Müssen wir uns um die Inflationsrate sorgen?



  • Zählen Milchprodukte in den Index? Ich mach mir schon langsam Sorgen um die Mietpreisentwicklung bei Gewerbeimmobilien :p





  • Zu deiner Frage: Ja, man muss sich Sorgen machen.

    Zum statistischen Bundesamt: Als ob die staatlichen Propaganda zur Inflation irgendwas mit der realen Inflation zu tun hätte.



  • earli schrieb:

    Zu deiner Frage: Ja, man muss sich Sorgen machen.

    Zum statistischen Bundesamt: Als ob die staatlichen Propaganda zur Inflation irgendwas mit der realen Inflation zu tun hätte.

    Ja, bei den neuen Standard-Mietverträgen kann man zumindest in München und Hamburg Indexmiete ankreuzen. Dann wirkt sich die Propaganda von heute zum 1. direkt auf die Inflation vom nächsten Jahr aus :p

    @edit: Wohnungsmiete, einschließlich Mietwert von Eigentümerwohnung ... 20 %



  • @kleinr:

    Du gehst bei deiner Milchmädchenrechnung fälschlicherweise davon aus, als wäre die Wohnung in einem Jahr genau die gleiche, wenn du Indexmiete ankreuzt. Dadurch, dass der Eigentümer weniger Einnahmen hat, kann er weniger in seine Wohnung investieren.

    Es stimmt zwar, dass die Miete dann nicht steigt. Die Folge ist aber, dass der Wert der Wohnung auch nicht steigt bzw. sogar sinkt, also kriegt der Mieter weniger Wohnung für's Geld.

    PS: Das passiert natürlich nicht alles in einem Jahr, meine Ausführung bezieht sich auf die veränderte längerfristige Entwicklung in der ganzen Stadt durch diese Regelungen.



  • Instandhaltung einer 'Wohnung' werden über das Hausgeld finanziert, welches gesondert abgerechnet wird, da es zu den Nebenkosten zählt...

    Auch Instandhaltungskosten (Vermieter lässt die 50 Jahre alten Dachziegel durch neue ersetzen) und Instandsetzungskosten (Vermieter lässt die durch einen Sturm beschädigten Dachziegel ersetzen = Reparatur) sind gemäß § 1 II 2 BetrKV keine Betriebskosten, da sie aus einem konkreten Anlass anfallen und der Vermieter seine Verpflichtung erfüllt, das Mietobjekt im vertragsgemäßen Zustand zu erhalten.



  • Naja, aber das ist alles nicht schwarz, weiß! Wenn ein Mieter lange bleibt, muss man nicht oft renovieren, hatt keinen Leerstand und Ärger.

    Das würde ich mir schon was kosten lassen 😉



  • kleinr schrieb:

    Naja, aber das ist alles nicht schwarz, weiß! Wenn ein Mieter lange bleibt, muss man nicht oft renovieren, hatt keinen Leerstand und Ärger.

    Das würde ich mir schon was kosten lassen 😉

    Das Haus, in dem meine WG wohnt, rottet uns unterm Allerwertesten weg und die Vermieter machen nix. Schimmel im Keller, immer wieder Wassereinbrüche durch benachbarte Baustelle... nach einem Starkregen mussten wir unseren Keller entrümpeln, damit Handwerker die Wand abdichten können, seit 3 Monaten lassen die auf sich warten. Stattdessen fanden wir 10cm lange Pilze an der Außenwand und man kann die Wand mit bloßen Händen zentimetertief abbröckeln... Wir können bei angeschalteter Waschmaschine nicht spülen, weil dann Strom aufm Wasserhahn ist, die Wohnungen unter uns hatten schon Rohrbrüche, Dachschindeln fallen runter... die Taktik des Vermieters, die uns auch so kommuniziert wird: Bei Auszug Luxussanierung, dabei bezahlen wir einen m²-Preis von 17 € kalt. Das ist noch wenig für die Stadt, in der wir wohnen. Da schaut es überall eigentlich gleich aus: Die guten Wohnungen kann sich niemand leisten, die bezahlbaren Wohnungen verrotten. Ich kenne Leute, die haben an der Wand Schimmel entdeckt, der Vermieter hat dann einfach die Tapete runtergenommen, ne Schimmelschicht abgekratzt und neue Tapete drauf. So läuft das in Frankfurt.



