[Hartz IV Proteste] Dämliche Demonstranten


  • Mod

    KlausB schrieb:

    so wie es in der DDR war oder ?

    Man braucht nicht gerade die Sozialimus-Ruine-DDR als Beispiel bemühen. In der DDR gab's auch Verkehrsschilder, trotzdem würde ich die DDR jetzt nicht als Vorbild für die Einführung von Verkehrsschildern nennen.

    Nehmen wir doch andere bös-kapitalistische Länder in Europa, z.B. Frankreich, oder die Länder in Skandinavien.

    KlausB schrieb:

    Aber in Deutschland ist ja nur der was, der VIEL Geld verdient

    Den Punkt sehe ich jetzt überhaupt nicht, kann ihn auch aus meiner Erfahrung heraus überhaupt nicht nachvollziehen.

    Wenn man sich ein neues Auto kauft, wird man von den Nachbarn dumm angesehen und von einem Teil der "Freunde und Bekannten" schnippisch angeredet. Aber das in anderen Ländern übliche "wow, nice car" hört man nicht.

    Der Begriff "Hausfrau und Mutter" ist aber auch verbrannt. Was willst Du machen, manche Begriffe sind einfach negativ belegt. Bei "Hausfrau und Mutter" denke ich auch an "Lehre abgebrochen und Kind bekommen". Das wurde von einigen Frauenbewegten eben so in die Gesellschaft als Schlagwort eingebracht, daß es irgendwann als Bumerang zurück kam. Ich glaube nicht, daß inhaltlich "Hausfrau und Mutter" negativ belegt ist, aber der Ausdruck "Hausfrau und Mutter" ist es auf jeden Fall. Du kannst das daran sehen, daß Begriffe wie "ich mache Erziehungsurlaub" oder "ich kümmere mich um die Kinder" keine so negative Reaktion hervorrufen wie das Schlagwort (ist ja fast eine Parole) "Hausfrau und Mutter". Vor allem die "Hausfrau" ist sowieso so ein Ding, ich meine, meine Frau und ich, wir teilen uns neben dem Beruf den Haushalt, 50:50. Keiner würde jetzt schreiben "Ingenieur und Hausmann". Ich weiß also nicht, wieso das jemand unbedingt betonen muß. "Mutter" ist echt eine Rolle und Aufgabe, keine Frage, aber die "Hausfrau" klingt in diesem Zusammenhang eher wie eine Entschuldigung oder Wortfassung eines Minderwertigkeitskomplexes.



  • Der Begriff "Hausfrau und Mutter" stammt aus dem Westen Deutschlands und ist selbst bis jetzt bei uns noch nicht so richtig im Sprachgebrauch etabliert. Er wird bei uns meistens scherzhaft für "ich bin arbeitslos" verwendet.

    Dieser Spruch "HUM" konnte sich bei uns nie herausbilden, weil im Gegensatz zum Westen 95% der Mütter arbeiten (u.U. Schichtdienst!) waren (es gab ja bekanntlich fast keine Arbeitslosen). Die Kinder sind wärend dieser zeit allesamt im Kindergarten untergebracht worden.



  • Auch im Westen denkt man bei "Hausfrau" an arbeitslos, nichts gelernt, sich schwängern lassen um auf Staatskosten leben zu können. Zumindest wenn eine Frau als Beruf "Hausfrau" nennt.



  • Ich bin zwar keine Mutter, aber gerade weil man nicht weiß, wo man tagsüber mit dem Kind hin soll.

    Zuerst hieß es Ausbildung fertig machen - ist ja nix gegen zu sagen. Jetzt heißt es so viel Geld wie möglich verdienen, damit das Haus gebaut werden kann. Der Kindergarten bei uns schließt um 12 oder man muss mächtig extra zahlen. Und dann sitzt das Kind trotzdem um 16:00 auf der Straße.
    Zeigt mir den Job, wo es möglich ist, das Kind um 8:00 am Kindergarten abzuliefern und um 16:00 abzuholen. 😞

    Aber spätestens wenn das Kind in der Schule ist, hat man ein Problem, denn es gibt mehr Ferien als man Urlaub hat. Und besonders die Kleinen haben oft um 11:00 Schluß - und dann?

