Praktikum vor Bewerbung



  • Hallo,

    ich hab diverse Firmen angeschrieben um mich dort zu bewerben. Bei einer Firma kam auch ne recht positive Antwort zurück, allerdings habe ich seitdem nix mehr gehört (ist ca. 1 1/2 Wochen her). Es ist so, dass die eigentlich keine Stelle zu besetzen haben, denen aber mein Internetauftritt recht gut gefiel.

    Ist es nun ratsam, mich zunächst als Praktikant dort zur Verfügung zu stellen? Ich bin mir da nicht so sicher, denn u. U. wirkt das auch wieder so unentschlossen bzw. verzweifelt. Oder ist das gar aufdringlich? Oder käme das sogar ganz gut an?



  • Wenn ich mal ganz offen sein darf?! ...

    1. Zum Praktikum
      Nein, nicht machen. Du wirst nur ausgenutzt.

    2. Zum Kontakt
      Ein ECHTER Verkäufer ist immer aggressiv... 🕶

    3. Ich habe nichts gesehen, was Deine Skills bestätigt.
      Du hast keine offizielle Quali in dem Bereich, keine Berufserfahrung und keine Referenzen.

    4. Zum Ausbildungsbereich
      Sooo schlecht sieht es im Versicherungswesen nicht aus...
      Vielleicht findest Du den Einstieg in die Informationstechnologie durch Kenntnis zu Anwendungen zur Risikoanalyse, CRMs o.ä.
      Flexiblität ist verlangt - ggf. umziehen - München, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg etc..

    5. Deine Stärken
      Versicherungen, Schulungen, ... => Kundenmanagment.
      Vielleicht wirst Du ein guter Vertriebler...
      Die verdienen mehr als Coder (wenn sie gut sind). 😉



  • Prof84 schrieb:

    Wenn ich mal ganz offen sein darf?! ...

    Ich bitte darum...

    1. Zum Praktikum
      Nein, nicht machen. Du wirst nur ausgenutzt.

    Kann man so sehen, allerdings denke ich, dass man so nen Fuß in die Tür bekommt. Ein "Risiko", ausgenutzt zu werden, besteht in der Tat, aber da der Arbeitsmarkt ja überschwemmt ist von (Fach)Informatikern, muss man eben Opfer bringen.

    1. Ich habe nichts gesehen, was Deine Skills bestätigt.
      Du hast keine offizielle Quali in dem Bereich, keine Berufserfahrung und keine Referenzen.

    Nun, hauptsächlich möchte ich als Administrator arbeiten, und da ist es eben schwierig mit den Nachweisen. Ich fange Ende des Monates eine Fortbildug zum MCSE und CCNA an, was mit diesbezüglich hoffentlich weiterhilft.

    Ich könnte zudem noch mein Root Passwort auf meine Seite packen damit die sehen können, wie gut mein Netzwerk administriert ist. 🙂

    1. Zum Ausbildungsbereich
      Sooo schlecht sieht es im Versicherungswesen nicht aus...
      Vielleicht findest Du den Einstieg in die Informationstechnologie durch Kenntnis zu Anwendungen zur Risikoanalyse, CRMs o.ä.
      Flexiblität ist verlangt - ggf. umziehen - München, Stuttgart, Frankfurt, Hamburg etc..

    Jo, allerdings bin ich alles andere als Mathematiker, was beispielsweise zur Risikoanalye benötigt wird. Die Versicherungsbranche ist in der Tat eine gute Alternative, obwohl die natürlich auch reichlich Stellen abbauen. Umziehen wäre auch nicht das Problem, wobei ich schon gerne in NRW bleiben würde. Gerade Dortmund ist was Versicherungen und IT anbelangt schon eine der ersten Anlaufstellen.

    1. Deine Stärken
      Versicherungen, Schulungen, ... => Kundenmanagment.
      Vielleicht wirst Du ein guter Vertriebler...
      Die verdienen mehr als Coder (wenn sie gut sind). 😉

    Ich trau mir das auch zu, aber es ist ja nicht einfacher dort reinzukommen. Denn ich habe auch schon Bewerbungen als Sachbearbeiter verschickt, ich bin da nicht so festgefahren.



  • CarstenJ schrieb:

    Kann man so sehen, allerdings denke ich, dass man so nen Fuß in die Tür bekommt. Ein "Risiko", ausgenutzt zu werden, besteht in der Tat, aber da der Arbeitsmarkt ja überschwemmt ist von (Fach)Informatikern, muss man eben Opfer bringen.

