Wie kann Schule wirklich besser werden?



  • Also zu mir:

    Ich bin noch in der Schule. Nun auf einem Gymnasium. Früher war ich noch auf einer Realschule. Ich war nicht immer der, den die Lehrer liebten, da wenn sie mich drannahmen, ich bin oberklugen Argumenten und Antworten kam. Dies war auch nicht gut für mich denn am Ende des Jahres hatte ich zwar einen Schnitt von 1.4, aber das Arbeitsverhalten war bei 4. So ließen die Lehrer mich nicht auf ein Gymnasium...Es war nicht abzustreiten, dass ich intelligenter war als andere. In der 8ten Klasse dann bekam ich eine Deutschlehrerin, die spitze war. Da mich die Philosophie in den Bann zog und sie ebenfalls, kamen wir ins Gespräche und haben uns immer mit neuen, aber unterrichtsfremden Themen befasst. Dies geschah nach dem Unterricht oder sogar am Nachmittag. Und ich muss sagen es hat mir viel geholfen. Sie hat mein Talent erkannt(haben zwar auch andere, diese wollten aber wegen meiner Art nicht zulassen das ich auf das Gymnsium komme. Nun diese Lehrerin hat mit dem Schulleiter gesprochen und ich bin auf das Gymnasium gekommen (Der Durchschnitt war 1.5 in den nachfolgenden Jahren).

    Es ist ungerecht heutzutage nur nach den reinen Leistungen zu bewerten. Ich habe nie für eine Arbeit gelernt so gut wie nur 1en geschrieben. Nur das mündliche passte den Lehrern nicht. Lehrer sollten Talente erkennen und diese Fördern.

    Andere Lehrer diskriminieren sogar Schüler:

    Ein Zitat:

    "Wasch dir die Haare, dann kriegst du vielleicht auch mal eine Freundin".

    Sowas sollte unbedingt verhindert werden.

    Aber um die heutige Situation zu meistern (fehlende Autorität und Diszilin), müssten Lehrer einen Filter unterzogen werden, die diese spezifisch auf die praktische Unterrichtsform auswählen.

    Das Argument, dass Lehrer mehr Kontakt zu Eltern haben, finde ich sehr interessant. Es sollte den Lehrern die Möglichkiet geboten werden, nach Hause zu den Eltern zu kommen, um Probleme systematisch zu besprechen.

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Schulen nie auf einer Wissensebene sind. Schule A hat den Realstand wie einen Gymnasiumstand, Schule B jedoch den normalen. Man will nun die Schule wächseln, da man unterfordert ist und wird mit einer Realschulart der etwas höheren Ebene konfrontiert.

    Dieses Wissen habe ich durch Aussagen eines Mitschülers.

    Man denkt auch heutzutage für sein Geld bekommt man Kompetenz. Eine Mitschülerin ging auf ein Internat über. Sie kam nach 2 Tagen zurück, mit der Begründung, dass dieses eine nicht vorhandene Autotität verwaltet, die es zu einer schlimmeren Art der Schule macht, als die Hauptschule.

    Zitat:

    Ich bin um einen minimalen bundeslandspezifischen Wettbewerb froh: sollte mein aktuelles Bundesland die Schullehrpläne versauen, dann kann ich mein Kind immer noch 100 km mit dem Zug in das nächste Bundesland schicken (wenn mir und dem Kind es das Geld wert ist), oder ins Internat oder sowas. Vielleicht kann ich auch umziehen und dann mit dem Auto zur Arbeit fahren.

    Das mit den Internaten soll nicht auf anhieb sinnvoll aus eigener Sicht sein.

    Zu dem Fach Religion. Heutzutage ist Religion umso wichtiger, weil diese in den Hintergrund fällt. Sie beinhaltet auch den Punkt Philosophie, der nicht zu unterschätzen ist.

    Auch schlimm ist der Sachverhalt, dass Lehrer und die Regierung behaupten, dass Computerspiele fatal auf die Schule wirken. Dies mag sein, doch man darf dieses nicht verallgemeinern.



  • array[..,-] schrieb:

    Zu dem Fach Religion. Heutzutage ist Religion umso wichtiger, weil diese in den Hintergrund fällt. Sie beinhaltet auch den Punkt Philosophie, der nicht zu unterschätzen ist.

