Linux - Backuplösung gesucht


  • Administrator

    Hallo zusammen,

    Ich suche nach einer Backuplösung für unter Linux (Ubuntu, 12.04.4, AMD64). Dabei habe ich die folgenden Anforderungen:

    • Daily, Weekly, Monthly Backups, wobei ältere gelöscht werden
    • Werden automatisch ausgeführt (allenfalls per Cronjob einstellbar)
    • Unterstützt CIFS Mounts als Zielort (notfalls würde auch FTP gehen)
    • Speichern lokale Ordnerstrukturen
    • Können Ordner ausschliessen
    • Speichern MySQL Datenbanken (mysqldump wäre in Ordnung)
    • Haben sich etwas zu "Restore" überlegt (muss nicht automatisch sein)
    • Besitzen ein Reporting per E-Mail (Erfolgreich, Fehler, Infos, etc.)

    Am besten sollte das Programm kostenlos sein. Aber wenn es wirklich eine gute Lösung gibt, welche etwas kostet, dann erwähnt es trotzdem. Vielleicht könnte man etwas Geld locker machen.

    Danke für die Hilfe im Voraus.

    Grüssli



  • rsync?

    Ich schlage damit meistens alles tot.



  • Ich verwende gerne man: rdiff-backup.

    rdiff-backup auf CIFS-Volumes habe ich noch nicht verwendet, aber sonst erfüllt das alle Anforderungen. Reporting per Mail und automatische Ausführung bekommst du via Cron und für konsistente MySQL-Backups würde ich vor dem rdiff-backup noch mysqldump laufen lassen.

    edit: http://rdiff-backup.nongnu.org/features.html


  • Administrator

    gjgjgj schrieb:

    rsync?

    Ich schlage damit meistens alles tot.

    rsync ist ein Programm um zwei Ordner in eine Richtung zu synchronisieren. Das ist keine Backuplösung. Punkt 1, 6, 7 und 8 sind damit nicht erfüllt.

    @nman,
    Was mir bei rdiff-backup fehlt, ist Punkt 1. Soweit mir bekannt ist, kann man mit rdiff-backup zum Beispiel nicht für die ersten 2 Wochen tägliche Backups haben, für die 6 Wochen danach wöchentliche und für die danach folgenden 4 Monate monatliche. Oder habe ich da falsche Informationen?

    Grüssli



  • Dravere schrieb:

    Was mir bei rdiff-backup fehlt, ist Punkt 1. Soweit mir bekannt ist, kann man mit rdiff-backup zum Beispiel nicht für die ersten 2 Wochen tägliche Backups haben, für die 6 Wochen danach wöchentliche und für die danach folgenden 4 Monate monatliche. Oder habe ich da falsche Informationen?

    Ah, du möchtest im Nachhinein so ausdünnen, dass du bei Backups, die älter als 2 Wochen sind, nur mehr wöchentliche Backups übrig bleiben?

    Lässt sich natürlich zurechthacken, aber rdiff-backup unterstützt das IIRC wirklich nicht selbst. rsnapshot sollte das können, aber das ist a) etwas mühsam aufzusetzen und verwendet b) Hardlinks.

    Bist du dir sicher, dass du das trotz der Kompression der Diffs, die rdiff-backup macht, brauchst? Schon ausgemessen?



  • RAID ?



  • r-a-i-d schrieb:

    RAID ?

    …ist kein Backup.


  • Administrator

    nman schrieb:

    Ah, du möchtest im Nachhinein so ausdünnen, dass du bei Backups, die älter als 2 Wochen sind, nur mehr wöchentliche Backups übrig bleiben?

    Genau.

    nman schrieb:

    rsnapshot sollte das können, aber das ist a) etwas mühsam aufzusetzen und verwendet b) Hardlinks.

    rsnapshot klang sehr interessant. Hatte mich bereits angefangen darin einzulesen. Bis ich dann las, dass es für lokale Backups gemacht ist, was für mich recht seltsam klang. Es soll immerhin noch SSH unterstützen, aber das ist hier leider ausgeschlossen.

    nman schrieb:

    Bist du dir sicher, dass du das trotz der Kompression der Diffs, die rdiff-backup macht, brauchst? Schon ausgemessen?

    Nein, nur eine grobe Schätzung gemacht. Aber dabei keinerlei Optimierung miteinbezogen wie die Delta-Speicherung bei rdiff-backup. Und daher auch nichts ausgemessen. Mir steht derzeit allerdings nicht so viel Platz zur Verfügung (100-200 GB) und wenn ich 6-12 Monate Backups haben möchte und mindestens eines pro Tag für die letzten 2 Wochen, befürchte ich da gewisse Probleme, wenn ich einer Backuplösung nicht mitteilen kann, dass sie nicht über die 12 Monate alle täglichen Backups behalten soll. Bis jetzt sind die Datenmengen auch nicht so gross (ca. 800-1000 MB) und theoretisch werden keine Daten gelöscht, nur neue hinzugefügt. Somit wahrscheinlich ideal für rdiff-backup. Aber es lässt sich so schwer abschätzen mit der Optimierung von rdiff-backup.

    Aber wenn hier keine weitere Lösung erwähnt wird, werde ich es wohl mal mit rdiff-backup probieren.

    Bezüglich dem Reporting per E-Mail: Dabei wird nur das cron MAILTO unterstützt also nichts von rdiff-backup selber? Was ja leider nicht sehr granular ist, heisst nicht pro Cronjob einstellbar.

    r-a-i-d schrieb:

    RAID?

