Butterfly Messer verboten? Wieso?



  • Hi

    Wusste gar nicht das Butterfly Messer verboten sind... 😮
    Wurde erwischt... 😃

    Ist ja echt übertrieben.... Das Messer ist ja nicht gefährlicher als andere Messer.

    Manche Gesetze sind echt bescheuert. 😡

    Hat jemand auch Erfahungen mit dieser Situation? (oder ähnlich)

    Gruss
    🙂


  • Mod

    Vermutlich, weil das herausragende Designfeature von Butterflymessern gegenüber beispielsweise einem Taschenmesser (welches als Werkzeug gilt) ist, dass es auf Stechen ausgelegt ist. Stechen wiederum hat nahezu 0 Anwendungsmöglichkeit beim Werkzeugeinsatz und ist fast ausschließlich für Messerstechereien gedacht.



  • Sheldor schrieb:

    Wusste gar nicht das Butterfly Messer verboten sind... 😮
    Wurde erwischt... 😃

    Ist ja echt übertrieben.... Das Messer ist ja nicht gefährlicher als andere Messer.

    Manche Gesetze sind echt bescheuert. 😡

    Richtig. Dahinter steckt kein nachvollziehbarer Sinn. Das ist das Ergebnis von reinem Aktionismus. Wenn Hauptschüler sich gegenseitig mit einem Löffel auf den Kopf hauen würden, bis einer blutet, dann wären Löffel mittelfristig (zumindest auf dem Schulhof) verboten. Schau dir mal das umstrittene §42a WaffG an.

    Damit steht Deutschland jedoch nicht alleine dar. Wenn du dir die Waffengesetze der Länder in und außerhalb der EU anschaust, wirst du kaum einen gemeinsamen Nenner finden. Die deutschen Waffengesetze unterstellen (einhändigen zu bedienenden und feststellbaren) Klappmessern eine "böse Absicht" während das Führen von feststehenden Messern (bis 12cm Klingenlänge) vollkommen unproblematisch ist. Andere Länder haben teilweise einen genau entgegengerichteten Ansatz: Klappmesser zählen als Werkzeuge und feststehende Messer werden als "böse" erachtet. Fazit: Versuche nicht die Gesetze zu verstehen. Akzeptier es einfach :). Und wenn du ins Ausland fährst, kontrolliere besser deine Taschen. In Dänemark oder in UK sind die Waffengesetze deutlich strenger als in Deutschland.

    SeppJ schrieb:

    Vermutlich, weil das herausragende Designfeature von Butterflymessern gegenüber beispielsweise einem Taschenmesser (welches als Werkzeug gilt) ist, dass es auf Stechen ausgelegt ist. Stechen wiederum hat nahezu 0 Anwendungsmöglichkeit beim Werkzeugeinsatz und ist fast ausschließlich für Messerstechereien gedacht.

    Eine speerförmig zusammenlaufende Spitze kann sehr hilfreich sein, wenn du feine Arbeiten durchführen möchtest, ohne das Werkstück zu beschädigen. Das Designfuture ist mehr als Marketing gedacht und weniger als Mordwerkzeug. Da jedoch die breite Masse deine Meinung vertritt, kommt es darauf auch nicht an. Verboten ist verboten. Viel irrsinniger ist, dass die Anwendung des Führungsverbots unter anderem davon abhängt, ob die Klinge sich arretieren (feststellen) lässt um die Finger des Bedieners vor ungewolltem zusammenklappen zu schützen. Würde man dies auf den Straßenverkehr übertragen, müssten Airbags und Sicherheitsgurte verboten werden, da man bei höheren Geschwindigkeiten Menschen überfahren könnte und die genannten Sicherheitseinrichtungen einen selber in diesem Falle schützen würden. Aber so ist die Gesetzgebung nunmal.

