Ich hatte heute einen Kratzer in meinem TFT Monitor



  • Es ist kein Spiegeldisplay, die Oberfläche ist also nicht aus Glas, sondern aus Kunststoff.

    Und ich habe ihn mit einem weichen durchgehend gummiartigen Radiergummi sauber und ohne Spuren zu hinterlassen weggekriegt. Jetzt sieht das Display wieder wie vor dem Kratzer aus.
    Man sollte allerdings keine rauhen Radiergummi mit irgendwelchen Mikropartikeln verwenden, auch von Mikrofasertüchern sollte man die Finger lasse, die machen noch mehr Kratzer rein.
    Vorher hatte ich den Monitor mit einem mit Wasser nass gemachten Einwegtaschentuch sauber gemacht und dann mit einem zweiten Trocken gemacht und dann radiert.

    Wer nur kalkhaltiges Wasser aus dem Leitungshahn bekommt, sollte allerdings destilliertes Wasser verwenden.
    Bei mir ist das Leitungswasser kein Problem, da das Wasser aus meinem Wasserhahn sehr kalkarm und somit weich ist, damit reinige ich schon seit > 20 Jahren meine Monitore, von den CRTs bios zu den TFTs.



  • [quote="Auskenner"]Ich hatte heute einen Kratzer in meinem TFT Monitor[(quote]
    Also eine Rille, eine Riefe, eine Abschürfung, also ein Raum wo Material fehlt, was dort sein sollte.

    Auskenner schrieb:

    Und ich habe ihn mit einem weichen durchgehend gummiartigen Radiergummi sauber und ohne Spuren zu hinterlassen weggekriegt. Jetzt sieht das Display wieder wie vor dem Kratzer aus.

    Zwei Möglichkeiten:

    a) Du hast einen transparenten Radierer genommen und damit die Riefe aufgefüllt. Insbesondere sind die transparenten Radierer eh so diffus. Sehen genauso diffus aus wie non-glare Monis. Also kann schon sein irgendwie.

    b) Es war keine Rille, sondern extrem hatnäckiger Dreck, vielleicht wochenalter Sper** vom Postboten. Die Beschreibung drängt es sofort auf. Kriegt man auch nicht mit vorsichtigem Wischen selbst mit Spiritus nicht weg, Radiergummie aber sofort.

    Zum Kalk möchte ich widersprechen: Man kann alle Monis mit normalem Wasser waschen, solange man das Tuch nicht so feucht macht, daß die Suppe flüssig ins Gehäuse läuft. Ich schwöre sogar auf normales Wasser (oder destilliertes, wie Du magst, ist egal) statt irgendwelcher Moni-Reinigungs-Substanzen. Beim Wasser weiß ich, daß nix kaputt geht. Ok, der Speutz, als ich auf die zehnte Banane in Folge fuhr, der geht nicht von selber ab, da muss ich an der Stelle ein Sekündchen wischen.



  • @volkard
    Isopropyl alcohol is auch gut, und halbwegs günstig. Also zumindest wenn man man es nicht als "LCD-Reiniger" und nicht in der Apotheke kauft. Sondern von irgendeinem Chemikalienhändler in der Literpackung (oder auch grösser - und auch gerne übers Internet, z.B. bei Amazon sind etliche Händler gelistet die Isopropanol anbieten).



  • hustbaer schrieb:

    Isopropyl alcohol is auch gut, und halbwegs günstig.

    ... und schmeckt auch viel besser.

    Vor ner Weile hab ich mir auch Isoprop in der Apotheke gekauft - war sch***teuer weil nicht wie früher direkt unter dem Ladentisch abgefüllt sondern industriell abgefüllt und "gereinigt".

    Ich hab es früher für fast Alles verwendet. Meistens um die Magnetköpfe von Kassettenrekordern (kennt ihr wahrscheinlich gar nicht mehr) zu reinigen.



  • Isopropanol ist echt teuer geworden, früher (vor 20 Jahren) bekam man das Zeug nachgeschmissen. Habe es auch für Tonköpfe, Videoköpfe, Antriebsrollen und ähnliches gebraucht. Man kann es auch für andere Dinge zu Reinigen gebrauchen. Allerdings nur wenn man den halben Liter nachgefüllt bekommt, für weniger als 1 Euro, so wie bei mir um die Ecke in der Apotheke. Die gaben mir sogar eine neue Flasche weil denen meine 20 Jahre alte nicht mehr gefallen hatte.
    Und LCDs reinigt man damit auch nicht. Leichte Seifenlauge, dann klares Wasser mit sauberem Papiertuch und trocken wischen bis es Streifenfrei ist.



  • Steakesser schrieb:

    Und LCDs reinigt man damit auch nicht.

    Wieso nicht? Was spricht dagegen?


  • Mod

    hustbaer schrieb:

    Steakesser schrieb:

    Und LCDs reinigt man damit auch nicht.

    Wieso nicht? Was spricht dagegen?

