Abi... und dann?
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Das duale
Ausbildungssystem ist IMHO absolut schei***.Ich mache bereits meine 2. Ausbildung. Es hängt immer von der Schule und vom Betrieb ab, logisch. Aber wo ich zustimmen kann ist, dass bei technischen Berufen (gerade bei Fachinformatiker) die Ausbildung Käse ist.
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Hallo !
Ich würde dir auch auf jeden Fall raten sofort zu studieren. Ausbildung ist meines erachtens nach vergeudete Zeit. Du machst genug Praktika an der FH. Da bist du im Grundpraktikum mit den Azubis zusammen in einem Betrieb und siehst ja was die machen. Die machen nicht viel in den 3,5 jahren was du später noch verwerten kannst (wenig Theorie eben). Ich hab selber an der FH angefangen Elektrotechnik zu studieren ohne vorher ne Ausbildung gemacht zu haben. Und ich war (*stink*) trotzdem der Beste. Fast alle anderen da hatten ne Ausbildung gemacht vorher. Aber der Stoff reicht höchstens über die ersten 3 Wochen. Das einzige was du in ner Ausbildung vielleicht lernst, ist wie man nen Lötkolben und ein Messgerät benutzt und wie verschiedene Bauteile in Real aussehen... Sollte man m.e. nach schon wissen als Ingenieur. Aber als Hobbybastler hatte ich auch da keine Nachteile gegenüber den Ex-Azubis gehabt.
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Hi
ich hab selber erste eine Lehre gemacht. ( Elektromechaniker neudeutsch Industriegerähteelektroniker) War interesant, da sie an ner speziellen schule ablief (FTS vs-Schwenningen). nur gebracht hat mir die Ausbildung bis auf die Fachhochschulreife für mein studium recht wenig bis garnichts.
das was ich in der Elektronik gelernt hatte waren Faustregeln, und Formeln die man im altag einsetzt. Nur unser Prof hat in der Elektroforlesung dann gleich mit Integrallen und Differenzalen um sich geschmissen. Da frag man sich dann wieso man den Bauteilewert bis auf 7 Nachkommastellen genau berechnen soll, wenn das Bauteil an sich sowiso eine Tolleranz von +/- 20 % hat. Berechnung gut nur nicht in der Praxis umsetzbar, da Bauteile nicht beschaffbar bzw. herstellbar sind, oder zu teuer. Auserdem hab ich mich sowiso gefragt, was diese Forlesung in einem modernen Informatik studium zu suchen hat. Wir müssen ja keine Rechner mehr Eintwickeln, sondern nur noch benutzen.
gruss Termite
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Termite schrieb:
Auserdem hab ich mich sowiso gefragt, was diese Forlesung in einem modernen Informatik studium zu suchen hat. Wir müssen ja keine Rechner mehr Eintwickeln, sondern nur noch benutzen.
Ja, und Mathe braucht man in einem modernen Informatikstudium auch nicht, weil man ja MathCAD installieren kann.
Die Etechnik-Grundlagen macht man, weil dies Grundlagen für Systemtheorie und Dynamik sind... für die ganzen Filteranwendungen im Audio- und Videobereich ist das äußerst hilfreich als Hintergrundwissen. Ein Informatiker sollte solche Dinge schon wissen, man weiß ja nie, ob man wirklich später nur Oracle-Anwendungen für die Allianz-Gruppe hackt.
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Marc++us schrieb:
Ja, und Mathe braucht man in einem modernen Informatikstudium auch nicht, weil man ja MathCAD installieren kann.
Genau, wir holen uns einfach alle im Sekretariat ein X-beliebiges Diplom ab und dann ab in die Praxis das Bruttosozialprodukt pushen. Brauch man eh' nicht, den ganzen Theoriescheiss ... 
Bei der Gelegenheit kann man sich gleich den ganzen teuren Hochschulapparat (einschl. Profs) sparen und das ganze schöne Geld in die Grunschulen transferieren, damit die dummen Kinderchen von heute endlich mal richtig Lesen und Schreiben lernen.

