Orientierungshilfe und Fallstricke



  • Moin zusammen,

    mich zwicken seit längerem mehrere Fragen und mein Fall ist zumindest in meinen Augen etwas abweichend im Vergleich anderer Werdegänge.

    Aktuell habe ich einen Platz bei einem Code-Bootcamp erhalten, welches ich von September bis Dezember 2020 besuchen werde, um ggf. Lücken im Vorwissen zu füllen (beschäftige mich seit meinem zwölften/dreizehnten Lebensjahr mit Programmiersprachen). Meine HZG habe ich am Abendgymnasium erworben und meine Lehre war im Großhandel/Lager angesiedelt. Lohnt sich ggf. ein Studium der (Medien-)Informatik oder eher das Selbststudium?

    Wie wichtig ist für euch die Spezialisierung?

    Ich habe mich im .NET- und Java-Umfeld umgeschaut, bzw. eingelesen und möchte auch beruflich in das Enterprise-Umfeld. Frontend stellt auch weniger ein Problem dar. Ich hasse dynamisch typisierte Sprachen wie JavaScript - TypeScript ist da echt wie der Prinz auf dem weißen Pferd um die Ecke erschienen. Seitdem nutze ich auch React mit TypeScript, naja, zurück zur Frage. Ich würde mich auch gerne wieder mit C++ beschäftigen (wenn auch eher privat), nur stellt sich mir neben der Frage der Wichtigkeit einer Spezialisierung auch die Frage der beruflichen Verwertbarkeit. Ich bevorzuge es, nicht auf zu viele Hochzeiten zu tanzen, sondern mich auf die Sprache zu konzentrieren, vor allem bei JavaScript hat es mir enorm geholfen. Viele Konzepte von JavaScript waren gewöhnungsbedürftig, jedoch sehr interessant und angenehm, sobald diese verstanden wurden. TypeScript war dann das Sahnehäubchen mit strikter Typisierung. Nur denke ich, sobald ich mich aufteile, dass es in Richtung Oberflächenexpertise verläuft und es auch in Bewerbungsunterlagen entsprechend auffällt.

    Danke vielmals!
    Viele Grüße,
    Patrik



  • Hmm...
    Wegen der Corona Situation ist es grad etwas schwierig, den Markt zu beurteilen. Davor hätte ich gesagt, Informatiker sind gefragt und es gibt auf jeden Fall genügend Firmen, die gezwungenermaßen weniger anspruchsvoll sind. Aber zur Zeit muss man hier noch abwarten. So lange aber nicht alles zusammenbricht, dürfte es schon klappen.

    Spezialisierung an sich, gerade im Studium, finde ich nicht gerade erstrebenswert. Allerdings funktioniert etwas anderes auch nicht wirklich. Ich hatte mich im Studium auch sehr stark auf .NET spezialisiert, und hatte jetzt seit 10 Jahren nichts mehr damit zu tun. Ich hatte im Studium aber auch die Möglichkeit, völlig unterschiedliche Sachen auszuprobieren.
    Wichtiger ist, dass du gutes Grundwissen aufbaust und flexibel bist.



  • Die Programmiersprachen, die man im Studium lernt, werden aus meiner Sicht überschätzt. Ich bin erst mitten im 2. Semester, daher kann ich da nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, dass es so wirklich ist ... zumal ja auch jede Uni verschieden ist.

    Allerdings liegt der Fokus eines Informatik Studiengang aus meiner Sicht erstmal auf Mathe und Theoretischer Informatik, das sind tendenziell auch die schwierigsten Fächer, wo zumindest bei uns auch jeder 90% seiner Zeit reinsteckt.
    Man hat auch Programmierkurse und ähnliches z.B. bei uns C im 1. Semester, WebEng im 1. Semester, Java im 2. Semester etc. und da lernt man teilweise auch einiges, wenn man das Glück eines guten Dozenten hat (wobei man da aus meiner Erfahrung so ne 50%ige Change hat) ... aber von Spezialisierung kannst du da auf keinen Fall reden. Man lernt die basics, manchmal auch schon ein paar fortgeschrittene Themen, richtige Projekte wird man aus Zeitgründen wohl eher nicht machen.

