MacOS vs Kubuntu



  • Was sind die Vor- und Nachteile von MacOS vs Kubuntu?



  • Mac OS X:
    + kostet Geld
    + proprietäres Softwareangebot ist größer
    o Darwin Kernel
    - läuft in der Regel nur auf einem Mac
    - Quellcode ist nur für sehr wenige Softwarekomponenten verfügbar

    Kubuntu:
    + kostenlos (wichtig bei langfristigen Updates)
    + leichte Installation von Open Source Software
    + Quellcode ist in der Regel für die gesamte Software verfügbar.
    + läuft in der Regel auf jedem x86 Rechner
    o Linux Kernel
    - proprietäres Softwareangebot ist klein
    - bei einem Multimonitorbetrieb, insbesondere in Fällen, wo ein TV mal nicht benutzt wird, funktioniert KWin nicht richtig und sorgt häufig für großen Ärger.
    - das Ausloggen?-Meldefenster wird immer auf dem zweiten Monitor angezeigt, auch dann, wenn ein Hauptbildschirm global gesetzt wurde. Wenn der Zweitmonitor ausgeschaltet ist, dann darfst du blind den Button "Abbrechen" bzw. "Herunterfahren/Abmelden/usw." mit der Maus suchen, 30 Sekunden hast du dafür Zeit. Profis nutzen dann blind die Tastatur, Laien sind aufgeschmissen und ziehen einfach den Netzstecker ohne dass der Rechner ordentlich heruntergefahren wurde.
    - die Software reift beim Kunden. Häufig hat man monatelang Bugs mit denen man sich herumärgern darf und oft auch über Jahre nicht gefixt werden.

    Zu Mac OS X würde ich gerne mehr schreiben, allerdings habe ich kein Mac OS X. Somit kann ich keine Erfahrung bezüglich der Benutzung nennen.



  • oder man wechselt mit strg+alt+f2, f3 oder so auf eine Textkonsole, meldet sich als Root an und gibt shutdown -h now ein. Nix Stecker ziehen oder ähnliches notwendig. Und wenn dein Linux korrekt konifugriert ist, langt zu Runterfahren ein 2-Sekunden-Druck auf den Aus-Knopf.



  • Nimm Arch Linux. 😛

    Oder, was ich knapp ein Jahr lang verwendet habe, war KDE neon.
    Dort funktionierte bei mir übrigens der Multimonitorbetrieb einwandfrei. Die geschilderten Probleme kann ich in keinster Weise dort bestätigen.
    KDE neon basiert immer auf der letzten Ubuntu LTS-Version, also derzeit 16.04, verwendet aber die aktuellste KDE-Version.

    Die Nachteile, die man hierbei hat, sind, dass man nicht immer den neusten Kernel hat, was allerdings auch eine erhöhte Stabilität mit sich bringt, da die laufende Version davor immer ausführlich getestet wird.
    Dies und die Tatsache, dass relativ viel Software mitinstalliert wird (das ist aber bei vielen Distros so; Arch ist hier eine Ausnahme), haben mich zum Umstieg auf Arch getrieben. Dort verwende ich aber auch weiterhin KDE, wobei es da deutlich flüssiger läuft. Wobei KDE insgesamt nicht als ressourcenschonend bezeichnet werden kann.
    Wenn die Ressourcen also nicht zu knapp werden, dann ist KDE durchaus die richtige Wahl. Bei KDE neon vs Kubuntu ist die Frage, ob du Stabilität oder Aktualität vorziehst. Wobei das nicht heißt, dass KDE neon vollkommen inaktuell und Kubuntu instabil ist. Ist beides vermutlich in Ordnung.



