Langes Studium aufgrund von Depressionen erklaeren?



  • Ich habe mein Bachelorstudium abgeschlossen, allerdings hat das lange gedauert. Meine Noten sind teilweise auch schlecht, der Durchschnitt ist aber trotzdem recht gut. Der wahre Grund dafuer ist, dass ich an Depressionen litt und daher zeitweise sehr unproduktiv war. Ich habe das mittlerweile hinter mir (hoffentlich) und will jetzt arbeiten.

    Von dem was ich so gelesen habe, sollte man in dem Fall bei Bewerbungen nicht die Wahrheit sagen. ūüėē Ich weiss allerdings nicht, wie ich das sonst erklaeren soll.

    Habt ihr irgendwelche Vorschlaege?



  • Wie lange hat es gedauert?



  • Wor schrieb:

    Ich habe mein Bachelorstudium abgeschlossen, allerdings hat das lange gedauert. Meine Noten sind teilweise auch schlecht, der Durchschnitt ist aber trotzdem recht gut. Der wahre Grund dafuer ist, dass ich an Depressionen litt und daher zeitweise sehr unproduktiv war. Ich habe das mittlerweile hinter mir (hoffentlich) und will jetzt arbeiten.

    Dann erstmal meinen Gl√ľckwunsch zu Deiner besiegten Krankheit.

    Wor schrieb:

    Von dem was ich so gelesen habe, sollte man in dem Fall bei Bewerbungen nicht die Wahrheit sagen. ūüėē Ich weiss allerdings nicht, wie ich das sonst erklaeren soll.

    Habt ihr irgendwelche Vorschlaege?

    Grundsätzlich geht niemanden etwas Deine persönliche Krankengeschichte an.

    Da Du Teil Deiner Familie bist w√ľrde ich daraus eine famili√§re Angelegenheit machen. Im Ergebnis kannst Du alles erz√§hlen, wie es war in dem Du das Wort "ich" vermeidest. Wenn ein Familienmitglied Probleme hat und du der Hauptansprechperson bist, ist man mit dem Kopf ja auch nicht richtig beim Studium und es dauert etwas l√§nger.

    Ansonsten w√ľrde ich die n√§chste Zeit nutzen, um Erfahrung zu sammeln, um andere Themen f√ľr ein Bewerbungsgespr√§ch zu finden. Erfahrung ist wichtiger als Studiendauer. Geh ein paar Tutorials durch, um unterschiedliche Themen ansprechen zu k√∂nnen.

    Deiner Familie geht's jetzt wieder gut und Du hast gezeigt, dass Du Dich f√ľr das Thema interessiert und Dich in neue Themen eingearbeitet hast und freust Dich auf neue Aufgaben.



  • Falls jemand fragt, sagst du die Wahrheit: Gesundheitliche Probleme. Genauere Auskunft darf der Arbeitgeber nicht verlangen. Der Abschluss zeigt, dass du etwas leisten kannst. Wer dich trotzdem nur wegen der langen Studienzeit ablehnt, f√ľr den will man nicht arbeiten.



  • TyRoXx schrieb:

    Falls jemand fragt, sagst du die Wahrheit: Gesundheitliche Probleme. Genauere Auskunft darf der Arbeitgeber nicht verlangen. Der Abschluss zeigt, dass du etwas leisten kannst. Wer dich trotzdem nur wegen der langen Studienzeit ablehnt, f√ľr den will man nicht arbeiten.

    Das ist sicherlich die "formal-gewissens-ethisch" korrekte Vorgehensweise, aber manchmal ist es wie in Beziehungen.. man sollte nicht immer 100% ehrlich sein ūüėČ Ich w√ľrde machen, was schon Xin vorgeschlagen hat.. und zwar das ganze hinter einer famili√§ren Angelegenheit verstecken.



  • TyRoXx schrieb:

    Falls jemand fragt, sagst du die Wahrheit: Gesundheitliche Probleme. Genauere Auskunft darf der Arbeitgeber nicht verlangen. Der Abschluss zeigt, dass du etwas leisten kannst. Wer dich trotzdem nur wegen der langen Studienzeit ablehnt, f√ľr den will man nicht arbeiten.

