Was wird aus dem Volocopter?



  • Umfrage: Was wird aus dem Volocopter?

    Auswahl Stimmen Prozent
    Der VC *1) wird in < 10 a marktreif, aber nur als hybrid 1 14.3%
    Der VC *1) wird in < 20 a marktreif, aber nur als hybrid 0 0.0%
    Der VC *1) wird in < 10 a marktreif, erst als hybrid dann rein elektrisch 0 0.0%
    Der VC *1) wird in < 20 a marktreif, erst als hybrid dann rein elektrisch 0 0.0%
    Der VC *1) wird marktreif, aber es wird > 20 a dauern 0 0.0%
    Den VC *1) wird es höchstens in Einzelanfertigungen geben 1 14.3%
    Der VC *1) wird nicht weiterentwickelt oder bleibt im Prototypenstatus 5 71.4%
    Der VC *1) wird bedeutungslos, andere Herrsteller werden sich durchsetzen 0 0.0%
    Andere Antwort - beschreibe ich im Text 0 0.0%

    Vor fast 2 Jahren konnte man den ersten unbemannten Flug des VC 200 bestaunen: https://www.youtube.com/watch?t=134&v=tNulEa8LTHI
    Leider gibt es bis jetzt noch keinen bemannten Flug, zumindest findet man auf der HP nichts.

    Es gibt viele Sachen, die mir an dem E-Fluggerät gefallen. Jedoch hat es, wie alle Geräte die auf die Leistungsfähigkeit eines Akkus angewiesen sind, das Problem mit der Energiedichte verfügbarer Akkus.

    http://www.e-volo.com/de/informationen/wie-lange-kann-geflogen-werden
    Hier wird von ca. 20 min Flugzeit gesprochen, laut Video-Untertext anscheinend unbemannt unter Testbedingungen. Real und bemannt wären das wohl eher 10 bis 15 min... 'wenns hoch kommt' 😉

    Man spekuliert einerseits auf die schnelle Entwicklung der Energiedichte von Akkus in naher Zukunft. Dabei sind sie sehr optimistisch. *2)
    Andererseits geht man - als Überbrückung (oder für immer) - den Hybrid-Weg. Hier wird der Akku quasi zum Zwischenspeicher degradiert und von einem Verbrennermotor+Generator versorgt. Hier erkennt dann jeder auf Anhieb, dass es sich um kein reines Elektro-Fluggerät handelt, das keine Abgase/CO² produziert.

    Was haltet Ihr vom Volocopter und wie schätzt Ihr dessen Entwichlung/Chancen ein?

    *1) Gemeint ist der Volocopter VC 200, ein Nachfolgemodell oder ein direkt abgeleitetes Modell mglw. mit anderen Namen oder unter anderem (verbündeten) Herrsteller
    *2) Einen Faktor 5x - 10x, den man hierfür mind. bräuchte wird wahrscheinlich in den nächsten 5 Jahren nicht kommen. Es wird zwar häufig von Durchbrüchen in der Akku-Technologie berichtet, aber von den meisten Sachen hört man dann nie wieder oder dauert es sehr lange bis zur Marktreife.



  • Hi Robot,

    der e-Volo ist leider eine vollkommene Luftnummer. Es gibt keine Grundlage, nach der er im europäischen Masstab irgendwann zugelassen werden könnte.
    Da ich selber ein bisschen mit Modellhelis rumfliege, kenn ich mich auch ausreichend mit den entsprechenden Grundlagen aus, um dieses Urteil fällen zu können.

    Grundlage für alle Flugkörper ist, dass sie auch bei völligem Antriebsausfall nur mit rein mechanischer Steuerung durch den Piloten im Gleitflug zurück zur Erde geflogen und sicher ohne Crash gelandet werden können.
    Für Flugzeuge ist das keine Problem, die können prinzipbedingt alle segeln, wie ja am besten die Notlandung von Kapitän Sullenberger auf dem Hudson bewiesen hat.

