Berufseinstieg als Software-Entwickler (Chriiz)



  • Hey Leute,

    Ich wollte keinen neuen Beitrag erstellen, da es bei mir um ein ähnliches Thema geht.
    Auch ich möchte Softwareentwickler werden, bin 22 Jahre und studiere gerade Geographie in Graz. Dabei werde ich wohl erst nach 8 Semestern fertig. Vorher ging ich eine Hak(Handelsakademie) mit IT-Schwerpunkt, wobei dieser Schwerpunkt etwa 1/3 des Unterrichts ausmachte.
    Warum ich Geographie gewählt habe? Ich hatte Angst vor der Arbeitswelt und wusste nicht, was ich nach der Schule machen wollte. Deshalb waren auch meine Noten in der Schule nicht besonders gut.
    Im Fach Softwareentwicklung dabei eine 4 im Abschlusszeugnis.

    Was meint ihr, wie schlecht sich die Noten und das dann 4 Jährige Studium in eine völlig andere Richtung für mich bei der Arbeitssuche dann auswirken?
    Ich habe letzten Herbst fast bei Null mit dem Programmieren angefange und seitdem zwei Lehrveranstaltungen von einem Informatikstudium als freie Wahlfächer absolviert. Insgesamt habe ich mich dabei
    ca 1,5 Monate mit "C" und 1 Monat mit "C++" beschäftigt und kann damit jetzt einfache Programme schreiben.
    Ich habe jetzt noch ein gutes Jahr vor mir in meinem Studium und nebenbei möchte ich mich weiterhin(und intensiver als bisher ) mit dem Programmieren beschäftigen.

    Meint ihr, dass meine Kenntnisse für einen Berufseinstieg dann ausreichen, wenn ich bis zum nächsten Jahr 1,2 Bücher(in C# denke ich) durchgearbeitet habe und
    mehrere kleinere Programme gemacht habe? (dazu vielleicht noch 2 Wahlfächer besucht habe)
    Und muss man bei der Bewerbung häufig vorweisen, welche Kenntnisse man sich angeeignet hat, indem man eigene Programme herzeigt?

    Lg, Christoph



  • Chriiz schrieb:

    Meint ihr, dass meine Kenntnisse für einen Berufseinstieg dann ausreichen, wenn ich bis zum nächsten Jahr 1,2 Bücher(in C# denke ich) durchgearbeitet habe und
    mehrere kleinere Programme gemacht habe?

    Hä? Ohne Studium oder Ausbildung wird das nichts.
    Und was du angeblich kannst, ist ja auch fast nichts. Wenn du Mathematiker wärst, der angeben kann, dass er zehn Jahre in seinem Job programmiert hat, wärs noch was anderes. Aber paar Monate C++ und 1-2 Bücher interessieren keinen.
    Mit 22 bist du aber noch sehr jung. Du kannst durchaus noch eine Ausbildung oder ein entsprechendes Studium anfangen. Ich hatte Kommilitonen, die damals schon 30 waren.



  • Doch, ich habe mit der Hak schon eine Ausbildung. Wir hatten dabei 4 Jahre Softwareentwicklung und insgesamt 1/3 It-Fächer.
    Ist halt nur so, dass ich davon nicht so viel mitgenommen habe.



  • Ok, mir war nicht klar, dass es eine offizielle IT Ausbildung ist. Fällt mir auch schwer, das einzuschätzen. IT Schwerpunkt hört sich zwar schon gut an, trotzdem ist es eine Handelsakademie.
    Dann hast natürlich schon eine Chance, einen Job zu finden, leicht wirds aber denke ich nicht. Wahrscheinlich ist so ziemlich jeder Fachinformatiker besser qualifiziert und das werden sich die potenziellen Arbeitgeber dann auch denken, bevor sie dich einladen. Und selbst wenn, musst du beim Vorstellungsgespräch ja auch was vorweisen können...
    Ich würd am ehesten nochmal eine Umschulung machen oder ein Studium anfangen. Wie gesagt, du bist noch sehr jung, das sollte kein Problem sein.



  • Chriiz schrieb:

    Doch, ich habe mit der Hak schon eine Ausbildung. Wir hatten dabei 4 Jahre Softwareentwicklung und insgesamt 1/3 It-Fächer.
    Ist halt nur so, dass ich davon nicht so viel mitgenommen habe.

    ich kenne den Schultyp HAK (wenn auch nicht selbst besucht) und auch einige meiner Freunde haben die HAK absolviert.