    Kommt auf die Firma drauf an. In der Gamebranche kann's dir passieren, dass du ein praktikum machen musst.
    Wenn du nicht mehrere Jahre Berufserfahrung hast, kommst du aber um einen Einstellungstest - so marke - wir moechten, dass du diese diese Klasse mit Leben fuellst, oder schreibe doch mal einen kleinen Chatserver - or whatever - kaum herum.
    Wie das in anderen Zweigen aussieht kann ich dir nicht wirklich sagen, aber ich schaetze - bei dem Ueberangebot an Bewerbern, werden sie dich sicher erst Testen.



  • Tja, das mit den Versicherungsstellen kann ich teilweise bestätigen, allerdings an anderer Stelle. Hier in Bonn wurde nicht bei den Vericherungsleuten angefangen sondern in der IT. Hinzu kommt, das wir zusätzlich noch "outgesourced" werden. Unser Service ist schon weg zu IBM und der Rest geht auch irgendwann nächstes Jahr...

    So ein Praktikum emfpinde ich persönlich als gute Sache. So können die Leute sehen was du kannst und ernen deine Fähigkeiten ein wenig kennen und vielleicht auch schätzen. Von daher wäre so ein Praktikum, das sagen wir mal 2-3 Monate geht von Vorteil.



  • Hi Carsten,

    ich habe über ein Praktikum die Weichen stellen können! Ich konnte faktisch nichts, was die hätten gebrauchen können und habe mich auf ein Praktikum beworben, um meine Kenntnisse etwas zu verbreitern 😉
    Da dann eigentlich keiner richtig Zeit für mich hatte, haben sie mir ein Problem hingeschmissen und mich damit allein gelassen. Ich hatte keinen blaßen Schimmer von der Thematik...

    Nach den 6 Wochen wurde ich gefragt, ob ich dort anfangen will.

    🕶 🤡 👍

    Also wenn Du nichts Besseres zu tun hast, dann mach's. Auf jeden Fall bringt es Dir Erfahrung.

    Bini



  • Ich habe mal zwei Threads mit mir unten zusammengefasst (ca. 2 und 2,5 Jahre alt):

    1. Thread:
    Initiator:
    Titel: kann man damit was anfangen?

    *winks* ich bekam heute gerade ne bewerbung um nen praktikumsplatz bei uns. junger bursche ( shit schon wieder keine frau )

    der möchte hier so´n schul-praktikum machen. hat "erfahrungen" mit delphi, pascal und basic *g* kann man damit was anfangen? besteht die hoffnung so jemanden och auf richtige bahnen zu schieben? er schreibt auch, dass er sich mit pc-systemen auskennt. ich befürchte, er kann einen win-rechner hoch- und runter fahren ....

    seine schulische ausbildung macht ihn dann zu einem "Kaufmännischen Assistenten Informatik" *noch-nie-gehört*

    ich bitte um rat ... soll ich mir das 4 wochen lang antun? ich bin ja für jeden spass zu haben, aber wer weiss .... vielleicht bewirbt sich ne heisse schnecke von der selben schule .... .D
    ---------------------------------------------------------------------------
    einige Posts später ...
    ---------------------------------------------------------------------------
    Mein Post:
    Also ich möchte mal eine typische ArbeitG-Sichtweise offerieren :