    Weniger bekannt ist, dass auch Helis segeln können, bei denen als Autorotation bezeichnet. Voraussetzung ist, dass der Rotor über einen Freilauf angetrieben wird und bei Motorausfall im Fahrtwind frei weiterdrehen kann. Dabei werden die Rotorblätter so eingestellt, das durch minimal negative Einstellung neben dem immer noch vorhandenen Auftrieb am Rotorblatt durch die von unten durch den Rotor strömende Luft der Rotor ausreichend in Drehung gehalten wird. Dabei werden mit einem Höhenverlust von einem Meter 4-6 Meter Vorwärtsbewegung erreicht, was zwischen Kampfflugzeugen und Sportflugzeugen liegen dürfte. Der Heli bleibt dabei voll steuerbar und kann gezielt ein ausgesuchtes Landegebiet anfliegen.
    Kurz vor dem Aufsetzen wird die Vorwärtsfahrt durch kräftiges hochnehmen der Nase aus dem Heli rausgenommen und die dabei freiwerdende Energie in eine letztmalige Erhöhung der Rotordrehzahl umgesetzt (Flare). Mit dieser Energiereserve kann der Heli dann im Idealfall völlig weich und kontrolliert aufgesetzt werden. Da dieses Manöver nicht ganz einfach ist, und bei Antriebsausfall nicht einfach abgebrochen und noch mal neu angesetzt werden kann, müssen angehende Helipiloten dies für die Zulassungsprüfung so lange üben, bis sie es perfekt beherrschen. Auch im weiteren Pilotenleben müssen sie zur Aufrechterhaltung der Gültigkeit ihres Pilotenscheins mindestens jährlich eine Autorotationslandung vorweisen.

    Dieses alles ist jedoch mit dem e-Volo nicht möglich. Die Motoren arbeiten auf Festpropeller, die in ihrem Anstellwinkel nicht veränderbar sind und in keiner Weise mechanisch gesteuert werden können. Die gesamte Lage- und Antriebsregelung des Volo erfolgt über eine entsprechende elektronische Ansteuerung der Motoren. Das beinhaltet neben des Risikos eines leergeflogenen Flugakkus, welcher nicht nur fehlenden Auftrieb, sondern auch fehlende Steuerbarkeit bedeutet, auch das Risiko einer Fehlfunktion der elektronischen Motoransteuerung. Jeder Microcontroller kann sich aufhängen oder abstürzen, und jeder Leistungstransistor kann durchbrennen. Bei Versagen nur eines Teils der Antriebe würde der Volo eine steil nach unten gehende Salto-Bewegung machen. Bei komplett versagender Steuerung oder leerem Akku würde er entweder durchsacken und abstürzen oder bei Fehlfunktion der Steuerung im ungünstigsten Fall mit maximaler Leistung nach oben ziehen und beim Erreichen der Leistungsgrenze der Akkus dann aus goßer Höhe abstürzen.

    Die Akkus sind dagegen nicht sooo sehr das Problem. Als Vergleich kann man hier Modellhelis heranziehen, die auch elektrisch fliegen. Da liegt der Dauerflugweltrekord bei über 2,5 Stunden (mit einer Akkulandung)
    https://speedcup.wordpress.com/2013/09/18/weltrekord-versuche-2013-in-ballenstedt/
    Auch kann man sich einen Versuch angucken, wie zwei normale Modellhelis, natürlich die größeren unter denen, eine ca 60 kg schwere junge Frau mehrere Meter durch die Luft getragen haben (Heligraphics HULC)
    https://www.youtube.com/watch?v=77uK19KxMuI
    Technische Einzelheiten hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=7uxuf5JhKLE
    Auch die immer beliebter werdenden Multirotorhelis (fälschlich als Drohnen bezeichnet) schaffen im Falle des Phantom Vision 2 von DJI Flugzeiten von ca 25 Minuten. Auf der Seite ist also entwicklungsfähigkeit zu erwarten.
    Im Falle des Helis für den Dauerflugrekord betrug die Ladezeit trotz 2,5 Stunden Flugzeit vermutlich unter einer Stunde. Mit entsprechenden Schnelladegeräten sogar nur bei ca 20 Minuten. Mit 2 Akkusätzen ist also ununterbrochener Flug möglich. Selbst wenn im Falle von manntragenden Helis nur einen Teil der Ladekapazität für Akkus verwendet.
    Aber wo soll der Sinn darin liegen? Im Falle von dem Heligraphics Video ist ganz eindeutig zu hören, dass auch die Elektrohelis einen Höllenlärm machen, der z.B. eine Verständigung der beiden Piloten fast unmöglich gemacht hat.
    Außerdem muss man für das Laden neben einer leistungsfähigen Ladeelektronik auch die entsprechenden Energiequellen dafür zur Verfügung haben, die ein mehrfaches der im Flug benötigten Leistung aufbringen können müssen. Und duerch unweigerliche Wirkungsgradverluste hat man dann sogar einen noch höheren Treibstoffverbrauch wie beim direkten Heliantrieb mit Verbrennungsmaschinen.

