Ausbildung zum Fachinformatiker ohne Schulabschluss



  • Heyho,
    schon als Kind wollte ich Fachinformatiker werden, aber durch Dutzende Probleme in meiner Kindheit und Jugend fiel es mir schwer noch den Schulalltag zu meistern.
    Im Alter von 13 bis vllt. jetzt bin ich in tiefe Depressionen verfallen.
    Ich schaffte es nicht einmal morgens zu einer Maßnahme des Jobcenters.
    Mittlerweile bin ich vom psychologischen Dienst krankgeschrieben.
    Trotz all dieser Probleme habe ich in der Zwischenzeit ziemlich viel Erfahrung als Programmierer gesammelt, unter anderem habe ich eigene Software erfolgreich verkauft und als "Freelancer" an Server/Client Applikationen mit sicherer Ende-zu-Ende Verschlüsselung oder sogar Device Driver gearbeitet.
    Selbst wenn ich jetzt die Schule noch nachholen würde, sieht mein Lebenslauf noch mehr als beschissen aus.
    Ich würde mir 2x überlegen, ob ich jemanden einstelle, der im Lebenslauf 3 oder mehr Krankenhaus Schulen stehen hat.
    Einen Versuch meinen 9. Klasse Hauptschulabschluss erst mal nachzuholen ist vor 1-2 Jahren auch an meiner Anwesenheit gescheitert und danach haben Suizidgedanken angefangen, weil ich nicht mit der Tatsache zurechtkomme, das alles, was ich in der Richtung machen möchte, vllt. niemals funktionieren wird und ich dann doch mit 40 die Schippe aufm Bau schwing. (Ich respektiere jeden Beruf)
    Also ich habe bei so vielen Baustellen einfach Probleme jetzt noch den Weg zu meinem Ziel zu finden.

    Auch wenn ich nicht die On-Point Frage finde,
    hoffe ich das Ihr mir einfach mal Eure Meinung oder Euren Rat hier hinterlasst.
    Vielen Dank für alle Antworten im Voraus 🙂



  • Man braucht keinen Titel, Abschluss, Zeugniss oder ähnliches um erfolgreich zu sein. Vor allem nicht als Informatiker. Ich Frage mich einfach: von wem wurde der erste Informatiker ausgebildet? Oder Physiker? Worauf ich hinaus will:
    Die wichtigsten Ideen und Richtungen stammen von Menschen die sich nicht bevormunden liesen. Habe mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.



  • kannst du dir vorstellen, dass du dich mit Büchern weiterbildest?
    Wenn ja, dann bist du auf einem guten Weg, dass du dir (beliebiges) Wissen selbst aneignen kannst.
    Man könnte sich eigentlich das ganze Wissen aus einem Informatik Studium auch im Selbststudium aneignen. Das Studium hat gegenüber dem Selbststudium (mindestens) zwei Vorteile: es zeigt einem den Weg (was wann in welchem Detailgrad lernen), außerdem wird einem in den Arsch getreten.
    Ähnlich wird es wohl bei der Ausbildung auch sein.

    Welche Themen interessieren dich? Wie gut sind deine theoretischen Grundkenntnisse? Welche technischen Kenntnisse (Sprachen, Frameworks, ...) hast du?

    Hier mal zwei Bücher die mir spontan einfallen, dir mir gut gefallen haben, die aber durchaus ein wenig theoretisch sind. Aber sofern du damit klar kommst kannst du dabei einiges lernen:

    • Cormen - Introduction to Algorithms
    • Hoffmann - Theoretische Informatik


  • neoexpert schrieb:

    Man braucht keinen Titel, Abschluss, Zeugniss oder ähnliches um erfolgreich zu sein. Vor allem nicht als Informatiker. Ich Frage mich einfach: von wem wurde der erste Informatiker ausgebildet? Oder Physiker? Worauf ich hinaus will:
    Die wichtigsten Ideen und Richtungen stammen von Menschen die sich nicht bevormunden liesen. Habe mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

    Danke, mir ist bewusst das es einige sehr Intellektuelle Leute ohne Abschluss gibt.
    Jedoch wenn ich als "Lakei" für jemand anderes coden möchten, dann gehe ich davon aus das noch viel mehr als nur der Skill zählt.
    Pünktlichkeit, Vertraulichkeit und andere Merkmahle die wahrscheinlich einen guten Angestellten aus machen.