    Es wird sich gewundert, dass so viele Kinder rumhängen? Ja, wohin sollen sie denn? Spielplätze werden abgerissen (von 3 im Ort gibt es noch 1) und bei beaufsichtigten Gruppenaktivitäten sieht es noch schlechter aus.

    Und bevor sich jemand wundert: Ich wohne aufm Dorf, da ist wirklich der Hund begraben - den Kindern fällt nix anderes ein als Mist bauen.

    Mit der Rente sieht es doch so aus, dass sich unsereins (wenn sich nicht gravierend etwas ändert) mit Austritt aus dem Arbeitsleben den Kopfschuß setzen kann. 😡



  • estartu_de schrieb:

    Aber spätestens wenn das Kind in der Schule ist, hat man ein Problem, denn es gibt mehr Ferien als man Urlaub hat. Und besonders die Kleinen haben oft um 11:00 Schluß - und dann?

    In der DDR gabs dafür einen Schulhort wo die Hortkinder bin zum Feierabend von einer Hortnerin betreut wurden.

    Tja, Kinder haben/betreuen/unterhalten ist in D zunehmend unattraktiv geworden und das muss sich ändern.

    Was sich noch in D ändern muss ist der Arbeitsbeginn. Es kann nicht sein, dass im Westen vielfach die Leute erst um 9.00 Uhr Morgens mit arbeiten anfangen und dann bis um 19.00Uhr abends sitzen (ist mir u.A. bei DC, Siemens, BMW aufgefallen ...). Was machen die Leute eigentlich wenn sie heim kommen? Essen->Bett->Aufstehen->Arbeiten->Goto Essen->... Kein Wunder, dass die Leute keine Zeit für andere (Familie, Freunde) mehr haben und nur noch an sich denken. Oder überhaupt keine Motivation mehr haben arbeiten zu gehen.


  • Mod

    @F98: verstehe ich nicht... das sind 10 Stunden am Tag, ziehe eine Stunde ab, macht 45 Stunden pro Woche. 98% der Welt arbeiten mehr pro Woche und haben auch Familienleben. Wieviel weniger als 45 Stunden pro Woche willst Du denn noch arbeiten?

    Vor allem fangen gerade viele ältere ANs erst nach 9:00 an, GERADE weil sie Familienleben haben - sie helfen morgens mit, daß die Kinder in die Schule kommen oder fahren sie zur Schule, usw., sie nehmen also morgens am Frühstück/Schulvorbereitung teil und können daher nicht früher in die Firma.


  • Mod

    estartu_de schrieb:

    Zeigt mir den Job, wo es möglich ist, das Kind um 8:00 am Kindergarten abzuliefern und um 16:00 abzuholen. 😞

    Gibt's praktisch nicht.

    Aber das ist eben ein Versagen des Staates... denn diese Versorgung würde wirklich umfassenden Nutzen bringen.

    Private Träger für Kindergärten sind unbezahlbar, da Kinderbetreuung arbeitsintensiv ist - wg der abstrusen Personalkostensituation in Deutschland führt das aber zu nicht tragbaren Kosten für den Einzelnen. Der Staat verhindert durch die hohe Kostenbelastung also private Angebote und stellt selbst keine zur Verfügung. Klassischer Deadlock. Als Kompensation fällt den Regierenden ein, die Lohnnebenkosten noch höher zu treiben und die später schlecht ausgebildeten und arbeitslosen Kinder mit Geld zu versorgen.


  • Mod

    ThAlb schrieb:

    F98 schrieb:

    Die Angliederung der DDR hat doch die Kacke, die jetzt am dampfen ist noch 10 Jahre rausgezögert.

    Na das ist doch mal eine neue Theorie - zumindest für mich! Ich bin gespannt ob sich hier noch jemand findet der der zustimmt...?

