Argumente für eine Debatte in Deutsch



  • Hi,
    Ich bräuchte pro und contra Argumente zu den Themen

    - Mehr Theorie im Sportunterricht
    - Schulalltag anders rhythmisieren(später anfangen, längere pausen etc.)
    - Eine Facebook-Seite für die Schule

    Viele Grüße und ein frohes neues Jahr
    C++Developer2000



  • Zu Sport kann ich nicht viel sagen, denn ich habe seit über 20 Jahren keinen mehr betrieben und das bleibt auch so(Ja, ich bin gesund) 😃

    Den Schulalltag würde ich praktischer gestalten. Also 60% Praxis und 40% Theorie. Beispielsweise kann man den praktischen Teil draußen verbringen und irgendwelche Sachen messen und ausrechnen. z.B Wie hoch ist Baum wenn ich nur meinen Abstand und den Winkel zur Baumspitze kenne und in der Theorie schreibt man dann was darüber. Jedes Thema sollte auch einen direkt nachvollziehbaren praktischen Nutzen für die Kinder haben, also raus in die Welt und so wenig wie möglich im Klassenraum verbringen.

    Facebook Seite, da habe ich keine Ahnung. Macht einfach eine und seht wie sie funktioniert und baut da nach Bedarf um.



  • Danke für deine Antwort Logn
    Aber ich glaub du hast meine Fragestellung nicht verstanden.
    Ich brauch Argumente weil ich in der Schule debattieren muss, aber keine Argumente finde



  • Offtopic: Ich wär gegen so eine "praktischere" Ausrichtung. Das geht vielleicht in der Grundschule, aber dann wirds kaum noch praktikabel und total langweilig. Und mich haben diese ganzen Versuche usw. eh nie interessiert, fands nur lästig. Ich fand in Physik die Theorie und die Rechnungen immer viel interessanter als die komischen Versuche, die weder funktioniert haben, noch irgendwas gebracht haben.



  • Die Mehrheit der Menschen sind aber Praktiker, da theoretische Fortpflanzung nicht so gut funktioniert 😃

    Für einen anderen Rhythmus wäre vielleicht die innere Uhr des Menschen wichtig zu erwähnen. Wenn die Mehrheit der Menschen erst ab 9:00 Uhr ihren geistigen Höhepunkt langsam erreichen, dann würde ein Schulbeginn mit den schwierigen Fächern um diese Uhrzeit Sinn machen. Auch habe ich mal gehört, dass viele kleinen Pausen besser sein sollen, da man nach 10 Min völlig runter gefahren ist.

    Für eine Facebookseite könnte die Bindung zur Schule und das aktive Mitwirkung an Diskussion ein Argument sein. Nicht jeder macht einen Vorschlag in der Schule selbst, aber daheim am Rechner oder gar Anonym würde sich bestimmt mehr Schüler was trauen zu sagen.



  • C++Developer2000 schrieb:

    Hi,
    Ich bräuchte pro und contra Argumente zu den Themen

    - Mehr Theorie im Sportunterricht
    - Schulalltag anders rhythmisieren(später anfangen, längere pausen etc.)
    - Eine Facebook-Seite für die Schule

    Viele Grüße und ein frohes neues Jahr
    C++Developer2000

    Wenn man vernünftig selbst trainieren will, sind theoretische Kenntnisse durchaus sinnvoll. Kann aber sein, dass in der Sporttheorie andere Themen behandelt werden als die, an die ich jetzt denke:
    - Periodisierung des Trainings
    - Physiologische Grundlagen
    - etc.

    Oder geht es mehr um Stoffwechselvorgänge auf molekularer Ebene?



  • Logn schrieb:

    Die Mehrheit der Menschen sind aber Praktiker, da theoretische Fortpflanzung nicht so gut funktioniert 😃

    Ich bin auch eher Praktiker als Theoretiker. Aber in der Schule funktioniert das schlecht, man ist ja erst dabei, die Grundlagen zu lernen und hat nur ganz oberflächlich Kenntnisse. Da ist es wichtiger, sich mit den Grundlagen und Methoden vertraut zu machen. Außerdem gibts meiner Meinung nach da wirklich nichts, was man großartig praktisch machen könnte. Irgendwelche Winkel an Bäumen zu messen macht nicht wirklich Spass und bringt nichts. Und willst du wirklich auf diesem Niveau bleiben?
    Abgesehen davon kommt es natürlich auf das Fach an. Bei Sport und Sexualkunde bin ich ganz deiner Meinung 😉

    p.s. Hatte aus Versehen geschrieben, ich wär eher Theoretiker als Praktiker, meinte das natürlich anders rum 🙂



  • - Mehr Theorie im Sportunterricht

    Gegeben, dass die Zeit für Sportunterricht sehr begrenzt ist, und das Ziel doch u.a. ist, dass die Schüler sich bewegen, wäre das geradezu kontraproduktiv. Auch wenn es wünschenswert wäre, wenn am Ende auch ein paar theoretische Kenntnisse bestünden.

    - Schulalltag anders rhythmisieren(später anfangen, längere pausen etc.)