    Die aktuelle Rechtslage sorgt oft für Rechtsunsicherheit und in Zweifelsfällen muss das BKA für eine abschließende Beurteilung herangezogen werden. Eine fallweise Beurteilung durch BKA-Beamte ist jedoch oft mit Willkür behaftet. Schlussendlich kommt es auf das subjektive Empfinden und die Begründung des Beamten an. Insbesonderen unbescholtene Anwender, die sich nicht mit dem Gesetz auseinandersetzen, können sich unwissend strafrechtlichen Konsequenzen aussetzen - ohne eine böse Absicht zu verfolgen. Wünschenswert wäre ein transparenteres Waffengesetz, was keinen Raum für Grauzonen lässt. Beispielsweise wäre eine generelle Klingenlängenbeschränkung, unabhängig von einem Arretierungsmechanismus oder der Einhand-/Zweihandeigenschaft, für jeden verständlich. Jeder Anwender und jeder kontrollierende Polizist könnte unter Zuhilfenahme eines einfachen Lineals Rechtssicherheit herstellen.



  • SeppJ schrieb:

    Vermutlich, weil das herausragende Designfeature von Butterflymessern gegenüber beispielsweise einem Taschenmesser (welches als Werkzeug gilt) ist, dass es auf Stechen ausgelegt ist. Stechen wiederum hat nahezu 0 Anwendungsmöglichkeit beim Werkzeugeinsatz und ist fast ausschließlich für Messerstechereien gedacht.

    Ich hab meins für Wurstschneiden benutzt. Funktioniert ganz gut eigentlich.
    Mit dem Taschenmesser muss man immer rumfummeln um es auf zu bekommen.

    Schneewittchen schrieb:

    Richtig. Dahinter steckt kein nachvollziehbarer Sinn. Das ist das Ergebnis von reinem Aktionismus. Wenn Hauptschüler sich gegenseitig mit einem Löffel auf den Kopf hauen würden, bis einer blutet, dann wären Löffel mittelfristig (zumindest auf dem Schulhof) verboten. Schau dir mal das umstrittene §42a WaffG an.

    Damit steht Deutschland jedoch nicht alleine dar. Wenn du dir die Waffengesetze der Länder in und außerhalb der EU anschaust, wirst du kaum einen gemeinsamen Nenner finden. Die deutschen Waffengesetze unterstellen (einhändigen zu bedienenden und feststellbaren) Klappmessern eine "böse Absicht" während das Führen von feststehenden Messern (bis 12cm Klingenlänge) vollkommen unproblematisch ist. Andere Länder haben teilweise einen genau entgegengerichteten Ansatz: Klappmesser zählen als Werkzeuge und feststehende Messer werden als "böse" erachtet. Fazit: Versuche nicht die Gesetze zu verstehen. Akzeptier es einfach :). Und wenn du ins Ausland fährst, kontrolliere besser deine Taschen. In Dänemark oder in UK sind die Waffengesetze deutlich strenger als in Deutschland.

    Man kann auch viel "böses" anrichten mit einem festehenden Messer mit einer kleinerer Klingenlänge als 12cm...
    Auch mit einem Löffel könnte man theoretisch viel Unsinn anstellen. 😃

    Der Besitz eines Butterfly Messers ist anscheindend schon verboten, nicht nur das führen.



  • Sheldor schrieb:

    Der Besitz eines Butterfly Messers ist anscheindend schon verboten, nicht nur das führen.

    Korrekt. 😉

    Das Hauptproblem beim Butterfly-Messer (wie auch bei Springmessern) ist, dass man es schnell aus der Tasche ziehen, aufklappen und zustechen kann. Das geht zwar auch bei feststehenden Klingen aber die kann man nicht ohne weiteres in der Jackentasche tragen.



  • SeppJ schrieb:

    Vermutlich, weil das herausragende Designfeature von Butterflymessern gegenüber beispielsweise einem Taschenmesser (welches als Werkzeug gilt) ist, dass es auf Stechen ausgelegt ist. Stechen wiederum hat nahezu 0 Anwendungsmöglichkeit beim Werkzeugeinsatz und ist fast ausschließlich für Messerstechereien gedacht.

    Kupferstich 😕



  • Sheldor schrieb:

    Der Besitz eines Butterfly Messers ist anscheindend schon verboten, nicht nur das führen.

    Haha, die spinnen, die Teutschen 🤡

    // btw: "den Griechen eine letzte Chance einräumen" ... des mitm no bailout hobts ihr a ned gonz kappiert, gö?



