Morgen kippt das Verbot von Studiengebühren...
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Hexa schrieb:
Weil Informatik in 9 Semstern zu schaffen halte ich für unmöglich.
Ganz genau. Aber daran denken die Wirtschafts"wissenschaftler", die die Studiengebühren beschließen, nunmal nich

Ich prophezeie einen Run auf FHs. Vielleicht nicht das schlechteste.
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Weil Informatik in 9 Semstern zu schaffen halte ich für unmöglich.
Hmmm...mein Onkel hats in 8 gemacht.

Von wieviel Semestern geht man i.d.R. aus?mfg
v R
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Hexa schrieb:
Gibt es denn im Zuge der Einführung der Studiengebühren auch eine neue Regelung von Bafög?
Oder werden wenigstens die Regelstudienzeiten erhöht?
Weil Informatik in 9 Semstern zu schaffen halte ich für unmöglich.cu
Hexaich denke nich. das geld soll doch direkt den fachbereichen zu verfügung ( imho) gestellt werden, und dadruch steigt natürlich die qualität der lehre enorm. aber gaaaaanz doll. </sarkasmus>
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mein onkel war auch nach sechs semestern ingenieur.

also wenn du mit "i. d. R." "in der Regel" = Regelstudienzeit meinst, die liegt für informatik bei 9 oder 10. die tatsächliche durchschnittliche studiendauer bis zum abschluß liegt aber wesentlich höher.
oder nimm meinen studiengang als beispiel: et&it 9 semester regelzeit, 12,4 semester durchschnittszeit (th karlsruhe)
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virtuell Realisticer schrieb:
Hmmm...mein Onkel hats in 8 gemacht.

Von wieviel Semestern geht man i.d.R. aus?Uni ? No way... FH/BA ist was anderes. Darum prophezeie ich ja den Ansturm darauf.
Edit: Durchschnitt an der RWTH liegt traditionell bei 14-15 Semestern.
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Ein längst überfälliger Schritt, der bereits seit langem von der Union gefordert wird. Endlich wird der Wettbewerb der Universitäten zunehmen. Was noch fehlt, sind flächendeckende schriftliche Aufnahmeprüfungen als Auswahlkrieterium. Es kann nicht sein, dass jährliche Zenhtausende eine für sie ungeeignete Studienwahl treffen und später abbrechen. Dies schafft auch Studienplätze für qualifizierte Bewerber.
Union-Fan
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Union-Fan schrieb:
Ein längst überfälliger Schritt, der bereits seit langem von der Union gefordert wird. Endlich wird der Wettbewerb der Universitäten zunehmen. Was noch fehlt, sind flächendeckende schriftliche Aufnahmeprüfungen als Auswahlkrieterium. Es kann nicht sein, dass jährliche Zenhtausende eine für sie ungeeignete Studienwahl treffen und später abbrechen. Dies schafft auch Studienplätze für qualifizierte Bewerber.
die qualifizierten bewerber können sich ein kostenpflichtiges studium aber nicht leisten und werden deshalb gar nicht erst anfangen können.
und glaubst du wirklich, auch nur ein einziger cent aus studiengebühren wird einer hochschule zugutekommen?
naja, du glaubst wahrscheinlich auch, daß von der lkw-maut straßen ausgebessert werden.wenn du dir erstmal die realität angucken würdest...
dann würdest du z. b. sehen, daß von den langzeitstudiengebühren auch nichts an die hochschulen kommt. jetzt sag mal bitte ganz konkret, warum du glaubst, daß dies bei genereller studiengebühr der fall sein wird?!?
allen betrieblich ausgebildeten sei gesagt:
1. wenn mich meine hochschule bezahlen würde, müßte der staat das nicht tun.
2. wenn meine uni zu doof ist (und komischerweise sind das viele unis *g*), gewinn zu machen (unter der voraussetzung, das wäre ihr sinn und zweck), dann ist das nicht mein bier.
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Union-Fan schrieb:
Was noch fehlt, sind flächendeckende schriftliche Aufnahmeprüfungen als Auswahlkrieterium.
Gibt's bereits seit über 100 Jahren, nennt sich "schriftliche Abiturprüfung".
Bin daher gegen Einstufungstests, aber für ein deutschlandweites Zentralabitur. Weg mit diesem Unfug, daß in einigen Ländern jede Schule ein anderes Abi stellt - ein schlechter Scherz.
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Marc++us schrieb:
Bin daher gegen Einstufungstests, aber für ein deutschlandweites Zentralabitur. Weg mit diesem Unfug, daß in einigen Ländern jede Schule ein anderes Abi stellt - ein schlechter Scherz.
