Probezeit nicht bestanden. Wie wieder bewerben?



  • Lass doch die Stelle ganz raus und buch das als Urlaub (Sabbatical)!?



  • Die Probezeit dient doch beiden Seiten dazu sich kennenzulernen, auch wenn das immer wie eine einseitige Geschichte dargestellt wird mit der ein Arbeitgeber etwaige Fehlgriffe einfach wieder loswerden kann. Du sagst einfach Dir hat es dort nicht gefallen und gut ist.



  • goi schrieb:

    Die Probezeit dient doch beiden Seiten dazu sich kennenzulernen, auch wenn das immer wie eine einseitige Geschichte dargestellt wird mit der ein Arbeitgeber etwaige Fehlgriffe einfach wieder loswerden kann. Du sagst einfach Dir hat es dort nicht gefallen und gut ist.

    Das will aber kein Personaler hören.
    Der kauft sich eine Dienstleistung ein und will hören, dass die zuverlässig geleistet wird - nicht, dass der nach ein paar Monaten einfach wieder geht, weil er keinen Bock mehr hat.



  • Ich kann mir gut vorstellen, dass gewisse Unternehmen gerne mal die Probezeit ein wenig "verlängern".

    Als Personalchef würde mir das Herumgeeiere bei diesem Punkt nicht gefallen. Damit muss man rechnen. Und ich würde vermutlich den anderen Chef anrufen bzw. wissen wollen, was der wohl mit "Mittelmäßigkeiten" meint.

    Und wenn hier ein Personalberater gebraucht wird, warum dann nicht genau dieser unzufriedene andere Chef?
    (obwohl der ja wirklich etwas oberflächlich rüberkommt)

    Beim Spruch "Lügen haben kurze Beine" könnte man auch denken: Lügen haben eine kurze Probezeit?

    Und: Mir ist das äußere Erscheinungsbild wichtig, das ist aber sowieso i.a.R. Fake, aber für dieses Fakebild darf ich nicht faken? 🤡

    (das klingt echt kompliziert..)



  • Xin schrieb:

    goi schrieb:

    Die Probezeit dient doch beiden Seiten dazu sich kennenzulernen, auch wenn das immer wie eine einseitige Geschichte dargestellt wird mit der ein Arbeitgeber etwaige Fehlgriffe einfach wieder loswerden kann. Du sagst einfach Dir hat es dort nicht gefallen und gut ist.

    Das will aber kein Personaler hören.
    Der kauft sich eine Dienstleistung ein und will hören, dass die zuverlässig geleistet wird - nicht, dass der nach ein paar Monaten einfach wieder geht, weil er keinen Bock mehr hat.

    Man redet auch nicht überall mit Personalern sondern auch mitunter mal mit Menschen, die schonmal was anständiges gearbeitet haben. Und wenn man denen sagt, dass es im letzten Job einfach nicht gepasst hat, dann haben die mitunter auch Verständnis dafür wenn das ein Einzelfall ist und der Rest stimmt. Ich bin eher skeptisch wenn Bewerber zu perfekt aussehen, denn dann können die sich meist nur verkaufen und sonst nicht viel. In einer Firma wo man die Personaler-Hansels vorschickt und nicht einmal einer meiner potentiellen Vorgesetzten beim Einstellungsgespräch mit mir reden will würde ich ohnehin niemals arbeiten wollen. Das hat sowas von Casting-Show, nur ohne Bohlen.



  • goi schrieb:

    Man redet auch nicht überall mit Personalern sondern auch mitunter mal mit Menschen, die schonmal was anständiges gearbeitet haben. Und wenn man denen sagt, dass es im letzten Job einfach nicht gepasst hat, dann haben die mitunter auch Verständnis dafür wenn das ein Einzelfall ist und der Rest stimmt.

    Das ist korrekt. Das kann passieren, aber wenn man eine Person an sich bindet und zu einem der teursten Ausgabenposten des Unternehmens hinzufügt, dann ist man erstmal grundlegend skeptisch und agiert oftmals sensibel, wenn es da etwas negativ auszulegen gibt.

    goi schrieb:

    Ich bin eher skeptisch wenn Bewerber zu perfekt aussehen, denn dann können die sich meist nur verkaufen und sonst nicht viel.