    1. Praktikanten sind eine gute Möglichkeit einen potentielle Mitarbeiter, der genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten wird, zu finden.
      Man sollte unterscheiden : Macht er das Praktikum, weil er es aufgrund seiner Ausbildung muß oder weil er ganz geil (Clinton-mässig :D) auf das Tätigkeitsfeld des Unternehmens ist und sich schon dem entsprechend vorbereitet hat?!
      Im ersten Fall, würde ich nur akzeptieren, wenn er mich nichts kostet, kein Arbeitszeit von den Mitarbeitern abzieht, ich ein Platz finde andem er irgendwo "rumspielen" und auch sonst keinen Schaden anrichten kann - was nie der Fall, also Ablehnung.
      Im Zweiten sind es wohl Praktikanten, die "auf Zack" sind. Die bereits in den Schulferien, Semesterferien, Berufsausbildung zu Beginn ihrer Ausbildung oder Berufstätigkeit sich mit konkreten Vorstellungen gezielt Unternehmen heraussuchen die diesen entsprechen, sich genaustens über deren Projekte, Unternehmensprofil, Strukturen, Kunden, Bedürfnisse, Marktchancen und -strategien etc informieren und bei den entsprechenden Abteilungsleitern - nicht Personalchefs o. a. - auf den Tisch klopfen. Z.B.:
      "Sie verteiben Ihrer Chemikalien online über ihr Kundenportal über JSP. Wusten Sie eigentlich das Sie über XSLT und CML ihre Gefahrstoffverordnung, sowie alle Vertiebsdokumente online zum Downloaden als PDF od. RTF erstellen können..? Also ich bin Informatikstudent im ersten Semester und frage mich, ob ich für ein geringen Umkostenbeitrag so ein System im Rahmen eines 8 wöchigen Praktikums für Sie erstellen darf."
      - 3 Monate später: Bescheinigung: Hiermit bescheinigen wir xy, dass er für uns die yz AG, auf einer AS390 mit ... xy hat eigenverantwortlich Konzept und Design entwickelt, die Projektleitung übernommen und auch die technische Implemierung überwacht. Wir würden jederzeit die Zusammenarbeit mit Ihm fortsetzen... - soviel zum Thema Kaffekochen
      - 6 Monate später: Durch Fortführung des Projekts wird xy wieder beschäftigt, er verdient jetzt während des Studiums 3000,- € (ok - Freizeit null).
      - 18 Monate später: xy orientiert sein Studium nach den genauen Bedürfnissen der yz AG. Er hat angefangen nebenher Chemie und Betriebswirtschaft zu studieren, ist jetzt die rechte Hand des Abteilungsleister und hat seine eigene Tippse.
      - 5 Jahre später: xy hat sein Informatikstudium abgeschlossen, ist der Abteilungsleiter und verdient 120.000,- € im Jahr (weil sonst geht woanders hin) - der pefekt auf die Bedürfnisse zugeschnittene Mitarbeiter.
      Sein Haus, sein Auto, sein Boot ... oder doch lieber Kaffe kochen?!
      Ladies and Gentlemen!
      So besorgt man sich Praktikumsplätze! 😋

    und liebe 4 Millionen Arbeitslose..
    So besorgt man sich Jobs! 😋

    und liebe hofnungslos unten XXXX mailende Webdesigner...:D
    So besorgt man sich Aufträge! 😋

    1. Ausländische Praktikanten sind gute internationale Werbeträger und Helfer!
      Wenn man den Kontakt zu diesen Praktikanten hält, hat man eine Semi-"Filiale" in dem Land in dem er zurückreist. Stehen Geschäftsangelegenheiten dort an, hat man einen Ansprechpartner, der unsere Sprache beherrscht, unser Kultur kennt und unsere Firma und deren Belange kennt. Er kann für uns vermitteln oder tätig werden. Für uns als Leumund agieren...

    2. Praktika sind opputunistische Geschäfte!
      Wenn 'Initiator' jemanden sucht, der für Ihn Kaffee kocht und Staub wischt und der Praktikant nur ein Wisch in Hand haben will: "habe in 'Initiator's Firma 4 Wochen ein Praktikum gemacht" - dann ist das ein Deal! Unsere gesamtes Ausbildungsprinzip beruht darauf. Warum sollte der Elektikermeister sonst ausbilden, wenn er nicht dafür eine billige Arbeitskraft bekommt, die die Halle fegt, Schraubenzieher anreicht usw. Jeder Mensch will doch aufsteigen. Dies erreicht er dadurch, dass "er mit der Wurst nach dem Schinken wirft". Nur muß man erst einmal eine Wurst haben...

    @CarstenJ:
    Du hast schon eine Wurst! 😉
    Jetzt suche den Schinken ... 💡

    2. Thread:
    Initiator:
    Titel: Job finden?

    Hallo,

    welche Wege und Möglichkeiten gibt es denn,
    Jobs als Webentwickler/Programmierer bzw. Designer zu bekommen.
    In den meißten Stellenausschreibungen wird ein Studium von FH oder UNI verlangt.
    Doch wer sagt denn das ein unstudierte Progger schlechter ist?

    Oder bleibt einen da nix anderes übrig, als seinen eigenen "Laden" aufzumachen, und im Image der üblichen 08/15-Designer (mit MS-FP&Co mach ich alles )?

    Wer weiß was zu berichten. Am besten Erfahrungswerte...

    Thanxx
    ----------------------------------------------------------------------------
    Mein Post:

    Hi,

    der Grund warum die meisten Unternehmen in der Softwareentwicklung ein Studium verlagen ist, dass der Betreffende so bewiesen hat, dass ein hinreichendes abstraktes Denkvermögen besitzt und eine ausgeprägte Lernfähigkeit.

