Ist Paging notwendig, wenn man auf Swap-Speicher verzichten will?



  • Angesichts der wachsenden Arbeitsspeicherkapazitäten sehe ich das Paging als ein Relikt vergangener Zeiten an, wo dieser noch knapp war und man auf Datenträger Speicherinhalte auslagerte. Unter bestimmten Umständen hatte diese Paging auch unangenehme Effekte, wie Seitenflattern, wo eine Speicherseite ständig ein- und ausgelagert wurde, wenn Instruktionen auf zwei Seiten verteilt waren. Überdies finde ich das Paging sehr hinderlich, bei der Heapverwaltung, weil man wiederum mit segmentartigen Bereichen bzw. mit einen zerstückelten Speicher zu tun hat.
    Ich sehe keine großen Vorteile drin.



  • Naja, ausser so unwichtigen Dingen wie Prozessseparierung bietet Paging natürlich wirklich keine Vorteile. 🙄



  • w_ciossek schrieb:

    Überdies finde ich das Paging sehr hinderlich, bei der Heapverwaltung, weil man wiederum mit segmentartigen Bereichen bzw. mit einen zerstückelten Speicher zu tun hat.

    Der physische Adressraum ist doch bereits zerstückelt weil bestimmte Bereiche für BIOS, Hardware etc. fest besetzt sind. Mit Paging kannst du wenigstens den Benutzerprozessen einen zusammenhängenden Adressraum vorspielen.


  • |  Mod

    SG1 schrieb:

    Naja, ausser so unwichtigen Dingen wie Prozessseparierung bietet Paging natürlich wirklich keine Vorteile. 🙄

    Die sichere Trennung von Prozessen ist ein entscheidender Punkt.
    Prinzipiell könnte man aber auf virtuellen Speicher verzichten, wenn man ausreichend physikalischen Speicher anbietet und diesen den Prozessen sicher getrennt anbieten kann.