C++11 von Jürgen Wolf, neues Buch neues Glück ?



  • Hallo alle zusammen,

    wie ich heute über meinen regelmäßigen Streifzug neuer Bücher festgestellt habe, hat Jürgen Wolf seine Neuauflage zu C++ veröffentlicht.

    "C++: Das umfassende Handbuch, aktuell zum Standard C++11 "

    Ich lese schon seit ein paar Jahre hier mit und kenne die Kritik an den Vorgängern "C++ von A bis Z". Meine Frage ist nun, hat sich etwas geändert? Hat da schon mal jemand wieder reingeschaut?

    Wie es scheint hat der Autor sein Buch überarbeitet. Zumindest sieht der inhaltliche Aufbau im Inhaltsverzeichnis ordentlich aus und der C++11 Standard wurde einbezogen. Auch gibt es nun einen 200 seitigen Exkurs in Qt (statt wie früher wxWidgets), was ich schon interessant finde.

    Die Frage ist, hat sich was am Inhalt, Stil o.ä verbessert? Ich weiß von Amazon Kommentaren dass Herr Wolf mitliest und ich denke er kennt die Threads hier zu genüge. Ob er sich wohl der Kritik angenommen und wirklich das ganze Buch überarbeitet hat? Zumindest Zeit hatte er, die letzte Auflage ist 5 Jahre her.

    Bin auf eure Kommentare gespannt.

    Lg



  • Ich denke, eine lesenswerte Kritik dazu zu schreiben (ob gut oder schlecht) würde mehr erfordern als das einfach nur Durchblättern. Wer hat Lust und Zeit, sich das anzutun? Ich nicht. Aber ich schaue mir mal Vorwort und Inhaltsverzeichnis an ...

    Laut Vorwort handelt es sich bei "C++: Das umfassende Handbuch" um eine Fassung, die komplett neu geschrieben wurde. Anne Scheibe (Lektorat) schreibt: "Die vielen interessanten Neuerungen, die der Standard C++11 mit sich bringt, und die generelle Weiterentwicklung in der Programmierung machte eine Neukonzeption notwendig". Das klingt erstmal vielversprechend.

    Auf Seite 5 (Inhaltsverzeichnis) erfahren wir, dass es einen Abschnitt namens "Typ auto (C++11)" gibt. auto ist allerdings kein Typ. Es ist eher ein Platzhalter für einen solchen.

    Auf Seite 7 (Inhaltsverzeichnis) erfahren wir, dass der Autor im vierten Kapitel std::vector<> vor "rohen C-Arrays" und Zeigern vorstellt. Das würde ich positiv bewerten. Allerdings beschränkt sich das wirklich nur auf Arrays. Bis einschließlich Kapitel 11 lernt man sehr sehr viel, inklusive Klassen, Namespaces, Operatorüberladung, Template-Programmierung, ... bevor man dann in Kapitel 12 erfährt, was es noch so für praktische Container gibt und was das mit den Iteratoren eigentlich auf sich hat. Das ist für meinen Geschmack ein bisschen zu spät. Das Buch scheint auch zum algorithm -Header zu schweigen. Schade. Zumindest finde ich nichts im Inhaltsverzeichnis, was auf dieses Thema deutet.

    Im Prinzip scheint das Buch ähnlich wie der ISO-Standard strukturiert zu sein: Erst die ganzen Low-Level-Details des Sprachkerns und anschließend ein Blick in die Standardbibliothek. Ob das wirklich so eine gute Idee ist, wage ich zu bezweifeln.

    Aber die Dinge, die in C++11 neu sind, werden größtenteils erwähnt. Auf welchem Niveau das passiert, kann ich natürlich nicht anhand des Inhaltsverzeichnisses beurteilen.



  • Das werden wir erst wissen, wenn hier eine neue Welle von irreparabel verdorbenen Newbies aufschlägt 😉



  • jejeme schrieb:

    Ich lese schon seit ein paar Jahre hier mit und kenne die Kritik an den Vorgängern "C++ von A bis Z". Meine Frage ist nun, hat sich etwas geändert? Hat da schon mal jemand wieder reingeschaut?

    Ganz ehrlich: Welchen Grund sollte es für jemanden geben, der von einem bestimmten Autor bislang nur schlechtes gewohnt ist, sich sein neues Buch zuzulegen? Leider sind die wenigen Ausschnitte die man in Amazon sieht viel zu weit vorne um über die Qualität etwas auszusagen, wobei mir im Inhaltsverzeichnis zumindest 2 Dinge aufgefallen sind:
    a) Er scheint zumindest etwas dazugelernt zu haben.
    b) Die Reihenfolge ist aber wohl noch immer suboptimal (ganz zu schweigen davon ob etwas wie exit und register wirklich relativ am Buchanfang angesprochen werden sollte).

    jejeme schrieb:

    Auch gibt es nun einen 200 seitigen Exkurs in Qt (statt wie früher wxWidgets), was ich schon interessant finde.

    So etwas finde ich eigentlich eher negativ. Ein C++ Buch das die Sprache vermitteln soll, sollte sich nicht auf eine spezifische Oberflächenbibliothek stützen. Besser wäre hier immer ein getrenntes Buch. Lieber 2 Bücher die ihre Themen richtig und ausführlich behandeln, als ein oberflächlicher Mix.

    Falls mir das Buch bei einen Blick in die Bibliothek auffällt werde ich aber zumindest mal kurz querlesen um zu sehen ob sich tatsächlich wirklich etwas geändert hat.


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