    Ich muss dich leider enttäuschen, aber der IT Background von der HAK ist zu vernachlässigen. Da kommen Leute von der HTL mit weitaus mehr Praxis aus der Schule raus, vor allem sind dir diese Leute auch technisch überlegen.
    Dass du dann noch einen 4er in Informatik hattest, und das in einem nicht-technischen Schultyp (d.h. der Informatikunterricht ist eh schon vergleichsweise einfach) spricht auch nicht für dich.

    Und zum Studium: die Schnittmenge von Geographie und Informatik/Softwareentwicklung geht gegen 0. Nur weil du jetzt mal ein bisschen C oder C++ gelernt hast sagt das recht wenig über deine Motivation und deine Kenntnisse.

    Du bist jung - falls du nun weißt was dich interessiert so wechsele das Studienfach und mach z.B. den Informatik Bachelor. Falls du danach immer noch Interesse an der Theorie hast, so mach den Master, andernfalls kannst du auch problemlos zum arbeiten anfangen.
    Mit Geographie wirst du ohnehin wenig Chancen am Arbeitsmarkt haben, also besser jetzt noch was vernünftiges studieren als sich dann in 10 Jahren über das miese Gehalt ärgern.



  • c++ progger schrieb:

    die Schnittmenge von Geographie und Informatik/Softwareentwicklung geht gegen 0.

    Ich kenne lustigerweise mehrere Geographie-Abbrecher, die sich dann doch für Informatik entschieden haben.



  • Danke für eure Einschätzungen.

    [quote="c++ progger"]

    Chriiz schrieb:

    Ich muss dich leider enttäuschen, aber der IT Background von der HAK ist zu vernachlässigen. Da kommen Leute von der HTL mit weitaus mehr Praxis aus der Schule raus, vor allem sind dir diese Leute auch technisch überlegen.

    Ich glaube, du verwechselst die "normale" HAK mit dem "Digital-Business" Zweig, den ich besucht habe. Den gibts nur ein paar Mal in Österreich.

    Ok, aber wenn es um das Programmieren von Business-Software geht, da könnte mir die HAK doch zugute kommen, oder? oder spielen dabei betriebswirtschaftliche Kenntnisse nur eine unwesentliche Rolle?

    Also drei Leute von meiner Schule haben schon direkt nach der Schule als Softwareentwickler was gefunden(den Lohn weiß ich jetzt nicht). Mir geht es eher darum, wie sehr das schlechte Abschlusszeugnis und das Geographie-Studium jetzt gegen mich sprechen.



  • Chriiz schrieb:

    Ok, aber wenn es um das Programmieren von Business-Software geht, da könnte mir die HAK doch zugute kommen, oder? oder spielen dabei betriebswirtschaftliche Kenntnisse nur eine unwesentliche Rolle?

    Bedingt. Ich habe früher ERP Schnittstellen programmiert und besonders viele betriebswirtschaftliche Kenntnisse habe ich nicht gebraucht. Und was man braucht, eignet man sich schnell an.
    Wenn du aber zufälligerweise SAP Experte sein solltest, dürfte das deine Chancen deutlich verbessern.



  • Mechanics schrieb:

    c++ progger schrieb:

    die Schnittmenge von Geographie und Informatik/Softwareentwicklung geht gegen 0.

    Ich kenne lustigerweise mehrere Geographie-Abbrecher, die sich dann doch für Informatik entschieden haben.

    und ich kenne welche die daran gescheitert sind.



  • Chriiz schrieb:

    Ich wollte keinen neuen Beitrag erstellen, da es bei mir um ein ähnliches Thema geht.

    Tu das bitte, uns alten Leuten ist das zu hoch, zu kapieren, wer jetzt wem welchen Tipp gibt. Ich hoffe, ich habe das halbwegs sinnvoll geteilt bekommen (sonst bitte PM und nicht in diesen Thread)

    Chriiz schrieb:

    Auch ich möchte Softwareentwickler werden, bin 22 Jahre und studiere gerade Geographie in Graz. ... Im Fach Softwareentwicklung dabei eine 4 im Abschlusszeugnis.

    Wenn Dich das ganze früher nicht interessiert hat - wieso glaubst Du, dass es Dich jetzt interessiert?

    Chriiz schrieb:

    Was meint ihr, wie schlecht sich die Noten und das dann 4 Jährige Studium in eine völlig andere Richtung für mich bei der Arbeitssuche dann auswirken?