    Das w√ľrde ich dir nicht empfehlen. Dann f√§llst du gleich hinter die anderen Bewerber zur√ľck. Wir hatten hier in der Firma einen Kollegen, der ein Problem hatte mit Burnout und auch im B√ľro umkippte weswegen der Krankenwagen kam. Er bekam vom Gesch√§ftsf√ľhrer daraufhin einen Aufl√∂sungsvertrag. So ist es nicht √ľberall, trotzdem darfst du auf keinen Fall was von gesundheitlichen Problemen erz√§hlen. Echt nicht.

    Was den Zeitverlust angeht, musst du dir ein paar Geschichten ein√ľben. Du w√§rst ein ganz gro√üer Linux-Freak weswegen du manchmal mehr mit Linux rumgeh√§ckt h√§ttest als f√ľr Pr√ľfungen zu lernen und schwuppdiwupp war viel Zeit durch. Statt Linux musst du halt irgendwas nehmen, wo du bei R√ľckfragen auch was erz√§hlen kannst.

    Super dass du aus der Depri raus bist. Sowas kann echt eklig sein.

    Gruß, Saxo



  • Grund : gesundheitliche Problem ==> Krankenhausaufenthalt,
    Gesundung hat ein wenig gedauert, ist aber nun vollständig abgeschlossen!
    (ab dann fragt kein normaler Arbeitgeber noch tiefer nach)

    Ausserdem kannst Du noch anf√ľhren, das Du aufgrund der Krankheit nat√ľrlich auch aus dem Takt beim Studieren gekommen bist, was nochmal ein Semester gekostet hat

    Ich w√ľrde mir keine Geschichte ausdenken... dann beginnt das Arbeitsverh√§ltnis schon ein wenig verdunkelt ...



  • GentleGiant schrieb:

    Grund : gesundheitliche Problem ==> Krankenhausaufenthalt,
    Gesundung hat ein wenig gedauert, ist aber nun vollständig abgeschlossen!
    (ab dann fragt kein normaler Arbeitgeber noch tiefer nach)

    Ausserdem kannst Du noch anf√ľhren, das Du aufgrund der Krankheit nat√ľrlich auch aus dem Takt beim Studieren gekommen bist, was nochmal ein Semester gekostet hat

    Ich w√ľrde mir keine Geschichte ausdenken... dann beginnt das Arbeitsverh√§ltnis schon ein wenig verdunkelt ...

    Hat sich erledigt - er wurde angenommen und ist inzwischen Gesch√§ftsf√ľhrer der Firma



  • GentleGiant schrieb:

    Ich w√ľrde mir keine Geschichte ausdenken... dann beginnt das Arbeitsverh√§ltnis schon ein wenig verdunkelt ...

    Bei einem Bewerbungsgespr√§ch darf man dem Arbeitgeber nie etwas von einer Depression erz√§hlen. Der sieht dann n√§mlich nur eines: Einem Arbeitnehmer, der wieder ausfallen k√∂nnte, in der Ausfallzeit st√§ndig das Gehalt weiterbezahlen zu m√ľssen. Das klingt hart, aber so ist die Welt.

    Man wird nicht darum herumkommen hier eine Geschichte zu erz√§hlen. Im √úbrigen haben die Firmen fr√ľher vor 20 Jahren als ich zu arbeiten Anfang zur H√§lfte gelogen was die Stelle anging. Heute ist es zu 2/3 gelogen. Beide decken ihre Karten nicht ganz auf. Man muss sich hier kein gro√ües Gewissen machen. Die Arbeitsleistung muss am Ende stimmen. Wenn man das von sich sagen kann, ist das Geld wohlverdient und man muss sich keinen Vorwurf machen.

    Gruß, Saxo



  • Ich w√ľrde auch nicht von "gesundheitlichen Problemen mit Krankenhausaufenthalt" sprechen. Da ist die n√§chste Frage doch in jedem normalen Gespr√§ch was man hatte. Ganz nat√ľrlich und ohne Hintergedanken und unabh√§ngig davon, ob eigentlich genauer nachgefragt werden darf oder nicht. Saxo hat sonst schon recht, aber als Begr√ľndung passen "famili√§re Probleme" o√§. sehr gut; das ist unverf√§nglich und pers√∂nlich genug, dass niemand sehr genau nachfragen wird.



  • Und falls man doch die Wahrheit sagt sollte man die erfolgreiche Genesung ("aber jetzt bin ich vollkommen geheilt") nicht mit Kn√∂chelknacken und Z√§hneknirschen untermalen


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