  • computertrolls schrieb:

    Mac OS X:
    + kostet Geld
    + proprietäres Softwareangebot ist größer
    o Darwin Kernel
    - läuft in der Regel nur auf einem Mac
    - Quellcode ist nur für sehr wenige Softwarekomponenten verfügbar

    MacOS kostet kein Geld, wenn Du einen Apple Rechner gekauft hast sind zukünftige Versionen wie derzeit HighSierra kostenlos installierbar.
    Natürlich kostet ein MacBook oder MacBook Pro erstmal etwas mehr Geld als ein Laptop aus dem Aldi, dafür passt die Qualität aber auch. Von der Akkulaufzeit gar nicht zu reden, habe gerade mal gecheckt:

    Now drawing from 'Battery Power'
     -InternalBattery-0 (id=3145827)	90%; discharging; 9:30 remaining
    

    Das ist mir sehr wichtig, weil ich oft im Bus oder im Cafe arbeite.

    Sehr viele GNU Anwendungen lassen sich auch problem im MacOS installieren (Zumindest die Terminalanwendungen), da reicht teilweise ein kurzer Einzeiler mit homebrew (https://brew.sh/index_de.html). Kubuntu hatte ich vor Jahren auf meinem ThinkPad, danach eigentlich nur noch Debian oder gleich einen Mac. Linux rennt bei mir eigentlich nur noch auf Servern und dann meistens CentOS.



  • pferdefreund schrieb:

    oder man wechselt mit strg+alt+f2, f3 oder so auf eine Textkonsole, meldet sich als Root an und gibt shutdown -h now ein. Nix Stecker ziehen oder ähnliches notwendig.

    Fassen wir zusammen:
    Der Rechner wird von jemandem administriert, der sich auskennt, aber nicht ständig vor Ort sein kann.
    Den normalen Benutzern, die mit dem Computer auf Kriegsfuß stehen, willst du aber dennoch auch das root Passwort geben, damit die alle STRG+ALT+F2 drücken und sich zum herunterfahren, während sie noch eingeloggt sind, in der Konsole sich als root einloggen und shutdown -h now eingeben können.
    Ist das dein ernst?
    Und wenn ja, wozu willst du den Nutzern dann eigene Accounts geben?

    Und wenn dein Linux korrekt konifugriert ist, langt zu Runterfahren ein 2-Sekunden-Druck auf den Aus-Knopf.

    Die drücken den Schalter an der Steckerleiste und verstehen auch nicht, dass man einen Knopf gedrückt halten muss.
    Insofern ist das Humbug das so zu machen.

    Das Problem liegt in KWin und kann nur dort gelöst werden.



  • Ivo schrieb:

    computertrolls schrieb:

    Mac OS X:
    + kostet Geld
    + proprietäres Softwareangebot ist größer
    o Darwin Kernel
    - läuft in der Regel nur auf einem Mac
    - Quellcode ist nur für sehr wenige Softwarekomponenten verfügbar

    MacOS kostet kein Geld, wenn Du einen Apple Rechner gekauft hast sind zukünftige Versionen wie derzeit HighSierra kostenlos installierbar.

    Und wieso werden dann die Majorreleases einzeln verkauft?
    https://geizhals.de/?cat=ossoft_mac

    Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die, wie bei Windows auch, alle Geld kosten.
    Aber auch wenn du Recht hast, so ist der Preis in der HW schon inbegriffen. Man zahlt also drauf.

    Natürlich kostet ein MacBook oder MacBook Pro erstmal etwas mehr Geld als ein Laptop aus dem Aldi, dafür passt die Qualität aber auch. Von der Akkulaufzeit gar nicht zu reden, habe gerade mal gecheckt:

    Wenn ich einen PC aus Einzelkomponenten zusammenstelle und mit einem Mac Desktop Rechner vergleiche, dann bekomme ich beim PC in der Regel bessere Komponenten mit einer höheren Qualität und mehr Leistung.
    Und das war bisher nie anders.

    Bei Notebooks vergleiche ich die MacBooks nicht mit einem NB vom Aldi, sondern mit der Business Linie von HP.
    Und da bieten die HP Notebooks in der Regel auch mehr Leistung und Qualität fürs gleiche Geld.

    Now drawing from 'Battery Power'
     -InternalBattery-0 (id=3145827)	90%; discharging; 9:30 remaining
    

    Das ist mir sehr wichtig, weil ich oft im Bus oder im Cafe arbeite.