    Das sehe ich anders, da der Name "Christentum" viel eher auf das Fach passen würde, wie es auf den meisten Schulen gelehrt wird. Religion gerne, aber dann aus einem unparteiischen (sprich: objektiven) Blickwinkel, und alle Religionen gleichgewichtigt. Und dann gehört dass meiner Meinung nach schon eher in das Fach Geschichte integriert.



  • Geschichte ist Vergangenheit...

    Was du meinst ist Ethik denke ich

    Philosophie ist Zukunft



  • Reyx schrieb:

    Ich bezog mich da hauptsächlich darauf, dass alle Welt meint, in Deutschland sollte es Schuluniformen geben, aber keiner mal die Schüler fragt, wie es denen denn geht! Denn zumindest im Gymnasium oder allgemein nach der 9ten Klasse sind die Schüler da freiwillig, und sollten auch ein gewisses Mitspracherecht bekommen; so zumindest meine Meinung. Und zumindest in Sachen Schuluniform habe ich wirklich die Erfahrung gemacht, dass die Leute gerne sagen "ja, gut, her damit!", aber wenn sie selber betroffen sind ganz schnell "den Schwanz einziehen".

    Also ich bin zwar kein Schüler mehr, aber angenommen es sollte eine "Uni-uniform" eingeführt werden, so fände ich dies zwar wenig sinnvoll, aber wirklich tangieren würd mich das dann auch nicht. Versteh garnicht, wo du da das Problem siehst. Mir wäre es zumindest völlig gleichgültig ob ich, wenn ich zur Vorlesung ginge, eigene Sachen anziehe oder eben die Uniform...



  • Ganz einfach: Wie ich mich in der Öffentlichkeit gebe ist meine Sache, da hat niemand das Recht, reinzupfuschen. Es würde auch keiner auf die Idee kommen, den Frauen vorzuschreiben, sie dürften nur noch einheitlich kolorierten Lippenstift benutzen.

    Das sind alles Sachen, die wir schon einmal hatten, und die aus guten Gründen abgeschafft wurden. Es ist traurig zu sehen, wie sich auch die negativen Facetten der Geschichte immer und immer wieder zu wiederholen scheinen ... 😞



  • wir wollen mal an die französische Revolution oder die deutsche um 1848 denken. Dort wurde auch immer alles wieder in die alte Ordnung zurückgerufen...



  • Es ist eben nicht deine Sache wie du in der Schule auftrittst. Genauso wenig wie es deine Sache ist, wie du bei der Arbeit auftrittst. Wirste dich da auch weigern z.B. einen Anzug zu tragen, wenn es von dir verlangt wird?



  • life schrieb:

    Es ist eben nicht deine Sache wie du in der Schule auftrittst. Genauso wenig wie es deine Sache ist, wie du bei der Arbeit auftrittst. Wirste dich da auch weigern z.B. einen Anzug zu tragen, wenn es von dir verlangt wird?

    Nein, aber da kann ich mir meinen Anzu selber aussuchen und muss nicht irgendwelche kratzigen Polyesterfetzen mit aufgesticktem Schulwappen in sich beißenden Farben und dazu passende Hosen tragen, die mir bei jedem Schritt das Verlangen fördern, die FKK-Schule solle doch endlich eingeführt werden.

    Das ist eben der Unterschied zwischen Anzug und Uniform. Der Mensch hat ein Propriäritätsverlangen, er will sich aus der Menge hervorheben. Und das verhindert die Uniform. Beim Anzug hingegen ist Platz für die eigene Einbringung.

    @array[..,-]
    Richtig, aber die damaligen Misszustände sind durch die Unfähigkeit einiger Politiker, die dringend ihren eigenen Kurs einschlagen wollten (sei es nun die Macht generell, "ein Platz an der Sonne" oder was auch immer), entstanden. Unsere bisheriges Schulsystem hingegen ist nicht entstanden, weil irgend ein Politiker mal meinte "Hey, lasst doch mal Kurse in den Oberstufen machen! Oder wie währe es mit Klassen, die weniger als 35 Schüler beinhalten!?", sondern weil das System damals einfach nicht mehr funktioniert hatte und die Bürger hart für eine Verbesserung gekämpft haben. Dieser Kampfgeist ist heutzutage verloren, und die Macht- und Kapitelhungrigen wirtschaften Deutschland mal wieder regelrecht den Bach runter. Bestes Beispiel: Studiengebühren. Hatten wir schon einmal, wurden aus gutem Grund abgeschafft und jetzt völlig Grundlos (und ohne Berechtigung) wieder eingeführt. Schon ist sie verschwunden, die damals hart erkämpfte Gleichberechtigung der Leute aus reichem und ärmerem Elternhaus. Gratulation! Das ist doch mal eine tolle Politik!