    c++ progger schrieb:

    snip

    Durch damalige Projekte bin ich in speziellen Bereichen auf einen ziemlich guten Stand.
    Ich will mich nicht überschätzen denke aber, dass ich auf bestimmten Gebieten wahrscheinlich sogar mehr als der durschnitt in irgendwelchen Uni Klassen.
    Ich kann zmdst jedes Programm welches ich benötige in meinen beiden fav. Sprachen C++/C# schreiben.
    Ob es um Networking oder Automatisieren von Spielen geht.
    Datenbanken, Webseiten, implementation von Verschlüsselung etc.
    Also beherrsche ich schon einiges aber vllt. auch nichts 100%ig.
    Gibt wahrscheinlich viele Firmen die von mir Profitieren würden aber wenn ich mich mit meinem aktuellen Abgang nach Klasse 8 bewerbe bekomme ich vllt berechtigt einfach nur ein "Ne" als Mail Antwort.



  • Hiddenline schrieb:

    Ich würde mir 2x überlegen, ob ich jemanden einstelle, der im Lebenslauf 3 oder mehr Krankenhaus Schulen stehen hat.

    Und was ist daran so schlimm?
    Schlussendlich stellt man niemanden ein für die Schule, die er mal besucht hat, sondern für das Können, dass gegenwärtig hat.

    Hiddenline schrieb:

    Einen Versuch meinen 9. Klasse Hauptschulabschluss erst mal nachzuholen ist vor 1-2 Jahren auch an meiner Anwesenheit gescheitert und danach haben Suizidgedanken angefangen, weil ich nicht mit der Tatsache zurechtkomme, das alles, was ich in der Richtung machen möchte, vllt. niemals funktionieren wird und ich dann doch mit 40 die Schippe aufm Bau schwing. (Ich respektiere jeden Beruf)
    Also ich habe bei so vielen Baustellen einfach Probleme jetzt noch den Weg zu meinem Ziel zu finden.

    Wenn Du programmieren kannst, wie Du es beschreibst, wenn ich mir Deinen Satzbau und Deine Rechtschreibung ansehe, dann wirkt das nicht als würde ich mit einem Menschen spreche, der mit seiner Ausbildung ernstzunehmend überfordert ist.

    Ich weiß nicht, wie alt Du bist, aber ich gehe nicht davon aus, dass der Schulabschluss für Dich ein Problem darstellt. Hier wäre vielleicht auch die Frage, ob man sein Wissen nicht einfach prüfen lassen kann, ob es für es für einen Schulabschluss reicht. Der Abschluss wird ja nicht für die Anwesenheit vergeben, sondern für das dafür erforderlich Wissen, welches Du Dir ja auch so aneingnen kannst.

    Bzgl. Pünktlichkeit und Vertraulichkeit - das sind natürlich harte Kriterien.
    Da muss man dann abschätzen, was Du da leisten kannst. Das ist auf dem Bau aber auch nichts anders.
    Also sehe ich keinen Grund, warum Du nicht weiter nach einer Tätigkeit streben solltest, die Dir offenbar gefällt.

    Hat der psychologische Dienst vielleicht eine Beratungsstelle, die Dich hierzu professioneller beraten kann? Ansonsten würde ich ans Arbeitsamt halten, aber auch an die Rententräger, die natürlich daran interessiert sind, Dich entsprechend Deiner Möglichkeiten in sozialbeitragspflichtige Jobs zu bringen und sich entsprechend um die (Wieder)-Herstellung Deiner Arbeitskraft bemühen.

    Ansonsten habe ich auch schon in Firmen gearbeitet, bei denen die Geschäftsleitung auch keinen Abschluss besaß, weil sie nach der Gründung der Firma keine Zeit mehr für ein Studium hatten. Und wer sein eigener Boss ist, hat auch kein Problem damit, sich selbst einzustellen - unabhängig vom Schulabschluss.
    Falls das für Dich in Frage kommt.



  • Hiddenline schrieb:

    Ich will mich nicht überschätzen denke aber, dass ich auf bestimmten Gebieten wahrscheinlich sogar mehr als der durschnitt in irgendwelchen Uni Klassen.