    Was ich damit sagen will: Was für eine Programmiersprache die Uni lernt, ist aus meiner Sicht relativ irrelevant ... Java, C++, C, Python gehören vermutlich so zu den häufigsten. Du wirst egal wo basics lernen, die ja in den meisten Programmiersprachen eh relativ ähnlich sind. Der Fokus liegt nicht auf dem Programmieren und wenn du da beruflich durchstarten willst, dann führt am privaten Programmieren auch kein Weg vorbei.

    Und das war jetzt für Informatik ... naja Medieninformatik ... das ist ja grob nur noch 50% Informatik, das wird vermutlich nochmal etwas abgespeckter in dem Bereich sein.

    Persönlich finde ich Spezialisierung nicht so wichtig. Es macht allerdings durchaus Sinn, sich am Anfang auf eine Programmiersprache etwas zu fokussieren, glaube da kommt man einfach schneller voran (C++ eignet sich aus meiner Sicht da ganz gut für, weil man Grundlagen lernt, die einem in so ziemlich jeder anderen Programmiersprache dann auch helfen).
    Das Fachwissen eignet man sich dann auch im Beruf und in privaten Projekten an.



  • Moin @Mechanics und @Leon0402,

    ich bin euch enorm dankbar für die Erfahrungswerte.

    Was ich bei euch beiden ganz klar herauslesen kann, ist, dass die Grundlagen sehr wichtig sind, jedoch auch eine gewisse Fokussierung, bzw. Orientierung gegeben sein sollte. Mir waren die Grundlagen immer wichtig, z.B. war es erstmal gewöhnungsbedürftig, von einer klassenbasierten Sprache zu einer prototypenbasierten zu springen. Hier explizit JavaScript, aber auch viele Kleinigkeiten wie unterschiedliche implizite Konvertierungen, welche je nach Sprache abweichen können.

    Ich muss gestehen, wo ich damals mit, ich glaube, 14 Jahren von Rheinwerk (damals Galileo Computing) ein Fachbuch für die Webentwicklung erwarb, dachte ich, ich habe ein solides Buch vorliegen. Meine Kenntnisse in JavaScript beschränkten sich auf jQuery, so wie im Buch auch ständig verwendet, weitere Sprachbestandteile waren kaum drinnen (bspw. keine Vererbungen oder Erklärungen zu den unterschiedlichen Datentypen etc. pp.) und ich dachte Wunder, welch tiefes Wissen ich nun in JavaScript hätte (schäme mich im Nachhinein...). Hätte jemand gefragt, was eine "Constructor function" wäre, wäre ich aufgeschmissen gewesen. Genauso hatte ich ein Buch mit, ich glaube, dem Titel "Grundkurs C++" von Jürgen Wolf, wo ich an der einen oder anderen Stelle Widersprüche fand, war für mich als Einsteiger extrem anstregend, obwohl das Buch gut bewertet ist. Vielleicht bin ich auch zu dämlich gewesen, sein Buch zu verstehen.

    Inzwischen hole ich mir, sofern im Netz nichts zu finden ist, meine Literatur bei O'Reilly.

    @Mechanics:

    Was mich an .NET inzwischen begeistert, ist der Richtungswechsel seitens Microsoft. Ich überlege, einen Blick auf Avalonia zu werfen (eine cross-platform GUI für .NET).
    Ich hoffe, dass es im November, wenn .NET 5 veröffentlicht wird, noch mehr Gründe zum Freuen gibt. Zumindest läuft .NET dann unter einem Banner.

    @Leon0402

    Mathe, oh, damit hast Du ein Fass aufgemacht. Ich habe mir von Gerald Teschl die beiden Bänder "Mathematik für Informatiker" erworben und arbeite diese seit ein paar Monaten parallel durch.

    Ich muss auch zusehen, dass ich mir GitHub einrichte, um mal Projekte wie ein Headless-CMS auf Basis von ASP.NET oder Node.js hochzuladen, inklusive Portfolioseite. Scheint wohl inzwischen sehr wichtig zu sein.

    Danke euch!



  • Jap, sieh zu, dass du Mathe hinkriegst!
    Im 1. Semester hatte ich mit Mathe 1 analytischer Geometrie kaum Probleme, guter Dozent, gute Erklärungen, durchaus anspruchsvoll, aber machbar ...

    Im 2. Semster habe ich mit Mathe 2 Analysis nicht mehr so viel Glück ... trotz guter Vorkenntnisse (gute Schulleistungen) bereitet mir das Fach grade große Probleme ... die Wochenenden gehen aktuell also komplett für Mathe drauf.