    Uralte Internetmythen, bei denen irgendwann, irgendwer, irgendwo mal seinen Billigstmonitor mit (vermutlich reinem oder fast reinem) Alkohol geputzt hat und die Billigbeschichtung sich dabei aufgelöst hat und/oder trüb geworden ist. Befeuert werden diese Mythen, da in fast jedem Handbuch drin steht, dass man doch bitte nur reinstes, jungfräuliches Wasser mit den allerweichesten, holden Papiertüchern zur Reinigung nehmen solle, da der Hersteller sonst für nichts garantieren kann (sprich: für nichts garantieren will).



  • SeppJ schrieb:

    hustbaer schrieb:

    Steakesser schrieb:

    Und LCDs reinigt man damit auch nicht.

    Wieso nicht? Was spricht dagegen?

    Uralte Internetmythen, bei denen irgendwann, irgendwer, irgendwo mal seinen Billigstmonitor mit (vermutlich reinem oder fast reinem) Alkohol geputzt hat und die Billigbeschichtung sich dabei aufgelöst hat und/oder trüb geworden ist. Befeuert werden diese Mythen, da in fast jedem Handbuch drin steht, dass man doch bitte nur reinstes, jungfräuliches Wasser mit den allerweichesten, holden Papiertüchern zur Reinigung nehmen solle, da der Hersteller sonst für nichts garantieren kann (sprich: für nichts garantieren will).

    Ich bin bei Plasik mit Alk extrem zögerlich, nachdem ich mir eine Augenbrille damit kaputtgemacht habe. Sichtbare schlimme Schlieren, die nicht mehr erntfernbar sind.
    Wasser reicht bei Monis. Wenn Alk, dann ganz schnell wieder wegmachen.



  • [quote="volkard"]

    Auskenner schrieb:

    Ich hatte heute einen Kratzer in meinem TFT Monitor[(quote]
    Also eine Rille, eine Riefe, eine Abschürfung, also ein Raum wo Material fehlt, was dort sein sollte.

    Also ich habe jetzt keine Fotos von den Kratzern gemacht, aber Dreck war es nicht.
    Abschürfung würde es vielleicht noch am besten umschreiben.

    Auskenner schrieb:

    Und ich habe ihn mit einem weichen durchgehend gummiartigen Radiergummi sauber und ohne Spuren zu hinterlassen weggekriegt. Jetzt sieht das Display wieder wie vor dem Kratzer aus.

    Zwei Möglichkeiten:

    Wozu erklären?
    Ich wollte euch doch nur mal aufzeigen, wie ich das gelöst habe.

    a) Du hast einen transparenten Radierer genommen und damit die Riefe aufgefüllt. Insbesondere sind die transparenten Radierer eh so diffus. Sehen genauso diffus aus wie non-glare Monis. Also kann schon sein irgendwie.

    b) Es war keine Rille, sondern extrem hatnäckiger Dreck, vielleicht wochenalter Sper** vom Postboten. Die Beschreibung drängt es sofort auf. Kriegt man auch nicht mit vorsichtigem Wischen selbst mit Spiritus nicht weg, Radiergummie aber sofort.

    Weder a) noch b)
    Hast du schon einmal Glas poliert?
    Damit lässt sich ein trübes Glas wieder transparent machen, eben weil eben alles gerade geschliffen ist.
    Bei transparentem Kunststoff ist das nicht anders und in meinem Fall hat der Radierer genügt.

    b) kann es nicht sein, weil der Kratzer erst heute entstanden ist.
    Ich habe da so eine klassische SChreibtischlampe mit Stahlfedergelenken:
    http://www.bueromarkt-ag.de/schreibtischlampe_brilliant_hobby,p-1080206.html

    Seit dem ich eine LED eingebaut habe, können die Stahlfedern die Position der Gelenke nicht mehr in allen Positionen halten, weil die LED durch den Kühlkörper eben wesentlich schwerer ist, als eine normale Glühbirne.

    Bisher gab's damit keine Probleme, doch heute ist die Lampe beim Stechmücken fangen runter gerast und am Monitor entlang geschürft. Das hat Spuren im Display hinterlassen. Der Lampenschirm ist nämlich noch aus Metall.

    Das war Pech, aber wie schon gesagt, die Kratzer sind nun wieder weg und die Oberfläche des TFTs sind wieder durch den Radierer glatt geschliffen.
    Wäre es Dreck gewesen, dann hätte schon das nasse Tempo genügt, um die Abschürfungen weg zu machen.

    Zum Kalk möchte ich widersprechen: Man kann alle Monis mit normalem Wasser waschen, solange man das Tuch nicht so feucht macht, daß die Suppe flüssig ins Gehäuse läuft.

    Dann hast du noch nie weder ein Metallspülbecken noch ein Fenster gerreinigt.
    Bei der BW hatte ich so kalkreiches Wasser, dass es immer Schlieren im Fenster gab und in meine Studentenwohnung war das Wasser so kalkreich, dass man das immer in der Metall Spüle gesehen hat, wenn das Wasser getrocknet war und die Kalkrückstände übrig blieben.

