Externe Soundkarte für einmaligen DJ Gig



  • Hallo erstmal!

    Bin gebeten worden für eine private Tanzparty einen Teil des Abends aufzulegen. Da dies vorerst der einzige Gig ist und in Zukunft auch nichts näheres geplant ist, möchte ich, so günstig wie möglich davonkommen.
    Meine Überlegung war nur mit Notebook ohne DJ-Controller aufzulegen. Da ich jedoch die interne Soundkarte zum Vorhören brauche und ich den Gästen kein Mono-Signal/schlechte Soundqualität bieten möchte, bin ich auf der Such nach einer "ordentlichen" USB-Soundkarte für <100€ (je günstiger, desto besser).

    Ich bin mir dessen bewußt, daß ich für den Preis nicht viel erwarten kann und habe daher versucht, meine Kriterien soweit wie möglich runterzuschrauben.

    ASIO-fähig (Latenzen)
    1x Soundausgang ausreichend
    Soundqualität ausreichend für Tanzabend (ca 50 Personen)

    Bei Thomann gab's folgende Artikel:
    Miditech Audiolink III
    ESI Maya 22
    Reloop Play

    Sind diese für o.g. Szenario zu gebrauchen?
    Komme ich evtl. mit was anderem günstiger weg?
    Oder muss ich doch meine Preisvorstellung hochschrauben?
    Wenn ja, wie hoch?

    Danke im voraus!



  • c++==d schrieb:

    Sind diese für o.g. Szenario zu gebrauchen?

    Ja. Es ginge auch noch z.B. http://www.thomann.de/de/behringer_xenyx_q802_usb.htm
    es gibt aber auch spezielle (sogar freie) (Dj-)Software wie auf der Seite http://www.computerbild.de/downloads/mp3-audio/dj-programm-378 , mit denen du mischen kannst.



  • Wenn du kein symmetrisches Signal brauchst, dann sollte die
    http://www.thomann.de/gb/behringer_ucontrol_uca_202.htm
    bzw. die
    http://www.thomann.de/gb/behringer_ucontrol_uca_222.htm
    reichen.
    Für das was es kostet ist das Ding top.



  • Danke erstmals für die Posts!

    dOw schrieb:

    Ja. Es ginge auch noch z.B. http://www.thomann.de/de/behringer_xenyx_q802_usb.htm
    es gibt aber auch spezielle (sogar freie) (Dj-)Software wie auf der Seite http://www.computerbild.de/downloads/mp3-audio/dj-programm-378 , mit denen du mischen kannst.

    Als DJ-Software soll VirtualDJ in der freien Version dienen.
    Ich brauche nur ein ordentliches Audiointerface, welches das fertig gemischte Signal zur Haus-PA rüberschaufelt.

    hustbaer schrieb:

    Wenn du kein symmetrisches Signal brauchst, dann sollte die
    http://www.thomann.de/gb/behringer_ucontrol_uca_202.htm
    bzw. die
    http://www.thomann.de/gb/behringer_ucontrol_uca_222.htm
    reichen.

    Asymmetrisch sollte ausreichend für mein Szenario sein.

    [edit]
    Beide Modelle scheinen nicht ASIO-fähig zu sein. Wie sieht's da mit den Latenzen aus? (evtl. ASIO4ALL?)
    Oder brauche ich mir bei meinem Szenario keine Gedanken drum machen?
    [/edit]

    Für das was es kostet ist das Ding top.

    Laut dieser Review scheint Behringer doch besser als ihr Ruf zu sein.

    Gibt's eigentlich empfehlenswerte und günstige Vorgängermodelle, nach denen ich mich in der eBucht umschauen könnte?



  • Wenn du nur den Ausgang verwenden willst dann ist Latenz mMn. kein Thema. Also zum Auflegen. Wüsste zumindest nicht wieso/wobei.

    Wenn du allerdings Line-In -> Verarbeitung -> Line-Out brauchst, dann ist geringe Latenz u.U. sehr wichtig. Wie es da mit den von mir empfohlenen Interfaces aussieht weiss ich leider nicht, kein Plan, jegliche Vermutung wäre schon gelogen.

    Auch sind die Dinger nur 16 Bit, was für bestimmte Anwendungen vielleicht ein wenig wenig ist. Zum Ausgeben eines fertigen Mix' auf ner Party reicht es aber sicher.
    (Wir verbauen die Dinger auch in Jukeboxen, bisher hatten wir noch keine Beschwerden wegen der Soundqualität.)

