Harald Schmidt wurde gefeuert ! Keine freiwillige "Kreativpause"



  • Harrys Bar
    Glosse
    von Uwe Schmitt

    Den treuen Seelen, die um Harald Schmidts Wohlergehen bangten, sei die Sorge genommen: Dirty Harry ist gesund und hält sich mit einem Aushilfsjob im Residenzkeller des deutschen Botschafters in den USA über Wasser. Die "Berlin Bar" einzuweihen, ein die Paris-Bar in Berlin zitierendes Etablissement, geschmackssicher in rotschwarzer Postmodernität ausgestattet von der Botschaftergattin Jutta Falke-Ischinger, ist nicht Las Vegas. Aber doch eine schöne berufliche Aufgabe. Zumal Schmidts schwäbisch gefärbtes Stegreif-Englisch Hollywood nicht allzu nahe legt.

    Ein bayerischer Automobilhersteller hat geholfen, indem er ein halbes Dutzend seiner Produkte auf den Residenzrasen parken und einen Mini in der Eingangshalle parken ließ. 20 "Mini-Bulldogs" in Plüsch soll nun Harald Schmidt mit Quizfragen unter die Leute bringen. Vorgestellt als Germanys Mr.-Late-Night außer Dienst, betont er zunächst einmal, dass er gefeuert wurde, nicht etwa gekündigt habe. Zu den 20 Stoffviechern fällt ihm ein, dass er sie gern seinen Verwandten in Südamerika oder in Ostdeutschland andienen würde, die sie nach der Prüfung, ob sie wirklich tot seien, auch gern nähmen. Erste Quizfrage an die Amerikaner: der Vorname von Franz Münteferings Frau. Niemand? Heftiges deutsches Gelächter. Nur ein Scherz. Aber: Jägermeister buchstabieren, das kann einer, die Initialen von George Herbert Walker Bush kann ein anderer entschlüsseln. Nach wenigen Viechern und Fragen bemerkt Schmidt, er sei reich und berühmt geworden durch die Fähigkeit, zu wissen, wann sich sein Publikum langweilt. Man möge sich bei den Minibulldoggen selbst bedienen.

    Um zu beweisen, dass es Zeit sei aufzuhören, erzählt er den 50er-Jahre-Witz, dass seine Mutter eine geborene Reichsbahn gewesen sei, so habe es auf ihren Handtüchern gestanden. Dann zieht er noch einen LH-Freiflug Washington-Berlin ("and back home!") und mischt sich freundlich grinsend unters Publikum. Harald Schmidt wird in der "Berlin Bar" und auf Tour durch die Generalkonsulate in Amerika wieder auf die Beine kommen. Und nebenbei dem unwitzigen Image seines Vaterlands aufhelfen.

    http://www.welt.de/data/2004/03/22/254440.html

    😡 👎

    Mag sein der ein oder andere wusste es schon, mir war es neu, wenn auch immer schon vermutet. Ich denke auch nicht, dass es nur ein Gag war. Da sieht man mal wieder, wie gut die Wahrheit von Sat1 verschleiert wurde.



  • Na, in Anbetracht dessen, dass oben drüber "Glosse" steht sollte man dem Beitrag nicht allzuviel Glauben schenken.


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