Wahlrecht für Kinder: War das ein Aprilscherz?
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Soll das ein Aprilscherz sein?
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,293460,00.html
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Sicher nicht, solche überlegungen gab/gibt es tatsächlich.
Hatten wir vor gar nicht allzu langer Zeit sogar mal im Unterricht.
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Nee, das ist ernst gemeint

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Und was wollen die damit bezwecken? Das ist doch Schwachsinn. Die Stimme von Eltern mit 10 Kindern zählt mehr als andere?
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Quatsch, aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man als Kind noch gar nichts richtig einschätzen kann.
Da schwingt einer schöne Reden und die Kinder lassen sich gleich super einwickeln ohne Konsequenzen zu beachten...
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Mis2com schrieb:
Quatsch, aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man als Kind noch gar nichts richtig einschätzen kann.
Da schwingt einer schöne Reden und die Kinder lassen sich gleich super einwickeln ohne Konsequenzen zu beachten...Erst lesen, dann kommentieren. Es geht nicht darum, dass Kinder wählen, sondern darum, dass Eltern für ihre Kinder zusätzliche Stimmen erhalten.
Dass das nichts wird, ist IMHO schon durch das GG garantiert. Wenn Eltern mehr Stimmgewichtung oder Stimmen haben als kinderlose, dann sind 2 Wahlrechtsgrundsätze verletzt: die Unmittelbarkeit und die Gleichheit der Wahl.
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Mein ich auch, dann gehen die Grünen B*****e her und verschenken Spielzeug, und die haben 10mio Wähler mehr! Sowas kann man nicht machen!
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Lutz schrieb:
Mein ich auch, dann gehen die Grünen B*****e her und verschenken Spielzeug, und die haben 10mio Wähler mehr! Sowas kann man nicht machen!
Ach was. Holzspielzeuge mögen die meisten Kinder nicht.
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Es geht wie immer ums Geld, denn für jede Wählerstimme erhält die jeweilige Partei einen Geldbetrag, der mit einigen Millionen Wählern mehr natürlich entsprechend größer wäre.
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Guter Aspekt.
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Jan schrieb:
Mis2com schrieb:
Quatsch, aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man als Kind noch gar nichts richtig einschätzen kann.
Da schwingt einer schöne Reden und die Kinder lassen sich gleich super einwickeln ohne Konsequenzen zu beachten...Erst lesen, dann kommentieren. Es geht nicht darum, dass Kinder wählen, sondern darum, dass Eltern für ihre Kinder zusätzliche Stimmen erhalten.
Ups.
Aber kommt ja auf das Gleiche hinaus, denn die Kinder haben die Meinung der Eltern, selber bilden die sich erst später eine...
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Die FDP ist hier in Hamburg mal in der Innenstadt rumgelaufen und hat mit tollen Hanfsprüchen, und ich meine sogar Artikeln, Wähler versucht zu überzeugen. Zielgruppe waren auch Erstwähler. Sehr peinlich sowas..
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absolute_beginner schrieb:
Es geht wie immer ums Geld, denn für jede Wählerstimme erhält die jeweilige Partei einen Geldbetrag, der mit einigen Millionen Wählern mehr natürlich entsprechend größer wäre.
Glaube ich nicht. Im Parteiengesetz steht genau, wann eine Partei für was wieviel Geld bekommt. Das jährliche Geldgesamtvolumen, das für alle Parteien zur Verfügung gestellt wird, wurde in der Vergangenheit aber quasi immer überschritten, so daß die Beträge einfach proportional zum Stimmenanteil aufgeteilt wurden. Die Obergrenze würde natürlich verschoben werden müssen, aber dem steht auch ein teurerer Wahlkampf gegenüber.
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Wieso sollte der Wahlkampf teurer werden? Es geht darum, daß die Eltern die Stimmen abgeben dürfen, davon, daß die Kinder selbst zur Urne gehen, war nie die Rede, die Zielgruppe bliebe also die gleiche... man müßte sich eben nur auf andere Themen im Wahlkampf konzentrieren.
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Also die Stimme bis 18 an die Eltern abzugeben halte ich für absoluten Unsinn.
Ich wusste so mit 15 sehr wohl was ich wählen würde wenn ich dürfte und das entsprach halt nicht unbedingt den Vorstellungen meiner Eltern.
Also ich würd durchdrehen wenn meine Eltern für mich wählen würden auch wenn ich unter 18 bin... dann lieber gar nicht.
Und wer noch nicht wählen kann weil er lieber mit Barbies spielt, der soll es halt solange nicht machen bis er kann, ist bei den ü18 ja auch so
."Du Mutti ich will die Grünen wählen, kreuzt du bitte für mich?"
"Sabbel nich, wir wählen seit 25 Jahren CSU, da kreuz ich für dich auch an"
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Ich halte von der Idee auch nichts. Kinder sind einfach zu leicht zu beeinflussen. Auch wenn die Kinder selbst zur Wahl gehen und das Kreuz machen würden, würde wohl eher die Meinung der Eltern einfließen.
Und wenn die Eltern über die Stimme ihrer Kinder bestimmen, dann könnte man ja gleich beschließen, dass Eltern im allgemeinen ein größeres Stimmrecht haben, was aber nicht dem Grundsatz der Demokratie entspricht.
Ich bezweifle auf jeden Fall, dass die Politiker bzw. Parteien bei der ganzen Sache wirklich an das Wohl des Volkes denken.
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Ich bin dafür

In einem Land, in dem nur noch in 25% der Haushalte Kinder leben, haben Familien keine Lobby. Daß Deutschland mit der Geburtenrate auf dem hinterletzten Platz weltweit rangiert, ist u.a. traurige Folge der momentanen Zustände.
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absolute_beginner schrieb:
Wieso sollte der Wahlkampf teurer werden? Es geht darum, daß die Eltern die Stimmen abgeben dürfen, davon, daß die Kinder selbst zur Urne gehen, war nie die Rede, die Zielgruppe bliebe also die gleiche...
Man müsste komplett neue Wahlkampfstrategien, pro Familien, erarbeiten -- im besten Fall stellen die größeren Parteien sogar ihre Familienpolitik um.
Wenn die Kosten nicht signifikant steigen, braucht man auch die obere Grenze nicht signifikant verschieben.
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Daniel E. schrieb:
im besten Fall stellen die größeren Parteien sogar ihre Familienpolitik um
Eben! Das wäre nämlich dringend nötig