    Oh, sogar noch ein Zitat:

    1988 trat Lafontaine vehement für eine Arbeitszeitverkürzung ohne vollen Lohnausgleich ein. Außerdem forderte er von der SPD eine flexiblere und pragmatischere Haltung zu den Maschinenlaufzeiten sowie zur Samstags- und Sonntagsarbeit. Auch die Gewerkschaften, so Lafontaine damals, trügen Mitverantwortung für "die Höhe der Arbeitslosigkeit".



  • Und was hat das mit der Theorie von F98 zu tun, nach der die Angliederung der DDR einen derart positiven Effekt hatte, daß die Probleme in den westdeutschen Systemen dadurch um 10 Jahre NACH HINTEN (!!!) verschoben wurden?


  • Mod

    Das sollte ja wohl offensichtlich sein... bereits 1988 hat man also über die heutigen Probleme diskutiert! Vor DDR&Co.

    Durch das allgemeine Hochgefühl und andere politische Themen ab 1989 ist diese Diskussion dann verdrängt worden. Die Währungsunion war eine gigantische Konjunkturspritze, in deren Folge zahlreiche Ex-DDR-Bürger ihrem Bedürfnis nach Konsum nachgingen, was die Binnennachfrage extrem belebte. Außerdem waren die Neubürger zunächst überwiegend Beitragszahler da beschäftigt. Erst im Rahmen der Zerschlagung der Industrie in den neuen Ländern und dem Auslaufen der Konjunkturspritze (d.h. das von DDR-Mark nach D-Mark getauschte Geld war ausgegeben) konnte sich das System wieder in einen stationären Zustand einschwingen, was ab Mitte der 90er der Fall war. Und nun kamen die Probleme wieder zurück, nur daß natürlich die Finanznot jetzt beschleunigt war, da das zuvor bereits schwächelnde Systeme nun mit noch mehr Leistungsempfängern belastet wurde.



  • Marc++us schrieb:

    @F98: verstehe ich nicht... das sind 10 Stunden am Tag, ziehe eine Stunde ab, macht 45 Stunden pro Woche.

    Ja, das kommt ja auch auf eine durchschnittl. Wochenarbeitszeit. Was ich meine ist, das die Leute lieber mal 7.00Uhr anfangen sollten zu arbeiten. Außerdem würden sie sich dann nicht ständig wundern, das 17.30 Uhr bei uns keiner mehr auf Arbeit ist.
    Ich bin früher immer mit der Mutter aufgestanden und alleine mit dem Schulbus zur Schule. Bis 14.00Uhr Schule, nachmittags Hort. Und dann 16.00 mit dem Bus wieder nach Hause. Wo ist das Problem.

    Marc++us schrieb:

    98% der Welt arbeiten mehr pro Woche und haben auch Familienleben.

    Ich frag mich wie sie's machen. Anscheinend ist das zu viel, da die Kindererziehung irgendwie in den letzten Jahren in D ziemlich nachgelassen hat, kommt mir jedenfalls so vor.

    Marc++us schrieb:

    Vor allem fangen gerade viele ältere ANs erst nach 9:00 an, GERADE weil sie Familienleben haben - sie helfen morgens mit, daß die Kinder in die Schule kommen oder fahren sie zur Schule, usw., sie nehmen also morgens am Frühstück/Schulvorbereitung teil und können daher nicht früher in die Firma.

    Das ist doch eine Verschiebung des "Betreuungs-Problems" von abends auf früh, oder? Besser wäre doch, die Eltern hätten ab dem späten Nachmittag (ab 16.30 Uhr) mehr Zeit sich mit dem eigenen Familienleben zu beschäftigen als bis 19.00 Uhr zu arbeiten. Irgendwie hat man dann auch subjektiv mehr vom Tag.



  • Marc++us schrieb:

    Das sollte ja wohl offensichtlich sein... bereits 1988 hat man also über die heutigen Probleme diskutiert! Vor DDR&Co.