    Dann überschätz dich mal nicht 😉 Genau das gleiche habe ich als Schüler auch gedacht. Aber im Studium und im Berufsleben lernt man doch noch mal einiges dazu. Da sind dann auch andere Kriterien wichtig, als nur irgendwelche konkreten APIs zu kennen, z.B. möglichst robuster und wartbarer Code. Und da hatte ich z.B. noch eklatante Mängel.

    Was du so schreibst, hört sich aber grundsätzlich nicht schlecht an. Ich kenne leider genug Leute, die Informatiker geworden sind (ob Studium oder Ausbildung), ohne sich wirklich dafür zu interessieren. Mit solchen Leuten kann ich dann meist wenig anfangen.



  • Xin schrieb:

    Hiddenline schrieb:

    Ich würde mir 2x überlegen, ob ich jemanden einstelle, der im Lebenslauf 3 oder mehr Krankenhaus Schulen stehen hat.

    Und was ist daran so schlimm?
    Schlussendlich stellt man niemanden ein für die Schule, die er mal besucht hat, sondern für das Können, dass gegenwärtig hat.

    Es ist in sofern schlimm, das solche Menschen halt nicht gerne genommen werden. Sei es aus Vorurteil, sei es aus schlechter Erfahrung, sei es aus Angst das jemand langfristig Krankgeschrieben ist. Ich selbst lehne solche Personen zwar nicht grundsätzlich ab, bin aber auch vorsichtig geworden (Ich bin nicht für Personal direkt verantworlich, aber ich habe Mitspracherecht. Ich habe für einige Fälle, die bereits vom Lebenslauf her aussortiert werden sollen, noch ein Vorstellungsgespräches durchgesetzt - vom Ergebnis bin ich aber sehr enttäuscht und weiß nicht ob ich es nochmals machen würde):

    Von 5 Bewerbungsgesprächen die ich mit Personen erlebt habe, die lange Krankheitszeiten oder anderweitige längere Lücken im Lebenslauf hatten, sind 4 knallhart ausgeschieden (bereits einfachste Programmierfragen hatten sie überfordert).



  • Xin schrieb:

    snip

    Ich habe tatsächlich schon ein "Business" geleitet, aber dennoch bin Ich viel mehr daran interessiert ein ganz normales einfaches Leben als Angestellter zu führen.
    Ich bin 20 Jahre alt und werde noch dieses Jahr 21 andere haben in dem Alter schon großes geschafft.
    Theorie beherrsche ich soweit wie ich mich informieren musste über Themen die mich interessiert oder gar nötig für mein Projekt waren.
    Bücher lesen ist nicht allzu das Problem nach dem man sich mal das Intel architecture reference manual durchlesen musste um einen kleinen Hypervisor zu schreiben.
    Ziel war es in dem Fall Programmen einen anderen view auf den memory zu geben, damit ich meine hooks verstecken kann.
    Also dafür das ich keinerlei Bildung durch die Schule erfuhr, bin ich ziemlich fit in Englisch, Mathe und auch ein wenig Deutsch.
    Dabei helfen zB. MMOs^^.
    Programmieren ist einfach mein größtes Hobby.
    Hoffentlich kann ich mein Hobby auch irgendwann mal als festen Beruf ausüben.
    Ich danke euch herzlichst für die Antworten! 💡 🙂



  • asc schrieb:

    Xin schrieb:

    Hiddenline schrieb:

    Ich würde mir 2x überlegen, ob ich jemanden einstelle, der im Lebenslauf 3 oder mehr Krankenhaus Schulen stehen hat.

    Und was ist daran so schlimm?
    Schlussendlich stellt man niemanden ein für die Schule, die er mal besucht hat, sondern für das Können, dass gegenwärtig hat.

    Es ist in sofern schlimm, das solche Menschen halt nicht gerne genommen werden. Sei es aus Vorurteil, sei es aus schlechter Erfahrung, sei es aus Angst das jemand langfristig Krankgeschrieben ist.

    Natürlich ist es kein Vorteil. Aber es ist auch kein grundsätzliches K.O.-Kriterium.

    asc schrieb:

    Von 5 Bewerbungsgesprächen die ich mit Personen erlebt habe, die lange Krankheitszeiten oder anderweitige längere Lücken im Lebenslauf hatten, sind 4 knallhart ausgeschieden (bereits einfachste Programmierfragen hatten sie überfordert).

