individuelle software, muß ich quellcode abgeben ?



  • Hallo, ich habe schon im Forum nachgelesen aber leider keine Antwort gefunden. Ich stehen vor einem Problem. Ich bin noch Student und arbeite nebenberuflich für eine Firma in der ich eine Software schreibe. So langsam nimmt das Projekt sein ende. Nun weiß ich aber nicht ob ich gezwungen bin den quellcode zu geben. Ich würde den behalten und somit die firma in der hand haben oder im schlimmsten fall verkaufen. Ich möchte es nicht so gerne ohne weiteres abgeben. Ich habe aber gehört das es gesetzlich so ist dass ich diesen quellcode ohne wiederrede geben muß. Das ist das Eigentum der firma. Kann mir vieleicht jemand sagen was ich machen soll. Bin ich da wirklich hilfslos?



  • Kommt drauf an. Normalerweise muss es im Vertrag vermerkt sein, wenn du den Quellcode abgeben sollst. Hast du denn was unterschrieben? Wenn dem nicht so ist, und Bezahlung bereits erfolgte musst du afaik den Quellcode abgeben. Bin mir da aber nicht 100%ig sicher.



  • ich denke auch, sind zuwenig infos.

    als selbständiger zum beispiel gehört dein programm dir, du verkaufst es als binary, so du willst. das heißt aber auch, sich mit allen sachen des selbständigseins auseinandersetzen zu müssen. steuer, voranmeldung, ev. bist du dann schon ein kleinunternehmen.. uff

    wenn du mit zeitvertrag in der firma gewesen bist, stundenbasis.. oder wie auch immer, über tusma abgerechtnet zum beispiel, dann steht in deinem vertrag sicherlich, daß die software, die du auf den rechnern des betriebs enwickelst, eigentum des betriebs ist, einschließlich des codes.

    ganz schwierig wird es, wenn du kein "abgesichertes" arbeitsverhältnis hast.

    ich rate übrigens dazu, grundsätzlich ein genau ausgefeiltes pflichtenheft anzufertigen, damit man später nicht 'in probleme' kommt.



  • Grundsätzlich stimme ich elise und MaSTaH zu.

    Allerdings nicht für den Fall, daß Du bei der Firma als Angestellter beschäftigt warst. Egal ob mit Zeitvertrag, Festvertrag oder als Teilzeitangestellter auf 400,- Euro-Basis (kenne die genaue Höhe nicht).
    Dann gehört der Quellcode auf jeden Fall der Firma. Das braucht nicht separat im Vertrag zu stehen.
    Natürlich nur unter der Vorausssetzung, daß Du auch für die Softwareerstellung angestellt warst und nicht als Pförtner oder Kantinenkoch. 😃

    Wie dann der Fall ist, weiß ich nicht genau.

    Da wo ich freiberuflich arbeite, steht es nicht im Vertrag, daß ich den Quellcode übergeben muß. Es gibt aber eine mündliche Absprache.
    Die Firma wäre auch sonst aufgeschmissen wenn sie kundenspezifische Software verkauft und nicht den Quellcode hat. Wären auf Gedeih und Verderb von mir abhängig.



  • Wenn du von der Firma dafür bezahlt worden bist, dieses Programm zu schreiben, dann sehe ich nicht wieso du dich überhaupt beschwerst.



  • Ich finde deine Motivation recht fraglich.

    Ich bin selbständig (+ student) und behalte quellcodes wenn ich applikationen entwickle (ausser bei meinem jetzigen projekt).

    Aber das tue ich nicht aus dem Grund das ich meine Kunden in der Hand habe, sondern hauptsächlich darum das ich quellcode wiederverwenden kann und das Produkt vielleicht modifiziert oder so wie es ist jemanden anders verkaufen kann.

    Im Endeffekt ist natürlich auch der Punkt dabei das sie sich zuerst an mich wenden sollen. Aber das würden Sie sowieso tun, weil ich habe die Software entwickelt und ich kenn mich damit aus. Wenn sich jemand anderer daran versucht dann ist der ca 1-2 monatige einlernaufwand auch noch gegeben und dann wirds teuer bei änderungen.

    gomberl



  • gomberl schrieb:

    Ich finde deine Motivation recht fraglich.

    Ich bin selbständig (+ student) und behalte quellcodes wenn ich applikationen entwickle (ausser bei meinem jetzigen projekt).

    Aber das tue ich nicht aus dem Grund das ich meine Kunden in der Hand habe, sondern hauptsächlich darum das ich quellcode wiederverwenden kann und das Produkt vielleicht modifiziert oder so wie es ist jemanden anders verkaufen kann.

    ist sowas auch erlaubt, wenn der Source doch eigentlich der Firma gehoert, fuer die du arbeitest?



  • Ich bin ja auch selbstaendig und meine vertraege sind so ausgelegt das ich mir den quellcode behalte oder zumindest teilrechte daran halte.
    Damit ich nicht alles 10 mal entwickeln muss.

    gerade bin ich in einem anderen projekt.
    Dort gehort der code complett ihnen und ich arbeite nur mit.
    Aber dafuer ist der stundenlohn hoeher.

    Wenn du angestellt bist gibts sowas natuerlich nicht.
    da geht man davon aus das du wegen deines dauerschuldverhaeltnisses keinerlei rechte an der von dir erstellten arbeit hast.
    das sollte auch im vertrag stehen - aber auch ohne klausel ist es vor dem gericht so wie gerade beschrieben



  • na ja, aber hab ich dann (als Angestellter) auch nicht das Recht, einfach einzelne Funktionen oder Klassen in neue Projekte (private bzw. fuer andere Firmen) zu uebernehmen? Schon klar: beweisen kann mir's wohl niemand, aber waer's rechtlich ok?



  • Blue-Tiger schrieb:

    na ja, aber hab ich dann (als Angestellter) auch nicht das Recht, einfach einzelne Funktionen oder Klassen in neue Projekte (private bzw. fuer andere Firmen) zu uebernehmen? Schon klar: beweisen kann mir's wohl niemand, aber waer's rechtlich ok?

    Wahrscheinlich nicht. Es sei denn es steht in deinem Vertrag bzw. dein Chef erlaubt es dir.

    Du musst dir das so vorstellen:
    die Firma bezahlt dich für eine Leistung. Und das Ergebnis gehört dann natürlich der Firma. In deinem Fall ist das Ergebnis der SourceCode.

    Stell dir mal vor du nimmst dir etwas Code von der Firma und integrierst den in eine OpenSource Anwendung - dann wäre ja der Code offen, was der Firma wahrscheinlich nicht gefallen wird - schließlich soll die Konkurrenz ja nicht immer wissen was man an Techniken verwendet.


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