLAN-Ethernet-Bridge in die Hand.

    Sagt wer?

    Also ich würde auch im Hotel Ethernet bevorzugen wenn es vorhanden ist und ich nicht extra ein Patchkabel mitschleppen muss.

    Ah, klingt nach 4-Port-Switches für 10€.
    Bin kein Freund davon, die Hardware so weit zu verschachteln. Lieber den Switch im Schrank nehmen und damit nur die Switches der Stockwerke versorgen. Jeder Stockwerks-Switch hat dann 3 Zimmer und ein WLAN-Kästchen dran.

    @TS
    Ist von dem Schrank eigentlich von einem Rack die Rede oder ist das wirklich ein stink normaler Schrank?

    Rack wäre natürlich super, da kannste alles einbauen. Inkl. VDR.
    Die Switches die es für Racks gibt, sind aber überwiegend alle lüfterbetrieben, das kann also auch laut werden.

    Ab Cat5e. Cat5 könnte kein 1Gigabit. Aber die Hersteller machen sich schon lange keine Mühe mehr, extraminderwertiges Cat5 zu produzieren, sondern verpacken ihr Cat5e auch als Cat5. Cat5 wird höchstwahrscheinlich reichen für 1Gigabit. Cat6 dann ebenso.

    Man sollte wenn schon, dann gleich zu Cat6 greifen.
    Das ist Zukunftsicherer und bringt noch etwas bei 10 GBit/s, wenn auch nicht die volle Leistung, während Cat5e die Grätsche macht.

    Also wenns eine Privatwohnung ist, würde ich von dem einem Switch aus alle Zimmer versorgen, wenn ich nicht knauserig wäre, sogar immer zwei Kabel werfen und in jedem Zimmer eine Doppeldose montieren.

    Falls die Stockwerke aber irgendwann Stockwerkweise vermietet werden sollten, dann wäre es besser, in jedem Stockwerk einen Switch zu haben und von da Sternförmig dann in alle Zimmer zu gehen.
    Damit lassen sich die einzelnen Stockwerke dann später besser trennen und man hat seine Ruhe.

    Als Hotel würde ich auf einen WLAN-Router pro Stockwerk setzen und von jedem Hardwareteil eins in Reserve haben.

    AUch im Hotel würde ich nicht nur E-Mails abrufen können, da möchte ich auch Youtubefilme gucken können, also muss auch Bandbreite her.



  • gjgjgj schrieb:

    lagalopex schrieb:

    Bei einem kleinen Haus könnte das aber geradeso noch gehen. In den Firmen nimmt man dafür aber definitiv Glasfaser.

    Also hier laufen zB drei Stockwerke mit über 100 Netzwerkanschlüssen an einem Switch und überall fällt einwandfreies GBit aus der Dose 😉

    Das ist nicht der Punkt, der Potentialausgleich ist das Problem.
    Und unterschiedliche Spannungspotentiale können durchaus die HW beschädigen.

    Erklär mir das bitte ein wenig genauer.
    Also ich kann mir elektronische Schaltungen vorstellen, denen verschiedene Potentiale quasi vollkommen wurstegal sind. Ok, nur "quasi", nicht so vollkommen wie Optokoppler. Also "quasi" wie in vorher gewinne ich rechnerisch zehnmal im Lotto.
    Also so zum Beispiel tut man einen ganz ganz groben Kondensater dazwischen. Tun das die Leute nicht, die Switches bauen? Wäre ja nur ein Cent-Artikel. Oder hülfe das allein noch nicht?

    Gibt es bakannte Fälle, wo Switches durchbrennen, weil sie obgleich an dem selben Strom-Hausanschluss in verschiedenen Stockwerken so arg daneben lagen, daß was passiert ist? Wie macht das die Telekom, wo deren DSL-Schränkchen am Straßenrand so machmal viele viele hundert Meter von der Wohnung weg ist, und sie doch nur Kupfer benutzen? Können wir auch sowas machen?



  • gjgjgj schrieb:

    volkard schrieb:

    Sorry, daß ich frage, aber noch mehr Kontext wäre hilfreich.
    Klingt mir ein wenig nach einem Hotel. Also keine riesige Bandbreite zwischen den Zimmern nötig, sondern nur das Bißchen Internet. Dann mags auch ganz ohne Kabel gehen, in jeden Flur einen WLAN-Router.

    Und Hotelgäste benutzen eh nur WLAN. Wer noch einen Hobel ohne WLAN hat, dem drückst Du eine WLAN-Ethernet-Bridge in die Hand.

    Sagt wer?

    Sage ich, der volkard. Aber (Vorwärtsbezug)

    gjgjgj schrieb:

    Also ich würde auch im Hotel Ethernet bevorzugen wenn es vorhanden ist und ich nicht extra ein Patchkabel mitschleppen muss.

    Kriegst natürlich(!!!) beim Einchecken, gefragt, ob Du WLAN kannst oder Kabel brauchst, die WLAN-Ethernet-Bridge mit(!!!) Patchkabel in die Hand gedrückt.

    gjgjgj schrieb:

    Als Hotel würde ich auf einen WLAN-Router pro Stockwerk setzen und von jedem Hardwareteil eins in Reserve haben.

    AUch im Hotel würde ich nicht nur E-Mails abrufen können, da möchte ich auch Youtubefilme gucken können, also muss auch Bandbreite her.

    (korrespondierender Rückwärtsbezug) Jup, hast Recht. Bisher bin ich es gewohnt, daß WLAN einfach so sauviel schneller als der Internetzugang ist. Muss aber nicht so bleiben. Bei uns in der Gegend bauen sie aus, daß es eine Wonne ist. Wenn das so weiter geht, ist der Internetzugang bald schneller als die lokale Festplatte (aber nur 120 Sekunden lang, die Wahnsinnsbandreiten sind bei uns nur vorgetäuscht, glänzen wie verrückt, wenn man mal den neuen Firefox runterlädt, in Schwuppdiwupp kaum Sekunden, aber bei mehr als 20M brichts ein, naja, kommr ja kaum vor.).
    (SeppJ ist sicher sofort eingefallen, daß das Internet unmöglich schneller wie die lokale Festplatte sein kann, weil der Server ja ebenso eine lokale Festplatte zum Bereitstellen hat. Naja, der Firefox-Download-Server wird die 20M im RAM haben, ätsch. Für die anderen stimmts natürlich.)




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