    Wie man sieht - wenn es nix negativ auszulegen gibt, bist Du auch skeptisch.

    Wieso kann sich der Mensch nicht nur gut verkaufen - was schließlich das Ziel einer Bewerbung ist - und andere Ziele dann deswegen Deiner Meinung nach schlechter erreichen?

    goi schrieb:

    In einer Firma wo man die Personaler-Hansels vorschickt und nicht einmal einer meiner potentiellen Vorgesetzten beim Einstellungsgespräch mit mir reden will würde ich ohnehin niemals arbeiten wollen. Das hat sowas von Casting-Show, nur ohne Bohlen.

    Manche Leute wollen in einer bestimmten Firma arbeiten, andere wollen überhaupt arbeiten. Wenn man das Glück hat, zu einer Firma gehen zu können und dann ohne weiteres genommen wird... super.
    Manche Leute müssen aber vorher mit dem Personaler sprechen.



  • Es geht ja nicht um den Posten des Hausmeisters. Ich habe aus eigener Erfahrung irgendwie nicht so das Gefühl, dass es sonderlich verbreitet ist, dass man für technisches Personal einen Personaler vorschickt. Da sortiert man anhand der Bewerbungsschreiben vor und guckt sich die paar Leute selber an. Und ich als Bewerber möchte ja umgekehrt auch sehen ob das Umfeld für mich interessant ist. Diese Unterwürfigkeit ggü. dem Arbeitgeber finde ich befremdlich. Im MINT-Bereich sieht es doch momentan eher so aus, dass Arbeitgeber sogar drittklassige Leute einstellen um überhaupt jemanden zu haben.



  • Danke für all die Beiträge. Ich werde mit etwas Zeitversatz meine Erfahrungswerte hier kurz beschreiben für die Nachwelt, die sich diesen Thread ersurft, weil sie das gleiche Problem haben. Der Zeitversatz ist damit nicht vom chronologischen Zusammenhang eine Verbindung aufgebaut werden kann. Aber ich kann schon mal sagen, dass es echt gut läuft. Gepriesen sei die große Nachfrage nach erfahrenen Java-Entwicklern 😉



  • So, ich hatte geschrieben ich würde mal für Leute in der gleichen Situation meine Erfahrungen zusammenschreiben. Bin schon lange wieder in Lohn und Brot und habe diesmal die Probezeit bestanden. Wichtig war dabei schon mit vielen Tools, Libraries, Frameworks und Systemen gearbeitet zu haben. Das ist in der Java-Welt das A&O. Hat man schon viele viele Jahre Berufserfahrung, wird einem geglaubt, dass man die Arbeit prinzipiell schon kann. Wenn man im allersten Job die Probezeit nicht schafft, sieht es dann vermutlich schon anders aus.

    Manche Stellen war interessant, aber von Personalsuchfirmen ausgeschrieben. Also hatte ich mehrere Personalsuchfirmen am Hals, was mir nicht gefiel, da sie keinen Mehrwert liefern. Also habe ich sie "ausgenutzt" und sie für mich nur nach Beratungsfirmen suchen lassen, denen ich als Experiment beim Bewerbungsgespräch allen gesagt habe, dass in der letzte Stellen Probezeit nicht bestanden. Resultat: 1 Firma hat mir nach 2.Bewerbungsgespräch einen Arbeitsvertrag geschickt, 1 Firma hat Absage geschickt, 1 Firma hat mich trotzdem zum Bewerbungsgespräch eingeladen, ich habe aber abgesagt, da inzwischen schon Vertrag unterschrieben.

    Den Nicht-Beratungsfirmen habe ich es nicht explizit gesagt (sie haben auch nicht explizit gefragt). Sofort verfügbar zu sein war neben der langen Arbeitserfahrung das Killer-Argument. Wer jung ist und gut qualifiziert ist, kann das Risiko eingehen zu künden ohne neuen Job zu haben, so dass nach Kündigungsfrist ebenfalls sofort verfügbar. Man hat so viel mehr Auswahl. Aber eben, das Risiko muss man sich bewusst sein und schon etwas auf der hohen Kante haben.

    Grüße, Plover



  • @plover Vielen Dank dass du nochmal deine Erfahrung geschildert hast, ist ein interessanter Fall.
    Gruß


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