    Damit die Schüler noch länger in der Schule rumhängen müssen, und keinerlei Freizeit mehr bleibt (z.B. für eine Sportart, was dann wieder mit dem Argument oben zusammenhängt)? Andererseits, derzeit hängen die Schüler ja quasi ganztags an der Schule rum; das war früher besser. In den höheren Klassen sollte man Einzelstunden beseitigen und nur Doppelstunden machen, weil die Themen so komplex werden, dass eine Einzelstunde nicht mehr sinnvoll genutzt werden kann. In unteren Klassen sind Einzelstunden aber sinnvoll; die Aufmerksamkeitsspanne von jüngeren Schülern ist ja kürzer.

    - Eine Facebook-Seite für die Schule

    Eine bescheuerte Idee - Verschwendung von Ressourcen für etwas, das u.U. dann am Ende nur diejenigen Schüler vollständig nutzen können, die auch einen Facebook-Account haben. Außerdem würde diese Seite an vielen Schulen von Schulrechnern nichtmal geöffnet werden können, wenn dort Facebook zensiert ist.



  • C++Developer2000 schrieb:

    - Mehr Theorie im Sportunterricht

    Mehr im Vergleich zu was? Einige hier sprechen sich für MEHR Theorie aus, indem sie spezifische Beispiele bringen, ohne zu wissen, ob diese nicht bereits behandelt werden. Die Antwort hängt doch entscheidend davon ab, wieviel und welche Theorie im Moment Stoff ist.

    Und da es hier nicht um Sportunterricht, sondern um Argumente für eine Debatte geht, lass mich gleich noch hinzufügen, dass man im politischen Bereich genau die gleichen Denkfallen findet.

    - Schulalltag anders rhythmisieren(später anfangen, längere pausen etc.)

    Das sollte doch einfach zu argumentieren sein. Such nach wissenschaftlichen Argumenten, zu welcher Zeit der Mensch geistig am leistungsfähigsten ist, vergleiche mit anderen Ländern etc. Du musst halt etwas recherchieren.

    - Eine Facebook-Seite für die Schule

    Da fällt mir nichts positives zu ein, sorry.



  • Mechanics schrieb:

    Logn schrieb:

    Die Mehrheit der Menschen sind aber Praktiker, da theoretische Fortpflanzung nicht so gut funktioniert 😃

    Ich bin auch eher Praktiker als Theoretiker. Aber in der Schule funktioniert das schlecht, man ist ja erst dabei, die Grundlagen zu lernen und hat nur ganz oberflächlich Kenntnisse. Da ist es wichtiger, sich mit den Grundlagen und Methoden vertraut zu machen. Außerdem gibts meiner Meinung nach da wirklich nichts, was man großartig praktisch machen könnte. Irgendwelche Winkel an Bäumen zu messen macht nicht wirklich Spass und bringt nichts. Und willst du wirklich auf diesem Niveau bleiben?
    Abgesehen davon kommt es natürlich auf das Fach an. Bei Sport und Sexualkunde bin ich ganz deiner Meinung 😉

    p.s. Hatte aus Versehen geschrieben, ich wär eher Theoretiker als Praktiker, meinte das natürlich anders rum 🙂

    Die Theorie sollte auch nicht ganz verschwinden, sondern sie sollte durch die Praxis besser motiviert werden. Das mit Baum war jetzt einfach nur irgendein Beispiel. Wissen ist nun einmal dafür da auch angewendet zu werden und die Anwendung tritt immer mehr in den Hintergrund in der Schule. Das ist alles zu akademisch ausgerichtet, für meinen Geschmack.



  • OK, es gibt diverse Schulsysteme, die sich in den Ergebnissen ungefähr vergleichen lassen.
    Da gibt es die Schmuseeinrichtungen nach Modell Finnland und die Schleiferanstalten wie in Japan und Südkorea. Beide liegen ungefähr gleichauf, was die produzieren, wir rangieren unter "ferner liefen".

    Ich kann mich nicht erinnern, mehr als verärgert worden zu sein, deswegen bin ich dem bayerischen Schulsystem nicht weiter böse. Ob sich das Ganze zwischen G9/G8 wirklich verbessert hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich hab's G9 halt einfach hinter mich gebracht und zur Kollegstufe eine gewisse "Ärschlein, leck' mich"- Stimmung zusammengebracht.

    Auf jüngere Jahrgänge abzukacken, maße ich mir nicht an und wer Theorie und Praxis abtrennen mag, hat den Sinn eines Praktikums schlicht und einfach nicht verstanden.

    @edit: Vergessen, zu erwähnen, den jungen Finnen geht es weitgehend psychisch besser, einfach mal so dahingestellt. Allerdings müßten wir weit mehr Lehrer aufstellen, um in die Zone zu kommen, nebst Lehrplänen etc.



  • Die Theorie sollte auch nicht ganz verschwinden, sondern sie sollte durch die Praxis besser motiviert werden. Das mit Baum war jetzt einfach nur irgendein Beispiel. Wissen ist nun einmal dafür da auch angewendet zu werden und die Anwendung tritt immer mehr in den Hintergrund in der Schule. Das ist alles zu akademisch ausgerichtet, für meinen Geschmack.

