Eigenarbeit an Firma verkaufen?



  • Folgende Situation, auf C++ bezogen:

    Angenommen ihr habt früher einmal für ein privates Projekt einen Algorithmus gemäß einem Paper implementiert und getestet. Das ganze war nicht einfach, die Mathematik kompliziert, viel Optimierungs- und Testarbeit. Aber nach 4 Wochen hattet ihr einen Algorithmus, der wunderschön, getestet und absolut STL-kompatibel genutzt werden kann.

    Jetzt habt ihr eine Stelle bei einer Firma angetreten und in einem Projekt stellt sich heraus: Es wird haargenau dieser Algorithmus benötigt. Ihr werdet mit der Entwicklung betraut. Was macht ihr jetzt?

    • Einfach eure Sourcen nehmen und den Chef begeistern, wie schnell ihr das lösen konntet
    • Eure Sourcen nehmen, ein bisschen überarbeiten (man wird schließlich besser) und euren Chef begeistern, weil ihr immer noch super schnell wart
    • Euren Chef sagen, dass ihr sowas schonmal entwickelt habt, dass der Firma aber nicht einfach "schenken" wollt, sondern die Stunden dafür vergütet (natürlich diplomatischer formuliert)

    Ich hadere da halt. Irgendwo fühlt es sich nicht richtig an der Firma einen Wert zu schenken, wo ich 1 Monat Vollzeit investiert habe?



  • Fragesteller3456 schrieb:

    • Euren Chef sagen, dass ihr sowas schonmal entwickelt habt, dass der Firma aber nicht einfach "schenken" wollt, sondern die Stunden dafür vergütet (natürlich diplomatischer formuliert)

    Versuchen kannst du es ja mal. Denn durch die Integration deines Codes in das Projekt kann es auch ganz schnell passieren (je nachdem wie dein Arbeitsvertrag aussieht) dass der Algorithmus aus Sicht deines Chefs geistiges Eigentum der Firma ist.

    Große Aussichten darauf, dass dein Chef dir Code abkauft sehe ich aber nicht. Mag sein, dass es da in der weiten Welt Leute gibt, die das machen, aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass deiner drunter fällt?



  • Alternativvorschlag: 1 Monat mehr oder minder die Füße hochlegen und dann die Lösung präsentieren.



  • Mr X schrieb:

    Alternativvorschlag: 1 Monat mehr oder minder die Füße hochlegen und dann die Lösung präsentieren.

    😃 👍 Und während dieser Zeit die Kollegen damit nerven das man total übertrieben relaxed durchs Büro stolziert.



  • Fragesteller3456 schrieb:

    [*] Euren Chef sagen, dass ihr sowas schonmal entwickelt habt, dass der Firma aber nicht einfach "schenken" wollt, sondern die Stunden dafür vergütet (natürlich diplomatischer formuliert)
    [/list]

    Wird nicht funktionieren. Ich mein du hast den Arbeitsauftrag und du bekommst dein Gehalt dafür. Als Arbeitgeber würde ich mich auf so einen Kauf nur einlassen, wenn ich das wirklich extrem dringend sofort brauche.



  • Arbeitgeber sind doch Kaufleute, es geht nur ums Geld: Wenn der Arbeitsauftrag sagen wir mal mit 2 Monaten kalkuliert war, warum soll man sich da nicht auf 1 Gehalt Prämie und der Firma den Code überlassen einigen können?

    Noch besser ist es wenn es ein direkter Kundenauftrag ist: 2 vereinbarte Monate ganz normal fakturieren während der Arbeitnehmer was anderes machen kann. Ich denke je höher der veranschlagte Aufwand ist desto größer die Chancen dass man eine Einigung findet, win-win. Daran ist auch nichts Verwerfliches, das wird ein rational handelnder Chef einem auch nie negativ auslegen.



  • kenne jemanden der hat sowas ähnliches schon mal gemacht. Chef hat eingewilligt und gezahlt.
    Die Summe war in meinen Augen aber deutlich zu gering (war wohl eher ein Geschenk aus Unternehmersicht), um den Aufwand zu rechtfertigen.

    Alternative: mach das Ding Open Source und verbessere/erweitere es während deiner Arbeitszeit.



  • Am besten gleich ne Bibliothek, die du patentierst und dein Chef dann lizensieren muss. 😉



  • TGGC schrieb:

    Am besten gleich ne Bibliothek, die du patentierst und dein Chef dann lizensieren muss. 😉

    Unfug.



  • volkard schrieb:

    TGGC schrieb:

    Am besten gleich ne Bibliothek, die du patentierst und dein Chef dann lizensieren muss. 😉

    Unfug.

    Unfug.


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