  • shelley schrieb:

    kleinr schrieb:

    Naja, aber das ist alles nicht schwarz, weiß! Wenn ein Mieter lange bleibt, muss man nicht oft renovieren, hatt keinen Leerstand und Ärger.

    Das würde ich mir schon was kosten lassen 😉

    Das Haus, in dem meine WG wohnt, rottet uns unterm Allerwertesten weg und die Vermieter machen nix. Schimmel im Keller, immer wieder Wassereinbrüche durch benachbarte Baustelle... nach einem Starkregen mussten wir unseren Keller entrümpeln, damit Handwerker die Wand abdichten können, seit 3 Monaten lassen die auf sich warten.

    Ich warte auch ewig auf Handwerker, die haben einfach viele Aufträge 😉

    shelley schrieb:

    Stattdessen fanden wir 10cm lange Pilze an der Außenwand und man kann die Wand mit bloßen Händen zentimetertief abbröckeln... Wir können bei angeschalteter Waschmaschine nicht spülen, weil dann Strom aufm Wasserhahn ist, die Wohnungen unter uns hatten schon Rohrbrüche, Dachschindeln fallen runter... die Taktik des Vermieters, die uns auch so kommuniziert wird: Bei Auszug Luxussanierung, dabei bezahlen wir einen m²-Preis von 17 € kalt. Das ist noch wenig für die Stadt, in der wir wohnen. Da schaut es überall eigentlich gleich aus: Die guten Wohnungen kann sich niemand leisten, die bezahlbaren Wohnungen verrotten.

    Naja, nur weil man nicht jedes Jahr eine neue Heizung und Türen/Fenster einbaut, verrottet das ja nicht!

    shelley schrieb:

    Ich kenne Leute, die haben an der Wand Schimmel entdeckt, der Vermieter hat dann einfach die Tapete runtergenommen, ne Schimmelschicht abgekratzt und neue Tapete drauf.

    Das kann ja auch reichen... Wir hatten sowas auch, allerdings haben wir zusätzlich noch den Schrank etwas vorgezogen!

    shelley schrieb:

    So läuft das in Frankfurt.

    Frankfurt ist auch ein Drecksloch!





  • n3wbie schrieb:

    http://mobil.n-tv.de/ratgeber/Jeder-dritte-Vermieter-macht-Verlust-article13626766.html

    Damit hab ich mich schon längst abgefunden, dass am Ende immer die Bank gewinnt 😉

    Es soll aber auch Fälle geben, da ist das kein Investment, sondern eine Schenkung oder Erbschaft. Mach den dann mal klar, dass be-/erhalten kein gutes 'Investment' ist 🙄



  • Wenn du ein Mehrfamilienhaus in Düsseldorf nimmst, sagen wir mit 4 Wohnungen, dann kannst du damit rechnen, dass das wenigstens 500.000€ kostet.
    Hast du die marode Bude geerbt und musst sie sanieren, dann kannst du 100.000€ reinstecken, eher mehr wenn man bedenkt dass nach EnEV2014 (zitat)"ab 2020 Neubauten nur noch im Passiv- und Nullenergiestandard errichtet werden dürfen und auch im Bestand umfangreichere energetische Sanierungen durchzuführen sind".

    Dazu kommt die Mietpreisbremse, die ja nur für Ballungsgebiete wie Düsseldorf gelten wird (allerdings nicht für Neubauten und aufwendig sanierte Gebäude).

    Dass sind enorme Kosten. Heißt entweder behalten und so lassen, oder Verkaufen.

    Verkaufen ist aber auch so ein Problem. Angenommen das Gebäude wird über einen Makler vermittelt, dann könnten 3% Innenprovision anfallen, und 5% Außenprovision. Um die 3% zu kompensieren wird der Kaufpreis also auf 515.000€ erhöht. Darauf zahlt der Käufer noch 25.000€ Provision. Dann liegt der Kaufpreis bei 540.000€ zzgl. sehr bald anstehender Sanierungskosten. Dann hat die Bude am Ende 650-700k gekostet.
    Wenn du die über 20 Jahre abzahlen willst, musst du, Zinsen für den Kredit nicht eingerechnet (die sind ja eh am Boden), 2700€ jeden Monat Miete bekommen. Also 675€ zzgl. Nebenkosten. Von Rendite haben wir dann noch nicht gesprochen.

    Auf dem Land sieht es natürlich anders aus. Aber da sind die Mieten auch weniger hoch.


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