    Das ist beim PC alles kein Problem. Intel CPUs und iGPU sei dank.
    Warum soll das jetzt etwas besonderes sein?
    Es ist ja auch nicht Mac spezifisch.

    Sehr viele GNU Anwendungen lassen sich auch problem im MacOS installieren (Zumindest die Terminalanwendungen), da reicht teilweise ein kurzer Einzeiler mit homebrew (https://brew.sh/index_de.html).

    Schon klar.

    Ich bin Windows und Linux Dualbooter.
    In meinem Desktoprechner steckt eine potente GPU, HW Updates kosten mich nur einen Bruchteil von den Preisen eines neuen Macs. Mein EIZO Monitor ist dem eines Mac Monitors haushoch überlegen und mein Alugehäuse sieht auch schicker aus, als ein Mac.
    Ich habe genug proprietäre Software für Windows erworben, die auch noch nach vielen Jahren auf meinem aktuellen PC läuft, so dass ich es auch gar nicht einsehe, mir für einen Mac extra neue Software anzuschaffen.
    Fazit:
    Ein Mac macht für mich absolut keinen Sinn.
    Er ist weder qualitativ besser noch spare ich dabei Geld.



  • Ach noch etwas.
    Der Mac hat das Rennen gegen den x86 PC verloren.
    Denn seit dem Apple auch x86 CPUs verbaut, ist es ein x86 PC.

    Die echten Macs hatten eine 68k und später PowerPC CPUs und sie hinkten den PCs in Performance und Leistung ständig hinterher.
    Heute hat der PC den Mac assimiliert, denn da steckt eine Intel x86 CPU drin.



  • linux-artsch schrieb:

    Nimm Arch Linux. 😛

    Oder, was ich knapp ein Jahr lang verwendet habe, war KDE neon.
    Dort funktionierte bei mir übrigens der Multimonitorbetrieb einwandfrei. Die geschilderten Probleme kann ich in keinster Weise dort bestätigen.

    Die Probleme habe ich in meinem Fall bei zwei Rechnern festgestellt.
    Der eine hat eine NVidia Karte, der andere eine Intel iGPU.

    Daher gibt's zum Thema drei Fragen:
    Steht dein Zweitmonitor links oder rechts vom Centermonitor?
    Welche GPU werkelt in deinem Rechner?
    Welchen Login- bzw. Displaymanager ist für das grafische ein- und ausloggen bei dir zuständig?

    Sollte dein Zeitmonitor rechts vom Centermonitor stehen, dann dürftest du das Problem gar nicht bemerkt haben, obwohl es da ist. Denn es ist immer der ganz rechts konfigurierte Monitor, der den Auslogscreen gezeigt bekommt.

    Vielleicht hast du aber auch eine ATI Karte drin. Dass die ein anderes Verhalten als eine iGPU aufzeigt, ist bei Verwendung der Open Source Treiber zwar unwahrscheinlich, aber man sollte nie alle Möglichkeiten ausschließen.

    Zum Dritten Punkt. Es gibt diverse Loginmanager. Es ist denkbar, dass du einen anderen verwendest, der sich hier korrekt verhält.
    Wenn ich mich nicht irre, dann wird für Kubuntu lightdm verwendet. Zumindest wird der hier bei mir auch als aktiver Prozess aufgeführt.

    KDE neon basiert immer auf der letzten Ubuntu LTS-Version, also derzeit 16.04, verwendet aber die aktuellste KDE-Version.

    Na dann bin ich mal gespannt, ob das Problem in Kubuntu 18.04 LTS gelöst sein wird.



  • computertrolls schrieb:

    Denn es ist immer der ganz rechts konfigurierte Monitor, der den Auslogscreen gezeigt bekommt.

    Sry, ich meine natürlich den ganz linken Monitor.