    Ich bin da gegenteiliger Auffassung. Es sollte nicht primär um Anwendungswissen in der Schule gehen, dafür macht man später eine Berufsausbildung oder ähnliches. Es sollte um Bildung gehen. Und meiner Beobachtung nach (so lange liegt meine Schulzeit nicht zurück), wird Anwendungswissen immer wichtiger und ersetzt Allgemeinbildung.



  • Wir sollten lernen was wir im Schnitt brauchen für das Leben. Fächer für Haushaltsführung, Versicherungen, Schulden, Recht, Politik usw sollte in die Schule mit rein und dafür weniger in anderen Fächern. Ab der Oberschule sollte man sich dann schon früh spezialisieren können, also wer unbedingt im späteren Leben Integrale berechnen muss, der soll in die Richtung gehen usw.

    Einfach Bücher aufschlagen und sich von vorne Belabern lassen, kann es doch nicht sein. Wer da nicht müde wird und abschaltet kann sich Nerd nennen. Besonders in der Grundschule ist viele Stunden sitzen einfach am Menschen vorbei.

    Mir ist schon klar dass was anderes kaum finanzierbar wäre, aber deswegen darf man mal an Veränderung Richtung mehr zum Wesen eines Mensch im Kindes- und später im Jugendalter denken, diese beide Phasen sollten total unterschiedlich unterrichtet werden.

    Bei meinen Kindern habe ich Glück gehabt, die sind alle gut in der Schule und schaffen das Abi. Aber besonders in der Grundschule sehe ich schon einen Hang zur Veränderung. Z.B. darf man nie links und rechts gleichzeitig lernen, weil da die Überdeckung im Wege steht usw.



  • Logn schrieb:

    Fächer für Haushaltsführung, Versicherungen, Schulden, Recht, Politik usw sollte in die Schule mit rein

    Würde mich aber z.B. total langweilen. Außerdem hatten wir in der Kollegstufe schon sehr viel von dem Zeugs. Kleineren Kindern kann man sowas eh nicht zumuten. Du siehst, es gibt durchaus unterschiedliche Ansichten 😉 Wenn schon, dann finde ich auf jeden Fall Geschichte, Erdkunde, Biologie usw. wichtig (und ich fands sogar interessant). Ich finds erschreckend, wie viele Leute null Ahnung von Geschichte haben. Auch wenn man das später in seinem Beruf oder Alltag nicht einsetzen kann, finde ich das sehr wichtig. Auch ein bisschen Ahnung von Literatur zu haben finde ich auf jeden Fall nicht verkehrt, auch wenn ich mich in Deutsch oft gelangweilt habe, obwohl ich gern lese. Auch wenn ich jetzt wenig von dem was ich in der Schule gemacht habe brauche, bereue ich es auf keinen Fall, das alles gemacht zu haben.



  • C++Developer2000 schrieb:

    Hi,
    Ich bräuchte pro und contra Argumente zu den Themen

    - Mehr Theorie im Sportunterricht
    - Schulalltag anders rhythmisieren(später anfangen, längere pausen etc.)
    - Eine Facebook-Seite für die Schule

    Letztendlich solltest Du bei all diesen Fragestellungen zuerst formulieren, was eigentlich die Ziele sind, also die Kriterien anhand derer Du die entsprechenden Aspekte ausgestaltest.

    Für den Sportunterricht kann man zum Beispiel argumentieren, dass das Ziel ist, dass sich die Kinder bewegen. Das wurde ja weiter oben schon gemacht. Wenn das der Fall ist, dann ist die Praxis natürlich der entscheidende Punkt. Es kann da aber auch andere Ziele geben. Zum Beispiel könnte man es anstreben, bei den Kindern ein Bewusstsein für das Treiben von Sport oder vielleicht ganz allgemein für einen gesunden Lebenswandel zu wecken. Wenn man das als Ziel definiert, dann gibt es viel mehr Motivation, den Schülern Theorie beizubringen. Wenn man nämlich nur Praxis betreibt, dann wird der Grund dafür bei den Schülern nicht unbedingt ankommen. Es wird auch nicht ankommen, was die Schüler selbst machen könnten und wie sie es machen sollten, um sich zum Beispiel nicht selbst zu gefährden. Es kann aber noch ganz andere Ziele geben. Zum Beispiel könnte durch das Betreiben von Mannschaftssport ein Gemeinschaftsgefühl in der Klasse angestrebt werden. Ich weiß nicht, welche Ziele der Sportunterricht letztendlich verfolgt, vermutlich sind es verschiedene und die Frage, wie man den Sportunterricht ausgestalten sollte, wird dann zu einer Frage des Tradeoffs im Erreichen der jeweiligen Ziele. Wenn Du also Argumente in dem Zusammenhang suchst, dann recherchier zuerst die Ziele. Vielleicht steht das irgendwo im Internet oder vielleicht kann Dir da auch Dein Sportlehrer weiterhelfen.


Log in to reply