Notebook für das Studium gesucht



  • Hallo zusammen,

    mein Neffe beginnt gerade ein Studium (Fahrzeugtechnik, die Info könnte ja wichtig sein) und braucht dafür ein neues
    Notebook bis 500 Euro.
    Er hat mich gefragt, was ich empfehle, aber leider habe ich keine Ahnung, daher frage ich hier mal für ihn, was ihr denn so empfehlen könnt.
    Sollte wohl nicht zu schwer sein, Tastatur gut nutzbar, ausreichende Akkulaufzeit, spielen will der bestimmt auch aber nicht hauptsächlich und nichts bombastisches, was Studenten eben so damit machen wollen und müssen...

    Wäre prima, wenn ihr ein paar Empfehlungen hättet oder was ihr so nutzt.
    Vielen Dank schon mal im Voraus.



  • 1. Eines mit SSD nehmen. Das sorgt für schnelle Startzeiten und für eine schnelle Verfügbarkeit wenn die Vorlesung beginnt.
    Notfalls eine SSD selber einbauen, wenn man zu dem Preis nur NB mit Festplatte bekommt.
    Ca. 200 GB wären ein guter Anfang und reichen für den kompletten Rechner aus.

    2. Eines mit mattem Display nehmen. In manchen Vorlesungssäälen ist viel Licht, da stört ein Schminkspiegel.

    3. Spieleleistung ist absolut unwichtig. Wenn das NB zum Spielen taugt, dann ist meist die Akkulaufzeit mies und das stört dann, wenn der NB mitten während der Vorlesung wegen einem leeren Akku den Geist aufgibt.
    Spielen kann er Zuhause auf einem richtigen Desktoprechner, der hat auch Leistung.
    Ein NB mit in die CPU integrierter GPU reicht also. Z.B. ein Intel Core i3 oder Core i5.
    KEINE DEDIZIERTE GRAFIKKARTE, die frißt nur Strom!

    4. Display kleiner als 15,4". 12-13" sind optimal.

    5. DVD Laufwerk braucht er nicht, heute nimmt man USB-Sticks und bei Bedarf kann er daheim ein externes Laufwerk verwenden. Das spart Gewicht und Akkulaufzeit und hält auch das NB schön klein.

    6. Normale Tastaturgröße. Netbooks haben meist zu kleine Tasten, das stört beim Tippen. Und wenn er große Wurstfinger haben sollte, dann ist das erst recht nichts für ihn.

    7. Der Akku sollte auswechselbar sein. So dass er sich einen neuen Akku kaufen kann, falls das mal notwendig wird.

    8. Ein Ultrabook wäre optimal, ist aber teuer und hat den Akku meist fest eingebaut. HP ausgenommen.

    9. Manche Hochschulen haben noch alte Beamer mit VGA Anschluss. Daher wäre es sinnvoll, wenn das NB möglichst alle verschiedenen Grafikausgänge hat. Also nicht nur HDMI, sondern auch DVI. Für VGA gibt's dann Adapter, die Hochschule setzt so etwas eventuell schon ein.

    10. Lautstärkeregler sollte in Hardwareausführung vorhanden sein. Grund: Nichts nervt mehr, als ein startendes NB das seinen Bimmelton abgibt und jeder im Vorlesungssaal hört und man das nicht abstellen kann, weil das OS ja noch nicht richtig gebootet ist. Mit einem Hardwarelautsprecherregel kann man die Lautstärke schon runterdrehen ohne das das OS fertig geladen ist.

    11. Linux Kompatibel. Das ist sehr wichtig, weil es viele gute Software unter Linux im wissenschaftlichen Bereich gibt und die beim Studium sehr hilfreich sein kann. Man sollte das NB daher auch gleich als Dualbootsystem einrichten. Also Windows und Linux auf einem Rechner.

    12. 4 GB RAM sollten es heute mindestens sein. Mit der Möglichkeit diese auf 8 GB aufzurüsten. Dazu auch gleich ein 64 Bit OS bei Linux und Windows.
    Wegen dem 64 Bit OS ist es besser, wenn man gleich ein NB mit 8 GB RAM nimmt. Bei nur 4 GB ist theoretisch ein 32 Bit OS die bessere Wahl, aber eben nicht zukunftssicher.