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<story>
Ich hatte mit MathCAD mal ein Schlüsselerlebnis, wo ein junger dynamischer Informatiker eine Taylor-Reihe auf 800 Glieder ausrechnete und wirklich ein Polynom angab, das mit einem x^800 begann um eine bestimmte geforderte Genauigkeit zu bekommen... dabei war sein Arbeitspunkt irgendwo bei x0=10000 oder sowas.Das richtige Polynom 2. Grades am Arbeitspunkt hätte es auch getan.
Vielleicht hätte er mal jemanden fragen sollen der sich damit auskennt.
</story>
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*g*, typisch Informatiker. Ich kenne zwar nicht viele höhersemestrige Informatiker, aber wenn ich sehe, was die Tutoren in unseren Progra-Übungen teilweise als Musterlösung präsentieren dann denke ich mir oft: Warum einfach wenn's auch kompliziert geht?
Zum Thema: Ich denke auch nicht, dass es sich lohnt eine Ausbildung zu machen wenn man sich sicher ist, dass man studieren will. Der Stoff im Studium ist so komprimiert, dass man die Thoerie aus der Ausbildung kaum als Basis sehen kann. In die Praxis kann man nebenbei auch reinleuchten. Ich habe im Moment z.B. den Tick, dass ich zu vielen Themen die wir in der Numerik-Vorlesung durchnehmen einfach mal ein Programm schreibe um ein paar praktische Dinge damit zu berechnen.
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Wobei ich ergänzen will: der Ausdruck "Schlüsselerlebnis" bezieht sich hier auf MathCAD und nicht auf den Informatiker.
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Einem Ingenieur wäre so etwas nicht passiert
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Das kann ich leider nicht unterschreiben. Ich habe als Lehrbeauftragter 3 Semester lang auch angehende Ingenieure im Labor betreut, und es ist erstaunlich, was man mit MathCAD (oder Mapple) alles machen kann... es gibt Leute, die können sogar in nach U = R*I angefallene Meßwerte eine exponentielle Regressionsgerade reingelegen.
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*G*
Ok, aber wo ist das Schlüsselerlebniss mit MathCAD ? Ich verwende das auch ganz gerne mal, man muss halt wissen was man tut. Dann ist auch das Ergebniss ok. Wobei MathCAD nicht wirklich genau rechnet (0 ist nicht 0 sondern 10^-15), da kommen beim Integrieren schonmal lustige Sachen raus. Aber normal reicht die Rechengenauigkeit halt für den Ingenieur völlig aus. Mehr als 2 Stellen hinterm Komma braucht man eh kaum.
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hi
@Marc++us: Grundlagen find ich schon in ordnung, ich hatte auch jede menge Mathe im studium M1 bis M5 TI1 bis TI4 und ich hab fest gestellt das ich davon zumindest den göstten teil mal wieder gebrauchen konnte. Formale Sprachen, Numerik, Automatentheorie, ... nur die eine vorlesung Datenkommunikation http://www.ai-lab.fh-furtwangen.de/studium/studieninhalte/datenkommunikation.shtml war irgendwie nicht mein ding. war ein rundumschlag durch die elektronik und Digitaltechnik bis zur Nachrichtentechnik. Kann auch daranligen, das die Vorlesung recht vollgepackt war.
na ja ich habs überlebt. nur noch Diplomdokumentation fertig schreiben und abgeben und dann hoff ich das ich die FH nur noch besuchen darf
gruss Michael
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etechniker schrieb:
*G*
Ok, aber wo ist das Schlüsselerlebniss mit MathCAD ?
Mußt Du von Hand rechnen, nimmst Du keine Taylor-Reihe mit 800 Gliedern... sondern denkst darüber nach, wie Du mit 4 oder 5 hinkommen würdest.
Aber MathCAD erlaubt es sowas stur durchzuhacken ohne zu denken.
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Termite schrieb:
nur die eine vorlesung Datenkommunikation http://www.ai-lab.fh-furtwangen.de/studium/studieninhalte/datenkommunikation.shtml war irgendwie nicht mein ding.