    Durch das allgemeine Hochgefühl und andere politische Themen ab 1989 ist diese Diskussion dann verdrängt worden. Die Währungsunion war eine gigantische Konjunkturspritze, in deren Folge zahlreiche Ex-DDR-Bürger ihrem Bedürfnis nach Konsum nachgingen, was die Binnennachfrage extrem belebte. Außerdem waren die Neubürger zunächst überwiegend Beitragszahler da beschäftigt. Erst im Rahmen der Zerschlagung der Industrie in den neuen Ländern und dem Auslaufen der Konjunkturspritze (d.h. das von DDR-Mark nach D-Mark getauschte Geld war ausgegeben) konnte sich das System wieder in einen stationären Zustand einschwingen, was ab Mitte der 90er der Fall war. Und nun kamen die Probleme wieder zurück, nur daß natürlich die Finanznot jetzt beschleunigt war, da das zuvor bereits schwächelnde Systeme nun mit noch mehr Leistungsempfängern belastet wurde.

    Genauso meinte ich das.



  • Die ersten Veröffentlichungen zu den heutigen Problemen stammen aus den 70ern (z. B. Club of Rome), das ist nichts neues.

    Die Einschätzung, daß die Währungsunion als Konjunkturspritze am Ende eine in wirtschaftlicher Hinsicht positive Gesamtbilanz aufzuweisen hatte, teile ich hingegen nicht. Die dem zugrundeliegenden Theorien sind nicht unumstritten, auch wenn sie von Leuten wie Lafontaine sehr eloquent vertreten werden.


  • Mod

    F98 schrieb:

    Marc++us schrieb:

    98% der Welt arbeiten mehr pro Woche und haben auch Familienleben.

    Ich frag mich wie sie's machen. Anscheinend ist das zu viel, da die Kindererziehung irgendwie in den letzten Jahren in D ziemlich nachgelassen hat, kommt mir jedenfalls so vor.

    Gleichzeitig hat bei uns aber die Wochenarbeitszeit nachgelassen. Also liegt in Deiner Schlußfolgerung irgendwo ein Fehler.

    In keinem Land der Welt hat ein Angestellter mehr Freizeit und Urlaub als bei uns in Deutschland.

    Trotzdem betreuen die Leute die Kinder nach Deiner Beobachtung (der bestimmt einige zustimmen) immer schlechter.

    Offensichtlich sind wohl die Faktoren "verfügbare Zeit" und "Betreuungsintensität" nicht korrelliert. Es scheint für dieses Problem andere Ursachen zu geben.



  • Marc++us schrieb:

    In keinem Land der Welt hat ein Angestellter mehr Freizeit und Urlaub als bei uns in Deutschland.

    Laut Prof. Sinn "haben wir die drittniedrigste jährliche Arbeitszeit der OECD-Länder", da bleiben dann immerhin zwei Länder in denen ein Angestellter mehr Freizeit hat als in Deutschland...

    (Quelle: http://www.ifo.de/link/stp047.htm)



  • o mann... du bist vielleicht ein korinthenkacker...


  • Mod

    ThAlb schrieb:

    Die Einschätzung, daß die Währungsunion als Konjunkturspritze am Ende eine in wirtschaftlicher Hinsicht positive Gesamtbilanz aufzuweisen hatte, teile ich hingegen nicht.

    Habe ich ja auch nie behauptet. Ich habe nicht geschrieben, daß es eine positive Gesamtbilanz dafür gäbe.

    Ich schrieb nur, daß die Sondereffekte viel Geld in den Kreislauf geschwemmt haben, wodurch sich für 2-3 Jahre viele Faktoren geändert haben, die Binnennachfrage belebt wurde, usw. Eine abschliessende Würdigung ob dies positiv oder negativ war habe ich weder gegeben noch zitiert. Mir ging es alleine um die aufschiebende (da überlagende) Wirkung dieses Effekts.



  • Aber das Geld für diese Sondereffekte mußte irgendwo herkommen (Solidaritätszuschlag, Rentenkasse, Staatsverschuldung,...) und wurde dem Kreislauf somit an anderer Stelle entzogen. Eine aufschiebende Wirkung kann ich da nur in der öffentlichen Diskussion erkennen.