  • Ich habe eine iGPU + Nvidia, aber die Nvidia läuft unter Linux nie. Wofür auch, wenn die iGPU von Intel reicht.
    Mein Hauptmonitor ist links, der zweite ist rechts.
    Allerdings bekomme ich den Abmeldebildschirm auf beiden angezeigt. 🙂
    Displaymanager sind SDDM, Windowmanager KWin und Desktopenvironment ist KDE. Also eigentlich der ganz normale Aufbau, den eigentlich auch Kubuntu nutzen müsste. lightdm wurde laut dem Wiki nur bis 14.10 verwendet. Du solltest schon auch die aktuelle Version verwenden. 😉
    Unter Arch Linux habe ich übrigens ebenfalls den Abmeldebildschirm auf beiden Schirmen.



  • linux-artsch schrieb:

    Mein Hauptmonitor ist links, der zweite ist rechts.

    Das könnte den Grund erklären.

    Versuch es mal probeweise softwareseitig zu ändern und schaue dann, wo der Anmeldebildschirm bei richtig gesetzem Primary Monitor zuerst angezeigt wird.

    Mein Anmeldebildschirm erscheint übrigens auch auf dem linken Monitor, also dem Zweitmonitor, zuerst, aber wenn ich die Maus kurz nach rechts anschubse, habe ich ihn auf dem Center.

    Allerdings bekomme ich den Abmeldebildschirm auf beiden angezeigt. 🙂

    Eventuell hat sich in einer neueren KDE Version etwas geändert.

    lightdm wurde laut dem Wiki nur bis 14.10 verwendet. Du solltest schon auch die aktuelle Version verwenden. 😉

    Hier läuft 16.04 LTS
    Es ist ein Upgrade von 14.04 LTS ausgehend, eventuell wurde hier nicht auf ssdm umgestellt.

    Ich mache das jetzt mal mit einem:
    sudo dpkg-reconfigure sddm



  • Keinerlei Veränderung. Ich bekomme es weiterhin vollkommen funktionstüchtig auf beiden Monitoren angezeigt.

    KDE neon habe ich schon ein paar Wochen nicht mehr hochgefahren und unter Arch verwende ich keinen graphischen Login-Bildschirm.
    Aber auch bei dem Anmeldebilschirm kann ich mich nicht an solche Probleme erinnern. Dort bekomme ich das Login-Interface ebenfalls auf beiden Montoren zu sehen.
    Liegt aber vermutlich dann tatsächlich an lightdm.



  • linux-artsch schrieb:

    Keinerlei Veränderung. Ich bekomme es weiterhin vollkommen funktionstüchtig auf beiden Monitoren angezeigt.

    Hm, dann dürfte das vielleicht an einer anderen Version der KDE Komponenten liegen.
    Danke dass du es ausprobiert hast.

    Liegt aber vermutlich dann tatsächlich an lightdm.

    Unwahrscheinlich.
    Ich habe jetzt sddm eingerichtet und den Rechner neu gebootet.
    Abgesehen von einem, wie zu erwarten war, anderem Loginbildschirm, wird der Logoutbestätigungsdialog immer noch auf dem Zweitmonitor angezeigt.
    Außerdem ist der identisch zu dem vor der sddm Einrichtung.

    Ich würde daher darauf schließen, dass für diesen ein ganz anderer Prozess verantwortlich ist.

    Der richtige Primary Monitor ist gemäß Ausgabe von
    xrandr --listmonitors
    aber richtig gesetzt.
    Die Einstellung wird vom Logoutbestätigungsdialog einfach ignoriert.

    Leider wird der auch nicht durch Mausschubsen auf den anderen Bildschirm verschoben, sondern bleibt statisch.

    Bezüglich dem Loginscreen ist das Mausschubsen nicht mehr nötig, sddm zeigt den Loginscreen auf beiden Displays an.
    Also wenigstens eine kleine Verbesserung. 🙂

    @Threadstarter
    Das sind übrigens so Dinge, mit denen man sich unter Linux herumärgern kann. Die kommen häufig vor und sind ganz normal. Ich bin das schon alles gewohnt.
    Deswegen nochmal, die Software reift beim Benutzer.


Log in to reply