2017: neuen PC anschaffen?



  • Hallo,

    ich bin leider in dem Bereich derzeit nicht aktuell informiert. Aber ich würde mir gerne bis ca. Anfang 2019 einen neuen PC anschaffen. Je früher natürlich desto besser, aber ich hätte gerne einen PC, der dann auch leistungstechnisch 3-5 Jahre hält. Er ist definitiv nicht für Spiele gedacht, sondern nur für Office-Anwendungen, Kompilier- und (auch aufwendigere) Rechenaufgaben.
    Meine Frage ist nun, ob ich mir jetzt dieses Jahr noch einen neuen PC anschaffen sollte oder lieber noch ein Jahr warten. Ich habe kein Problem damit zu warten, wenn es sich eher lohnt.
    Wie ist zum Beispiel die Tendenz beim RAM? Der ist derzeit ja nicht ganz billig. CPU tendiere ich zu einem i5 8400 oder einem Ryzen 5 1600. Wenn der Ryzen, dann sind auch noch billige Grakas relevant, da reicht aber auch eine einfache 30€ Karte (denke ich) ein Problem bei denen ist nur, dass ich drei Monitore habe.
    Was kommt also noch so neues an CPUs und GPUs?

    Was meint ihr so? Wird das mit den Preisen besser oder nicht?


  • Mod

    Es kommt jedes Jahr irgendetwas besseres, aber ganz selten etwas spektakuläres. Jetzt ist genauso gut wie anderswann. Am lohnendsten ist eine Anschaffung, wenn du sie hast, nicht während du auf sie wartest.



  • Ich habe mir eben erst vor rund einem Jahr einen neuen Laptop gekauft. Dieser braucht inzwischen nur bei meinen Projekten (da habe ich gerade erst mit Programmieren angefangen) beim Kompilieren bereits 10min. Die CPU ist mit dem i5-6200U auch nicht der beste und auch das WLAN ist nicht einmal ac, aber man kann eben noch damit arbeiten.
    Deswegen möchte ich mit meiner nächsten Anschaffung möglichst langfristig investieren.
    Und da die RAM-Preise ja doch stark variieren und die CPUs auch immer günstiger werden, wenn eine neue Generation herauskommt, wollte ich lieber einmal fragen.


  • Mod

    Ist halt ein Paradebeispiel für das, was ich meinte: Du kannst jetzt entweder das nächste Jahr stets 10 Minuten zum Compilieren brauchen und dann einen Computer kaufen, der es in 2 Minuten schafft; oder du kannst jetzt sofort einen Computer kaufen, der es 2.5 Minuten schafft. Was davon dir wichtiger ist, musst du selber wissen. Aber in einem Jahr wird sich am Technikhorizont ein anderer Computer abzeichnen, der es in 1.7 Minuten schaffen würde, wenn du nur ein weiteres Jahr warten würdest...

    Als Faustregel: Der Unterschied zwischen dem neuen Computer von heute und dem neuen Computer von in einem Jahr wird klein bis moderat sein. Jetzt ist die Frage, wie groß das Upgrade zu deinem jetzigen Computer wäre: Wenn es ein großer Schritt wäre, dann kauf lieber früher. Wenn es nur ein moderates Upgrade wäre, dann kauf lieber später.



  • Man kann aber ruhig schon vorher anfangen, sich die passenden Teile zusammenzusuchen oder eben sich Kompromisse für nicht lieferbare Teile zu überlegen (da i.d.R. die ein oder andere Zutat nicht lieferbar ist).
    Oder eventuell könnte man sich (vielleicht zwischenzeitlich) irgendwo gebraucht eine gute Buildkiste (mit Erweiterungs-/Austauschpotential) besorgen.
    In der Zeitschrift Chip gab es mal vor 10 oder mehr Jahren einen sehr guten Bauvorschlag mit hervorragenden Einzelteilen, der hat lange Referenzcharakter (für Spiele und mehr) gehabt.
    ( hier z.B. wäre schon mal ein erster Hinweis für aktuelle Geschichten: http://winfuture.de/news,99333.html )



  • Was SeppJ sagt kann ich nicht teilen.

    Der Sprung von der Geforce-900-Serie zur Geforce-10-Serie war schon groß. Da hat es sich mehr aus ausbezahlt gemacht, wenn man warten konnte.