    Gar nicht. Man wird Dich fragen, warum Du Geographie abgebrochen hast und Du kannst frei antworten, was Du hier geschrieben hast. Wer einen perfekten Lebenslauf hat, hat in der Regel kein Leben und keine Probleme gehabt, also auch keine Lebenserfahrung.

    Chriiz schrieb:

    Meint ihr, dass meine Kenntnisse für einen Berufseinstieg dann ausreichen, wenn ich bis zum nächsten Jahr 1,2 Bücher(in C# denke ich) durchgearbeitet habe und mehrere kleinere Programme gemacht habe? (dazu vielleicht noch 2 Wahlfächer besucht habe)

    Nein. Vor allem nicht, wenn Du auf C# wechselst.

    Kannst Du damit Geld verdienen kannst: Sicher. Aber willst Du davon leben?

    Programmieren ist nicht nur eine oder zwei Programmiersprachen zu kennen. Erfahrung darin wäre wünschenswert. Algorithmen und Datenstrukturen von großem Vorteil. Idiome und Pattern und die Sache wird langsam interessant - vor allem, wenn man Erfahrung damit mitbringt.

    Chriiz schrieb:

    Und muss man bei der Bewerbung häufig vorweisen, welche Kenntnisse man sich angeeignet hat, indem man eigene Programme herzeigt?

    Musste ich noch nie.

    Die meisten entwicklen ja auch nicht privat. Aber dass ich privat entwickle, kommt in der Regel sehr gut an.

    Wenn Du Dich als Entwickler bewirbst solltest Du IT-Erfahrung aufzeigen können. In Form eines Studiums oder Berufserfahrung. Private Projekte helfen durchaus.
    Aber selbst der beste Informatikunterricht, der mit 4 abgeschlossen wurde, wird wohl kaum für ein brauchbares Gehalt überzeugen.

    Kurz: Es ist in jedem Fall gut, Kenntnisse zu haben, mit denen man sich bewerben kann. Und wenn man die Probezeit überstehen will, ist es von Vorteil, wenn man die Kenntnisse auch wirklich hat. 🙂



  • Xin schrieb:

    Wenn Dich das ganze früher nicht interessiert hat - wieso glaubst Du, dass es Dich jetzt interessiert?

    Naja, Geographen wurden vollkommen von Computern ersetzt. Ich frage mich, weshalb er Geographie noch anfangen durfte.

    Xin schrieb:

    Aber selbst der beste Informatikunterricht, der mit 4 abgeschlossen wurde, wird wohl kaum für ein brauchbares Gehalt überzeugen.

    Schulinformatik mit nicht Bestnote (keine AHnung, wie man das schaffen soll) ist vermutlich nicht viel schlimmer als eine Fahne beim Vorstellungsgespräch.



  • volkard schrieb:

    ...

    Ich überlege gerade, wann ich von Dir mal ein Posting gelesen habe, was irgendwie konstruktiv formuliert ist. Oder wenigstens etwas Konstruktives enthält, was wenigstens unter Umständen irgendwem bei irgendwas hilft.
    Wenn Du einfach mal Postings zurückhältst, die ausschließlich die Aussage enthalten, dass andere irgendwie Scheiße sind, wäre das schon ein Fortschritt. Gerade in diesem Board.
    Ich fände das wirklich gut.

    Bei Feedback an mich bitte per PM und nicht in diesen Thread. Danke.



  • Xin schrieb:

    Wenn Du Dich als Entwickler bewirbst solltest Du IT-Erfahrung aufzeigen können. In Form eines Studiums oder Berufserfahrung.

    Um ein brauchbares Gehalt zu bekommen, meinst du, oder?

    Kenn ein paar Leute, die sich erst bei der Arbeit richtig Kenntnisse angeeignet haben und vorher noch nicht so viel "drauf" hatten(auch mit Ausbildung). Sind das eher Außnahmen, dass der Berufseinstieg dann trotzem relativ problemlos verläuft?
    Wozu brauche ich dann ein Studium, wenn ich mir die Kenntnisse auch "on the job" oder durch Weiterbildungen aneignen kann? Nur wegen dem höheren Gehalt?



  • Chriiz schrieb:

    Xin schrieb:

    Wenn Du Dich als Entwickler bewirbst solltest Du IT-Erfahrung aufzeigen können. In Form eines Studiums oder Berufserfahrung.