  • @Leon0402 sagte in Orientierungshilfe und Fallstricke:

    C im 1. Semester, ..., Java im 2. Semester

    LOL
    das merkt man dann hier.
    (wer die Anspielung nicht verstanden hat: die Reihenfolge ist sinnfrei, C wurde von Profis für Profis erschaffen, eben weil der Sprachumfang klein ist, muss man zum effektiven Gebrauch sehr viel Praxiserfahrung mitbringen; C kann man nicht lernen und nicht lehren, C muss man begreifen; im Gegensatz dazu wurde Java (von Theoretikern) geschaffen, damit auch noch der letzte Depp unfallfrei was eintippen und das dann schon als Programm und sich als Programmierer bezeichnen und verkaufen kann)

    Meine Meinung zu dem Thema: Hochschullehrer haben zu 100% keinerlei Ahnung von der Praxis, d.h. du fängst mit deinem dort erworbenen "Wissen" in einer Firma mit professioneller Softwareentwicklung bei 0 (Null) an, real gesehen sogar bei < 0, denn in der Firma muss man dir oftmals das an der Uni Gelehrte erstmal wieder austreiben, eben weil dein Wissen praxisirrelevant und oftmals auf aufgeschnappten Halbwissen (auch deiner Lehrer) beruht. Und das ist natürlich für eine Firma wenig attraktiv.

    Mein Tipp: mache in Gottes Namen dort an der Uni diese Scheine aber präsentiere dieses dort erworbene "Wissen" nicht offensiv, nach dem Motto:
    "ich habe 1.Semester C gehört, demzufolge habe ich Pointer verstanden",
    "ich habe 1 Semester Java/C++/... gehört, demzufolge weiß ich, was OOP bedeutet".
    Je nach Firma würden sie dich bei sowas in Vorstellungen/Assessments/... da schnell auflaufen lassen, also gebe ihnen dort keine offene Flanke.
    Ich persönlich habe den Eindruck, dass noch vor 2-3 Jahren jeder Schrott eingestellt wurde, weil das (obere) Management Digitalisierung-affin und somit hörig war; das ist jetzt nicht mehr so (nicht nur wegen Corona).
    Im Übrigen ist die Fokussierung auf eine/wenige Programmiersprachen sehr naiv, in der Firma wirst du sehr viel mehr Themenbereiche abdecken müssen, technische, fachliche und softige. Dort brauchst du Universalwissen; dass du das als Student natürlich nicht haben kannst, wissen auch die Personaler, das erwirbst du dann im Laufe der Zeit.
    Motto (für die erste Zeit) also: Klappe halten und den Altvorderen zuhören.



  • @Leon0402 sagte in Orientierungshilfe und Fallstricke:

    Die Programmiersprachen, die man im Studium lernt, werden aus meiner Sicht überschätzt.

    Das und das was Wutz schreibt... Ich wollte das eigentlich auch erwähnen, habs mir aber gespart. Was du im Studium im Bereich Programmieren "lernst" ist sowieso vernachlässigbar. Ich hatte mich dabei sowieso auf das bezogen, was du nebenbei machst, das habe ich nur nicht klar (bis gar nicht) kommuniziert. Ich hab die ganze Zeit neben dem Studium als Werkstudent gearbeitet, da sammelt man schon sehr viel mehr Erfahrung. Würde ich dir auch unbedingt empfehlen, aber kann halt auch nicht jeder nebenbei arbeiten.
    Und in der Hinsicht finde ich eine gewisse Spezialisierung angebracht. Ich war mehrere Jahre in der gleichen Firma und war dann irgendwann in den ganzen Projekten und Prozessen drin. Das finde ich zielführender, als alle zwei Monate die Firma zu wechseln, und wieder als kompletter Anfänger in einem ganz anderen Bereich anzufangen.
    Dann habe ich aber doch die Firma gewechselt und paar Jahre etwas ganz anderes gemacht. Und im Studium hatte ich versucht, möglichst wieder etwas anderes zu machen.

    Wenn du schon auf alles so ausführlich eingehst... Ich hatte nach etwa 5 Jahren einfach genug von .NET und den typischen Projekten in dem Bereich. Ich war als Werkstudent erstmal auch begeistert von der ganzen Enterprise Schiene, aber irgendwann hatte ich halt einfach mehr als genug davon.



