Wie erkläre ich den Zeitaufwand dem Chef?



  • man kann das programm aber weitaus schneller benutzen, und im zweifelsfall schon früher viel geld verdienen/sparen



  • mit externen entwicklungen (inkl. source) ham wir bisher keine guten erfahrungen gemacht

    erstens müsste die kommunikation zu der externen firma so perfekt laufen, dass im
    sinne/stil des auftraggebers entwickelt wird
    zweitens kommt bei den internen entwicklern aufwand hinzu sich in den fremden code
    einzuarbeiten
    und drittens läuft man gefahr dass schlechter, instabiler, langsamer code abgeliefert wird wie in unserm fall

    zum thema: chefs schätzen den zeitaufwand eigentlich generell zu knapp ein und
    gehen davon aus, dass sich alles ganz einfach in 5 minuten implementieren lässt...
    wahrscheinlich mit absicht damit man sich reinhängen muss
    meiner war neulich eher überrascht als ich den zeitplan mal eigehalten hab 😉



  • Na na na, Sovok! 😃 Ich bin selbst externer Entwickler in dem Konzern, seit vier Jahren für die Serienplanung. Der Konzern beschäftigt überwiegend externe Entwickler. Was die Kommunikation angeht: wir sitzen In-House, 8 Std. pro Tag 5 Tage die Woche. Entweder man sitzt im großen Konzern-Bürozentrum angrenzend am Werksgelände oder direkt im Werk in den Fachabteilungen neben den Benutzern (einen kürzeren Kommunikationsweg findeste nicht!). So zwischen den Planern im Großraumbüro des Presswerks sitze ich und programmiere. 😃 :p Wichtig ist ja nur, das man mitbekommt, was die Benutzer wollen. Am Ende ist es egal ob Fremdfirma, oder Werksangehöriger, hauptsache die bekommen ihre Wunsch-Software.

    Der Konzern hat dadurch natürlich eine gute Kontrolle über das, was wir so machen. Und wenn ich mal Krank bin, muß er mir auch nicht die Stunden bezahlen. Bei einem Werksangehörigen jedoch schon. Also ist ein externer Entwickler (der aber In-House sitzt!) billiger!



  • ich sprech auch nur aus eigener erfahrung
    -> firma mit 30 leuten ca. 10 entwickler



  • nur das wir aufträge von firmen bekommen die meist keine mitarbeiter mit dem know how besitzen soetwas umzusetzen. und in sachen kommunikation muss ich artchi recht geben.

    wozu gibt es lastenhefte, pflichtenhefte, codedokumentationen usw.. und wenn ich als firma soviel geld in die entwicklung investiere, kann ich auch verlangen 2-3 mal in der woche eine übersicht zu erhalten in form einer aktuellen lagebesprechung. derzeit geht der trennt jedoch schon, solche projekt von firmen aus den ostblockländern, bulgarien sogar indien durchführen zu lassen. und selbst hier stimmt das preis/leistungsverhältnis.

    die erfahrungen kann ich also nicht nachvollziehen. wenn ihr selbst entwickler seit, sollte ihr doch am besten schon während der programmierphase einen guten einblick bekommen und die qualität abschätzen können oder bekommt ihr alles erst nach fertigstellung zu sehen? wenn das produkt zu langsam ist oder nicht den anforderung genügt denke ich eher das bei euch etwas schief läuft. wir haben auch mit einer firma aus indien kooperiert die uns zu tiefstpreisen hervorragende arbeit erstellt haben. moderne technologie, schnelle und fast termingerechte umsetzung! die kommunikation ist hier sehr schwer aber es geht.



  • bei uns wars auch indien
    aber die sind wohl einfach nich mit der aufgabe klargekommen
    geschwindigkeit wär ja nicht das schlimmste(können wir auch selber optimieren) aber speicherlecks und codestil warn auch nich berauschend

    keiner schrieb:

    bulgarien sogar indien durchführen zu lassen. und selbst hier stimmt das preis/leistungsverhältnis.

    die erfahrungen kann ich also nicht nachvollziehen. ...wir haben auch mit einer firma aus indien kooperiert die uns zu tiefstpreisen hervorragende arbeit erstellt haben. moderne technologie, schnelle und fast termingerechte umsetzung! die kommunikation ist hier sehr schwer aber es geht.

    natürlich warn wir dauernd auf dem laufenden... hilft aber auch nix den leuten zu sagen der code is noch zu schlecht wenn sies nich besser können
    letztendlich wurde der vertrag aufgelöst und die erfahrung reicht uns erstmal



  • Wow, da guckt man mal übers Wochenende nicht rein und dann so viel zu lesen. 🙂

    Es gibt in dieser Firma schon ein Programm. Das soll neu und besser werden - das ist mein Job.
    Es gibt fertige Lösungen - bei denen kann man aber nicht so einfach sagen: "Der Knopf soll aber rot sein...".