    Das ganze ist also aus meiner Sicht zum einen ein Hinter die Fichte führen an den über Crowdfunding besorgten Geldgebern als auch Steuergeldverschwendung zu sehen. Da wollen nur ein paar Profs ihren Traum ausleben und in die Medien kommen und dafür werden dann der Enthusiasmus der Studenten und die Mittel der Geldgeber verschleudert.

    Gruß Mümmel



  • Hallo muemmel,

    danke für Deinen Beitrag und die Videos.

    Laut Homepage soll das Gerät viel einfacher zu steuern sein als ein Heli und mit Sportpilotenlizenz geflogen werden können.
    Sicherheit: Einzelne Rotoren können ausfallen, da redundant ausgelegt. Für den Notfall wird es wohl einen Fallschirm geben: https://www.youtube.com/watch?v=lffpmcuuOPE

    Das Experiment mit dem zwei Modelhelis und Human-Body-Lift ist interessant (und gefährlich?!), aber die werden unter dieser Last kaum 5 min durchhalten.
    Die 2,5 h Rekord wurde ohne entspr. Nutzlast ausgeführt und ist daher absolut kein Vergleich mit einem Fluggerät, dass 1 bis 2 Menschen aus Fleisch und Blut sicher transportieren soll.

    Ich denke schon, dass die Energiedichte der Akkus eines ihrer größten Probleme ist. Deswegen ist ja auch die erste Umsetzung als Hybrid angedacht. Allerdings passt dann der Slogan: 'Volocopter - der erste "grüne" Hubschrauber der Welt' nicht mehr! Obwohl...das "grüne" haben sie ehrlicherweise schon selber in Anführungszeichen gesetzt. 🤡

    Ja, ich fürchte, dass Du mit der Gesamteinschätzung des Projekts Recht hast. Hoffe aber, dass doch ein paar Dinge/Erkenntnisse bei rum kommen, die in der Luftfahrt weiter verwendet werden.


  • Mod

    Ich möchte mal ganz ketzerisch fragen: Wozu ist das Ding gut?

    Es sieht mir aus wie ein Gerät, dass dem herkömmlichen Helikopter mit 1-2 Rotoren und Verbrennungsmotor in jedweder Hinsicht unterlegen ist. Wieso sollte man da Zeit und Entwicklungsenergie rein stecken? Weil man es kann?

    Ganz besonders die Energiequelle kommt mir komisch vor. Gerade beim Helikopter ist eine hohe Energiedichte vorteilhaft, wieso sollte man sich hier derart selber benachteiligen, wenn der Elektromotor keine erkennbaren Vorteile hat?



  • muemmel schrieb:

    Grundlage für alle Flugkörper ist, dass sie auch bei völligem Antriebsausfall nur mit rein mechanischer Steuerung durch den Piloten im Gleitflug zurück zur Erde geflogen und sicher ohne Crash gelandet werden können.

    Quelle?



  • Hi,

    volkard schrieb:

    Quelle?

    wenn ich das noch wüsste... Mal bei irgend so einem Flugplatztag mit den entsprechenden Leuten gequasselt, die da Fluglehrer machen...