    Vorgängermodell kenne ich auch keines, aber die Teile sind schon recht lange am Markt. Bei geizhals.at geht die History (Preisentwicklung) beim 222er bis 2010 zurück, beim 202er bis 2008.



  • hustbaer schrieb:

    Wenn du nur den Ausgang verwenden willst dann ist Latenz mMn. kein Thema. Also zum Auflegen. Wüsste zumindest nicht wieso/wobei.

    👍
    Könnte sein, dass er einen Controller benutzt oder benutzen möchte. Aber seit Directx 8 ist Latenz nicht mehr das große Problem, eher Rechenpower (viele Plugins).
    Für AD-Hardware sollte i.d.R der Treiber der Hardware ausreichend sein.

    Könnte auch sein, dass ein Mixer/Kopfhöreranschluss an der Haus-PA vorhanden ist 😉

    (16-Bit Quali eher Aufnahmefrage, u.a. bessere Dynamik/weniger Quantisierungsrauschen. Als Ausgang CD-Standard - Für Partymucke 12 Bit und weniger vertretbar, oder Handy als Soundsource.)



  • dOw schrieb:

    (16-Bit Quali eher Aufnahmefrage, u.a. bessere Dynamik/weniger Quantisierungsrauschen. Als Ausgang CD-Standard - Für Partymucke 12 Bit und weniger vertretbar, oder Handy als Soundsource.)

    Ach was, seit dem Loudnesswar und der daraus resultierenden Dynamic Range im unteren einstelligen Bereich sind 12 Bit wohl noch völlig überdimensioniert. 😉



  • hustbaer schrieb:

    Wenn du nur den Ausgang verwenden willst dann ist Latenz mMn. kein Thema. Also zum Auflegen. Wüsste zumindest nicht wieso/wobei.

    Ich frage deshalb, da ich ja beim Auflegen im Takt bleiben muss. Wenn die Soundausgabe nicht millisekundengenau dem entspricht, was auf dem Bildschirm angezeigt wird oder meine Tastatureingaben sich nur verzögert im Klangbild wiedergeben, habe ich ein Problem.
    Ist davon auszugehen, dass bei halbwegs aktueller Hardware, die Rechenleistung ausreicht um Quasi-Echtzeit zu gewährleisten?

    16 Bit ... Zum Ausgeben eines fertigen Mix' auf ner Party reicht es aber sicher. (Wir verbauen die Dinger auch in Jukeboxen, bisher hatten wir noch keine Beschwerden wegen der Soundqualität.)

    (16-Bit Quali eher Aufnahmefrage, u.a. bessere Dynamik/weniger Quantisierungsrauschen. Als Ausgang CD-Standard - Für Partymucke 12 Bit und weniger vertretbar, oder Handy als Soundsource.)

    Danke, mit den Aussagen läßt sich weiterarbeiten. 👍

    Vorgängermodell kenne ich auch keines, aber die Teile sind schon recht lange am Markt.

    Meinte nicht konkret von den UCA202/222, sondern von aktuellen Modellen (jenseits meines Budget).

    dOw schrieb:

    Könnte sein, dass er einen Controller benutzt oder benutzen möchte. Aber seit Directx 8 ist Latenz nicht mehr das große Problem, eher Rechenpower (viele Plugins).

    Da es ein einmaliger Gig ist, wollte ich mir nicht extra einen Controller zulegen (Wobei der Gedanke schon verführerisch wäre 🙄) und als blutiger Anfänger mache ich erstmal einen Bogen um Plugins (muss mich erstmal mit den Bordmitteln vertraut machen).

    Für AD-Hardware sollte i.d.R der Treiber der Hardware ausreichend sein.

    😕 Meinst Du Analog/Digital-Wandler? Wenn ja, bin ich auf der Suche nach Digital(PC)->Analog(PA).

    Könnte auch sein, dass ein Mixer/Kopfhöreranschluss an der Haus-PA vorhanden ist

    Wäre schön, möchte ich mich aber nicht drauf verlassen (müssen).

    Killer-Kobold schrieb:

    Ach was, seit dem Loudnesswar und der daraus resultierenden Dynamic Range im unteren einstelligen Bereich sind 12 Bit wohl noch völlig überdimensioniert. 😉

    Seit dem ich regelmäßig die Pegelanzeige im Display habe, hat mich das auch ein wenig fürs Thema sensibilisiert.
    Übrigens wollte ich paar Jazz-Tracks einstreuen, welche i.d.R. einen etwas größeren Dynamikumfang haben als aktuelle Popmusik.



