Homeassistant: Hystereseschwellwert anhand Trendverlauf oder Außentemperatur dynamisch/programmatisch optimal bestimmen?
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Moin, ich hab mir was überlegt, und zwar hab ich ein Thermometer in der Nähe der Tür aufgestellt (quasi kühlste Stelle im Raum). Sobald sich die Tür kurz öffnet, soll durch den Temperaturabfall eine Funktionen einen True-Wert annehmen, und umgekehrt False, wenn sich die Tür wieder schließt. Zurzeit schaue ich einfach, ob der Ableitungswert < -0.5 °C/min wird. Nun ist dieser feste Schwellwert aber stark von der Raum- und Außentemperatur abhängig. Jetzt, wo es draußen eisig ist, beträgt der Temperaturabfall nahe der Tür, je nach Dauer, auch schon mal mehr als -2.0 °C/min. Im Frühjahr oder Frühsommer, so denke ich, könnte sich dies ändern, wenn die Außentemperatur fast höher als die Raumtemperatur wird. Wie kann man also diesen Schwellwert optimal bestimmen? Ich denke, ein Wert zwischen 0 und lokalem Minima der Ableitung wäre gut, aber dann muss ich auf Erfahrungswerte der Vergangenheit zurückgreifen. Oder gäbe es eine Formel, um den mittleren Temperaturabfall, der sich aus der Innen-, Außentemperatur, Größe des Raums und Zeitdauer der Öffnung bemisst, zu ermitteln? Habt ihr eine Idee? Ich möchte, dass der ganze Spaß ganzjährig funktioniert.
Ich meine, mich an den Physikunterricht zu erinnern, dass der Herr Newton schon mal eine Formel dafür hatte.
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Update: Ich hab nun durch manuelle Empirie gute Hysteresewerte gefunden...
Was heißt das? Wenn die Tür nicht geöffnet ist, steigt die Temperatur meist, oder verringert sich nicht mehr als um -0.01. Wenn die Tür geöffnet ist, verringert sich die Temperatur schlagartig um mindestens -0.5. Wenn die Tür geöffnet war, und anschließend wieder geschlossen wird, steigt die Temperatur meist stark um mindestens +0.5 (das sei nur nebenbei erwähnt, ich vermute, kühlere Luft wird sofort durch wärmere verdrängt... aber da geht es stark in die aerodynamische Physik).
Gute Hysteresewerte könnten nun also sein: untere Schwelle: -0.25 und Hysterese: 0.15. Das heißt, wenn der Temperaturabfall unter -0.4 ist == ein, und wenn er über -0.1 ist == aus. Dazwischen wird enthysterisiert.
Noch eine Frage eher theoretische Natur: Wenn die 1. Ableitung die Temperatursteigung (positiv oder negativ...) angibt, gibt dann die 2. Ableitung die Wendepunkte der Steigungen an, und könnten diese Wendepunkte die Werte für die unteren Schwellen sein, wenn ich den unteren Schwellenwert nicht durch manuelle Empirie selbst bestimmen möchte?