    Um ein brauchbares Gehalt zu bekommen, meinst du, oder?

    Kenn ein paar Leute, die sich erst bei der Arbeit richtig Kenntnisse angeeignet haben und vorher noch nicht so viel "drauf" hatten(auch mit Ausbildung). Sind das eher Außnahmen, dass der Berufseinstieg dann trotzem relativ problemlos verläuft?
    Wozu brauche ich dann ein Studium, wenn ich mir die Kenntnisse auch "on the job" oder durch Weiterbildungen aneignen kann? Nur wegen dem höheren Gehalt?

    Da wir in der Firma auch öfters darüber sprechen wie man erkennt, ob jemand brauchbar ist oder nicht:
    meist interessieren sich die guten Leute schon seit Jahren für Technik und programmieren schon seit der Jugend. Dann kommt halt ein technisches Studium oben drauf, sei es nun Informatik, Elektrotechnik, Mathematik. Aber eben NICHT Geographie. Um es mal mit den Worten eines mir bekannten Geographieabsolventen zu sagen: "zuerst wusste ich nicht, was ich machen soll, dann bin ich eben beim Bundesheer geblieben. Dann wusste ich nicht was ich studieren soll, also hab ich halt Geographie genommen".

    Warum soll dir der Chef glauben, dass du nun plötzlich so ein brennendes Interesse für Informatik hast? Ich wäre da sehr skeptisch. Natürlich gibt es nicht den perfekten Lebenslauf.
    Aber jetzt versetze dich in die Lage deines neuen Chefs:
    da stellt sich jemand vor vor. Hat eine nicht technische Schule gemacht und dort einen 4er in Informatik gehabt. Hat Geographie studiert und dort wenig bis nichts mit Informatik zu tun gehabt. Und auf einmal will derjenige als Informatiker arbeiten?
    Was würdest du selbst dazu sagen?

    Chriiz schrieb:

    Wozu brauche ich dann ein Studium, wenn ich mir die Kenntnisse auch "on the job" oder durch Weiterbildungen aneignen kann? Nur wegen dem höheren Gehalt?

    Geld ist kein guter Grund, um in die SW Entwicklung zu gehen. Klar kann man ganz brauchbar verdienen, aber du wirst definitiv keinen Spaß damit haben wenn du nicht Spaß an der Tätigkeit selbst hast. Und das bezweifle ich eigentlich schon die ganze Zeit, denn andernfalls würde dich das schon viel länger interessieren.

    Du bist jung - warum willst du (bei dem plötzlich entflammten Interesse für Informatik) nicht noch eine Ausbildung in dem Bereich absolvieren?

    Man lernt eben nicht alles on the job. Und sobald auch nur ein Hauch von Theorie daherkommt (zwei Strings liefern den gleichen Hash - wie gibts denn sowas? Rausfinden ob zyklische Abhängigkeiten existieren - wie soll ich den das machen - was Graphentheorie - interessiert mich nicht, ...) ists dann meist auch schon wieder aus mit dem Wissen der "ich habs on the job gelernt" Typen.



  • Chriiz schrieb:

    Xin schrieb:

    Wenn Du Dich als Entwickler bewirbst solltest Du IT-Erfahrung aufzeigen können. In Form eines Studiums oder Berufserfahrung.

    Um ein brauchbares Gehalt zu bekommen, meinst du, oder?

    Um einen brauchbaren Job zu bekommen, meine ich.

    Ich weiß ja, dass viele sich an Computer setzen und dann "IT" machen. Aber manchmal frage ich mich, ob die Leute, die "IT" machen wollen eine Vorstellung haben, dass man dafür auch Fähigkeiten braucht - und zwar möglichst viele.

    Programmieren können wäre nicht schlecht. Aber man muss auch die Fähigkeiten haben, Probleme der echten Welt in Mathematik, Algorithmen und Datenstrukturen zu abstrahieren - oder zu vereinfachen. Man muss Modelle entwickeln können, verstehen, dass Computer die reale Welt nicht abbilden können, ja sogar daran scheitern, die Zahl 0.1 zu repräsentieren.
    Informationstechnologie bedeutet, dass man Technologie nutzt, um Informationen zu verarbeiten.

