Knowhow-Sauger schrieb:
Genau das ist doch das Problem! Wenn ich Personalchef wäre und hätte 2 Bewerbungen, einer hat Uni-Abschluss und verlangt somit 2.000,- netto, der zweite Bewerber versteht sein Handwerk ebenfalls (jedoch ohne Uni-Studium), verlangt aber nur 1.300,- netto.
Diese Leute werden gerne als Zuarbeiter für Informatiker genommen - wenn sie wirklich was können.
Knowhow-Sauger schrieb:
Ich habe ehrlich gesagt immer geglaubt, dass Programmierer bzw. Softwareentwickler ein sehr gefragter Beruf ist und ein Mangel an Arbeitskräften herrscht.
Es herrscht kein Mangel an Arbeitskräften, es herrscht ein Mangel an Fachkräften.
Fachkraft wirst Du in der Informatik, wenn Du über ein weitreichendes theoretisches Verständnis verfügst, dass zum einen Deine Bereich in der Informatik abdeckt und zum anderen den Bereich, in dem Du entwickeln sollst.
Um das zu ermöglichen entstehen ja neue Informatik-Studiengänge, wie Wirtschafts-Informatik oder Bio-Informatik, in denen die theoretischen Grundlagen der Informatik zurückgefahren werden, dafür Wirtschaftskunde oder Naturwissenschaften verstärkt abgefragt werden.
Schlecht ausgebildete Computer"experten" laufen in der Branche genug rum. Wenn Du in die Informatik möchtest, wirst Du Dich gut ausbilden lassen müssen.
Dafür fehlt Dir aufgrund Deines Alters die Zeit, Du musst lernen zu lernen und viel Energie da reinstecken, wobei Du gleichzeitig auf einiges verzichten musst.
Eine Qualifikation ist immer auch ein Arbeitsplatzsicherung. Die Leute ohne Qualifikation gehen zuerst. Je größer das Unternehmen, desto weniger wird dabei auf die individuelle Arbeitsleistung eingegangen.
Sollte sich für McDonalds der Standort nicht mehr rechnen, stehst Du auf der Straße. Gefällt dem Chef Dein Gesicht nicht mehr, stehst Du auf der Straße. Du hast keine Qualifikation, die Dich für Deinen Arbeitsplatz wichtig macht.
Geh zum Arbeitsamt und zu Freunden und Bekannten, die etwas karrierebewußter gelernt haben und lass Dich auf Deine Talente und Möglichkeiten beraten.