Warum sind die Schwarzen so gut im Laufen? Warum ist China auf einmal so gut?



  • Ja gut, aber da ist ja schon was dran. Wenn man von einer ungefähren Gleichverteilung von Talenten auf der Welt ausgeht, ist die Wahrscheinlichkeit schon höher, dass ein Talent gerade in China auftaucht. Mal abgesehen von anatomischen Auffälligkeiten (Japaner sind körperlich etwas kleiner als der Schnitt, haben kürzere Beine, sind damit nicht die prädestinierten Schnelläufer). Die Kunst ist, diese Talente rechtzeitig zu entdecken, wobei ich nicht glaube, dass die Chinesen das besonders gut können. Die haben einfach sehr viel Disziplin anerzogen bekommen und trainieren hart und viel.

    So zumindest stelle ich mir als Laie das ungefähr vor 😉


  • Mod

    TripH schrieb:

    Die Kunst ist, diese Talente rechtzeitig zu entdecken, wobei ich nicht glaube, dass die Chinesen das besonders gut können.

    Doch, gerade darin sind sie stark.

    Auf den Schulen und Sportvereinen (denen man sich ja auch nicht so leicht entziehen kann wg der Durchorganisation der Gesellschaft) gibt's spezielle Talentsucher, die nur auf der Suche nach Nachwuchssportlern sind. Werden welche entdeckt, werden die sofort auf spezielle Sportschulen geschickt, wo man dann "mit und an" ihnen arbeitet. Auch fällt auf die entdeckenden Parteifunktionäre Ruhm und Ehre ab, so daß sich jeder bemüht aus seinem "Ortsverband" viele Talente schicken zu können. So Kleinigkeiten wie Einwände der Eltern spielen ja auch keine Rolle. Auf diese Weise werden Begabungen sehr früh entdeckt und sofort massiv gefördert. Das ganze nun landesweit mit regionalen Stützpunkten bei dieser Anzahl von Leuten... da muß natürlich eine starke Mannschaft entstehen.

    Als krasser Gegensatz dazu steht z.B. Indien... wo eigentlich ja noch mehr Leute vorhanden sind und man eher noch mehr gute Sportler erwarten würde. Nur dort gibt's keine gezielte Förderung.

    Siehe übrigens auch
    http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,314500,00.html



  • Die Chinesen Dopen nur bis der Arzt kommt, wahrscheinlich haben sie ein neues Mittel gefunden, welches noch nicht nachgewiesen wird. Bei solchen totalitären Regimen ist immer alles recht um die Überlegenheit der eigenen Ideale zu beweisen, siehe DDR.


  • Mod

    PekingEnteSueßSauer schrieb:

    Die Chinesen Dopen nur bis der Arzt kommt, wahrscheinlich haben sie ein neues Mittel gefunden, welches noch nicht nachgewiesen wird. Bei solchen totalitären Regimen ist immer alles recht um die Überlegenheit der eigenen Ideale zu beweisen, siehe DDR.

    Dopen tun wohl alle... nur sind die Chinesen sicherlich durch keine humanitären Ideen irgendwie behindert.

    Aber bei Sydney haben die Chinesen intern selbst Kontrollen durchgeführt (vor Beginn der Wettkämpfe) und alle Positiven ausgeflogen. Auch eine Art nicht erwischt zu werden... 🙂

    Das Problem bei den westlichen Verbänden ist, daß sie auch wissen daß ihre Jungs (und Mädels) alle dopen, aber sie dürfen es nicht zugeben und daher können sie die Sportler auch nicht durch interne Tests schützen.



  • Das was Marc++us aufgeführt hat stimmt alles, nur wollte ich noch anmerken, dass die Chinesen zweifelhaft autoritäre Unterrichtsmethoden in den Sportschulen benutzen (darüber wurde erst neulich im ZDF berichtet). So waren in dem Bericht zahlreiche Fälle zu sehen, wo Kinder geschlagen wurden, wenn sie gewisse Übungen nicht schafften. Manche dieser Sportler wurden also regelrecht "gezüchtet".



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  • Mod

    @creiner: vergiss mir die ehrgeizigen Mütter nicht... 💡



  • TripH schrieb:

    ... Die haben einfach sehr viel Disziplin anerzogen bekommen und trainieren hart und viel.

    Ich habe mal einen Bericht darüber gesehen.
    Fragt mich nicht, wie der außer Landes geraten konnte.
    Das ist Folter!



  • creiner schrieb:

    Ist aber bei allen (ehemaligen) Ostblockstaaten so.

    Genau. In allen (ehemaligen) Westblockstaaten werden die Kinder hingegen höchstens mal mit Wattebällchen beworfen.
    Träum weiter.

    Im Falle Chinas hat das sicher weit weniger mit Ideologie als mit asiatischer Kultur zu tun. Hat vielleicht mal die Dokumentation über japanische Mädchen gesehen, die sich als Wrestlerinnen ausbilden lassen? Das ist Folter, und zwar (mehr oder weniger) freiwillig ertragen.

    Marc++us schrieb:

    Eher unwahrscheinlich, daß ein Chinese jemals den Weitsprung gewinnen wird.

    Warum nicht? Hast du den japanischen Hammerwerfer gesehen?
    Den links! 😉


  • Mod

    Das ist natürlich wahr, es gibt vor allem im Norden groß gewachsene Chinesen, die sich auch im Bereich 1.80-1.90 bewegen... wäre also nur eine Frage der gezielten Suche danach, und das ist ja gemäß voriger Ausführung eine der Stärken der Chinesen. Vor allem könnte man großgewachsene Familien gezielt zusammenführen und warten, bis die Kinder da sind und daraus Sportler rekrutieren. Moralische Widerstände sind ja nicht zu erwarten.