Wenn du die bei Radi gehabt hast dann kann ich es nachvollziehen

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MaSTaH schrieb:
Einem Ingenieur wäre so etwas nicht passiert
.*lol* Ich bin Mathetutor für Ingenieure an der TU Berlin. Du glaubst nicht, was da für Idioten drinne sitzen. Die können teilweise nichtmal rechnen. Das Schlimme ist: sie kommen durch!
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Das Schlimme ist: sie kommen durch!
Das haste leider überall, denn Prüfungen sind teilweise so konzipiert (ich kann nur von der Ausbildung sprechen, aber im Studium isses ja offensichtlich nicht viel anders), dass man mit Lernen das Ziel erreichen kann. Was auch völlig ok ist, aber die können dann auch wirklich nur das Gelernte, danach is Schluss. In Meiner Ausbildung (3. Jahr) wissen einige nichtmal was Oracle oder C++ ist. Man muss es natürlich nicht können, aber wenn man sich für Informatik interessiert, sollte man die Begriffe zumindest mal gehört haben und einordnen können!
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WebFritzi schrieb:
MaSTaH schrieb:
Einem Ingenieur wäre so etwas nicht passiert
.*lol* Ich bin Mathetutor für Ingenieure an der TU Berlin. Du glaubst nicht, was da für Idioten drinne sitzen. Die können teilweise nichtmal rechnen. Das Schlimme ist: sie kommen durch!
Ich meinte damit nicht, dass Mathematiker das nicht so gut können wie Ingenieure, sondern dass letztere manchmal einfacher an eine Sache ran gehen, weil sie nicht in diesem riesengroßen Mathewald gefangen sind. War btw nicht sonderlich ernst gemeint. Kannst du eher als geflame abstempeln ;).
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Ein Ausbildung würd ich machen wenn du
- mal praktisch etwas machen willst bevor du weiter an die Schulbank gehst
- ein wenig Geld ansammeln willst bevor du studierst
- gute Kontakte zu einer Firma aufbauen willst wo du später ein paar besser als normal bezahlte Studentenjobs nebenbei abgreifen kannst.
- nicht zum praxisfremden Theoretiker werden willst, was leider oft passiert wie ich an meinen Informatik Lehrern gesehen hab, die nie wirklich gearbeitet haben(also Schule als Schüler -> Schule als Lehrer)
- einen kleinen Vorsprung deinen direkt vom Gym kommenden Mitstudenten gegenüber haben willst.Ansonsten lass es

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WebFritzi schrieb:
MaSTaH schrieb:
Einem Ingenieur wäre so etwas nicht passiert
.*lol* Ich bin Mathetutor für Ingenieure an der TU Berlin. Du glaubst nicht, was da für Idioten drinne sitzen. Die können teilweise nichtmal rechnen. Das Schlimme ist: sie kommen durch!
Da bin ich froh, dass das bei uns Informatikern auch so ist. Sonst hätte ich mein Studium längst abbrechen müssen (ich kann nicht mal Prozentrechnung). So kann ich trotzdem meinen Abschluss machen (ok, die Chancen stehen nicht gut, aber möglich wäre es). Für meinen zukünftigen Arbeitgeber ist das aber natürlich ärgerlich.
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Ich denke nicht, dass diejenigen bei uns in Mathe durchkommen (TU Darmstadt, Elektrotechnik), die es nicht verstanden haben. Vermutlich werden einige von ihnen noch das erste Semester überstehen, weil sie davon noch einiges in der Schule hatten. Das zweite wird dann aber vermutlich zu schwierig.
Ich habe zwar erst eine Testklausur in Mathe geschrieben (nur für Sportinformatiker verpflichtend, von denen 9 von 16 druchgefallen sind). Und obwohl die Klausur nicht schwierig war, brauchte man ein gewisses Mathematisches Verständnis, um die Aufgaben zu lösen. Mal hier ein Binom auflösen und geschickt erweitern, dort eine Verkettung von zwei Funktionen zur Berechnung der Extrema vereinfachen (die eine war streng monton steigend (sinh)) usw.
Hume: Manchmal verstehe ich deinen Humor nicht. Oder war das ernst gemeint?