Orientierungshilfe und Fallstricke



  • @patrik-kuehl sagte in Orientierungshilfe und Fallstricke:

    wie ich aus JSON-Zeichenketten Objekte, Arrays usw. bilden kann.

    Das hört sich jetzt zwar etwas komisch an, aber ansonsten scheinst du dir schon einiges angeeignet zu haben, das ist durchaus nicht schlecht für einen Studienanfänger.
    Und ja, ich habe schon alles mögliche an Inkompetenz gesehen und erlebt...

    "Design Patterns" sind erstmal nichts besonderes. Vor allem die ursprünglichen Design Patterns von der GoF sind vermutlich in paar Tagen durchgearbeitet. Viele davon sind auch recht "speziell". z.B. Iterator. Wenn ich mit C++ arbeite, ist das für mich sowieso etwas alltägliches, Java hat eine komische Vorstellung von Iteratoren, und in anderen Sprachen hat/braucht man das Konzept vielleicht gar nicht.
    Im .NET Bereich hast du dann aber vermutlich eher Architektur Pattern, die wichtig sind, z.B. MVVM, Unit of Work, Repositories usw... Das ist schon komplizierter/spezieller, liegt vielleicht auch nicht jedem. Wenn du ernsthaft mit .NET arbeitest und nicht gerade in so eine amateurhafte Klitsche reinkommst, dann wirst du da nicht drum rum kommen. Das kannst du dir dann aber auch in der Arbeit zeigen lassen. Ich würde zumindest nicht von einem Studenten erwarten, dass er schon ein Experte auf dem Gebiet ist. Als Student (vor allem am Anfang) interessiert man sich eher noch für andere Sachen.



  • @Wutz

    Vielen Dank für die Links!

    Ich habe Rheinwerk als möglichen Fachverlag nun komplett aus meiner Festplatte im Schädel gelöscht...
    Mich haben die Beiträge eben auch getriggert, in anderen Foren nachzuschauen, ich bin schockiert.
    Aber die Erfahrung, dass ein JavaScript-Buch (zugegebenermaßen ggf. nicht aktuell, da ich es 2010 gelesen habe) fast nur jQuery behandelt, bestätigt meinen Eindruck von Rheinwerk.

    @Mechanics

    Ja, hört sich wirklich komisch an, jedoch scheint es zu existieren und Anwendungsgebiete zu haben: https://developer.mozilla.org/en-US/docs/Web/JavaScript/Reference/Global_Objects/JSON/parse

    "Im .NET Bereich hast du dann aber vermutlich eher Architektur Pattern, die wichtig sind, z.B. MVVM, Unit of Work, Repositories usw."

    Ich behalte das im Hinterkopf, danke Dir für die Tipps!
    Und ja, ich werde mir das von Seniors zeigen lassen (wollen), ich werde mich wohl extrem unwissend fühlen, sobald der Einstieg als Werkstudent erfolgt 😅

    Nebenbei, extrem nettes Forum.
    Keine Flame-Wars, sachliche Beurteilung, werde hier gerne öfter reinschauen!



  • @patrik-kuehl sagte in Orientierungshilfe und Fallstricke:

    Ja, hört sich wirklich komisch an, jedoch scheint es zu existieren und Anwendungsgebiete zu haben

    Das meinte ich nicht. Sondern, dass du das extra erwähnen musst 😉 Ich meine, für jemanden, der von ORM redet, sollte es doch selbstverständlich sein, aus "Json Objekte zu bilden".
    Es gibt ganz unterschiedliche Studenten, da brauchst du keine Angst zu haben. Ich würde sagen, kaum die Häfte meiner Kommilitonen aus dem ersten hat es ins zweite Semester geschafft. Und auch davon konnten viele mit dem Programmieren noch kaum was anfangen.

    Doch, es gibt hier Flamewars 😉 Das gehört dazu 🙂



  • @Mechanics

    Jetzt komme ich hinterher, ja - nach dem Motto im Dunkeln hört man schlechter.

    "Ich würde sagen, kaum die Häfte meiner Kommilitonen aus dem ersten hat es ins zweite Semester geschafft."

    Bleibt zu hoffen, dass ich nicht zu der einen Hälfte gehören werde.
    Aber ich lese mich derzeit ohnehin in die Mathematikbänder von Gerald Teschl ein, um genau das zu vermeiden...