  • c++==d schrieb:

    hustbaer schrieb:

    Wenn du nur den Ausgang verwenden willst dann ist Latenz mMn. kein Thema. Also zum Auflegen. Wüsste zumindest nicht wieso/wobei.

    Ich frage deshalb, da ich ja beim Auflegen im Takt bleiben muss. Wenn die Soundausgabe nicht millisekundengenau dem entspricht, was auf dem Bildschirm angezeigt wird oder meine Tastatureingaben sich nur verzögert im Klangbild wiedergeben, habe ich ein Problem.
    Ist davon auszugehen, dass bei halbwegs aktueller Hardware, die Rechenleistung ausreicht um Quasi-Echtzeit zu gewährleisten?

    Ich glaube dass du gut hinkommen wirst mit dem was mit quasi jeder USB Soundlösung geht. Versprechen kann ichs dir aber auch nicht, ich hab die Latenz nicht gemessen, und da ich keine niedrige Latenz brauche, kann ichs auch aus Erfahrung nicht sagen. (EDIT: Ich hätte angenommen dass beim Auflegen so 50~100ms egal sind. Und das ist ein Wert wo ich mir, auch ohne es versucht zu haben, so-gut-wie sicher bin dass man den hinbekommen kann. /EDIT)

    Probier das Ding einfach mal - kostet ja nicht die Welt 😉 Wenn du online bestellst hast du auch kein echtes Risiko.



  • Also... nachdem ich das UAC222 hier rumliegen habe...
    Ich hab' mal mit Audacity nen Latency Test gemacht. Ist zwar ein "Abspielen und wieder aufnehmen" Test, und damit nicht ganz das was für dich wichtig ist, aber mehr kann ich nicht anbieten.

    Mit dem Windows Treiber:
    Über WASAPI ca. 40ms
    Über MME ca. 150ms
    Über DirectSound ca. 230ms

    Mit dem Behringer Treiber:
    http://musiktech.blogspot.co.at/2012/02/u-control-uca222-usbdriver.html
    Über WASAPI ca. 32ms
    Über MME ca. 200ms
    Über DirectSound ca. 241ms

    Also alles ausser WASAPI eher unbrauchbar. ASIO4ALL sollte aber auch gut gehen, das greift ja auch direkt auf das WDM Interface zu, ohne Umwege über DirectSound o.Ä.
    Und wie man sieht bringt der Behringer Treiber wirklich geringere Latenz.



  • hustbaer schrieb:

    Also... nachdem ich das UAC222 hier rumliegen habe...
    Ich hab' mal mit Audacity nen Latency Test gemacht.

    Wow, hätte nicht erwartet, dass Du Dir so viel Mühe machst. Danke! 👍
    Dann werde ich mich mal mit dem Teil auseinandersetzen.



  • Bitte 🙂

    Aber wie gesagt: der Test ist leider nicht wirklich representativ für das was du vor hast.

    Für das was du vor hast müsste man den Delay zwischen dem Input-Event (Button-Klick, Tastendruck - was auch immer) und der darauffolgenden Änderung im Output messen. Und das hängt von anderen Faktoren ab als die Latency die ich mit Audacity messen kann.

    Und ich will dir das Teil auch nicht unbedingt einreden - also fühl dich bloss nicht verpflichtet es dir anzugucken 😃
    WENN du wirklich so wenig Geld wie sinnvoll möglich ausgeben willst, dann ist das Ding vermutlich sehr interessant. Ansonsten guck dich ruhig nach besseren Alternativen um. Gibt ja z.B. etliche Studio-Interfaces die auch nicht die Welt kosten - so um €150 +/- bekommt man schon ziemlich gute Teile - auch von namhaften Herstellern. So mit symmetrischen Ein- und Ausgängen, Mic-Preamp, Phantomspeisung, High-Z fähige Eingänge, Kopfhörerausgang mit Monitoring-Funktion, 24/96 oder gar 24/192 etc.



  • Ich verwende zu Hause zum Musizieren ebenfalls den Behringe uac222. Am Eingang hängt das Keyboard - geht über Jack-Soundserver umd JackEQ Equalizer zum Headphone-Ausgang und dann an Aktivboxen. Beim Live-spielen keine Latenzen spürbar und Qjackctl zeigt 5ms Latenz an. Rechner ist ein uralter IBM R52 Thinkpad mit 1.8 Ghz. Mit dem Behringer kann man aus meiner Sicht nix falsch machen. Ach ja - das ganze läuft unter Debian Jessie. Soundqualität ist einfach nur top. Mit dem Onboard war es nix - zwar keine Latenzprobleme aber der Sound war halt - na ja - Laptop-Onboard eben.


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