  • @Leon0402

    Falls es Dir hilft: https://www.amazon.de/gp/product/B071RZTK22/ref=series_rw_dp_sw
    Ich habe mir die Bücher bei Thalia bestellt, bin damit sehr zufrieden.
    Das Wochenende ist zu schade für Mathe 😛

    @Wutz

    Ich habe mir das meiste mit Literatur von O'Reilly u.ä. angelesen. Mit Rheinwerk habe ich vor ca. zehn Jahren schon schlechte Erfahrung gemacht...

    UND ich weiß immer noch nicht wirklich was mit Pointern anzufangen.
    Aber das Buch Grundkurs C++ von Jürgen Wolf hat mir vor Jahren nicht wirklich geholfen. Mir fielen Widersprüche auf, aber ich denke, ich habe einfach nicht den schlauen Kopf dafür, um das Buch zu verstehen.

    @Mechanics

    Dass Du die Situation außerhalb der Hochschule meinst, hatte ich vermutet.
    Der Grund, warum ich mich fokussiere, ist mein Anspruch, in einer Domäne fit zu sein und dadurch auch, sofern der Arbeitsmarkt dies verlangt, problemlos wechseln zu können - Sprachen und die dazugehörigen Ökosysteme sehe ich eher als Werkzeug, nicht als religöse Haltung.

    Ich wollte wissen, wie ich das Frontend umsetze, wie im Backend mit einem ORM gearbeitet wird, wie REST funktioniert, wie ich aus JSON-Zeichenketten Objekte, Arrays usw. bilden kann. Wie implizite Konvertierungen unterschiedlich gehandhabt werden bei verschiedenen Sprachen. Das waren für mich die Beweggründe. Vorgehensweisen in Sprache A kapieren, um dann bei Bedarf das Wissen auf Sprache B anwenden zu können.

    "Wenn du schon auf alles so ausführlich eingehst... Ich hatte nach etwa 5 Jahren einfach genug von .NET und den typischen Projekten in dem Bereich."

    Nur habe ich mich bis jetzt seit elf Jahren damit beschäftigt und, so muss ich gestehen, statt mich mit dem Realschulabschluss zu beschäftigen, den Kopf in Fachbücher gesteckt. Gebracht hat mir das nichts, ich war sehr introvertiert und der damalige Schulabschluss hat mich in meinen Plänen in Richtung einer Ausbildung zum FIAE behindert.

    "Ich hab die ganze Zeit neben dem Studium als Werkstudent gearbeitet"

    Das selbe habe ich vor, sobald ich das Code-Bootcamp diesen Dezember beende. Bei Partnerunternehmen auffallen und möglichst (in Vollzeit) einen Fuß in die Tür bekommen. Vor allem möchte ich dadurch sehen, wie Seniors, also Leute wie Du und @Wutz, entwickeln.

    Frage an @Mechanics und @Wutz

    Macht es Sinn, sich bereits parallel mit Design Patterns zu beschäftigen, also Literatur durcharbeiten, oder sollte ich erstmal anfangen zu arbeiten?

    Genießt den sonnigen Samstag!



  • @patrik-kuehl sagte in Orientierungshilfe und Fallstricke:

    Aber das Buch Grundkurs C++ von Jürgen Wolf hat mir vor Jahren nicht wirklich geholfen.

    siehe ebenda
    Pfuscher JW 1.0
    Pfuscher JW 2.0



  • @patrik-kuehl sagte in Orientierungshilfe und Fallstricke:

    wie ich aus JSON-Zeichenketten Objekte, Arrays usw. bilden kann.

    Das hört sich jetzt zwar etwas komisch an, aber ansonsten scheinst du dir schon einiges angeeignet zu haben, das ist durchaus nicht schlecht für einen Studienanfänger.
    Und ja, ich habe schon alles mögliche an Inkompetenz gesehen und erlebt...