  • Unser Anspruchdenken ist (noch immer) viel zu hoch. Fast hätte ich den Spruch zitiert: " ... und erst wenn der letze Baum gefällt, wenn ..., werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann."

    Hartz V und VI müssen kommen. Leider denkt die Regierung momentan drüber nach, bei der Bestimmung der Bemessungsgrundlage für die zukünftigen Krankenversicherungsbeiträge die sonstigen Einkunftsarten, etwa die aus Vermietung und Verpachtung, nicht hinzuzuziehen. So wirds wohl keine richtige Reform. Gedanklicher Ansatz zu Beginn gut, Umsetzung schlecht.

    Unsere Wochenarbeitszeiten sind weltweit einmalig niedrig (bis auf wenige andere Länder), in der Anspruchshaltung aber sind wir Weltmeister.
    Das Eierwerfen resultiert aus dem Nichtwahrhabenwollen der veränderten Realität und ist so infantil, dass ich dazu kein Wort verlieren werde.
    Gerade die Bürger in den neuen Bundesländern fallen durch Unzufriedenheit auf. Liegt zum einen sicherlich an den veränderten Lebensumständen (man muss sich jetzt ab und an mal selbst um sein Leben kümmern, der Staat nimmt nicht mehr jedem das Denken ab), zum anderen an der kurzen Halbwertszeit der Erinnerung. War es zu DDR-Zeiten besser als jetzt? Ich glaube wohl, dass Drangsalierung und Entbehrung (vor dem Mauerfall) die Menschen enger zusammen rücken lässt und zu intensiverer solidarischer Gemeinschaft führt - damit hatten sie uns im Westen beneidenswert viel voraus, aber das darf nicht dazu führen, zu verdrängen, wie es vor der Wende aussah.

    Der Mauerfall, dieses singuläre Ereignis, verschlimmert die öffentliche Kassenlage, führt dazu, dass die Auswirkungen der unter Don Kohleone verpassten Maßnahmen zum Umbau des Sozialstaates nun umso heftiger zu Tage treten, aber es wäre nur eine Zeitverzögerung gewesen, bis die Kassenlage genauso gewesen wäre, wie es jetzt ist.


  • Mod

    ThAlb schrieb:

    Aber das Geld für diese Sondereffekte mußte irgendwo herkommen (Solidaritätszuschlag, Rentenkasse, Staatsverschuldung,...) und wurde dem Kreislauf somit an anderer Stelle entzogen. Eine aufschiebende Wirkung kann ich da nur in der öffentlichen Diskussion erkennen.

    Der Sondereffekt war die Währungsunion. Wie oft muß man das noch schreiben?

    Das Geld wurde gedruckt... der Währungsumtausch hat den Westen zunächst kein Geld gekostet, da einfach aus dem Nichts DM erzeugt wurde, per Dekret. Auf den Ostkonten wurden einfach einige Milliarden-DM erzeugt. Diese DM hat keinem im Westen auf dem Konto gefehlt.

    Und das war der Sondereffekt.

    Ich weiß jetzt nicht wieviel Geld umgetauscht wurde, aber es gab im Osten ein Sparvermögen von 191 Milliarden Ostmark, die ersten 4000 wurden 1:1 getauscht, der Rest 1:2. Also rund 100 Mrd DM sage ich jetzt Mal. Die wurden doch nirgendwo abgebucht...

    Ein weiterer Sondereffekt war psychologischer Natur - viele Abbaupläne und Sparmaßnahmen wurden aufgeschoben, da jeder guter Stimmung war und einen allgemeinen Aufschwung und Vorwärtsdrang erwartete. Der Feind war tot, die Stimmung hervorragend, neuer Markt, neue Kunden, Deutschland ganz oben, dadurch wurden Pläne zum Sparen nicht realisiert und es wurde aus heiterem Himmel heraus investiert für zukünftige Geschäfte.


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