Übersetzungen von Büchern...



  • Hallo,

    wie läuft das eigentlich, wenn man ein Buch übersetzen möchte?! Muss man den Verlag anschreiben, und erhält denn den Auftrag, oder reicht man seine Übersetzung dem Verlag ein und wenn es einer andere kurz vorher gemacht hat, guckt man in die Röhre?



  • Kommt drauf an was Du übersetzen willst.
    Bei Klassikern wie Shakespear, Homer oder Goethe übersetzt Du erst und dann versuchst Du einen Verlag zufinden, welcher Deine Übersetzung herausgeben will.
    Bei aktuelleren Werken werden die Verlage wohl aus den Pool der Willigen die billigste Übersetzungskraft beauftragen (Einheit: Cent/Seite).
    Bei Fachliteratur müssen sich die Verlage jemanden ausgucken, der kompetent genug ist. Da es davon nicht sehr viele gibt, müssen die Verlage auch ordentlich blechen (Einheit: Euro/Zeile).



  • c++==d schrieb:

    Bei Fachliteratur müssen sich die Verlage jemanden ausgucken, der kompetent genug ist.

    ...was nicht immer gelingt... 😃


  • Mod

    c++==d schrieb:

    Da es davon nicht sehr viele gibt, müssen die Verlage auch ordentlich blechen (Einheit: Euro/Zeile).

    Einheit: Euro/Seite.

    Und es gibt durchaus viele... zumindest für IT-Literatur. Erst bei Sachen wie Mathematik und Physik wird das Feld enger.

    Ansonsten bei einem Verlag bewerben, die prüfen das dann und verlangen eine Probeübersetzung.

    @Sgt. Nukem: hey!



  • Marc++us schrieb:

    @Sgt. Nukem: hey!

    fühlt sich da einer angesprochen 😃



  • c++==d schrieb:

    Kommt drauf an was Du übersetzen willst.
    Bei Klassikern wie Shakespear, Homer oder Goethe übersetzt Du erst und dann versuchst Du einen Verlag zufinden, welcher Deine Übersetzung herausgeben will.
    Bei aktuelleren Werken werden die Verlage wohl aus den Pool der Willigen die billigste Übersetzungskraft beauftragen (Einheit: Cent/Seite).
    Bei Fachliteratur müssen sich die Verlage jemanden ausgucken, der kompetent genug ist. Da es davon nicht sehr viele gibt, müssen die Verlage auch ordentlich blechen (Einheit: Euro/Zeile).

    für bekannte menschen, sprich: roman und sonstige schreiber werden darüber hinaus nicht "irgendwelche" übersetzer genommen, sondern ebenso leute, die
    a) sich in der materie auskennen,
    b) einen guten ruf haben, und darüber hinaus:
    c) haben die autoren mit den übersetzern in einigen fällen sogar kontakt.

    ich stelle mir übrigens das übersetzen einesguten roman um einiges schwerer vor als die übersetzung eines technischen buchs, da es um das einfangen vom subtext geht, was bei den meisten technik/programmierhandbüchern (es gibt auch dort ausnahmen, didaktiker zum bleistift) entfällt.

    hut ab vor guten romanüberetzern...



  • @elise
    Nicht das der Eindruck entsteht, daß ich gute Romanübersetzer weniger schätze als technische Übersetzer. Ich bin mir durchaus der Herausforderung einer guten Übersetzung ob Roman oder Technik sehr wohl bewußt.
    Es ist aber nun mal so, daß es mehr Leute gibt, die z.B. den neuesten Harry Potter übersetzen wollen als Leute die ein RFC übersetzen wollen. Da der Preis sich aber nach Angebot und Nachfrage regelt, werden technische Übersetzer halt besser bezahlt.
    Außerdem führt ein Übersetzungsfehler im neuesten Harry Potter (davon soll es ja einige geben :D) vielleicht nur zur temporären Belustigung. Ein Übersetzungsfehler in einer Bedienungsanleitung könnte womöglich die gesamte Produktion lahm legen.

    @Marc++us
    Die Einheiten (Cent/Seite und Euro/Zeile) mögen zwar übertrieben sein, aber wollte ich damit doch nur die ungefähre Richtung angeben. 🙄
    Aber ist schon klar, es gibt solche und solche technische Literatur. IMHO kann man aber gerade bei technischer Literatur fast beliebig das Feld enger definieren (z.B. komplexere Materie, exotische Sprachauswahl oder "Wir brauchen es bis morgen!").


  • Mod

    c++==d schrieb:

    Ein Übersetzungsfehler in einer Bedienungsanleitung könnte womöglich die gesamte Produktion lahm legen.

    Das ist zwar richtig, überraschenderweise werden aber gerade Bedienungsanleitungen nur selten halbwegs professionell übersetzt, sondern mehr "on the fly". So lesen sie sich oftmals auch...



  • Marc++us schrieb:

    Das ist zwar richtig, überraschenderweise werden aber gerade Bedienungsanleitungen nur selten halbwegs professionell übersetzt, sondern mehr "on the fly". So lesen sie sich oftmals auch...

    imho lesen die sich so, als wäre da die automatische Übersetzung von babelfish o.ä. am Werke gewesen 😃


Anmelden zum Antworten