    "Design Patterns" sind erstmal nichts besonderes. Vor allem die ursprünglichen Design Patterns von der GoF sind vermutlich in paar Tagen durchgearbeitet. Viele davon sind auch recht "speziell". z.B. Iterator. Wenn ich mit C++ arbeite, ist das für mich sowieso etwas alltägliches, Java hat eine komische Vorstellung von Iteratoren, und in anderen Sprachen hat/braucht man das Konzept vielleicht gar nicht.
    Im .NET Bereich hast du dann aber vermutlich eher Architektur Pattern, die wichtig sind, z.B. MVVM, Unit of Work, Repositories usw... Das ist schon komplizierter/spezieller, liegt vielleicht auch nicht jedem. Wenn du ernsthaft mit .NET arbeitest und nicht gerade in so eine amateurhafte Klitsche reinkommst, dann wirst du da nicht drum rum kommen. Das kannst du dir dann aber auch in der Arbeit zeigen lassen. Ich würde zumindest nicht von einem Studenten erwarten, dass er schon ein Experte auf dem Gebiet ist. Als Student (vor allem am Anfang) interessiert man sich eher noch für andere Sachen.



  • @Wutz

    Vielen Dank für die Links!

    Ich habe Rheinwerk als möglichen Fachverlag nun komplett aus meiner Festplatte im Schädel gelöscht...
    Mich haben die Beiträge eben auch getriggert, in anderen Foren nachzuschauen, ich bin schockiert.
    Aber die Erfahrung, dass ein JavaScript-Buch (zugegebenermaßen ggf. nicht aktuell, da ich es 2010 gelesen habe) fast nur jQuery behandelt, bestätigt meinen Eindruck von Rheinwerk.

    @Mechanics

    Ja, hört sich wirklich komisch an, jedoch scheint es zu existieren und Anwendungsgebiete zu haben: https://developer.mozilla.org/en-US/docs/Web/JavaScript/Reference/Global_Objects/JSON/parse

    "Im .NET Bereich hast du dann aber vermutlich eher Architektur Pattern, die wichtig sind, z.B. MVVM, Unit of Work, Repositories usw."

    Ich behalte das im Hinterkopf, danke Dir für die Tipps!
    Und ja, ich werde mir das von Seniors zeigen lassen (wollen), ich werde mich wohl extrem unwissend fühlen, sobald der Einstieg als Werkstudent erfolgt 😅

    Nebenbei, extrem nettes Forum.
    Keine Flame-Wars, sachliche Beurteilung, werde hier gerne öfter reinschauen!



  • @patrik-kuehl sagte in Orientierungshilfe und Fallstricke:

    Ja, hört sich wirklich komisch an, jedoch scheint es zu existieren und Anwendungsgebiete zu haben

    Das meinte ich nicht. Sondern, dass du das extra erwähnen musst 😉 Ich meine, für jemanden, der von ORM redet, sollte es doch selbstverständlich sein, aus "Json Objekte zu bilden".
    Es gibt ganz unterschiedliche Studenten, da brauchst du keine Angst zu haben. Ich würde sagen, kaum die Häfte meiner Kommilitonen aus dem ersten hat es ins zweite Semester geschafft. Und auch davon konnten viele mit dem Programmieren noch kaum was anfangen.

    Doch, es gibt hier Flamewars 😉 Das gehört dazu 🙂



  • @Mechanics

    Jetzt komme ich hinterher, ja - nach dem Motto im Dunkeln hört man schlechter.

    "Doch, es gibt hier Flamewars 😉 Das gehört dazu 🙂"

    Gut, ich werde mich dann dort wohl nie einklinken^^



  • @patrik-kuehl
    Wenn ich an meine Studienzeit an der TU zurückdenke, so schätze ich das nur in 5% der Lehrzeit Programmierung gelehrt wurde. Meistens ging es nach dem Motto "Das soeben gelehrte wollen wir in Programmiersprache XYZ nachvollziehen. Die Grundkonstrukte sehen so aus, eine kurze Einführung findet man unter www.xyz. Viel Spaß mit der folgenden Aufgabe."

    Entsprechend waren die Übungen öfters Programmieraufgaben.

    Informatik ist aber nicht nur Programmierung.

    In meinem Vordiplom (heute Bachelor) kamen Themen wie wie Komplexitätstheorie, Grundlegende Datenstrukturen, Automatentheorie, Turingmaschinen, Wie funktioniert ein Rechner?, Wie funktioniert eine Projektverwaltung?, Mathematik,... vor

    Im Hauptdiplom (heute Master) spezialisierte ich mich in Richtung Mobilfunktechnik. Ich durfte von heute auf morgen zu den E-Technikern. CDMA Mobilfunksysteme, Entwicklung digitaler Filter, Nachrichtentheorie, Robotik, künstliche Intelligenz, Rechnersysteme, Parallelrechner, Modellierungselemente (UML),... waren dort Themen.

