Orientierungshilfe und Fallstricke



  • @patrik-kuehl sagte in Orientierungshilfe und Fallstricke:

    wie ich aus JSON-Zeichenketten Objekte, Arrays usw. bilden kann.

    Das hört sich jetzt zwar etwas komisch an, aber ansonsten scheinst du dir schon einiges angeeignet zu haben, das ist durchaus nicht schlecht für einen Studienanfänger.
    Und ja, ich habe schon alles mögliche an Inkompetenz gesehen und erlebt...

    "Design Patterns" sind erstmal nichts besonderes. Vor allem die ursprünglichen Design Patterns von der GoF sind vermutlich in paar Tagen durchgearbeitet. Viele davon sind auch recht "speziell". z.B. Iterator. Wenn ich mit C++ arbeite, ist das für mich sowieso etwas alltägliches, Java hat eine komische Vorstellung von Iteratoren, und in anderen Sprachen hat/braucht man das Konzept vielleicht gar nicht.
    Im .NET Bereich hast du dann aber vermutlich eher Architektur Pattern, die wichtig sind, z.B. MVVM, Unit of Work, Repositories usw... Das ist schon komplizierter/spezieller, liegt vielleicht auch nicht jedem. Wenn du ernsthaft mit .NET arbeitest und nicht gerade in so eine amateurhafte Klitsche reinkommst, dann wirst du da nicht drum rum kommen. Das kannst du dir dann aber auch in der Arbeit zeigen lassen. Ich würde zumindest nicht von einem Studenten erwarten, dass er schon ein Experte auf dem Gebiet ist. Als Student (vor allem am Anfang) interessiert man sich eher noch für andere Sachen.



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  • @patrik-kuehl sagte in Orientierungshilfe und Fallstricke:

    Ja, hört sich wirklich komisch an, jedoch scheint es zu existieren und Anwendungsgebiete zu haben

    Das meinte ich nicht. Sondern, dass du das extra erwähnen musst 😉 Ich meine, für jemanden, der von ORM redet, sollte es doch selbstverständlich sein, aus "Json Objekte zu bilden".
    Es gibt ganz unterschiedliche Studenten, da brauchst du keine Angst zu haben. Ich würde sagen, kaum die Häfte meiner Kommilitonen aus dem ersten hat es ins zweite Semester geschafft. Und auch davon konnten viele mit dem Programmieren noch kaum was anfangen.

    Doch, es gibt hier Flamewars 😉 Das gehört dazu 🙂



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  • @patrik-kuehl
    Wenn ich an meine Studienzeit an der TU zurückdenke, so schätze ich das nur in 5% der Lehrzeit Programmierung gelehrt wurde. Meistens ging es nach dem Motto "Das soeben gelehrte wollen wir in Programmiersprache XYZ nachvollziehen. Die Grundkonstrukte sehen so aus, eine kurze Einführung findet man unter www.xyz. Viel Spaß mit der folgenden Aufgabe."

    Entsprechend waren die Übungen öfters Programmieraufgaben.

    Informatik ist aber nicht nur Programmierung.

    In meinem Vordiplom (heute Bachelor) kamen Themen wie wie Komplexitätstheorie, Grundlegende Datenstrukturen, Automatentheorie, Turingmaschinen, Wie funktioniert ein Rechner?, Wie funktioniert eine Projektverwaltung?, Mathematik,... vor

    Im Hauptdiplom (heute Master) spezialisierte ich mich in Richtung Mobilfunktechnik. Ich durfte von heute auf morgen zu den E-Technikern. CDMA Mobilfunksysteme, Entwicklung digitaler Filter, Nachrichtentheorie, Robotik, künstliche Intelligenz, Rechnersysteme, Parallelrechner, Modellierungselemente (UML),... waren dort Themen.

    Und überall wurde Mathematik benutzt.

    Am besten meldest du dich aber mal in der Fachschaft. Die können dir dort besser helfen.



  • @patrik-kuehl
    Ich will es noch anders formulieren: Stell dir vor du hättest die Aufgabe eine Ampelsteuerung zu programmieren. Wie geht man da vor?

    Das ist die Hauptaufgabe des Studiums



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  • Auch schon mal ein duales Studium in Erwägung gezogen?

    Ich mache eins: Ist stressig und man kann sich die Hochschule nicht so wirklich aussuchen (Man weiß aber natürlich welche Firma mit welcher Hochschule kooperiert). Die positiven Seiten sind, dass man natürlich wesentlich mehr praktische Erfahrung bekommt durch das Arbeiten im Betrieb , fürs studieren und arbeiten bezahlt wird und gute Berufsaussichten danach hat (die meisten großen Firmen haben z.B. eine Übernahmegarantie ... entgegen der allgemeinen Vorstellung, ist man aber bei keinem größerem Unternehmen an dieses danach gebunden ... man kann also die Firma direkt nach Studienabschluss wechseln, wenn man möchte).

    Man muss sich natürlich bewerben, allerdings sehe ich die Chancen für dich da nach deiner Beschreibung relativ gut. Dein Lebenslauf würde ich hier nicht unbedingt als Nachteil sehen ... wie sich der entwickelt mit Abendgymansium, boot camp etc. wird dir eher als Vorteil ausgelegt werden. Firmen suchen (jetzt mal Corona unabhängig) nach Informatikern und dementsprechend ist der Fokus darauf, dass sie überzeugt sind, dass du das Studium schaffst ... und da spricht dein engagement für dich.

    dummen Sprüchen meines Klassenlehrers der HTML als Programmiersprache bezeichnete, habe ich es geschmissen

    Egal wofür du dich entscheidest, du wirst garantiert noch mindestens einen Dozenten, Arbeitskollegen etc. bekommen, der dir irgendeinen Schwachsinn erzählt. Manchmal ist es nicht so schwerwiegend und der Dozent ist offen für die Kritik, manchmal nicht. Da muss man durch.
    Das wichtigste ist, dass du erkennst, wenn du Schwachsinn erzählst bekommst und dementsprechend darauf achtest, dass du den Schwachsinn für die Prüfung kannst und dann wieder schnell vergisst.



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