    Wenn man das alles weiß, muss man Manager werden: Die Programme werden nicht dauerhaft nur 50 Zeilen groß sein. Das muss man Planen. Man muss sich mit dem Kunden (Vorgesetzten/Chef) einig werden, was eigentlich programmiert werden soll und dann muss man klären in was in welcher Reihenfolge möglich ist.

    Chriiz schrieb:

    Kenn ein paar Leute, die sich erst bei der Arbeit richtig Kenntnisse angeeignet haben und vorher noch nicht so viel "drauf" hatten(auch mit Ausbildung). Sind das eher Außnahmen, dass der Berufseinstieg dann trotzem relativ problemlos verläuft?

    Nein, das sind die Leute, die sich hinter einen Computer setzen und dann von "IT" sprechen. Es spricht nichts gegen Learning-by-doing. Was anderes mache ich mit einem Informatikstudium auch nicht. Wer studiert hat, kann nicht automatisch alles. Aber er sollte in der Lage sein, diesen Zustand selbständig zu beseitigen.

    Chriiz schrieb:

    Wozu brauche ich dann ein Studium, wenn ich mir die Kenntnisse auch "on the job" oder durch Weiterbildungen aneignen kann? Nur wegen dem höheren Gehalt?

    Das Informatik-Studium erfüllt vorrangig NICHT den Zweck, Dir programmieren beizubringen. Das Studium ist ein Projekt. Du musst Dich managen, Du musst Teams bilden, mit anderen zusammenarbeiten, Deine Zeit einteilen und bei all dem auch Deinen Kunden (Prof) glücklich machen.
    Man macht sehr viel, mit dem man erstmal eigentlich wenig anfangen kann, was teilweise auch keinen Sinn ergibt, aber man lernt sich kennen. Was kann man leisten, wo übernimmt man sich? Und nebenher hat es was mit IT zu tun, da schnappt man hier und da auch noch was auf.

    Aktuell bringe ich mir Shader-Programmierung bei. Noch nie gemacht. Ab Dienstag habe ich darin Fachmann zu sein, dann fragt mein Vorgesetzter nämlich meine Abschätzung ab. Auftrag am Dienstag bekommen, gestern angefangen: vorher hatte ich anderes am Hut. Zeitmanagement.
    Ich habe im Studium auch gelernt, dass ich ohne wirkliche Linux-Kenntnisse binnen 8 Stunden einen lauffähigen Treiber für eine PCI-Karte auf die Reihe kriege. Ich kann mich organisieren. Ich muss nicht angeleitet werden.

    Ich werde am Dienstag sicherlich nicht auf alles eine Antwort haben. Aber ich muss die Verantwortung übernehmen, wenn ich da Scheiße rede oder Abschätzungen von mir gebe, die absolut daneben liegen.
    Darum bekomme ich mehr Gehalt als jemand, der sich vor den Computer setzt, ein fragendes Gesicht macht und seinen Freunden erzählt, dass er im IT-Sektor arbeitet.
    Und damit ich das machen kann ist es notwendig bereits Erfahrung zu besitzen, um abschätzen zu können, was man noch nicht weiß und damit das überhaupt zeitlich klappt, muss man Hintergrundwissen haben, was man leicht übertragen kann, damit man nicht jedes zweite Wort nachschlagen muss.

    Das macht den Unterschied ist aus.

    Ich kann mich C++-Progger nur anschließen. Warum willst Du Software-Entwickler werden? Willst Du das wirklich? Das will ich gar nicht ausschließen, aber Dein Lebenslauf sagt momentan eher aus, dass Du keine Ahnung hast, was Du mit Deinem Leben machen möchtest. Ich habe mit 9 Jahren mit dem Programmieren angefangen. Das war Zufall. Man kann auch erst viel später über seine Leidenschaft stolpern. Aber Du hattest bereits Informatik-Unterricht und wenn Du da nichts gespürt hast, dann frage ich mich auch, warum Du jetzt Software-Entwickler werden willst.
    Wenn Du darauf eine gute Antwort hast, dann leg los!
    Wenn nicht, wäre eine Berufsberatung vielleicht sinnvoll?

    Wirst Du damit glücklich sein, wenn Dich nichtmals das Studium reizt? Immerhin könntest Du da tiefere Einblicke bekommen. Wenn mich ein Bereich wirklich interessiert, dann will ich das doch haben, oder?



