> Liebe [biologisch gesehen ?] o00o
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Erhard Henkes schrieb:
Die Liebe hat keinen biologischen Zweck (Fortpflanzung, Brutpflege), sie kommt von Gott und wurde uns Menschen geschenkt.


Erhard Henkes schrieb:
Der Mensch kann entweder Gott oder Satan dienen, eine dritte Möglichkeit sehe ich nicht.

sehr richtig! Sehe ich auch sopost sriptum:
Das Hohelied der Liebe
1 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel. 2 Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß und wenn ich allen Glauben habe, so daß ich Berge versetze, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich Ruhm gewinne , aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts. 4 Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig; sie neidet nicht ; die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, 5 sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu , 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit, 7 sie erträgt alles , sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. 8 Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen , sie werden weggetan werden; seien es Sprachen , sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 9 Denn wir erkennen stückweise, und wir weissagen stückweise; 10 wenn aber das Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden. 11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindlich war. 12 Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels , undeutlich , dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen , wie auch ich erkannt worden bin. 13 Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die LiebeDenn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott.
//hoffe das war für Euch nicht zu viel des Guten;-))
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Ich glaube ich fang jetzt einfach auch an so zu argumentieren:
Ihr redet Stuss. Jeder der mit widersprich ist böse. Religion fürt zu einer Abwendung vom Leben, weil sie den Schwerpunkt des Lebens ins Jenseits verlegt.Und da Bücher ja scheinbar unheimlich gute argumente bieten:
Einen neuen Stolz lehrte mich mein Ich, den lehre ich die Menschen: - nicht mehr den Kopf in den Sand der himmlischen Dinge zu stecken, sondern frei ihn zu tragen, einen Erden-Kopf, der der Erde Sinn schafft!
Einen neuen Willen lehre ich die Menschen: diesen Weg wollen, den blindlings der Mensch gegangen, und gut ihn heissen und nicht mehr von ihm bei Seite schleichen, gleich den Kranken und Absterbenden!
Kranke und Absterbende waren es, die verachteten Leib und Erde und erfanden das Himmlische und die erlösenden Blutstropfen: aber auch noch diese süssen und düstern Gifte nahmen sie von Leib und Erde!
Ihrem Elende wollten sie entlaufen, und die Sterne waren ihnen zu weit. Da seufzten sie: ``Oh dass es doch himmlische Wege gäbe, sich in ein andres Sein und Glück zu schleichen!'' - da erfanden sie sich ihre Schliche und blutigen Tränklein!
Aus Also spach Zarathustra
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@japro: nix für ungut... Religion!=Glaube

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Erhard Henkes schrieb:
Der Mensch kann entweder Gott oder Satan dienen, eine dritte Möglichkeit sehe ich nicht.
Den Satz find ich mal wieder geil!!

Immer diese Absolutheit in faktisch unentscheidbaren Dingen ... es lebe der Totalitarismus!

http://de.wikipedia.org/wiki/TotalitarismusMag sein, dass man nicht noch jemand anderem dienen kann als diesen beiden...
... ich kenne die Wahrheit nicht, ...
... aber ich weiß auch, dass weder du noch sonst jemand die Wahrheit kennt.
Aber egal, ich diene eh niemandem. :p
Ach, noch ein Links zum Thema (sehr sehenswert!
):
http://fluid.jku.at/Personen/JAVUREK//Filme/Lamour.asf
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Erhard Henkes schrieb:
Der Mensch kann entweder Gott oder Satan dienen, eine dritte Möglichkeit sehe ich nicht.
Und wenn er gar niemandem dient? Ich habe weder Gott bisher gedient, noch einem Satan, auch wenn ich schon einiges an Mist gebaut hab.
Warum gibts nichts dazwischen? Muss das immer sein - entweder Schwarz oder Weiss - hey - wir haben inzwischen Farbfernsehen, und zuvor gabs auch verschiedene Grautoene.

