D
abbes schrieb:
Wie ich schon geschrieben habe: Geld, dass (unversteuert) in's Ausland fliesst.
Es ist Geld, dass dem Staat verloren geht. Afair hat die Schwarzarbeit ~15% Wirtschaftsleistung des BIP.
Wenn hiervon nur 10% in's Ausland fliessen, ist das Geld, dass dem deutschen Wirtschaftskreislauf entzogen wird.
Ich moechte hier och anmerken, dass ich die Schwarzarbeit generell fuer falsch halte, ob von Deutschen, oder von Auslaendern. Imho wird hierdurch das Sozial- und Solidaritaetsprinzip unterwandert.
Das mit Wirtschaftsleistung ~15% ist aber eher ein Fall für die Milchmädchen, schließlich würden viele Dinge gar nicht erledigt, wenn sie zu "solidarischen" Preisen bezahlt werden würden.
Abgesehen davon ist unser "Solidaritätsprinzip" in Wirklichkeit ein Antisolidaritätsprinzip. Solidarität demonstriere ich, indem ich freiwillig Leuten helfe, sie unterstütze (nicht nur mit Geld) und ihre Ideen bekannter mache. Das Solidaritätsprinzip macht das genaue Gegenteil: es werden anonym Steuergelder eingezogen und wieder anonym "Leistungsempfängern" übergeben. Durch solche Umverteilungssysteme wird eine Gesellschaft entsolidarisiert, nicht solidarisiert. "Warum sollte ich Armen Leuten helfen? Macht doch der Staat." Wenn man sich auch ansieht, daß es eine negative Korrelation von Steuer- und Sozialabgaben mit privater Spendenbereitschaft gibt, kann man sich ja vorstellen, was ich sagen will.
doppelmuffe schrieb:
und wovon soll "der staat" seine ausgaben finanzieren?
Abbes hat oben schon die ~1,5 Billionen EUR Staatsschuld kritisiert. Offenbar interessiert das den Staat aber nicht sonderlich, der treibt weiter seine Späße (Rechtschreibreform, Subventionen, Familienpolitik usw.) -- Staatsquote: knapp 50%. Man kann viel von diesem Unsinn durch einen kleinen Staatshaushalt verhindern, und das sollte das Ziel.
es ist nunmal so, dass man steuern braucht. und die sollten vom einkommen abhängen, anders ist es unsozial.
und leute ohne die ganzen versicherungen arbeiten zu lassen ist auch irgendwo... blöd. denn wenn es erstmal genug leute gibt, die das machen (müssen, es gibt ja kein arbeitslosengeld und sonstige hilfsleistungen) gehts bergab. zumindest für diejenigen.
Das Gegenteil ist wahr. Dieser jemand arbeitet freiwillig und steht nach dem Arbeiten besser da als vorher (sonst würde er nicht arbeiten). In dem man die "Lohnnebenkosten" so hoch hält, daß es diesem jemand nicht mehr gelingt, seine Arbeitsleistung auf dem Nichtschwarzmarkt anzubieten, macht man ihm zum Bezieher von Sozialleistungen, obwohl er doch arbeiten möchte und könnte. Daß er jetzt seine Arbeitsleistung schwarz anbietet, ist doch ein hervorragendes Zeichen dafür, auch wenn der Schwarzmarkt natürlich nicht die beste Möglichkeit wäre; da Schwarzarbeit illegal ist, setzt sich der Auftraggeber der Gefahr aus, erwischt zu werden. Dieses Risiko kompensiert er damit, daß dem Arbeiter weniger bezahlt, als es der Marktpreis wäre; Schwarzmärkte verbessern die Verhandlungsposition von dem, der eh schon besser dran ist (Schwarzmarktpreise von verbotenem Zeugs sind idR hoch). Trotzdem halten die Arbeiter es für besser, schwarz zu arbeiten als gar nicht, sonst würden sie es, siehe oben, ja nicht tun.
Kurz: der Staat ist an der Schwarzarbeit schuld und Leute dafür zu verurteilen, weil sie arbeiten wollten, ist dann der Abschuß. Stattdessen sollte der Staat mal über die Konsequenzen seines Handelns nachdenken und daraus die Schlüße ziehen.