    Dann scheiden Sie aber nicht aufgrund der Krankheit aus, sondern aufgrund mangelnder Fähigkeiten.

    Die Fähigkeiten des TS kann ich nicht einschätzen und seine Eignung auf eine Stelle auf die er sich bewirbt. Wenn seine Qualifikation überzeugend ist und nicht gleich das Risiko offensichtlich ist, dass er zwei Tage nach der Probezeit erstmal 6 Wochen krank ist, dann finden sich ja offensichtlich auch Firmen, die solchen Leuten die Chance geben, sich zu präsentieren - wie Dein Beispiel zeigt.

    Hiddenline schrieb:

    Xin schrieb:

    snip

    Ich habe Tatsächlich schon ein "Business" geleitet, aber dennoch bin Ich viel mehr daran Interessiert ein ganz normales einfaches Leben als Angestellter zu führen.
    Ich bin 20 Jahre alt und werde noch dieses Jahr 21 andere haben in dem Alter schon großes geschafft.

    20 Jahre... da hast Du doch noch alle Türen offen und findest auch noch reichlich Möglichkeiten, die Dir Türen öffnen. Bis zum 25. Lebensjahr wird Dir das Jobcenter Türen öffnen, dass Du in sozialversicherungspflichtige Arbeit kommst.

    Hiddenline schrieb:

    Also dafür das ich keinerlei Bildung durch die Schule erfuhr, bin ich ziemlich fit in Englisch, Mathe und auch ein wenig Deutsch.
    Dabei helfen zB. MMOs^^.

    Keine Ahnung, was Du Dir von einem 10.-Klässler so versprichst, aber ich kenne Leute, die die Schule erfolgreich absolviert haben, aber mir nicht den Eindruck vermitteln, den Du mir vermittelst.
    Ich würde sagen, dass Du Dich mal informierst, ob eine Externenprüfung für Haupt- und Realschulabschluss für in Frage kommt und Du damit zügig an Abschlüsse kommst.

    Ob das für Dich in Frage kommt, hängt auch davon ab, was Du Dir zumuten kannst und willst. Es ist unter Umständen besser langsam ans Ziel zu kommen, statt schnell auf die Schnauze zu fliegen. Was für Dich der beste Weg ist, kann ich aber nicht einschätzen. Vom Bauchgefühl her, sollte der Hauptschulabschluss für Dich vermutlich kein Problem darstellen, das eine einjährige Vorbereitungszeit erforderlich machen würde.

    Hiddenline schrieb:

    Programmieren ist einfach mein größtes Hobby.
    Hoffentlich kann ich mein Hobby auch irgendwann mal als festen Beruf ausüben.
    Ich danke euch herzlichst für die Antworten! 💡 🙂

    "größtes Hobby" kann eine wunderbare Motivation sein.

    Da ich einige Fälle wie Dich kenne, empfehle ich Dir später offen zu sein. Auch wenn asc schreibt, dass Krankheit auf Personaler abschreckend wirkt, offensiv damit umzugehen beeindruckt manche auch und man erhält seine Chance vielleicht nicht im 2., sondern erst im 5. Versuch, aber wenn man dranbleibt, bekommt man seine Chance.



  • Auch wenn die Frage schon ein paar Tage alt ist, gebe ich nochmal meinen Senf dazu. Hast du dich mal mit dem Thema Hochbegabung und dem Verein Mensa beschäftigt?

    Lebensläufe wie deiner sind keine Seltenheit in diesen Kreisen. Vor allem sind aber auch viele von denen im IT Bereich tätig und können aktiv und in der lokalen Region bei derartigen Problemen helfen (es werden häufiger mal Jobs über das Mensa Netzwerk vermittelt).

    Wenn das Thema für dich nicht ganz abwegig ist, dann solltest du dich vielleicht mal damit beschäftigen. Es gibt überall in Deutschland regionale Stammtische, die auch für Leute offen sind, die keine Mittglieder sind und bei denen du entsprechende Kontakte aufbauen kannst. Im Zweifelsfall kannst du dort auch einen Mentor finden, der doch bei der Geschichte begleitet oder jemanden, der dir direkt einen Ausbildungsplatz anbieten kann.



