Wie sollten Spieler bestraft werden, wenn ihr Spielcharakter im Spiel stirbt?



  • Welche Lösung ist eurer Meinung nach am sinnvollsten, wenn es auch darum geht,
    für den Spieler mehr Herz-Schmerz, Spannung, Atmosphäre, Bibbern und Bezug zur Spielfigur herzustallen?

    Soll ...

    A) ... der Spieler die Möglichkeit haben, das Spiel von einem beliebigen Savestand wieder laden und jederzeit speichern zu können?

    😎 ..die Spielfigur automatisch an einem bestimmten Kontrollpunkt wieder respawnen und dabei alle bisherigen Errungenschaften erhalten bleiben?

    C) ... die Spielfigur automatisch an einem bestimmten Kontrollpunkt wieder respawnen, aber bisherige Errungenschaften seit dem letzten Besuch eines Kontrollpunkts verloren gehen?

    D) ... das ganze Spiel verloren sein, womit der Spieler wieder ganz von vorne anfangen muss?

    Ich überlege mir nämlich gerade wie man folgende beiden Ziele miteinander verknüpft und leider taugt da keine der obigen Lösungen für:

    1. der Spieler soll weder von vorne anfangen müssen, noch soll er die Errungenschaften der letzten 30 Spielminuten nachspielen und wiedererarbeiten müssen.

    2. trotz 1. soll der Spieler zur Spielfigur einen Bezug aufbauen und mit ihr mitfibern können ohne sie dabei als bloßes Kanonenfutter zu betrachten, nach dem Motto, "ist nicht so schlimm, respawne ich halt von neuem".

    Lösung A) mit dem beliebigen Savestand oder 😎 würde Bedingungen 1 zwar problemlos erfüllen, nicht aber Bedingung 2.

    Und die Lösung D) erfüllt zwar Bedingung 2, nicht aber Bedingung 1.

    Die Lösungen C) ist eine Mischung von beidem, aber nicht gut genug, um Bedingung 1 und Bedingung 2 befriedigend wiederzugeben.

    Außerdem kann Lösung D) leicht umgangen werden, wenn der Savestand auf dem Rechner des Spielers gespeichert wird, was ich bei einem Single Player Spiel aus anderen Gründen auch erwarten würde.
    Mit einer Verschlüsselung des Spielstands kann man D) zwar etwas entgegen wirken, aber die hält auch nicht lange und damit vergrault man dann doch nur Spieler die so etwas wie D) nicht wollen. Ich gehöre leider auch dazu, da ich keine Lust habe, alles wieder von vorne zu beginnen.

    Wie vereint man eurer Meinung nach also am Besten 1 und 2 bei einem Single Playerspiel?



  • Das Spiel auf das sich diese Frage bezieht soll übrigens ein Open World Spiel sein. Vergleichbar diverser Rollenspiele.


  • Mod

    Möglichkeit, Spielstand zu laden. Außerdem Möglichkeit an Kontrollpunkt wieder zu spawnen. (Ich sehe ehrlich gesagt den Unterschied nicht zwischen Autosave und Kontrollpunkt. Oder meinst du mit Kontrollpunkten Autosaves?) Dabei werden keine Fortschritte seit dem Speichern bzw. Aktivierung des Kontrollpunkts behalten. Um zu verhindern, dass der Spieler im Todesfall viel Content doppelt spielen muss, werden Kontrollpunkte und Autosaves großzügig verteilt, so dass er schlimmstenfalls nur ein paar Minuten verliert. Es sollten aber mehr als nur der letzte Autosave-/Kontrollpunkt verfügbar sein. Kaum etwas ist frustrierender, als wenn der Spieler feststellt, dass am letzten Autosave der eigene Tod schon unausweichlich ist, das letzte eigene Savegame aber mehrere Stunden alt ist.



  • Lass den Spieler entscheiden. In manchen Spielen gibt es einen Modus Iron man(bspw. im neuen XCOM). Kann auch an den Schwierigkeitsgrad gekoppelt werden. Normal -> ueberall speichern/laden, Moderat -> nur an bestimmten Punkten, Schwer -> ... . Dabei sollte nicht die Herausforderung aus den Augenverloren werden. Ein Spiel ohne Anstrengung und "Strafe" ist (laaaaaangweilig), man spielt es nur zwecks interaktiven Kinoerlebnis.