    Auch können neuere CPU Features haben, die sich langfristig dann entweder in der Leistung oder in der Langzeitnutzbarkeit ausbezahlt machen.

    Wer zu Zeiten des Pentium M z.B. anstatt gleich den Banias Kern zu kaufen auf einen Dothan Kern warten konnte, der profitierte nicht nur vom NX Bit, sondern auch vom PAE Modus.
    Letzteres wirkte sich enorm auf die Langzeitnutzbarkeit aus, da viele Linux Distributionen in den späteren Jahren nur noch PAE Kernel mitlieferten und somit PAE CPUs voraussetzten. Wer keinen PAE fähigen Prozessor hatte, hatte Pech gehabt oder musste bei jedem Kernelpatch basteln, was wiederum jede Menge Aufwand bedeute.

    Genauso fuhr auch der besser, der auf eine 64 Bit CPU warten konnte.

    AVX wurde mit der Haswell Architektur eingeführt. Sobald die Compiler das konnten, profitierte man davon deutlich im Vergleich zu alten CPUs.

    Deswegen kann es schon sinnvoll sein, auf die nächste Generation zu warten, wenn diese ein Feature verspricht, von der man mittel- bis langfristig profitieren könnte.
    Lediglich die kurzfristigen Vorteile, die sind selten, kommen aber auch durchaus hin und wieder mal vor, wie man z.B. an der Geforce 10 Serie sehen konnte.

    Wegen dem Preis zu warten, z.b. beim RAM, ist eher schwierig, da es schwer absehbar ist, ob der Preis in den nächsten Monaten wieder fällt.



  • Ich würde auf den Ryzen 2 warten.



  • Hast du denn irgendeine Idee, wann die Ryzen 2 eventuell kommen?
    SeppJ hat schon irgendwie recht, dass es tatsächlich eigentlich doof ist, dann noch 1 Jahr bei den 10min zu warten. Vielleicht warte ich noch auf die verbesserte Zen1 Architektur, von der ich gerade gelesen habe. Die soll ja vermutlich im Januar vorgestellt werden. Je nach Preisen werde ich mich dann aber ansonsten auch für die "alten" Ryzens entscheiden.

    Derart große Sprünge, wie erwähnt wurden, werden es vermutlich sowieso nicht sein.

    Dann wollte ich euch noch fragen, ob ihr irgendwelche Tipps zum Build habt.
    Vor allem die Linux-kompatibilität steht hierbei auch im Vordergrund.

    Ich möchte nämlich max. 800€ ausgeben und erwarte dafür:
    - 16GB DDR4 RAM
    - starke CPU (Ryzen 5 1600 oder i5 8400)
    - GPU, die 3 Monitore in FHD schafft (das schafft wohl jede dedizierte GPU, aber das Problem sind eben die 3 Anschlüsse; schließt man an die Grafikkarte dann eigentlich direkt die Monitore an oder erst die Kabel ins Mainboard und dann an das Mainboard die Monitore? weil dann müsste auch das Mainboard noch 3 entsprechende Ausgänge haben; hier ist noch vor allem eine geringe Lautstärke wichtig)
    - mit Linux kompatibles und aktuelles Mainboard mit USB 3.1 (vllt. auch mit integriertem WLAN-ac)
    - integrierter WLAN-Adapter mit WLAN-ac (hier habe ich mit meinem derzeitigen einige Probleme; ist ein Realtek RTL8723BE - liegt hauptsächlich an den Linuxtreibern, aber das Ding ist einfach auch langsam; im Optimalfall mit Bluetooth)

    Ansonsten eben noch stabiles Netzteil, Gehäuse und leise Lüfter. Dann noch eine 2TB HDD und eventuell 250GB SSD.

    Ist das unrealistisch? Ich habe ca. so gerechnet:
    CPU: 190€
    GPU: 50€
    RAM: 170€
    Mainboard: 80€
    WLAN: 40€
    HDD: 70€
    SSD: 90€
    Netzteil: 50€
    Gehäuse: 30€
    Lüfter: 30€

    Das sind genau 800€, was meine Grenze eigentlich ist. Ist das soweit realistisch? Habt ihr irgendwelche Komponentenvorschläge? Habe ich irgendetwas vergessen?




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