  • Reyx schrieb:

    life schrieb:

    Es ist eben nicht deine Sache wie du in der Schule auftrittst. Genauso wenig wie es deine Sache ist, wie du bei der Arbeit auftrittst. Wirste dich da auch weigern z.B. einen Anzug zu tragen, wenn es von dir verlangt wird?

    Nein, aber da kann ich mir meinen Anzu selber aussuchen und muss nicht irgendwelche kratzigen Polyesterfetzen mit aufgesticktem Schulwappen in sich beißenden Farben und dazu passende Hosen tragen, die mir bei jedem Schritt das Verlangen fördern, die FKK-Schule solle doch endlich eingeführt werden.

    Das ist eben der Unterschied zwischen Anzug und Uniform. Der Mensch hat ein Propriäritätsverlangen, er will sich aus der Menge hervorheben. Und das verhindert die Uniform. Beim Anzug hingegen ist Platz für die eigene Einbringung.

    @array[..,-]
    Richtig, aber die damaligen Misszustände sind durch die Unfähigkeit einiger Politiker, die dringen ihren eigenen Kurs einschlagen wollten (sei es nun die Macht generell, "ein Platz an der Sonne" oder was auch immer), entstanden. Unsere bisheriges Schulsystem hingegen ist nicht entstanden, weil irgend ein Politiker mal meinte "Hey, lasst doch mal Kurse in den Oberstufen machen! Oder wie währe es mit Klassen, die weniger als 35 Schüler beinhalten!?", sondern weil das System damals einfach nicht mehr funktioniert hatte und die Bürger hart für eine Verbesserung gekämpft haben. Dieser Kampfgeist ist heutzutage verloren, und die Macht- und Kapitelhungrigen wirtschaften Deutschland mal wieder regelrecht den Bach runter. Bestes Beispiel: Studiengebühren. Hatten wir schon einmal, wurden aus gutem Grund abgeschafft und jetzt völlig Grundlos (und ohne Berechtigung) wieder eingeführt.

    Wenn ich Dienst habe, muss ich Dienstkleidung sowie "Hundemarke" tragen. Diese habe ich mir nicht ausgesucht. Sie gefaellt mir auch nicht. Was soll ich deiner Meinung nun tun?

    In England werden nach wie vor Schuluniformen getragen. Es ist also nicht nur eine negative Facette aus laengst vergangenen Zeiten und die guten Gruende weswegen es "abgeschafft" wurde solltest Du dann doch nennen. Mir sind diese Gruende unbekannt.



  • Apollon schrieb:

    Es ist also nicht nur eine negative Facette aus laengst vergangenen Zeiten und die guten Gruende weswegen es "abgeschafft" wurde solltest Du dann doch nennen. Mir sind diese Gruende unbekannt.

    Nur weil andere Länder andere Gewohnheiten haben, heißt das noch lange nicht, dass man sie komplett übernehmen muss.

    Gegenfrage: Was soll an Individualismus verwerflich sein?



  • im Gedanken mach ich mich als Lehrer im meiner zukünftigen Tätigkeit aus. Nur die Arbeitssituation wird sich höchst wahrschenlich noch weiter verschlechtern. Ich würde wenigstens Autoritär und konsequent sein, aber ob sich das Ärgernis lohnt, das ist die Frage.



  • Apollon schrieb:

    Wenn ich Dienst habe, muss ich Dienstkleidung sowie "Hundemarke" tragen. Diese habe ich mir nicht ausgesucht. Sie gefaellt mir auch nicht. Was soll ich deiner Meinung nun tun?

    Wenn Du's nicht willst: kündigen. Deswegen ist das Beispiel auch nicht analog: bei der Schule kannst Du dich nicht kündigen, da wirst Du gezwungen (notfalls per Polizei).



  • Daniel E. schrieb:

    Apollon schrieb:

    Wenn ich Dienst habe, muss ich Dienstkleidung sowie "Hundemarke" tragen. Diese habe ich mir nicht ausgesucht. Sie gefaellt mir auch nicht. Was soll ich deiner Meinung nun tun?

    Wenn Du's nicht willst: kündigen. Deswegen ist das Beispiel auch nicht analog: bei der Schule kannst Du dich nicht kündigen, da wirst Du gezwungen (notfalls per Polizei).