    @Robot,
    ich glaube schon, dass das Teil kinderleicht zu fliegen ist. Moderne Multikopter wie z.B. der Phantom von DJI (nur zu dem kann ich was konkretes sagen, weil ich den selber habe) fliegen auch fast von alleine, man sagt wos lang gehen soll, und den Rest macht die Elektronik. Aber bei manchen spinnt die Elektronik eben mal, und dann gibts das berüchtigte fly away, also das unkontrollierte Wegfliegen des Modells.
    Was nützt die Sicherheit, gegen den Ausfall einzelner Rotoren, wenn die zentrale Steuerung ausfällt. Die Gefahr, dass einer von den Motoren versagt ist bei den heutigen Elektromotoren doch eher gering. Nun ja, die Hochstrom-Mosfets die den Motorstrom der Kommutatorlosen Motoren schalten können durchbrennen, wenn das mehrere auf einmal machen, z.B. durch falsche Ansteuerung von der Zentraleinheit, dann sieht's auch düster aus.
    Ebenso die Möglichkeit des unkontrollierten Wegsteigens. Wenn das in Flugplatznähe stattfindet, dann kann man da schnell mal einen anderen durch rammen mit runterholen.
    Das mit dem Fallschirm ist zwar gut und schön, aber ein Fallschirm benötigt zum sicheren Abfangen doch eine gewisse Strecke bis er greift. In 5-10 Meter Höhe ausgelöst ist der mit Sicherheit nicht mehr in der Lage einen Absturz aufzuhalten. Im Sitzen aus 10 Metern Höhe landen dürfte für eine gebrochene Wirbelsäule allemal reichen.
    Auch kann man bei der Version nicht steuern, wohin die Fuhre geht.
    Mag sein, dass sich die Behörden noch irgendwie rumkriegen lassen, aber jedes Flugzeug braucht wie ein Auto eine Versicherung. Wer soll das Risiko tragen, eine solche Gurke zu versichern?

    Das die 2,5 Stunden Dauerflugrecord ohne Nutzlast waren, das ist mir auch klar. War ja auch nur ein Modell. Bei einem großen liegen die Aerodynamischen Verhältnisse noch etwas anders. Da gäbe es sicher Reserven. Auch muss so ein Teil ja nicht unbedingt 150 Minuten fliegen, 60 Minuten werden sicher für den angestrebten Zweck auch reichen.
    Das HULC-Projekt hatte nicht vor, Personenbeförderungsmöglichkeiten aufzuzeigen, sondern es ging lediglich darum, mal zu versuchen, ob man mit ganz normalen Modellhubschraubern auch eine erwachsene Person anheben könnte.
    Um mit einem Heli Menschen zu transportieren, wird man nicht umhin kommen, die Zulademöglichkeit je zur Hälfte für Akkus und Passagiere zu verwenden.
    Soweit ich mich erinnern kann, beträgt die erforderliche Motorleistung für Hubschrauber 0,2 PS also knapp 150 Watt pro Kg Startmasse. Kann man sich ausrechnen, was da möglich ist. Wenn man dann noch einen Hybrid einbauen will, wie soll das gehen? Da braucht man ja noch mal Motor, Generator und Benzintank...

    @SeppJ
    Wozu das Ding gut ist. Ich antworte mal mit einer Gegenfrage:
    Warum lecken sich Hunde ihre Geschlechtsteile? Richtig, weil sie es können.
    Was anderes soll das Teil wahrscheinlich auch nicht demonstrieren.
    Und es ist von der öffentlichen Hand finanzierte Hobbyauslebung.

    Gruß Mümmel



  • SeppJ schrieb:

    Ich möchte mal ganz ketzerisch fragen: Wozu ist das Ding gut?

    Zum Fliegen. Fliegen ist cool. 🙂
    Es gibt sowas Ähnliches, komme aber nicht auf den Namen, bei dem der Fahrtwind für Rotation und Auftrieb sorgt. Der Nachteil liegt im fehlenden Senkrechtstart, man braucht Anlauf.
    Tja, die Antriebstechnik mit Energiespeicherung, daran liegt's.
    Klar, mein C64 hat mit der 1541 zusammen im Standby so um ein Ampère gesoffen, nicht denkbar, daß mein nunmehr grottig veraltetes Smartphone die Kombi in der Rechenleistung x-tausendfach abledert und doch drei Tage mit einer Akkuladung auskommt.
    Aber gewisse physikalische Grenzen gibt's dann doch, deswegen sehe ich das Ding eher nicht abheben.



  • Hi Pointercrash(),

    pointercrash() schrieb:

    Es gibt sowas Ähnliches, komme aber nicht auf den Namen, bei dem der Fahrtwind für Rotation und Auftrieb sorgt. Der Nachteil liegt im fehlenden Senkrechtstart, man braucht Anlauf.

