Heute...



  • ...ist mein letzter Arbeitstag hier, dann mach ich erst mal "Urlaub" bis nächsten Herbst. Ein zwiespältiges Gefühl, hab grad den Schreibtisch leergeräumt, mit einem lachenden und einem weinenden Auge:

    Die Vorstellung, daß jetzt jemand anders, den ich nicht mal kennenlerne, meinen ziemlich pedantischen Quellcode verhunzen wird, spukt mir als fixe Idee im Kopf rum.

    Wenn ich das Projekt des letzten halben Jahres anschaue, fällt mir das Loslassen ziemlich schwer, es ist noch so "unfertig" und sieht so "wenig" aus - auf den ersten Blick sieht man halt nur die Oberfläche... *seufz*

    Mein Chef hat meine Teilzeitwünsche bis zum Vollzeit-Wiedereinstieg abgelehnt und mir gleichzeitig mangelnde Initiative vorgeworfen, was mir ziemlich bitter hochgekommen ist. Ich werde mir ein privates Projekt suchen (müssen).

    Es gibt noch einiges mehr an Frust, was ich aber nicht hier hinschreiben kann, weil meine Kollegen das auch lesen könnten.

    Alles in allem ist das ein Tag, der eher schnell als langsam vergehen sollte.

    Mußt ich nur mal loswerden. Eine "Neuigkeit" aus der realen Welt jenseits von "ich-krieg-keine-freundin".



  • Bini schrieb:

    Mein Chef hat meine Teilzeitwünsche bis zum Vollzeit-Wiedereinstieg abgelehnt und mir gleichzeitig mangelnde Initiative vorgeworfen, was mir ziemlich bitter hochgekommen ist. Ich werde mir ein privates Projekt suchen (müssen).

    Schade für dich, aber beim "Chef" kann man schon mal Pech haben, so ist es leider 😞
    Und Nein: ich spreche hier glücklickerweise nicht aus eigenere Erfahrung. 🙂

    Viel Glück 👍



  • Ach, das kannst du nach dem Urlaub alles besser machen. 😉
    Spann jetzt mal so richtig aus und dann hau rein!

    Viel Spaß

    MfG MAV


  • Mod

    Bini schrieb:

    Die Vorstellung, daß jetzt jemand anders, den ich nicht mal kennenlerne, meinen ziemlich pedantischen Quellcode verhunzen wird, spukt mir als fixe Idee im Kopf rum.

    Irrelevant. Es ist nicht mehr Dein Quellcode.

    Ich habe im September die Arbeit von 5 Jahren davon mit 3 großen Projekten auch einfach von jetzt auf nachher "vergessen". Andere Firma, sind nicht mehr meine Projekte. Auch wenn Ideen, Designs, etc, maßgeblich von mir bestimmt waren. Habe keinen Gedanken mehr daran verschwendet, ob alles noch so wie geplant realisiert wurde, etc. War danach noch zweimal mit meinem Ex-Team Essen, aber wir haben nie über die Projekte geredet.



  • Hi,

    genau, wenn du weg bist, müssen die gucken, wie sie damit klarkommen!

    Naja, auch von mir viel Glück! 👍

    ChrisM



  • Hallo,

    es ist ja so ähnlich wie bei einem(r) (Ex)Freund(in): Vom ersten kennt man auch noch Jahren noch den Geburtstag, die Haarfarbe und das Lieblingslied, vom zehnten weiss man nichtmal mehr den Namen. 😃



  • Danke für Euren Zuspruch 🙂

    @Marcus
    Da hab ich mich wohl nicht ganz deutlich ausgedrückt. Es wird schon wieder "mein" Quellcode werden, denn meine Vertretung wird nur befristet eingestellt... Aber trotzdem sollte ich mir nicht so einen Kopf machen, das ist schon klar. Deshalb ja auch "fixe Idee" 😉

    @ChrisM
    Ja weißt Du, in so einer Situation hat man doch eher die (Wahn-)Vorstellung, daß die viiiel zu gut ohne einen klarkommen 😉 Ein Quereinsteiger wie ich, noch dazu in einem Mini-Team von 3 Leuten, hat immer die Schwierigkeit, sich selbst nur mühsam einschätzen zu können...

    Da könnte man gleich eine ganz neue Diskussion draus machen: woher weiß ein Programmierer, wie "gut" oder "schlecht" seine Arbeit ist? Oder habt Ihr alle so viel Selbstvertrauen, daß Ihr Euch diese Frage gar nicht stellt?

    Aber jetzt bin ich erst mal zu Hause, die Sonne scheint auf den Balkon und mir geht's schon besser. Schönes Wochenende!



  • Ob jemand ,,gut'' oder ,,schlecht'' programmieren kann, ist nicht eindeutig festzulegen, schon weil es zu viele Bewertungskriterien gibt.
    Z.B. kann ein Code OOP, übersichtlich, gut erweiterbar und verständlich und leicht änderbar sein.
    Es kann aber auch sein, dass der Programmierer einen Stil wie ein Säbelzahntiger hat, dafür aber sehr schnelle und stabile Algorithmen schreiben kann.
    etc.

    MfG MAV



  • Bini schrieb:

    woher weiß ein Programmierer, wie "gut" oder "schlecht" seine Arbeit ist? Oder habt Ihr alle so viel Selbstvertrauen, daß Ihr Euch diese Frage gar nicht stellt?

    Der Programmierer weiß das, wenn der Chef ihn einfach nicht in den Urlaub lassen will bzw. man merkt das man gebraucht wird wenn man Urlaub nehmen will und eigentlich jeder Termin unpassend ist.
    Man könnte es auch daran merken, das man trotz unternehmensweiter Ausgabenkontrolle schon mal einen neuen Laptop versprochen und Extrawünsche wie eine eine ergonomische Tastatur erfüllt bekommt.
    Oder wenn es den Chef nicht kümmert das sein Mitarbeiter mehr Zeit in irgendwelchen Foren verbringt, als andere Leute Mittagspause haben - solange alles läuft wie es soll.



  • illuminator schrieb:

    ... wenn der Chef ihn einfach nicht in den Urlaub lassen will ....

    🕶

    Da setzt Du aber voraus, daß der Chef Deine Arbeit auch einschätzen KANN, oder? Meine Firma ist aber KEINE Software-Schmiede, sondern in einer ganz anderen Branche tätig...


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