    Selbst in der schulischen Ausbildung zum TAI vor knapp neun/acht Jahren sind die meisten abgesprungen, sobald C auf dem Lehrplan stand. Ich schaue mal, ob ich mir ein "vernünftiges" C++-Buch zulege, zumal C++ für die Entwicklung von nativen Modulen für Node.js interessant wäre. Ich durchforste nachher das Forum nach Literaturempfehlungen, wo ja klarerweise nicht der Grundkurs C++ von JW dazugehört.

    "Doch, es gibt hier Flamewars 😉 Das gehört dazu 🙂"

    Gut, ich werde mich dann dort wohl nie einklinken^^



  • @patrik-kuehl
    Wenn ich an meine Studienzeit an der TU zurückdenke, so schätze ich das nur in 5% der Lehrzeit Programmierung gelehrt wurde. Meistens ging es nach dem Motto "Das soeben gelehrte wollen wir in Programmiersprache XYZ nachvollziehen. Die Grundkonstrukte sehen so aus, eine kurze Einführung findet man unter www.xyz. Viel Spaß mit der folgenden Aufgabe."

    Entsprechend waren die Übungen öfters Programmieraufgaben.

    Informatik ist aber nicht nur Programmierung.

    In meinem Vordiplom (heute Bachelor) kamen Themen wie wie Komplexitätstheorie, Grundlegende Datenstrukturen, Automatentheorie, Turingmaschinen, Wie funktioniert ein Rechner?, Wie funktioniert eine Projektverwaltung?, Mathematik,... vor

    Im Hauptdiplom (heute Master) spezialisierte ich mich in Richtung Mobilfunktechnik. Ich durfte von heute auf morgen zu den E-Technikern. CDMA Mobilfunksysteme, Entwicklung digitaler Filter, Nachrichtentheorie, Robotik, künstliche Intelligenz, Rechnersysteme, Parallelrechner, Modellierungselemente (UML),... waren dort Themen.

    Und überall wurde Mathematik benutzt.

    Am besten meldest du dich aber mal in der Fachschaft. Die können dir dort besser helfen.



  • @patrik-kuehl
    Ich will es noch anders formulieren: Stell dir vor du hättest die Aufgabe eine Ampelsteuerung zu programmieren. Wie geht man da vor?

    Das ist die Hauptaufgabe des Studiums



  • @Quiche-Lorraine sagte in Orientierungshilfe und Fallstricke:

    @patrik-kuehl
    Ich will es noch anders formulieren: Stell dir vor du hättest die Aufgabe eine Ampelsteuerung zu programmieren. Wie geht man da vor?

    Das ist die Hauptaufgabe des Studiums

    Ich muss gestehen, da ich an der TH Lübeck studieren werde, wird der Programmieranteil etwas höher sein, als an einer TU. Ist jetzt jedoch eher eine Mutmaßung meinerseits, da das Studium erst im September startet.

    Ich hatte mir mehrere Hochschulen und Universitäten in Hamburg und Umgebung angesehen, darunter Universität Hamburg, FH Wedel, TH Lübeck und TUHH. Ich bin mir sicher, dass ich das Studium an der TUHH nicht überleben würde.
    Die Begriffe Komplexitätstheorie, Grundlegende Datenstrukturen, Automatentheorie, Turingmaschinen wurden in Vorstellungsveranstaltungen genannt, bzw. ähnliche Begriffe und außer mit Datenstrukturen kann ich bisher nichts einordnen. Ich hatte mal aufgeschnappt, dass sich die Komplexitätstheorie um die Beurteilung der Ressourcen einer Berechnung kümmert, bin mir aber sicher, dass ich mit dieser Laiendefinition komplett falsch liege.

    "Informatik ist aber nicht nur Programmierung."

    Das habe ich mir bereits dick vermerkt, weshalb ich mich mit passender Literatur über den Oberstufenmathematikunterricht hinaus vorbereiten kann.
    Ich möchte nicht den Fehler machen, direkt am Anfang des Studiums durch eines der dicken Mathemodule zu fliegen.

    Die Beschreibung Deinerseits bzgl. des Studienverlaufes entspricht in etwa auch jenen an der TH Lübeck. Der Bachelor der Medieninformatik hat tausend Themen, welche querbeet abgehandelt werden und im Master kommen mehr Wahlmöglichkeiten.

    Jedoch werde ich mich letztendlich darum bemühen, so wie von @Wutz und @Mechanics angemerkt, im "echten Arbeitsleben" berufsrelevante Kenntnisse aufzubauen. Als baldiger Absolvent eines Abendgymnasiums muss ich langsam zusehen, zum Schuss zu kommen. Bei den Infoveranstaltungen an Hochschulen waren wir Abendgymnasiasten teils älter als die, die uns eingeführt haben...