  • Swordfish schrieb:

    // btw: "den Griechen eine letzte Chance einräumen" ... des mitm no bailout hobts ihr a ned gonz kappiert, gö?

    Mir ist aktuell nicht so ganz klar, WEN wir retten. Laut spiegel online zahlt Griechenland 30 Milliarden an den IWF zurück und in Folge dessen droht Griechenland die Zahlungsunfähigkeit. Wenn wir also Geld nach Griechenland schieben, dann schieben wir es doch praktisch in die USA zum IWF. Warum überweisen wir nicht direkt das Geld den Amis? Dann ersparen wir uns die Transaktionskosten über Griechenland-Umweg.

    Irgendwie ist das Griechen-Bashing absurd. Die Griechen mögen bei den Finanzen gepfuscht haben, aber das war nicht der ausschlaggebende Punkt. Das eigentliche Problem ist, dass Griechenland in Folge der Weltwirtschaftskrise - 100% Made in USA - in die aktuelle Lage geraten ist. "Immobilienblase" - dass, deren Papphäuser das Geld nicht wert sind, dürfte jedem klar sein. Was die Amis als Immobilien bezeichnen, gibts bei Bauhaus für 3,50 Euro: Das nennt sich "Umzugskarton".

    Analog zum Energieerhaltungssatz der Physik gilt für das Geld: Das Geld ist nicht weg. Das Geld hat jetzt ein Anderer. Die Bankenrettung war doch nichts anderes, als das Auffüllen des Loches, das ein Anderer zuvor geschaffen hat, in dem er tief in den Topf griff. Und wer hat in den Topf gegriffen? Griechenland war es nicht. Die USA schon.
    Nochmal: Warum genau retten wir USA?



  • Schneewittchen schrieb:

    Swordfish schrieb:

    // btw: "den Griechen eine letzte Chance einräumen" ... des mitm no bailout hobts ihr a ned gonz kappiert, gö?

    Mir ist aktuell nicht so ganz klar, WEN wir retten.

    Oh, vieles. Allen voran eine Lüge. Dragi hats gewusst, die Kommission hats gewust, jeder hats gewusst, daß die Zahlen nicht stimmen.
    Als nächstes und hauptsächlich? Den "Exportweltmeister" der EU - indirekt. Du darfst dem Kind auch gerne einen namen geben 🤡


  • Mod

    Schneewittchen schrieb:

    Irgendwie ist das Griechen-Bashing absurd. Die Griechen mögen bei den Finanzen gepfuscht haben, aber das war nicht der ausschlaggebende Punkt. Das eigentliche Problem ist, dass Griechenland in Folge der Weltwirtschaftskrise - 100% Made in USA - in die aktuelle Lage geraten ist. "Immobilienblase" - dass, deren Papphäuser das Geld nicht wert sind, dürfte jedem klar sein. Was die Amis als Immobilien bezeichnen, gibts bei Bauhaus für 3,50 Euro: Das nennt sich "Umzugskarton".

    Wenn dein Kartenhaus zusammen fällt, wenn irgendwo ein Sack Reis umfällt, ist das dann allein die moralische/juristische/physikalische Schuld des Sacks und/oder Sackbesitzers?

    Analog zum Energieerhaltungssatz der Physik gilt für das Geld:

    Nein.
    Geld als Zahl auf dem Papier: Verbrenne/Drucke einen Geldschein. Hat nun jemand anderes mehr/weniger Geld?
    Geld als Kaufkraft: Stell eine Ware her oder vernichte sie. Die Gesamtgeldmenge ist gleich geblieben. Man kann nun mehr/weniger davon kaufen.

    Derzeit hat man sogar beides: Es wird viel Geld gedruckt, aber es kommt wenig dazu (oder wird gar vernichtet), was man davon kaufen kann.

    Nochmal: Warum genau retten wir USA?

    Weil die USA die europäische Politik in der Tasche haben.



  • Der Besitz (nicht nur das Führen!) von Balisongs (Butterfly Messern) ist seit 2003 in Deutschland verboten. Anlass für die Änderung des Waffengesetzes war der Amoklauf in Erfurt ein Jahr vorher. Shuriken wurden bei dieser Gelegenheit z. B. auch verboten, wohl weil in Deutschland ständig Leute von Ninjas mit Wurfsternen attackiert wurden 🤡. Eine sinnvolle Neuregelung des Besitz von Schusswaffen und Munition wurde aber unterlassen, da dort eine große Lobby vorhanden ist, mit der man sich lieber nicht anlegt.