  • Liebe Freunde,
    das ist keine probleme die erste schritte zu machen. Benutze online Coursera oder Edx Kurs, sie öffnen die Welt so bequem wie du willst.



  • Also werte Freunde,

    es kommt immer darauf an worum es geht. Ich bin GF eines Unternehmens, wir arbeiten für öffentliche Behörden. Wir sind vertraglich angewiesen bei unseren Mitarbeitern nur qualifizierte (was immer das heissen möge) Mitarbeiter für diesen Aufgabenbereich zu stellen. Das hat in diesem Falle auch ganz bestimmte gesetzliche Gründe.

    Unternehmen die (eine Software coder brauchen zur Programmierung) Ihrer Problemlösung können machen was Sie wollen, auch Ihren Kunden gegenüber. Schwierig wird es nur wenn gesetzl. Vorschriften anfangen die guten Programmierer zu behindern.

    MFG
    Edgar Wahl



  • Und du hast dich jetzt extra für diesen tollen Beitrag angemeldet? 😃



  • Hi,

    auch wen ich jetzt ein wenig Salz in die Wunde streue, aber ich sehe Betrieb nicht als die Bösen an, die anderen keine Chance geben wollen.

    Wer in einem Betrieb in verantwortlicher Stellung tätig ist, bekommt nicht nur Geld dafür, sondern hat auch eine entsprechende Verantwortung. Den Eigentümern der Firma bzw. Aktionären... gegenüber, aber auch den anderen Mitarbeitern gegenüber.

    In (fast) keinem Unternehmen werden völlig unwichtige Dinge entwickelt. Jede einzelne Teilaufgabe ist ein kleines Zahnrädchen im großen Getriebe und wenn irgend eines fehlt oder nicht passt, dann fällt das ganze Getriebe aus. Auch der Code den Du erzeugst muss rechtzeitig in der geforderten Qualität fertig sein. Wenn sich der Betrieb darauf nicht verlassen kann, dann kann er Dir den Auftrag nicht geben. Es ist ja nicht ein zweiter da, der als Backup-Version das gleiche parallel entwickelt. Es wird also an dem Tag wo es gebraucht wird für den Betrieb ein Riesenproblem auf den Tisch liegen, das von Mehrkosten wegen Hinzuziehung anderer Programmierer, Vertragsstrafen wegen nicht termingerechter Lieferung bis hin zu im schlimmsten Fall einer Insolvenz des Unternehmen reichen können.

    Worauf sollen sich die Betriebe bei Deiner Beurteilung also stützen?
    Kenntnisse sind das eine. Aber das worans gegebenenfalls scheitern wird sind nicht fehlendes Wissen über irgend eine spezielles Sache, sondern die so vielfach beschriebenen Mühen der Ebene. Du schreibst ja selbst

    Ich schaffte es nicht einmal morgens zu einer Maßnahme des Jobcenters.

    Ein Schulabschluss und ein Abschluss mindestens zum Fachinformatiker stellen zwar keine überwältigende Qualitätsbescheinigung dar, aber sie dokumentieren zumindest, dass Du das Durchhaltevermögen hattest um zu einem entsprechenden Abschluss zu kommen.
    Also gib Dir einen Ruck, und sieh zu wie Du irgendwie zu den entsprechenden Abschlüssen kommst. Es interessiert keinen, ob Du die intern oder extern gemacht hast. Aber Leute, die die Zukunft ihres Unternehmens auch mit Dir anvertrauen sollen wollen wissen, dass Du das Durchhaltevermögen hast um es zu einem Abschluss zu bringen, denn dann gibt es auch Hoffnungen, dass Du auch später das nötige Durchhaltevermögen hast um Deine Aufgaben zu erfüllen.

    Ohne den Nachweis des Stehvermögen wirst Du nur auf Gebieten einsetzbar sein, wo Du entweder entbehrlich bist oder problemlos von jetzt auf gleich ersetzt werden kannst. Wenn der Hof mal einen Tag nicht gekehrt wird, ist das für einen Betrieb meist nicht existenzentscheidend. (Ausnahme Lebensmittelindustrie wo am nächsten Tag ne Kontrollen kommen kann) Und notfalls kann auch jeder andere die Aufgabe sofort ohne Anlernzeit übernehmen.
    Aber sind das wirklich die Arbeiten die DIR vorschweben?

    Gruß Mümmel


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