    Ok, ziehe den Einwand zurück.



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  • Olympiaschauer schrieb:

    Bei fast jeder Laufdisziplin gewinnt ein Schwarzer. Warum sind die so gut im Laufen?

    hat überhaupt nix mit genetik zu tun. auch wenn das jetzt manchem rassentheoretiker weh tut. ich unterscheide mich genetisch von einem waschechten sachsen oder schwaben mehr, als von einem beliebigen schwarzen. hautfarbe ist irrelevant.
    aber es ist dennoch leicht zu beobachen, daß schwarze in manchen disziplinen oft gewinnen. überlegen wir uns dch mal zuerst, warum so viele schwarze in der us-army sind. damals, als sie noch durch deutsche städte joggten, sah man ja fast nur schwarze. in den nachrichten hingegen machte es immer den eindruck, als lebten in den usa vorwiegend weiße. woher diese diskrepanz?
    das hat was mit unterdrückung und zu tun. selbst, wenn jetzt die unterdrückung um wäre, so sind auf jeden fall noh die ergebnisse in form einer starken sozialen schichtung übrig. unter den finanzell verdammt armen leuten sind sehr viele schwarze. und top-durchlässig sind soziele schichten einfach nicht. der unterschied wird nch 100 jahre sichtbar sein.
    und aus ganz einfachen gründen gehen sehr arme leute viel lieber in eine berufsarmee, wo man mit einem schießgewehr sein geld verdient. wo man tausende von meilen fern der heimat stationiert ist. mit dem schritt in die armee, ist man aus der schlimmsten kacke raus, das leben scheint gesichert. deswegen waren hier in deutschland so viel mehr schwarze in army-klamotten zu sehen, als weiße.
    sport ist auch eine möglichkeit, der sozialen kacke zu entkommen. der traum, ein weltklasseläufer zu werden und reich zu werden, lockt arme leute viel stärker als reiche. und zur ausübung der laufdisziplinen bedarf es keiner großartigen anlagen, die teuer sein könnten. es wird noch lange dauern, bis die schwarzen beim military-reiten auch mal die nase vorn haben. einfach mangels gelegenheit zu üben. und solange es den schwarzen auf der welt einfach schlechter geht, werden sie und in den sportarten, wo man zum üben kaum werkzeug braucht und keinen platz absperren muß, immer wieder platt machen. (natürlich bedarf es eines mindest-wohlstands, um sch wenigstens turnschuhe holen zu können und zeit zum üben zu haben.)

    gedanken über den sozialen umbau in china und die auswirkungen auf den sport, die anzahl der chinesen und überlasse ich euch. ihr werdet sehen, daß es faktoren gibt, die viel stärker als bloß ein wenig doping sind.



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  • Man sollte auch bedenken, das Leichtathletik in den USA eine _absolute_ Randsportart ist. Also für Base-, Foot- oder Basketball zieht das "ich werde ein Star"-Argument vielleicht. Aber bei Leichtathletik nicht.

    Bye, TGGC \-/



  • Marc++us schrieb:

    Vor allem könnte man großgewachsene Familien gezielt zusammenführen und warten, bis die Kinder da sind und daraus Sportler rekrutieren.

    Na hoffentlich haben sie da rechtzeitig dran gedacht, sonst wird das ein bischen knapp bis 2008 ... 🙂

    creiner:
    Schön, zu sehen, wie du vom absoluten "Da [Ostblock] wird einfach nur gedrillt auf Teufel komm raus" auf das relativierende "Im Westen passiert so etwas seltener" umschwenkst. 😉

    PS: Was ist an "Westblock" so lächerlich?


  • Mod

    Jansen schrieb:

    PS: Was ist an "Westblock" so lächerlich?

    Der Westen war nie ein "Block". "Block" bedeutet einheitliche, geschlossene Form. Das gab's im Westen nie in der Form, wie es der "Ostblock" präsentierte.



  • Marc++us schrieb:

    Der Westen war nie ein "Block". "Block" bedeutet einheitliche, geschlossene Form. Das gab's im Westen nie in der Form, wie es der "Ostblock" präsentierte.

    ja, das sagt einer, der sich gegen den bösen osten verteidigen musste.

    aber was sagt einer, der sich gegen den bösen westen vereidigen musste? der in östlicher freiheit lebte und sich mit einem antifaschistischen schutzwall umgab?



  • creiner schrieb:

    Genetik spielt sehr wohl eine Rolle! Natürlich nicht die Hautfarbe, sondern der Rest.

    aber es gibt keine menschenrassen. nichts deutet darauf hin.
    und warum ändert sich die ganze welt alle 30 jahre?
    ich denke, mit phrenologischen argumenten kommt man viel weiter als mit genetischen. und es ist eigentlich wiedermal zeit für phrenologe.


  • Mod

    volkard schrieb:

    aber es gibt keine menschenrassen. nichts deutet darauf hin.

    Dann nennen wir es "regionale Gruppen".

    Auf jeden Fall kann man Menschen äußerlich auf ihre Herkunftsregion recht gut einordnen. Es logisch, daß man daraus eine Gruppenbildung durchführt. Meistens gehen diese äußerlichen Merkmale auch einher mit unterschiedlichen medizinischen Bedürfnissen (Unverträglichkeiten, Anfälligkeit gegenüber bestimmten Krankheiten, etc).

    😉 Herkunftsregion: bezieht sich hier auf "Herkunft vor Verschleppung der Vorfahren in den letzten 200-300 Jahren"


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