Ganz genau. Zum Glück wird nun sogar in NRW ein Zentralabitur eingeführt... Da werden sich noch einige Leute wundern... Das wird den wahren Leistungsstand von Gesmtschul-Abis aufdecken, hoffe ich mal.
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uch glaub nicht an ein deutschlandweites zentralabitur- da müßten ja die 16 bildungsfürsten was von ihren hochheiligen privilegien abgeben, und einigen müßten sie sich auch noch- sehr unrealistisch. schön wärs aber.
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scrub schrieb:
die qualifizierten bewerber können sich ein kostenpflichtiges studium aber nicht leisten und werden deshalb gar nicht erst anfangen können.
und glaubst du wirklich, auch nur ein einziger cent aus studiengebühren wird einer hochschule zugutekommen?
naja, du glaubst wahrscheinlich auch, daß von der lkw-maut straßen ausgebessert werden.wenn du dir erstmal die realität angucken würdest...
dann würdest du z. b. sehen, daß von den langzeitstudiengebühren auch nichts an die hochschulen kommt. jetzt sag mal bitte ganz konkret, warum du glaubst, daß dies bei genereller studiengebühr der fall sein wird?!?
Soso, wer also ein qualifizierter Bewerber ist, kann sich also automatisch ein kostenpflichtiges Studium nicht leisten. Dieser interessante Automatismus läßt dann doch selbst einen über die Thematik der Hochschulpolitik diskussionserfahrenen Menschen wie mich laut auflachen.
Bei der Einführung der Studiengebühren geht es nicht primär darum, die Finanzierung der Hochschulen aus den Studiengebühren zu gewähleisten. Viel mehr sind Studiengebühren ein Steuerungsinstrument, um Studierenden einen Anreiz zu geben, einen gewählten Studiengang schnell und erfolgreich abzuschließen. Deutsche Universitäten sind leider, vor allem in den sprachlichen und gesellschatfpolitschen Instituten, ein Sammelbecken von arbeitsscheuen Dauerstudenten geworden. Der heutige Zustand, in dem vor allem in den Asten Leuten mit 20 und mehr Semestern sitzen, ist einfach nur eine große Verschwendung von Studienplätzen und Geldern. Vor allem weil leider in Asten nicht mal die Interessen der Studierenden verfolgt werden, sondern vielmehr linksextremistische Splittergruppen, von staatlichen Mitteln finanziert, gegen den freiheitlichen Rechtsstaat agitieren.
@Marc++us
Schau mal in Länder wie Japan, die in mathematischen und naturwissenschaftlichen Bereichen der PISA-Studie auf Platz 1 bzw. 2 lagen. Dort finden generell Eignugstests an den Universitäten statt. Dafür schaffen aber auch nahezu 100% der angenommenen Studierenden das Studium. In Deutschland ist einfach das Problem, dass es nur ca. 1/3 schaffen, weil die Universitäten gezwungen sind, anstatt durch eine Aufnahmeprüfung, durch höhere Testanforderungen unqualifizierte Studierende auszufiltern (damit die Absolventen einen guten Ruf genießen, weil nicht jeder ohne weiteres seinen Abschluß schafft). Das ist aber schlicht Resourcenverschwendung, weil man die Auswahl auch vor Beginn des Studiums treffen kann. Nämlich durch besagte Eignungtests.Union-Fan
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In Österreich gibt es seit einigen Jahren Studiengebühren; geändert hat sich an den Unis allerdings nicht viel; außer eben, dass man 400Euro pro Semester blechen darf.
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@Union-Fan:
Warum umhüllst du deine Kernaussagen immer mit soviel Schrott?
Egal, was ich von deiner Aussage mal ernst nehme, ist der Eignungstest:
Ich kann nur sagen, dass ich diesen Test bei meinem Mathe-Studium nie
geschafft hätte, da ich da 'reingerutscht' bin und erst später das echte
Interesse gewonnen habe. Jedefalls hab ich einen ziemlich guten Abschluss
und mit Eignungstest hätte ich wohl Pädagogik studiert.
(Entschuldigung an alle Päda-Studenten, aber ich hab auf Lehramt angefangen
und muss sagen das Pädagigik echt der letzte Dreck ist).Jockel
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Union-Fan schrieb:
Soso, wer also ein qualifizierter Bewerber ist, kann sich also automatisch ein kostenpflichtiges Studium nicht leisten. Dieser interessante Automatismus läßt dann doch selbst einen über die Thematik der Hochschulpolitik diskussionserfahrenen Menschen wie mich laut auflachen.
so war ja auch nicht gemeint- natürlich nur die, die nicht das geld == reiche eltern haben. kannst dir dein arrogantes getue sparen.