    Das auch der Besitz solcher Waffen verboten wurde hat manchen Sammler hart getroffen, der viel Geld für edle Messer ausgegeben hat.

    Ursprünglich wurde das Balisong von Fischern als Arbeitsmesser entworfen. Als Angriffswaffe taugt es weniger, bzw. verlangt es viel Übung, da es umständlich zu öffnen ist und beim Öffnen Lärm macht. Geschlossen eignet es sich als Schlagkraftverstärker oder kann als Pickel genutzt werden.



  • Hi,

    das ist der in Deutschland übliche Aktionismus. Was habe ich gekonnt, wenn ich Butterfly-Messer verbiete? Als ob einer der jemanden abstechen will dann dazu nicht mehr in der Lage ist. Ein gutes japanisches Kochmesser ist da genau so gut geeignet, und davon dass das nicht in die Hosentasche passt, werden sich Amokläufer sicher nicht abhalten lassen. Oder sie nehmen gleich Teppichmesser, wie die, die damls die Flugzeuge in die Twin-Towers entführt hatten. Das hätte ein Butterfly-Messerverbot auch nicht verhindert.
    Warum streiten wir überhaupt über ein Messer? Auch Nunchakus sind verboten. Warum, glaubt einer, das sich ein wirklicher Attentäter davon abhalten lässt? Im übrigen ist die Begründung, weil man damit jemanden erdrosseln kann absoluter Schwachsinn. Wenn ich das wollte, geht das auch mit der Ellenbogen-Beuge, und die lässt sich da angewachsen sowieso nicht verbieten. So schränkt man die Verwendung selbst von Soft-Nunchakus in Kampfsportvereinen unnötigerweise ein (bzw. verhindert sie).
    Wer das mal im Film gesehen hat, der weiß dagegen, dass die im Kampf ihre wirkliche Wirkung nicht im Erdrosseln haben, sondern es sind vor allem wirksame Schlagwaffen, mit denen man sich (so man es gelernt hat) etwaige Angreifer sehr wirksam vom Hals halten kann.
    So wird dann eher wieder auf das alte "Hausmittel" einer halb geschlagenen Flasche zurückgegriffen. Von der möchte ich aber auch nicht getroffen werden.
    Solche unsinnigen Verbote in einem Land wo jeder der noch ein zumindest einigermaßen sauberes Fell hat ohne weiteres an eine Waffenbesitzkarte kommt sind einfach nur lächerlich.
    Wäre es nicht besser, anstatt auch noch das letzte Wattebäuschchen, mit dem man schmeißen könnte zu verbieten besser mal dafür zu sorgen, das die Leute gar nicht erst auf solche Ideen kommen?
    Solange es absolut OK und tolerierbar ist, wenn einer mit Molotow-Coctails oder Pflastersteinen auf andere Menschen wirft, wenn er nur die nötige richtige linke Gesinnung hat, ist das alles nur noch doktern am Symptom.
    Genau wie die völlig verstandeswidrige Regelung, das man sich bei einem Unfall, den man nicht mal selber verursacht hat, und der möglicherweise sogar eine Straftat ist nicht mal mit einer Dashcam gegenüber der Polizei rechtfertigen kann, weil ja das Zeigen des Videos gegenüber der Polizei in dem ersichtlich wird, dass man selber unschuldig ist und der andere der Schädiger ist gegen dessen Interessen verstößt. Aber selber für mich selbst kann ich es machen. Mit solchen idiotischen Rechtssprechungen provozieren wir für die Zukunft die nächsten Amokläufe wenn jemand ohne eigene Schuld richtig verknackt wird, und dann wird wieder darüber philosophiert, ob man nciht auch Besenstiele und Handfeger besser verbieten sollte.
    Vielleicht sollten wir von unseren Politikern endlich mal verlangen, dass die das machen, wofür sie gewählt wurden. Dafür haben wir sie nämlich gewählt.

    Gruß Mümmel


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