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freshman schrieb:
@japro: nix für ungut... Religion!=Glaube

Ich wollte da auch keine Identität aufstellen. Trotzdem besteht ein sehr grosser Zusammenhang.
Der Mensch kann entweder Gott oder Satan dienen, eine dritte Möglichkeit sehe ich nicht.
Vorallem weil soetwas wie Einstellung oder Glaube abzählbar ist.
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Erhard Henkes schrieb:
Das naturwissenschaftliche Weltbild hat zu einer Abwendung von Gott geführt. Naturwissenschaftler degradieren den Menschen zur biologischen Maschine.Damit kann die Biologie den Menschen nicht erklären.
falls die anerkennung des heliozentrismus' eine abwendung von gott bedeutet, bin ich wohl abgewandt- wie schade.
konsequenterweise müßte man, als ein gott zugewandter, den geozentrismus propagieren. das geht natürlich nur, wenn der sich dann hinstellt und sagt "die erde ist halt ne scheibe, basta", denn sobald jemand nachforscht, wird er dahinterkommen, daß die erde eine kugel ist- und schon hat sich noch einer von gott abgewandt...
naturwissenschaftler degradieren den menschen zur maschine? immer noch besser, als zum instrument eines wie auch immer beschaffenen gottes erklärt zu werden, der den stellvertreter auf erden toll zu finden hat und jeden monat seine kirchensteuer zahlen muß.
die biologie kann den menschen nicht erklären? also bitte, aber sie versucht es ja wenigstens, während dich pastor himbeergeist wie gewohnt sonntags auf die kanzel stellt und sein gelaber von schöpfung usw. abläßt.Erhard Henkes schrieb:
Die Frage des biologischen Sinns der Liebe ist geradezu paradox, wie man auch an der obenstehenden Diskussion erkennt.
immerhin stellt sich die frage überhaupt, das wäre in einem kirchlich dominierten gemeinschaftswesen ja nicht mal möglich gewesen.
überhaupt ist das das größte übel von kirche und glauben: man nimmt irgendwas hin, schiebt damit auch die verantwortung von sich, man degradiert sich selbst zur marionette.
und was soll ich persönlich von einem gott halten, der drei jungen und ihren vater in ihrem auto sterben läßt, die heute meine onkel bzw. mein großvater wären.. da komm ich irgendwie nicht mit. ich will mit so nem trottel-gott jedenfalls nix zu tun haben, ich hab mich selbst in der hand und es nicht nötig, so eine über-macht vor mir zu haben.
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Wenn man höhere Wesen ausschließt, reduziert man den homo sapiens sapiens auf eine sich optimierende, funktionstüchtige Genproduktionsmaschine, die versucht, die Überlebensfähigkeit der nächsten Generation zu steigern. Zur Beschreibung dieser biologischen Aspekte benötigt man "Liebe" IMHO nicht.
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Erhard Henkes schrieb:
Die Liebe wird in der Biologie nicht benötigt. Damit kann die Biologie den Menschen nicht erklären.
kein korrekter schluss.
tuberkulose wird in der medizin auch nicht "benötigt", aber koch hat ne feine erklärung für so sorten krankheiten gefunden.
falls die biologie wirklich den menschen nicht erklären könnte, dann wegen wichtigerer gründe als dem, daß liebe nicht erklärbar sei.
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Wir als Menschen "benötigen" die Tuberkulose in der Tat nicht.
Aber das entsprechende Bakterium verwendet eben unsere Spezies.Der Begriff "benötigen" ist sicher flapsig - zugegeben, aber dein Widerspruch ebenso.
Ich denke aber, dass meine Ausführungen ansonsten an Direktheit und Klarheit nicht zu überbieten sind.
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Die Liebe wird in der Biologie nicht benötigt.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob diese Aussage einfach so als wahr akzeptiert werden kann.
1. Sehe ich kein Problem darin, Liebe als Mechanismus zu verstehen, der Menschen aneinander bindet, um zum Beispiel bessere Umstände für die Aufzucht von Nachwuchs herbeizuführen.
2. Nur weil wir vielleicht bis jetzt noch keinen biologischen Sinn der Liebe gefunden haben, können wir daraus nicht schliessen, dass ein solcher Sinn nicht existiert.
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Erhard Henkes schrieb:
Zur Beschreibung dieser biologischen Aspekte benötigt man "Liebe" IMHO nicht.
Wobei "IMHO" hier heißt "ich habe den Thread gelesen, aber die Argumente interessieren mich nicht"? Dann solltest du vielleicht mal begründen, warum sie das nicht tun.
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operator void schrieb:
Dann solltest du vielleicht mal begründen, warum sie das nicht tun.
Das hat bisher noch keiner getan. Die einzige Art mit der auf Posts anderer eingegangen wird besteht darin, dass Wortwahlen kritisiert werden.
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Aber Männer können und wollen halt jeden Tag möglichst viele Weibchen begatten, da sie sich dauernd fortpflanzen können.Denke nicht, dass das wirklich stimmt. Wahrscheinlich nur Emanzengeschwätz und/oder männliche Wahnvorstellung.