Union-Fan schrieb:
Bei der Einführung der Studiengebühren geht es nicht primär darum, die Finanzierung der Hochschulen aus den Studiengebühren zu gewähleisten.
zu schade, daß du nichtmal deinen eigenen politikern zuhörst. die bringen das nämlich als ein hauptargument "kommt ja den unis zugute".
Union-Fan schrieb:
Viel mehr sind Studiengebühren ein Steuerungsinstrument, um Studierenden einen Anreiz zu geben, einen gewählten Studiengang schnell und erfolgreich abzuschließen.
das könnte zwar ein angenehmer nebeneffekt sein, aber...
... damit unterstellt man pauschal, daß studenten nicht an schnellen und guten abschlüssen interessiert sind.
... wenn das nicht so funktioniert, wirds auch keinen gebühreneinnehmer stören.Union-Fan schrieb:
Deutsche Universitäten sind leider, vor allem in den sprachlichen und gesellschatfpolitschen Instituten, ein Sammelbecken von arbeitsscheuen Dauerstudenten geworden. Der heutige Zustand, in dem vor allem in den Asten Leuten mit 20 und mehr Semestern sitzen, ist einfach nur eine große Verschwendung von Studienplätzen und Geldern.
das ist zwar ein erheblicher mißstand, den hätte man aber auch ohne studiengebühren beseitigen können, das ist also kein argument. mal davon abgesehenm, daß es nicht der regelfall ist.
Union-Fan schrieb:
Vor allem weil leider in Asten nicht mal die Interessen der Studierenden verfolgt werden, sondern vielmehr linksextremistische Splittergruppen, von staatlichen Mitteln finanziert, gegen den freiheitlichen Rechtsstaat agitieren.
daneben gibts noch den RCDS, der sich ebenfalls hirnlos hinter parteiparolen stellt.
außerdem dürfen unis heute schon aufnahmetests machen- einzige bedingung für ein solches aufnahmeverfahren ist, daß das abitur immer noch mehr als hälftig zählt. ein sehr guter weg, wie ich finde.
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Erstmal: Allgemeine Studiengebühren sind dreck. Wo bitte wird da was gesteuert? Die Steuerung ist doch schon mit den Langzeitstudiengebühren vorgenommen worden (die ich übriegens Ok finde).
Ich denke mal über die Hälfte der Studenten bekommt sowieso Bafög und dann müssten sie den Bafög erhöhen. Also nur mehr Verwaltungsaufwand und nichts gewonnen. Der andere Teil, der kein Bafög bekommt ist nun noch mehr benachteiligt, da er schon kein Bafög mehr bekommt... irgendwie sehe ich da keine Gerechtigkeit mehr.
Zum Zentralabitur: Ist genauso nichtssagend. Jetzt hängt die Note nur nicht mehr von der Abiturprüfung, sondern von dem Lehrer ab, der einen darauf vorbereitet hat (wenn man mal konstante Leistung des Schülers annimmt). -> Nutzt gar nichts. Es muss nichts an der Prüfung geändert werden, sondern an der Vorbereitung und Lehre an sich.
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Loggy, ich wohne hier ja seit jeher am bayerisch-hessischen Grenzgebiet, und daher weiß ich, daß es eine Menge Gymnasien in Hessen gab, die niemals Integration im Abi abgeprüft haben... schlimmer noch, es gab im Etechnik-Studium Leute, die hatten in der Schule nur in den letzten 4 Wochen etwas über Integrale gehört, und es wurde nicht mehr geprüft, daher hat's auch nicht mehr interessiert. Die waren in der Vorlesung Mathe völlig aus dem Häuschen, als der Dozent anfing das an die Tafel zu pinseln. Er mußte Extra-Runden einlegen um Grundlagen Integration zu lehren. (War ein Klassiker: "Die Herren aus Bayern können die nächsten 2 Vorlesungen aussetzen, ich werde dann mit den Herren aus Hessen Integration üben.")
In Bayern (nur wegen Beispiel Zentralabi) kann sich ein Lehrer es nicht erlauben die Zügel so schleifen zu lassen, er muß in 13/2 zum Integral gekommen sein, sonst fallen die Schüler reihenweise durch das Abi durch. Und da alle Schulen ihre Notenspiegel nach München melden müssen, fällt es auf, wenn einige Schulen unterdurchschnittlich abschneiden, dann kommt die Dienstaufsicht.
Das ist vielleicht nicht perfekt gelöst, aber es funktioniert einigermaßen und erzeugt vergleichbare Abschlüsse.