    Die Ansprüche, die Unternehmen und Kunden stellen, passen leider nur sehr selten auf die Profile der Mitarbeiter. Diese müssen dann in der Lage sein innerhalb weniger Tage sich in einer völlig fremden Materie einzuarbeiten, die oft gar nichts mit den Programmieren zu tun hat, da nur sehr große Software-Unternehmen sich Spezialisten leisten können, die sich z.B. nur auf eine Programmiersprache für ein Betriebssystem, ohne Spezialkramm( DB,Web etc) konzentrieren können und dabei lange Einarbeitungsphasen tolerieren können.
    Die Unternehmen sehen sich im Moment gezwungen möglichst profillos zu sein, damit sie eine möglich große Bandbreite von Aufträgen angetragen bekommen und annehmen zu können. - Kurz: Die faken wie die letzten Berserker...

    Die New Economy hat ihre eigenen Gesetze, die leider nicht immer logisch zu sein scheinen ... heute bekommst Du ein dickes Verordnungsbuch in der Hand gedrückt, morgen sind es die DAX-Charts der letzen 12 Monate und übermorgen ein Schaltplan einer Telecomunikationsanlage ... und dann kannst Du nicht sagen: "... ich bin doch bloß Programmierer!".

    Deshalb verlangen viele Softwarehäuser noch zusätzlich zwei Jahre Berufserfahrung. Erstens, weil sie wissen, dass die meisten Ausbildungen nichts taugen und man nur auf die Berufserfahrung bauen kann, und zweitens, weil die Mitarbeiter so bewiesen haben, dass sie den Zirkus ertragen und gleich wissen wo es lang geht...

    Noch heute praktizieren die meisten Unternehmen die 'Feuerprobe':
    Neue Mitarbeiter werden mit 'A.-Tritt' gleich ins Getümmel gestossen, ohne Einarbeitung, oft an Aufgaben bei denen sie mit 98%-iger Wahrscheinlichkeit versagen werden. Darauf kommt es den Unternehmen aber nicht an. Sie wollen wissen, wie die 'Neuen' mit dieser Situation umgehen und wie schnell man sie wohin bekommen kann.
    Also ich war einmal in einen Team tätig, da gab es ein 'Hire and fire' im Tagesrythmus.

    Only the strong survive ... 🕶

    Tja, Immer das selbe Problem:
    Ohne Berufserfahrung kein Job! - Ohne Job keine Berufserfahrung!

    Aber das Problem hatte jeder mal...

    Kopf hoch! - Auch Du bekommst deine Chance!
    --------------------------------------------------------------------
    Initiator:
    ...das beantwortet mir einiges.

    Nur um die Erfahrung und Referenzen zu schaffen, schwimmt man halt in der großen Masse. Welche Möglichkeit sei denn vorzuziehen:
    - selber Dienstleister für Andere sein (Design und Proggen)
    oder
    - eigene Projekte starten bzw. Scripte proggen (evtl. gegen $$$) ?

    ------------------------------------------------------------------------
    Mein Post:

    Ich denke Beides!

    Stricke sowohl an einen eigenen Projekt, dass für den Markt interessant sein könnte und versuche bei einen Unternehmen anzuheuern. Du wirst feststellen, dass sich beide Felder gegenseitig verstärken.

    Wenn Andere beim Bewerbungsgespräch auf Ihren 'Wisch' zeigen und Sprüche kloppen müssen, kannst Du den Laptop aufklappen und den Leuten gleich was zeigen, was sie vielleicht interessiert. Und umgekehrt kannst Du Interessenten deines Projektes gleich eines 'Zusammenarbeit anbieten', ob als Angestellter oder als freier Mitarbeiter.

    Wenn Du Glück hast, kann sich sogar was Großes draus entwickeln. Außerdem steigerst Du so deinen Marktwert und bleibst in Form. 👍

    Jedenfalls ist alles besser, als zu jammern. Vergiss nicht, dass Schlimmste was Dir passieren kann, ist dass ein potentieller Arbeitgeber 'Nein!' sagt. Na und?! - Nächster bitte! 🕶

    @Bini:
    War´s ungefähr so?!



  • Prof84 schrieb:

    Aufgaben bei denen sie mit 98%-iger Wahrscheinlichkeit versagen werden

    @Bini:
    War´s ungefähr so?!

    Hihi. Ja!
    Ich gehöre zu den 2%?! Ich fühl mich großartig... 🕶 🤡 👍


Anmelden zum Antworten