    Nennt sich Autogyro oder auf Deutsch Tragschrauber. Gibts mit Rotorblättern mit festem gemeinsamen Anstellwinkel (Pitch) und mit veränderbarem Pitch.
    Die mit variablen Pitch bekommen sogar einen Sprungstart hin, in dem der Hauptrotor vor dem Start über eine Verbindung zum Vortriebsmotor auf ausreichend hohe Drehzahl gebracht wird, dass die gespeicherte Energie für einen Sprungstart zum Abheben reicht. Danach muss aber ordentlich Gas gegeben werden, damit die Fuhre oben bleibt.
    Vorteil der Autogyros, vor allem der mit festem Pitch ist, dass sie sich praktisch immer im Autrorotationsmodus befinden und somit nicht durch Abwürgen mit zu großem Pitch durchsacken können. Wenn man mit dem Steuerknüppel die Nase zu hoch nimmt, das die Geschwindigkeit gegen null geht kommen sie aber auch runter. Insgesamt sind sie viel einfacher zu fliegen als echte Hubschrauber und die Mechanik ist wesentlich simpler, was die Kosten senkt. Die wären vermutlich eher zu elektrifizieren, aber das ist nicht so Show-wirksam.

    Gruß Mümmel



  • robot schrieb:

    Laut Homepage soll das Gerät viel einfacher zu steuern sein als ein Heli

    Aber auch nur, wenn der Copter von elektronischen Helfern geflogen wird. Wenn ein Mensch den steuern soll, indem er die Drehzahl aller Motoren einzeln regelt, wird das Ding keiner fliegen können. Man kann aber auch einen normalen Heli mit Elektronik voll packen, damit er selber fliegen kann.



  • Hi,

    erste sinnvolle Schritte für einen einsatztauglichen Autogyro gibt es schon.
    Mittlerweile beträgt die Flugzeit wie in der aktuellen Rotor angegeben 45 Minuten und nicht mehr nur 30 Minuten wie in den beiden Veröffentlichungen die ich im Netz gefunden habe.
    Näheres hier:
    http://www.auto-gyro.com/chameleon/public/53e47fef-40b0-87c8-a075-85953f98748b/24-06-2015_Pressemitteilung_AutoGyro-fliegt-elektrisch.pdf
    und hier:
    http://www.auto-gyro.com/chameleon/public/df1ed043-e508-cd6d-d468-b9846b5f1793/27-06-2015-HAZ-eGyro.pdf
    Leider hat das aber noch einen kleinen Hasenfuß: Ein Flugakku kostet derzeit 110.000 Euro. Ich denke aber, spätestens wenn die derzeit in der Entwicklung befindlichen aluminiumbasierten Akkus auf dem Markt erscheinen werden die Preise gewaltig sinken.
    Gerade für wissenschaftliche Arbeiten und Naturschutz hat so eni leiser e-Autogyro echte Verwendungsmöglichkeiten.
    Für ununterbrochenes Fliegen mit zwischenzeitlichem Laden des Ersatzakkus reicht aber eine normale Steckdose nicht aus. Um an 230 Volt die bei einer Durchschnittsleistung von 70 KW verbrauchte Energiemenge in den 45 Minuten nachzuladen ist ein Stromergiebigkeit der Steckdose von über 400 A bei 230 Volt erforderlich. Dazu dann noch der Mehrverbrauch durch Wirkungsgradverluste...
    Aber ein erster wirklich sinnvoller Anfang ist erst mal gemacht, auch wenn es noch kein Spielzeug für jedermann ist.

    Gruß Mümmel



  • Die 45 min Flugzeit des E-Gyrocopter klingt gut - momentan.

    Da der Volocopter derzeit nur 20 min (unbemannt) schafft, wäre das ein weiterer Grund weshalb sich eher andere E-Flugkonstruktionen ggü. dem VC durchsetzen werden. (Falls sich reine E-Fluggeräte überhaupt in naher Zukunft durchsetzen.)

    So ein Gyrocopter soll ja auch deutlich leichter zu fliegen sein, als ein Hubschrauber.
    Welche Alleinstellungsmerkmale bleiben dann noch für den VC?

    [Edit: OK, vielleicht der Senkrechtstart, ein Gyrocopter braucht eine sehr kurze Startrollstrecke.]


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