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Der Fortpflanzungsprozess wird bereits durch das Gefühl genug gefördert, daher ist etwas wie ,,Liebe'' in diesem Fall nicht nötig.
Sehe ich genau so. Wie man das Gefühl nennt, das hier gefördert wird, weiß ich nicht genau, es führt aber zu "sexual attraction".
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Erhard Henkes schrieb:
Ich denke aber, dass meine Ausführungen ansonsten an Direktheit und Klarheit nicht zu überbieten sind.

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Michamab schrieb:
Die Liebe wird in der Biologie nicht benötigt.
Die Liebe ergibt natürlich einen biologischen Sinn. Zitat:
Wegen der langsamen Entwicklung des Kindes ist der Mensch auf eheliche Dauergemeinschaft angelegt, was sich bereits in den ersten Phasen der Paarbildung niederschlägt.
Da die Frau mit Schwangerschaft und Aufziehen der Kinder belastet wird, sucht sie einen verläßlichen Partner. Aber auch der Mann sucht eine verläßliche Frau, denn für die Weitergabe seines Erbguts ist die Dauerpartnerschaft mit der gemeinsamen Fürsorge die beste Garantie für den Nachwuchs.
Wegen der Möglichkeit einer Schwangerschaft geht die Frau größere Risiken ein als der Mann. So ist verständlich, daß sie bezüglich sexuellen Abenteuern zurückhaltender ist. Deshalb muß sie auch den Mann intensiver prüfen, ob er bereit wäre, mit ihr in Dauergemeinschaft zu leben und seine Beschützer- und Versorgerqualitäten richtig einschätzen. Ebenso ist seine Vitalität von Bedeutung.
Auch für den Mann ist Treue der Partnerin wichtig, denn wenn sie ein Kind von einem anderen Mann bekommt, mindert dies seine individuelle Eignung als Partner und seinen Fortpflanzungserfolg erheblich. Er muß sicher sein, daß die Partnerin nicht nur fruchtbar und gesund ist, sondern darüber hinaus fürsorgliche Eigenschaften besitzt.
Das Werben um den Liebespartner dient der Prüfung dieser Eigenschaften und verläuft teilweise nach genetisch programmierten Strategien, wie z.B. das Repertoire des Wechselspiels von männlicher Annäherung und weiblicher Aufforderung.
So gibt sich die Frau zunächst "spröde", damit sie erkennen kann, ob der Mann bereit ist, Zeit und Mühe zu investieren, und sich damit für eine Dauerbindung als fähig erweist. Andererseits beweist sie ihm so, daß sie nicht so leicht verführbar ist und damit auch eine gute Partnerin abgäbe. Je mehr auf diese Weise wechselseitig investiert wird, desto geringer wird die Bereitschaft abzuspringen, das heißt, desto wertvoller wird die beginnende Beziehung. Der weitere Verlauf des Werbens wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflußt, nicht zuletzt durch frühkindliche Erfahrungen.
Interessant ist übrigens, daß sich bei beiden Geschlechtern innerhalb der ersten 30 Sekunden des Kennenlernens entscheidet, ob Interesse am anderen besteht oder nicht. Dies läßt auf internalisierte Leitbilder schließen, die gewissermaßen ein Leitbild des potentiellen Partners darstellen.
Hat jemand meinen Beitrag überhaupt gelesen und kann entsprechende Argumente aufbringen, die gegen diese Ausführungen sprechen ?
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Michamab schrieb:
Hat jemand meinen Beitrag überhaupt gelesen und kann entsprechende Argumente aufbringen, die gegen diese Ausführungen sprechen ?
Gelesen, gewogen und für gut befunden
kann dem nur voll und ganz Zustimmen, weswegen ich auch keine Argumente dagegen gepostet habe :pAber einige andere hier die nicht diese Meinung vertreten haben ihn wohl beflissentlich überlesen, da sie keine Argumente dagegen vorbringen können

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@Michamab:
deine Ausführungen klingen akzeptabel, aber als Argumente dafür, dass "Liebe" biologisch notwendig ist würde ich sie weniger ansehen. Das geht sicher alles auch ohne Liebe. Liebe bzw. Liebesstörungen führen eher zu diesen wechselnden Partnerschaften von heute, die biologisch und gesellschaftlich eher abträglich sind. Offensichtlich versteht hier jeder etwas anderes unter Liebe.