    Dieses Programm ist individuell für diese Firma und deren Mitarbeiter, die leider sehr mit PCs auf Kriegsfuß stehen.

    Nein, mit dem Autohersteller aus WOB können wir nicht mithalten - aber ich bin auch lange nicht so teuer wie ich hingestellt wurde. (Leider...)

    Mit dem Programm soll halt der allgemeine Ablauf dokumentiert und beschleunigt werden. Und vereinfacht. 🙂



  • Stellt sich die Frage, was ist der "allgemeine Ablauf"? Die "Arbeitsabläufe" in dem Unternehmen?

    bye

    tt



  • Genau das. 🙂

    Bisher ist das halt ein unglaubliches Zettelchaos, was nun ein wenig eingedämmt werden soll.
    Bis zur "Erfindung" der Email wird es aber nicht wegzukriegen sein. 😉

    Es sollen halt die Kundendaten gespeichert werden, wann der Kunde da war, was er bei wem hat machen lassen und so.
    Dann alles was verkauft wird mit Herstellern, Bestellwesen, Rechnungen, Krankenkassenabrechnungen und und und.

    Das ganze läuft dezentral in zig Filialen die nur widerwillig vernetzt sind. (Internet ist böse und teuer - nehmt Disketten und Telefone 🙄 )
    Trotzdem sollen möglichst alle Daten überall sein und doch nicht jeder wissen, was der andere so treibt und was weiß ich nicht noch alles.

    Drucken muss man auch noch können, aber bitte alles und frei einstellbar. (Dafür habe ich jetzt zum Glück eine nette Lösung gefunden, da bald überall ein Office vorhanden ist und man das ganze per "Access" abwickeln kann. 😃

    Das war jetzt die Kurzfassung ohne zu viel zu verraten hoffe ich.



  • Ne ne keine Bange damit verrätst du nicht zuviel, Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe gibts in jedem Unternehmen ;).

    Habt ihr da eigentlich mal an solche Sachen wie Workflow-, Document- bzw. Contentmangementsysteme gedacht? Fürn Mittelstand gibts da gute praktikable Lösungen. Die einen preislich auch nicht umbringen. 🙂 Dazu braucht man aber dann auch jmden der sich mit solchen Systemen hauptsächlich beschäftigt.

    Und mit der Vernetzung, das die nicht überall ist ist natürlich sehr schade.

    tschööö

    tt



  • Tja, mit Managementsystemen kenne ich mich bisher gar nicht aus.

    Da aber alles von einem Programm erschlagen werden sollte passt das schon, denke ich. Ein wenig Unterstützung hatte ich auch von einem ziemlich erfahrenen Ex-Projektleiter, also kann ich nicht so sehr daneben liegen... 🙂



  • Workflow-Engine usw. ist wirklich nützlich. Mein Kollege beschäftigt sich zur Zeit mit eine Produkt namens Staffware. Nur halte ich es für gefährlich, wenn sowas in einem Einmann-Projekt eingesetzt werden soll (fehlendes KnowHow = mehr Zeit nötig). Da würde ich lieber hier und da meinen eigenen Kram programmieren. und mir evtl. Design-Tips bzgl. Workflow-Programmierung besorgen, an die man sich anlehenen kann, damit man nicht ganz zu viel Mist programmiert.



  • Wirklich sehr interessant, die Diskusion.
    Grundsätzlich frage ich mindestens zwanzig mal nach was gewollt ist. Dann lasse ich mir das möglichst noch schriftlich dokumentieren (Bierdeckel, e-mail etc.).
    Und dann wird das auch wirklich so gemacht, möglichst mit wenig Aufwand.
    Schließlich muss ich mich nicht selbst verwirklichen. Dafür gibts die VHS (Töpferkurs etc.)
    Erfahrungsgemäss steigen die "IchHabDasVollDrauf-Typen" ziemlich schnell aus, wenn Du deren Vorgaben wörtlich umsetzt.

    Oft wissen die "Spezialisten" aber auch gar nicht was sie wollen. Dann kann man/frau schon von vorneherein davon ausgehen, dass alles falsch ist, was abgeliefert wird.

    Und wer so einfach vor sich hinprogrammiert, gehört sowieso verboten.


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