  • puh..danke für die Rückmeldungen 🙂

    Nein, ihr habt eh recht..ich weiß nicht, ob ich wirklich Softwareentwickler werden möchte. Ich weiß nur, dass ein gewisses Interesse vorhanden ist und ich mich gerne damit beschäftige.
    Bei meiner Ausbildung hielten mich aber persönliche Probleme davon ab, herauszufinden, was mich wirklich interessiert..
    Ich konnte mir zu der Zeit auch nicht vorstellen, nach der Schule irgendwas zu arbeiten bzw glaubte nicht, dass mich irgendjemand nehmen würde(wegen meiner Persönlichkeit).
    Interesse war auch dort bereits vorhanden, aber ich konnte mich nicht motivieren mich mal richtig "reinzuhängen" als ich Lerndefizite hatte und hing dann die restliche Zeit hinterher.

    Also ein Studium schließe ich nicht aus, aber ich möchte mal wo arbeiten, um zu sehen, ob mir der Beruf wirklich gefällt..



  • Chriiz schrieb:

    puh..danke für die Rückmeldungen 🙂

    Nein, ihr habt eh recht..ich weiß nicht, ob ich wirklich Softwareentwickler werden möchte. Ich weiß nur, dass ein gewisses Interesse vorhanden ist und ich mich gerne damit beschäftige.

    Gut, das ist doch mal eine klare Ansage.

    Der Einstieg als Software-Entwickler ist also eher, um auszuprobieren, ob der Job Dir überhaupt irgendwie zusagt.

    Chriiz schrieb:

    Bei meiner Ausbildung hielten mich aber persönliche Probleme davon ab, herauszufinden, was mich wirklich interessiert..
    Ich konnte mir zu der Zeit auch nicht vorstellen, nach der Schule irgendwas zu arbeiten bzw glaubte nicht, dass mich irgendjemand nehmen würde(wegen meiner Persönlichkeit).

    Klingt nach einer Depression.
    Gut, haken wir die Zeit ab, in der keine Erkenntnisse möglich waren.
    Das muss man entsprechend nun nachholen.

    Chriiz schrieb:

    Interesse war auch dort bereits vorhanden, aber ich konnte mich nicht motivieren mich mal richtig "reinzuhängen" als ich Lerndefizite hatte und hing dann die restliche Zeit hinterher.

    Du bist 22 Jahre alt... vielleicht kannst Du Dir ja eine Auszeit leisten, um Dich mit der Berufswahl konkret auseinander zu setzen und dann auch besser zu wissen, was Du eigentlich studieren möchtest.

    Chriiz schrieb:

    Also ein Studium schließe ich nicht aus, aber ich möchte mal wo arbeiten, um zu sehen, ob mir der Beruf wirklich gefällt..

    Das ganze nennt sich Praktikum. 🙂

    Bewirb Dich doch einfach mal bei einem Software-Unternehmen um ein Praktikum. Vielleicht hast Du einen Bekannten, der Dich ein wenig leiten kann, um Deine Fähigkeiten aufzubauen, so dass Du Deine Bewerbung auf ein Praktikum nicht mit leeren Händen schreiben musst.

    Damit könntest Du zumindest entscheiden, ob Du Dir den Beruf überhaupt vorstellen kannst. Allerdings ist ein Praktikum auch in der Informatik häufig eher ein Kaffee-Koch-Job. Bei uns werden die meisten an Dialogprogrammierung gesetzt. Da musste ich zu Beginn meiner Arbeit hier mal ein paar Monate durch, aber seitdem habe ich das nicht mehr gesehen.



  • Also ein Studium schließe ich nicht aus, aber ich möchte mal wo arbeiten, um zu sehen, ob mir der Beruf wirklich gefällt..

    jetzt sind dann eh bald wieder die Sommerferien auf der Uni, einfach mal schauen auf der ÖH Seite oder auf unijobs.at oder im informatik-forum.at - da sollte sich schon ein Sommerjob finden lassen.
    Und nicht selten bleibt man dann dort hängen und hat fürs restliche Studium einen Nebenjob der dafür sorgt, dass man nicht mehr ganz so arm ist 😉

    Vielleicht kannst du ja auch auf der Uni schauen ob du auf einem Institut mitarbeiten kannst. Gibt oft irgendwelche Dinge zu programmieren, seien es nun Simulationen oder irgendwelche Auswerteprogramme oder was auch immer.
    Keine Ahnung ob ihr über Geodäsie ein bisschen was gelernt habt? Die jedenfalls setzen sehr stark diverse Rechenverfahren ein, vielleicht wäre das ja was für dich?


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