    Wir verwenden auf dem Serverhost und Backupserver ein RAID Level 6 System, aber das ist, wie nman schon gesagt hat, keine Backuplösung.

    Grüssli



  • Dravere schrieb:

    Mir steht derzeit allerdings nicht so viel Platz zur Verfügung (100-200 GB) und wenn ich 6-12 Monate Backups haben möchte und mindestens eines pro Tag für die letzten 2 Wochen, befürchte ich da gewisse Probleme, wenn ich einer Backuplösung nicht mitteilen kann, dass sie nicht über die 12 Monate alle täglichen Backups behalten soll. Bis jetzt sind die Datenmengen auch nicht so gross (ca. 800-1000 MB) und theoretisch werden keine Daten gelöscht, nur neue hinzugefügt. Somit wahrscheinlich ideal für rdiff-backup. Aber es lässt sich so schwer abschätzen mit der Optimierung von rdiff-backup.

    Das nicht ausgedünnte Delta-Backup tut ja in der Praxis nur dann weh, wenn du sehr viele Änderungen hast, die mit gespeichert werden müssen.

    Bei deinen Datenmengen kannst du in diesem Fall aber auch einfach einen simplen Hack verwenden, den ich in einem Setup mit extrem vielen täglichen Änderungen verwende: Sichere einfach mit unterschiedlicher Frequenz in drei unterschiedliche Verzeichnisse: Einmal daily, einmal weekly, einmal monthly oä. (Natürlich auch jeweils die passende Anzahl alter Backups entfernen lassen.) Das kostet dich das dreifache des Speichers für ein working set, aber wenn du sehr viele tägliche Änderungen hast, rentiert es sich trotzdem recht schnell.

    Ich habe bei der entsprechenden Firma ein Offsite-Backup zu tarsnap eingerichtet. Nachdem Tarsnsap block level deduplication verwendet, kostet das nichtmal mehr.

    Bezüglich dem Reporting per E-Mail: Dabei wird nur das cron MAILTO unterstützt also nichts von rdiff-backup selber? Was ja leider nicht sehr granular ist, heisst nicht pro Cronjob einstellbar.

    Verstehe ich nicht. MAILTO kannst du doch pro Cronjob setzen? Zumindest mit dem Debian-Standard-Cron (ISC Cron) ist das kein Problem; Vixie cron habe ich nicht getestet.

    Mails verschicken ist einfach nicht Sache des Backup-Tools, das gehört da nicht rein.


  • Administrator

    nman schrieb:

    Verstehe ich nicht. MAILTO kannst du doch pro Cronjob setzen? Zumindest mit dem Debian-Standard-Cron (ISC Cron) ist das kein Problem; Vixie cron habe ich nicht getestet.

    Pro Crontab ja, aber pro Cronjob? Wäre mir neu. Und wenn ich das Inet durchsuche, finde ich auch nur Lösungen für pro Crontab. Lasse mich da aber sehr gerne belehren 🙂

    nman schrieb:

    Mails verschicken ist einfach nicht Sache des Backup-Tools, das gehört da nicht rein.

    Darüber lässt sich sicherlich streiten. Gehört aber nicht in diesen Thread.

    Grüssli



  • Dravere schrieb:

    Pro Crontab ja, aber pro Cronjob? Wäre mir neu. Und wenn ich das Inet durchsuche, finde ich auch nur Lösungen für pro Crontab. Lasse mich da aber sehr gerne belehren 🙂

    Gerade unter Debian Wheezy getestet: Einfach vor der Zeile in der Crontab MAILTO neu setzen und fertig.

    MAILTO=foo@example.org
    */10 * * * * fortune
    
    MAILTO=bar@example.org
    */30 * * * * fortune
    

    Darüber lässt sich sicherlich streiten. Gehört aber nicht in diesen Thread.

    Wenn ein Backup-Tool SMTP sprechen muss, ist das einfach überhaupt nicht unixy. Unix-Backuptools spucken bei Bedarf Ausgaben an stdout aus und die können von dort dann weitergemailt werden. Sei es via Cron, via man: mailx(1) oder über das Monitoring-System deiner Wahl.


  • Administrator

    Ok, hab es jetzt mal mit rdiff-backup aufgesetzt. Dank --print-statistics bekomme ich jeden Tag eine schöne Statistik, wieviel Platz bereits verwendet wird. Damit kann ich es gut im Auge behalten. Und das mit der MAILTO Neudefinition scheint auch zu funktionieren. Gut zu wissen! Vielen Dank nman!

    Grüssli



  • Clonezilla dürfte ein bekanntes Backup-Programm sein.
    Ob es die geforderten Features erfüllt, weiß ich allerdings nicht.



  • http://www.farstone.com/software/total-backup-recovery-linux.php

    Lade dir die Demo runter und gucke selbst, ob´s gefällt.
    Aus meiner Sicht sind die Backups gut und auch verhältnismäßig schnell.
    Einfache Bedienung, günstiger Preis, LVM und .ext4, Backup-Scheduler und restore ganzer Verzeichnisse auch im laufenden Betrieb.

    Was mir weniger gefällt, ist das restore einer oder meherer Partitionen.
    Es wird nur stiefmütterlich unterstützt. -- Dazu mußte ich mir eine passende LifeCD fertigen, die programm-Dateien kopieren und in die LifeCD einbauen.
    Dann klappt es aber auch schnell und gut. Auch die Bedienung bleibt entsprechend original Programm einfach.


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