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leider ist zu befürchten, daß mit einem zentralabitur zwar eine zentrale prüfung kommt, aber leider die "vorbereitung" darauf unangetastet (schlecht) bleibt. klar, wenn mit neuen verordnungen über die abiturprüfungen gleich die ganze schulbildung mit reformiert werden würde, dann wär das ja alles ganz toll. aber es sind berechtigte zweifel, daß dies der fall sein wird. es braucht halt zeit, bis die lehrer (!) sich umgestellt haben.
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Union-Fan schrieb:
Viel mehr sind Studiengebühren ein Steuerungsinstrument, um Studierenden einen Anreiz zu geben, einen gewählten Studiengang schnell und erfolgreich abzuschließen. Deutsche Universitäten sind leider, vor allem in den sprachlichen und gesellschatfpolitschen Instituten, ein Sammelbecken von arbeitsscheuen Dauerstudenten geworden. Der heutige Zustand, in dem vor allem in den Asten Leuten mit 20 und mehr Semestern sitzen, ist einfach nur eine große Verschwendung von Studienplätzen und Geldern.
Besser kann man nicht zum Ausdruck bringen, dass man wenig Ahnung von der Thematik hat.
Dir ist schon bewusst, dass es in 11 von 16 Bundesländern in Deutschland Langzeitstudiengebühren gibt? Als Langzeitstudium gilt in der Regel alles, was Regelstudienzeit + 4 Semester ist, d.h. ab 9+4 = 13 Semestern und diese Gebühren betragen im Mittel ebenfalls 500 Euro. Schon heute, trotz "Studiengebührenverbot".Loggy schrieb:
Ich denke mal über die Hälfte der Studenten bekommt sowieso Bafög und dann müssten sie den Bafög erhöhen. Also nur mehr Verwaltungsaufwand und nichts gewonnen. Der andere Teil, der kein Bafög bekommt ist nun noch mehr benachteiligt, da er schon kein Bafög mehr bekommt... irgendwie sehe ich da keine Gerechtigkeit mehr.
"Nach wie vor ist die Unterstützung durch die Eltern die wichtigste Einnahmequelle der Studenten. 89 Prozent der Studierenden finanzieren ihr Studium mit dem Geld der Eltern. Mehr als die Hälfte (63 Prozent) jobbt neben dem Studium und 27 Prozent erhalten Bafög. Nur zwei Prozent der Studenten finanzieren ihr Studium über ein Stipendium."
http://www.br-online.de/wissen-bildung/artikel/0406/20-bafoeg/index.xml(Warum "so wenig" Bafög erhalten hat auch einen anderen Grund: "Kinder aus sozial schwachen Familien hätten immer noch eine vier Mal geringere Chance, Abitur zu machen, als Kinder mit hoher sozialer Herkunft" - selbe Quelle)
Zum Zentralabitur: Ist genauso nichtssagend. Jetzt hängt die Note nur nicht mehr von der Abiturprüfung, sondern von dem Lehrer ab, der einen darauf vorbereitet hat (wenn man mal konstante Leistung des Schülers annimmt). -> Nutzt gar nichts. Es muss nichts an der Prüfung geändert werden, sondern an der Vorbereitung und Lehre an sich.
Nein, beim Zentralabitur ist man gezwungen, sich auf das gesamte Aufgabenspektrum vorzubereiten. Denn keiner, weder Schüler noch Lehrer, weiß, welche Fragen dran kommen. Auch kann das spezielle Aufgabenmuster der kommenden Abituraufgaben nicht im Voraus geübt werden.
Ein Zentralabitur garantiert schlicht und einfach ein gemeinsames Niveau - und das ist die Grundvoraussetzung für jede Form von Vergleichbarkeit.
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scrub schrieb:
leider ist zu befürchten, daß mit einem zentralabitur zwar eine zentrale prüfung kommt, aber leider die "vorbereitung" darauf unangetastet (schlecht) bleibt.
Ich glaube aber, daß die schlechte Vorbereitung nicht unbedingt das Hauptproblem ist - wenn ein Lehrer keine Deadline für seinen Stoff hat, kann er einfach irgendwo aufhören, und das tun doch viele in den Ländern ohne zentrale Prüfung.
Die Prüfung und zentrale Kontrolle verbessert vielleicht nicht seinen schlechten Lehrstil, stellt aber schon mal die Inhalte sicher, er muß schneller werden, sich ändern. Denn sonst gibt's Abmahnung durch Dienstaufsicht und später keine Rente.
Sicherlich keine perfekte Lösung und keine Reform, aber es wäre in 1-2 Jahren bereits eine sichtbare Wirkung erzielbar.