    Und überall wurde Mathematik benutzt.

    Am besten meldest du dich aber mal in der Fachschaft. Die können dir dort besser helfen.



  • @patrik-kuehl
    Ich will es noch anders formulieren: Stell dir vor du hättest die Aufgabe eine Ampelsteuerung zu programmieren. Wie geht man da vor?

    Das ist die Hauptaufgabe des Studiums



  • @Quiche-Lorraine sagte in Orientierungshilfe und Fallstricke:

    @patrik-kuehl
    Ich will es noch anders formulieren: Stell dir vor du hättest die Aufgabe eine Ampelsteuerung zu programmieren. Wie geht man da vor?

    Das ist die Hauptaufgabe des Studiums

    Ich hoffe, ich kann Deine Frage bzgl. des Vorgangs einer sinnigen Programmierung einer Ampelsteuerung in Zukunft beantworten. Ich denke, ohne das notwendige Wissen würde ich mich lächerlich machen.



  • Auch schon mal ein duales Studium in Erwägung gezogen?

    Ich mache eins: Ist stressig und man kann sich die Hochschule nicht so wirklich aussuchen (Man weiß aber natürlich welche Firma mit welcher Hochschule kooperiert). Die positiven Seiten sind, dass man natürlich wesentlich mehr praktische Erfahrung bekommt durch das Arbeiten im Betrieb , fürs studieren und arbeiten bezahlt wird und gute Berufsaussichten danach hat (die meisten großen Firmen haben z.B. eine Übernahmegarantie ... entgegen der allgemeinen Vorstellung, ist man aber bei keinem größerem Unternehmen an dieses danach gebunden ... man kann also die Firma direkt nach Studienabschluss wechseln, wenn man möchte).

    Man muss sich natürlich bewerben, allerdings sehe ich die Chancen für dich da nach deiner Beschreibung relativ gut. Dein Lebenslauf würde ich hier nicht unbedingt als Nachteil sehen ... wie sich der entwickelt mit Abendgymansium, boot camp etc. wird dir eher als Vorteil ausgelegt werden. Firmen suchen (jetzt mal Corona unabhängig) nach Informatikern und dementsprechend ist der Fokus darauf, dass sie überzeugt sind, dass du das Studium schaffst ... und da spricht dein engagement für dich.

    dummen Sprüchen meines Klassenlehrers der HTML als Programmiersprache bezeichnete, habe ich es geschmissen

    Egal wofür du dich entscheidest, du wirst garantiert noch mindestens einen Dozenten, Arbeitskollegen etc. bekommen, der dir irgendeinen Schwachsinn erzählt. Manchmal ist es nicht so schwerwiegend und der Dozent ist offen für die Kritik, manchmal nicht. Da muss man durch.
    Das wichtigste ist, dass du erkennst, wenn du Schwachsinn erzählst bekommst und dementsprechend darauf achtest, dass du den Schwachsinn für die Prüfung kannst und dann wieder schnell vergisst.



  • @Leon0402

    Ich hatte im Vorjahr mit dem Gedanken gespielt. Es wäre jedoch keine Vereinbarkeit mit dem Code-Bootcamp gegeben, wobei ich mich auch für diesen Weg entschieden habe, da dieser finanziell (in meiner Situation) besser zu stemmen ist.

    Es gibt noch ein paar andere Gründe, denn zum einen bin ich am Wohnort gebunden (extrem günstige und riesige Wohnung) und zum anderen besteht bei Ausbildungen (und dualen Studiengängen) das Risiko, dass man bei der Betriebswahl auch ins Klo greifen kann. Genau diese Erfahrung durfte ich machen, leider.

    Und wenn mir das passiert, gefährde ich indirekt auch die Ausbildung, bzw. das Studium dadurch, da ich mal eben mindestens drei Jahre an diesem Betrieb gebunden bin.

    "Egal wofür du dich entscheidest, du wirst garantiert noch mindestens einen Dozenten, Arbeitskollegen etc. bekommen, der dir irgendeinen Schwachsinn erzählt."

    Ja, das Thema ist auch abgehakt. Ich bin mittlerweile gut geschult darin, auszuschalten 🙃

    Freut mich jedoch, dass Du einen guten Betrieb gefunden hast und zufrieden bist!



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