    Ich hoffe, ich kann nach dem Bachelor, bzw. nach dem Master Deine Frage bzgl. des Vorgangs einer sinnigen Programmierung einer Ampelsteuerung beantworten. Ich denke, ohne das notwendige Wissen aus Hochschule und Werkstudententätigkeit würde ich mich lächerlich machen.



  • Auch schon mal ein duales Studium in Erwägung gezogen?

    Ich mache eins: Ist stressig und man kann sich die Hochschule nicht so wirklich aussuchen (Man weiß aber natürlich welche Firma mit welcher Hochschule kooperiert). Die positiven Seiten sind, dass man natürlich wesentlich mehr praktische Erfahrung bekommt durch das Arbeiten im Betrieb , fürs studieren und arbeiten bezahlt wird und gute Berufsaussichten danach hat (die meisten großen Firmen haben z.B. eine Übernahmegarantie ... entgegen der allgemeinen Vorstellung, ist man aber bei keinem größerem Unternehmen an dieses danach gebunden ... man kann also die Firma direkt nach Studienabschluss wechseln, wenn man möchte).

    Man muss sich natürlich bewerben, allerdings sehe ich die Chancen für dich da nach deiner Beschreibung relativ gut. Dein Lebenslauf würde ich hier nicht unbedingt als Nachteil sehen ... wie sich der entwickelt mit Abendgymansium, boot camp etc. wird dir eher als Vorteil ausgelegt werden. Firmen suchen (jetzt mal Corona unabhängig) nach Informatikern und dementsprechend ist der Fokus darauf, dass sie überzeugt sind, dass du das Studium schaffst ... und da spricht dein engagement für dich.

    dummen Sprüchen meines Klassenlehrers der HTML als Programmiersprache bezeichnete, habe ich es geschmissen

    Egal wofür du dich entscheidest, du wirst garantiert noch mindestens einen Dozenten, Arbeitskollegen etc. bekommen, der dir irgendeinen Schwachsinn erzählt. Manchmal ist es nicht so schwerwiegend und der Dozent ist offen für die Kritik, manchmal nicht. Da muss man durch.
    Das wichtigste ist, dass du erkennst, wenn du Schwachsinn erzählst bekommst und dementsprechend darauf achtest, dass du den Schwachsinn für die Prüfung kannst und dann wieder schnell vergisst.



  • @Leon0402

    Ich hatte im Vorjahr mit dem Gedanken gespielt.
    Das Bewerben wäre ja nicht das Problem (habe genug Vorstellungsgespräche durch).

    Nur ist bei mir alles abgestimmt.
    Der Studiengang an der TH Lübeck ist größtenteils online und am liebsten lerne ich in Eigenregie.
    Zusätzlich wäre keine Vereinbarkeit mit dem Code-Bootcamp gegeben, wenn Präsenzen verpflichtend sind und die Flexibilität kommt mir, aufgrund der Absicht der Ausübung einer Werkstudententätigkeit, entgegen.

    Es gibt noch ein paar andere Gründe, denn zum einen bin ich am Wohnort gebunden (extrem günstige und riesige Wohnung) und zum anderen besteht bei Ausbildungen (und dualen Studiengängen) das Risiko, dass man bei der Betriebswahl auch ins Klo greifen kann. Genau diese Erfahrung durfte ich machen, absolut verschwendete Lebenszeit in dieser Firma.

    Und wenn mir das passiert, gefährde ich indirekt auch das Studium dadurch, da ich mal eben mindestens drei Jahre an diesem Betrieb gebunden bin. Wenn ich merke, dass mein Werkstudentenjob Müll ist, ist das Studium nicht in Gefahr und die Jobsuche via LinkedIn, StepStone o.ä. ist dann auch nicht weit entfernt.

    "Egal wofür du dich entscheidest, du wirst garantiert noch mindestens einen Dozenten, Arbeitskollegen etc. bekommen, der dir irgendeinen Schwachsinn erzählt."

    Ja, das Thema ist auch abgehakt. Die damalige Entscheidung damals vor knapp acht Jahren hätte ich mir auch sparen können. Wäre ich immer noch so drauf, hätte ich das Abendgymnasium direkt in den ersten Monaten geschmissen. Ich bin mittlerweile gut geschult darin, auszuschalten 🙃

    Freut mich jedoch, dass Du (zumindest augenscheinlich) einen guten Betrieb gefunden hast und zufrieden bist!



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