    13. Sparsame CPU, damit der Lüfter nicht ständig anspringt.
    Ab CPUs mit ca. 10 W TDP sind Lüfterlose NBs möglich, diese CPUs wird's aber in brauchbarer Leistung erst mit Intel's Broadwell CPU geben.
    Der kommt im Frühjahr 2015, wenn er kann, dann sollte er bis dahin warten. Das kann sich lohnen.
    Je geringer die TDP desto besser. Ein Lüfter geht mit der Zeit auch kaputt, leiert aus, verdreckt usw.. Daher ist es besser, wenn man den nicht braucht.

    14. Ein Atom basiertes NB würde ich nicht kaufen. Ein Core i3 sollte es schon sein. Ein DualCore reicht im Prinzip aber.

    15. Anschluss für RJ-45 Ethernetkabel ist zu empfehlen, weil die Datenübertragung damit schneller geht als mit WLAN und es gut ist, wenn man darauf zurückgreifen kann. Das spart nämlich Zeit.

    Ich habe mal ne grobe Vorauswahl getroffen:
    http://geizhals.at/de/?cat=nb&xf=84_ohne83_LCD+matt+%28non-glare%292377_14.92379_121482_Intel2991_12082_SSD3310_20142647_15~884_Intel+%28IGP%29&sort=p

    Such dir da was raus.



  • Ich hatte im Studium ein normales Netbook (Samsung NC 10) und war damit immer zufrieden. Das ist auch eine Platzfrage, in Vorlesungssälen hat man oft nicht mehr als ca. 70-80cm Platz um seinen Kram auszubreiten. Wenn man also noch nen Schreibblock oder ein Buch da liegen haben will, wird's mit normalen Notebooks echt eng. Sofern man überhaupt einen Sitzplatz bekommt - ich habe noch nie Vorlesungen erlebt, wo überhaupt alle reingekommen sind. Dann muss man sich vielleicht auch ein kuschliges Stückchen Boden suchen. Traurig, ist aber so.

    Gerade für CAD-Software und so wäre mein Netbook aber zu langsam. Da hat mein Vorposter schon gute Tipps geliefert.



  • Was noch zu sagen wäre.

    Notebooks gehören bezüglich ihrer Spielefähigkeit sehr schnell zum alten Eisen.
    Wenn man sich für so ein Gamer Notebook entscheidet, dann sitzt man praktisch am Ende mit einem Notebook da, auf dem man nicht mehr spielt, weil die neuen Spiele nicht mehr laufen aber hat dann die ganzen Nachteile, die mit einem Gameing NB kommen immer noch.
    D.h. schlechte Akkulaufzeit, viel Abwärme, häufiger Lüftereinsatz, hohes Gewicht (-> Kühlkörper), extra dedizierte GPU die man im Prinzip nicht mehr braucht usw..

    Deswegen ist es besser, wenn man von Beginn an gleich ein NB zum reinen Arbeiten kauft.
    Gerade als Student, wenn man das Geld nicht so locker hat, wird man das dann je nach Studiumdauer und darüberhinaus sicher 5-7 Jahre nutzen, während man die Spieleeigenschaften spätestens nach ca. 2 Jahren nicht mehr nutzen wird, weil eh nichts neues darauf läuft.

    Deswegen sollte man zum Spielen beim Desktoprechner für Zuhause, den kann man auch als Student günstig aufrüsten und hat immer satt Leistung und für die Uni+ Arbeit dann ein Arbeitsnotebook das darin gut ist.



  • Für meine Freundin habe ich damals den Vorgänger vom Lenovo U330p günstig erworben. Den würde ich jederzeit weiter empfehlen, gibt es aber leider nicht mehr :-/. Das U330p sollte aber theoretisch(!) als Nachfolger ähnlich gut oder besser sein...zumindest theoretisch 🙂
    Das war quasi das günstigste Notebook, welches in die Ultrabook Kategorie fällt. Einzig die Akku-Laufzeit ist etwas kurz (ca. 6 Stunden). Für den Preis, den ich bezahlt habe, aber super.



  • Noch etwas vergessen.

    Studenten kriegen hier und da Rabatt, einfach mal die ASTA der Hochschule ansprechen, die können da vermitteln.

    Gerade bei Notebooks kann sich das noch lohnen.


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