Zum Thema Globalisierung | Outsourcing | Arbeitsplätzeverlagerung
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@Gregor wo sind sie den? kann ich besser essen als vor 10 jahren, sind heuser viel erschwinglicher geworden usw.
Stimmt schon: billiger ist der ganze Quatsch, den eigentlich keiner braucht und teurer geworden ist das alltägliche Leben. Ich finde es eher interessant zu sehen, wie der Markt auf sowas immer reagiert. Bestes Beispiel derzeit in Elektromärkten ala "es lebe billig" - Soviel wirklich minderwertigen Schrott (nach neuestem technischen Standards versteht sich) habe ich früher IMHO nicht gesehen.
Das Beispiel mit dem Berg ist cool, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob größere und global arbeitende Konzerne da nicht ab und zu bewußt die Steigung anpassen, um immer schön den wettlauf auf trab zu halten.
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@TheBigW:
..., aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob größere und global arbeitende Konzerne da nicht ab und zu bewußt die Steigung anpassen, um immer schön den wettlauf auf trab zu halten.Das ist auch die Antwort auf die Frage von @Marc++us, ob "wir" nicht mal endlich aufwachen und wieder richtig innovativ werden wollen (mal ganz frei zitiert
)Nicht die Staaten/Erdteile (Westeuropa/Asien) mit ihren Bevölkerungen entscheiden heute den technischen Fortschritt - es sind die global operierenden Konzerne, die auf dem einen oder anderen Gebiet das Monopol haben oder "Marktführer" (via Masse oder Klasse) sind. Letzten Endes sind das auch nur ein paar Manager mit ihren Planungsstäben - egal, wo die geboren wurden oder zur Zeit leben.
Der einzelne Entwickler oder auch ganze mittelständische Firmen können da so gut wie nichts ausrichten.
Um genau diese Machtkonzentrationen (und -de-Konzentration) zu begrenzen, sind ja die meisten nationalen Regularien entstanden (Wirtschaftsförderung, Subventionen, Entwicklungs-/Forschungsprogramme ...).
Nur leider wird dieses Instrument von unseren "modernen" Politikern genau ins Gegenteil verkehrt - der Staat subventioniert nur seine Staatsbetriebe oder zieht sich zurück aus allen Förderungen.Und wie soll ein Entwickler/Forscher/Erfinder/Genie ... Leistungen zum Fortschritt der technischen Entwicklung vollbringen, wenn er eine nicht unbeträchtlich große Zeit/Aufwand/Intelligenz nur für die Sicherung des eigenen Lebens/Weiterlebens aufwenden muß?
Die (Brutto-)Löhne sind in Deutschland nur deshalb so hoch, weil der Staat sich ungeniert per Gesetz davon einen hohen Anteil holt. Und leider nicht nur dort. Wer mehr leistet, der muß auch mehr löhnen - das kanns ja nun nicht sein.In China, Hongkong, Taiwan ... ist es nicht so (nicht so wie in D.). Da ist eben der Anreiz stärker, damit auch die Motivation. Und auch die Erfolge.
Nur kann man von der derzeitigen steilen Einwicklung dort nicht einfach 10 oder mehr Jahre weiter "interpolieren".
Also so dramatisch ist es nicht, wie der Artikel es suggeriert.Blackbird
PS: Ist nur meine Meinung - hervorgegangen aus den Erfahrungen, die ich im Leben schon machen mußte.
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Finde schon das sich einiges in den letzten 10 Jahren getan hat.
Als Schlagworte vielleicht:- Internet
- Digitalisierung
- Mobilitätda sah es noch '94 ziemlich mau aus.
Wüsste nicht in welchen 10-Jahresabschnitt es mehr technische Fortschritte gegeben haben soll als in den letzten.
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und welchen grossen beitrag hat DE (bzw. AT in meinem fall) dazu geleistet?
fortschritt gibt es immer - die frage ist wo er herkommt
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gomberl schrieb:
und welchen grossen beitrag hat DE (bzw. AT in meinem fall) dazu geleistet?
ähmm...na...hmmm...Dosenpfand?

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gomberl schrieb:
und welchen grossen beitrag hat DE (bzw. AT in meinem fall) dazu geleistet?
fortschritt gibt es immer - die frage ist wo er herkommt
Nein, das ist nicht die Frage. Die Frage ist/war, ob sich das Leben noch so stark durch den technischen Fortschritt verändern kann, dass es sich lohnt, in diesen zu Investieren. IMHO hat O'Dog allein durch die paar Schlagworte schon gezeigt, dass das der Fall ist.
...und Fortschritt gibt es nicht immer und automatisch. Wenn es zu viele motivationslose und innovationsfeindliche Leute gibt, wie sie sich hier zu Wort gemeldet haben, dann gibt es garnichts. Im Gegenteil: Dann wird Deutschland seinen Wohlstand nicht halten können. Denn worum ging es eigentlich in diesem Thread? Richtig, um Outsourcing und Globalisierung. Wenn Deutschland seine Standortvorteile gegenüber anderen Ländern verliert, dann wandern Arbeitsplätze und Unternehmen ab. Zu was das führt, weiß wohl jeder.
Ok, man mag argumentieren, dass in anderen Ländern auch die Standortvorteile geringer werden, wenn sie sich entwickeln. Deutschland wäre dann insgesamt nicht mehr im Nachteil und auf Dauer würden Arbeitsplätze und Unternehmen zurückkommen, weil halt eine Angleichung stattgefunden hat (Deutschland hat sich dann sicherlich auch ein ganzes Stück zurückentwickelt). Aber wann wär denn das? Sicherlich nicht in den nächsten 50 Jahren. Naja, ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mich interessiert in erster Linie mein Leben. Wenn Deutschland während meines Lebens einen starken Abschwung durchmacht, dann hat das direkte Auswirkungen auf mein Leben, die ich nicht haben möchte.