    Das was beim Fenster und bei einer Spüle möglich ist, kann dir auch bei einem Monitor passieren. Trotz trockenwischen.

    Und das der Lappen nicht so feucht sein darf, dass die Brühe ins Gehäuse läuft, ist klar.

    Ich schwöre sogar auf normales Wasser (oder destilliertes, wie Du magst, ist egal) statt irgendwelcher Moni-Reinigungs-Substanzen.

    Letztere habe ich noch nie benutzt, empfand ich schon immer als unnötig.



  • hustbaer schrieb:

    @volkard
    Isopropyl alcohol is auch gut, und halbwegs günstig. Also zumindest wenn man man es nicht als "LCD-Reiniger" und nicht in der Apotheke kauft. Sondern von irgendeinem Chemikalienhändler in der Literpackung (oder auch grösser - und auch gerne übers Internet, z.B. bei Amazon sind etliche Händler gelistet die Isopropanol anbieten).

    Ja, das wäre die zweite Lösungsmöglichkeit, die ich ausprobiert hätte.
    Aber die Radiergummimethode hat völlig genügt und Isopropanol hätte ich auch nicht im Haus gehabt.
    Ethanol hätte ich allerdings da gehabt.



  • Ich kann nicht sehen das ich geschrieben habe das die Monitorbeschichtung kaputt geht, das kommt aus deinem Kopf jetzt. Seifenlauge wird übrigens auch nicht empfohlen weil die angeblich schlecht sein soll. Ich benutze die um Verschmutzungen damit wegzubekommen, übrigens schon seit Ewigkeiten, auch bei den CRTs habe ich die benutzt.
    Warum nutze ich keinen Alkohol? Weil es schwieriger ist die Oberfläche schlierenfrei zu bekommen, zumindest ist das bei mir so, und auch weil Seifenlauge billiger ist, ganz einfach.



  • hustbaer schrieb:

    Steakesser schrieb:

    Und LCDs reinigt man damit auch nicht.

    Wieso nicht? Was spricht dagegen?

    Isopronal ist deswegen zum Kratzer entfernen geeignet, weil es die Kunststoffschicht aufweicht und somit das polieren mit chemischer Unterstützung ermöglicht.

    Manche TFTs sind Beschichtet, z.b. mit einer antispiegelschicht, wenn man da mit Isopronal rangeht, dann macht man die damit weg.

    Ähnliches löst ähnliches.
    Isopronal würde ich daher niemals zum Reinigen von Kunaststoffoberflächen nehmen.
    Dafür ist es nicht geeignet.
    Gleiches gilt für Alkohol (Ethanol bzw. Spiritus).

    Isopronal und Alkohol sind aber gut für Glas geeignet.
    Auch zum reinigen einer CD-ROM Linse ist es gut geeignet.
    Für CRTs sollte man es wiederum nicht nehmen, da die beschichtet sein können.

    Gut geeignet ist es wiederum für Metalloberflächen.
    Und wenn man auf die Metalloberflächen einen Klebestreifen aufbringen möchte, ist das das beste was man nehmen kann, weil man so den ganzen Schmutz wegbekommt und der Klebestreifen dann bombenfest hält.



  • SeppJ schrieb:

    hustbaer schrieb:

    Steakesser schrieb:

    Und LCDs reinigt man damit auch nicht.

    Wieso nicht? Was spricht dagegen?

    Uralte Internetmythen, bei denen irgendwann, irgendwer, irgendwo mal seinen Billigstmonitor mit (vermutlich reinem oder fast reinem) Alkohol geputzt hat und die Billigbeschichtung sich dabei aufgelöst hat und/oder trüb geworden ist.

    Das sind keine Internetmythen.
    Du kannst mit Alkohol problemlos Kunststoffbeschichtungen aufweichen und auflösen.

    Genau deswegen nimmt man ja den, um Kratzer zu beseitigen, in dem man damit das Display an der entsprechenden Stelle poliert, damit der Kratzer verschwindet.



  • Auskenner schrieb:

    Ich wollte euch doch nur mal aufzeigen, wie ich das gelöst habe.

    Hab ich auch sofort so verstanden. 👍 Ich haderte sehr sehr lange, ob ich den Thread mit nur einem Posting den Mods melde und beantrage, ihn in die FAQ zu schieben.

    Hab mich dagegen entschieden, weil ich als Leser lieber nicht eine "Tatsache" vor den Latz geknallt bekomme, sondern das Für und Wider lesen will. Das Thema ist zu wichtig, um es kurz zu machen.



  • Ich habe jetzt auch versucht Kratzer auf diese Weise weg zu radieren. Es hat bei mir nicht funktioniert.



  • Gruum schrieb:

    Ich habe jetzt auch versucht Kratzer auf diese Weise weg zu radieren. Es hat bei mir nicht funktioniert.

    Das ist Pech, bei mir ging's.

    Vielleicht waren die Kratzer bei dir auch zu tief, dann solltest du besser Alkohol oder Isopropanol nehmen.
    Oder dein Radiergummi ist dafür nicht geeignet.


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