  • Ein Tod kann gut über Resourcen bestraft werden. zB wenn es Geld gibt, dann kostet es eben so und soviel Geld zu sterben.
    Oder aber man muss ein Minigame lösen wie zB bei D2 wo man seine Leiche erstmal wieder einsammeln musste.

    Doppelt Spielen von Content ist IMHO ein No-Go.

    Cheatsichere Singleplayer Spielstände finde ich unnötig. Wenn ich lokal auf meinem Rechner cheaten will, dann kann ich das eh tun, egal wieviel Aufwand da in sichere Spielstände gesteckt wird.



  • Doppelt Spielen von Content ist IMHO ein No-Go.

    Streitbar: Ich liebe Dark Souls.



  • Respawn=Spielspaßverderb schrieb:

    Welche Lösung ist eurer Meinung nach am sinnvollsten, wenn es auch darum geht, für den Spieler mehr Herz-Schmerz, Spannung, Atmosphäre, Bibbern und Bezug zur Spielfigur herzustallen?

    Ich bin hier der Meinung von "knivil". Ich spiele Spiele vorrangig zum Spaß, ein bestrafen ist hierbei eher Kontraproduktiv. Lass es die Spieler selbst entscheiden, so macht man es diesen am ehesten recht. Wenn es irgendetwas wie Punkte gibt, die man gegenseitig vergleichen kann, kannst du immer noch den Schwierigkeitsgrad dort einbringen.



  • Also in einem Rollenspiel würde ich ja die Lösung bevorzugen, dass der Charakter tot bleibt wenn er stirbt. Aber das muss ja nicht heißen, das dadurch auch gleich alles was man erreicht hat rückgängig gemacht wird. Man könnte mit dem kleinen Bruder des Charakters fortfahren der in die Fußstapfen seines großen Bruders tritt und alles erbt, was der Charakter sicher verwahrt hatte.



  • asc schrieb:

    Respawn=Spielspaßverderb schrieb:

    Welche Lösung ist eurer Meinung nach am sinnvollsten, wenn es auch darum geht, für den Spieler mehr Herz-Schmerz, Spannung, Atmosphäre, Bibbern und Bezug zur Spielfigur herzustallen?

    Ich bin hier der Meinung von "knivil". Ich spiele Spiele vorrangig zum Spaß, ein bestrafen ist hierbei eher Kontraproduktiv.

    Okay ich bevorzuge selbst auch Savestände die ich jederzeit anlegen und laden kann, so viel und so oft ich will.

    Dinge nochmal zu Spielen finde ich nämlich auch ärgerlich.

    ABER und das ist dabei das größte Problem.
    Man bescheißt sich dabei selbst, weil man einfach nochmal läd, wenn es nicht so geklappt hat wie man wollte.
    Die Spielfigur wird dadurch zum Kanonenfutter und weil man weiß, dass der Spielertot keine nennenswerten Auswirkungen hat spielt man anders, als man spielen würde, wenn es Auswirkungen gäbe.

    Und da ist das Problem, mir fallen nicht wirklich andere Auswirkungen ein, als vergangenes noch einmal zu spielen und das nervt halt mehr als es Spaß bringt.

    Geld oder die Ausrüstung zu reduzieren ist leider auch so eine Sache, denn dies bedeutet nur, dass man bereits errungenes nur nochmal erspielen muss.
    Also auch keine tolle Lösung.

    Das mit dem Sohn ersetz Vater ist meiner Meinung nach auch keine Lösung.
    In Spielen wie Ufo Enemy Unknown, X-Wing oder Fallout Tactics waren mir die Namen und somit Spielfiguren nämlich herzlich egal. Dann nehme ich halt die neuen, die die alten ersetzen.
    So richtiges Mitgefühl erzeugt man dadurch leider auch nicht.

    Am schlimmsten finde ich aber definitiv die Spiele, die man ganz von vorne anfangen muss, wenn man gestorben ist.


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