It0101 schrieb:
Also mir war so, als wäre das auch bei DAs notwendig. War zumindest für mich immer irgendwie das Ziel.
Sollte. Aber "funktioniert nicht" ist als Ergebnis zur Not auch ok. Diplomarbeiten sind meistens streng zeitlich limitiert (je nach Fach und Hochschule 6-18 Monate), danach muss abgegeben werden (eventuell noch mit ein paar Wochen Gnadenfrist). In der Zeit kann man ein bis drei Verfahren gründlich ausprobieren. Da man bei neuen Sachen aber im Voraus nicht immer genau weiß, ob es wirklich funktioniert, kann es auch mal vorkommen, dass ein Diplomand am Ende gar nichts hat. Der Diplomand ohne Ergebnis sollte natürlich beschreiben, warum sein Verfahren nicht funktioniert hat, vielleicht noch ein paar Ideen, wie es besser geht. Ein Doktorand hat nicht ganz so extremen Zeitdruck, da kann man auch erwarten, dass er aus den Fehlschlägen lernt und genügend Sachen ausprobieren kann, so dass am Ende ein brauchbares Ergebnis da ist. Zur Not braucht er eben 5 statt 3 Jahre.
Das reibt man dem Diplomanden natürlich nicht unter die Nase, er soll sich schließlich anstrengen, auch wenn es mal nicht so läuft. Der Betreuer wird/sollte dann rechtzeitig vor Abgabetermin einschreiten, dass der ergebnislose Kandidat dann eben etwas über die Fehlschläge aufschreiben soll. Man kann die Leute schließlich nicht nach 6-18 Monaten ohne Abschluss rauswerfen, bloß weil sie Pech hatten, ansonsten aber gut gearbeitet haben.