    Also wärst du mit einer Schuluniformpflicht ab der 10. einverstanden, da man nach der 9. auch "kündigen" kann?



  • Apollon schrieb:

    Wenn ich Dienst habe, muss ich Dienstkleidung sowie "Hundemarke" tragen. Diese habe ich mir nicht ausgesucht.

    Doch hast du als du den Job annahmst.



  • Hab den Thread nicht ganz gelesen... Auf jeden Fall kann Schule durch Konzepte wie Ganztagsschulen nicht besser werden, denke ich. Es ist wichtig, Abstand zum Unterricht zu haben. Sonst verkommt die Schule (mehr) zum Bildungsapparat, daruner leidet die Kreativität und die Herausbildung einer eigenen Meinung wird behindert 🙂



  • Hm, ich habe das Gym verlassen in der 8ten Klasse, bin dann auf die Realschule gegangen und hab mich dann mit drei Jahre Beruf+Ausbildung mit 21 in eine Fachhochschule in ein Informatikstudium hochgequält.
    Ironischerweise gehöre ich dort locker zu den besten Fünf.
    Ich würde also sagen, das ich das Gym durchaus geschafft hätte, wie kam das?

    - man wurde wie ein kleines Kind behandelt, was einen mal tierisch angenervt hat "uuuuh böses dreaddy bekommt Minuspunkt weil er seinen Taschenrechner nicht in die obere rechte Ecke gelegt hat und seinen Bleistift nicht angespitzt hat"... bitte, sowas kann man in der 6-ten spätestens abstellen.
    - kein Zugang zu weiterführenden Informationen, man hing also vor seinen drei Zetteln und das war alles was es an Informationen zu der Arbeit gab, is heute mit Internet ganz anders und hilft ungemein wenn der Prof unfähig ist.
    - viel Schwachsinn den ich niemals brauche und den ich auch echt nicht lernen kann, beispielsweise Deutschlandkarten auswendig lernen, das kann ich einfach nicht.
    - viele Lehrer machten den Eindruck als hätten die ihre motivierten Tage schon längst hinter sich um es mal vorsichtig zu sagen.
    Unglaublich was es da so ab Kram gab, Lehrer die ihre lieblinge angeschwult und die Leute die sie nicht mögen gemobbt haben wo sie nur konnte, Lehrer die seit 40 Jahren ihr identisches Programm durchziehen usw
    Der Unterricht war einfach nur Scheisse und hat übelst demotiviert ^^
    - mündliche Mitarbeit... der letzte Schwachsinn, ich will lernen und nicht von der Willkür irgendwelcher Lehrer abhängig sein und nen Keks dafür kriegen das ich mich mal gemeldet hab.

    Ich finde generell sollte man einfach mal sich von der Idee verabschieden 15 jährige sind unselbstständige kleine Kinder bei denen man mehr erziehen als lehren muss, das würde schonmal sehr viel helfen.



  • life schrieb:

    Daniel E. schrieb:

    Apollon schrieb:

    Wenn ich Dienst habe, muss ich Dienstkleidung sowie "Hundemarke" tragen. Diese habe ich mir nicht ausgesucht. Sie gefaellt mir auch nicht. Was soll ich deiner Meinung nun tun?

    Wenn Du's nicht willst: kündigen. Deswegen ist das Beispiel auch nicht analog: bei der Schule kannst Du dich nicht kündigen, da wirst Du gezwungen (notfalls per Polizei).

    Also wärst du mit einer Schuluniformpflicht ab der 10. einverstanden, da man nach der 9. auch "kündigen" kann?

    Nein -- die Kündigungsbedingungen sind mir hier etwas zu einseitig ausgestaltet, findest Du nicht?

    (Wie man allgemein kündigen kann, habe ich vorhin schon erklärt: auswandern oder Privatschulen mit eigenen Spielregeln, auch wenn die hier in Deutschland ohnehin totreguliert werden.)



  • inwiefern einseitig? du kannst doch Hauptschulabschluss machen in der 9. und somit biste von der Schulpflicht befreit. Selbst wenn du Gymnasiumabschluss in der 10. machst, ist zumindest die Oberstufe komplett freiwillig. Befristeter Arbeitsvertrag, wenn du so willst...



  • Das wäre eher ein "Arbeitsvertrag" mit "wenn Du jetzt kündigst, bekommst Du niemals die Möglichkeit, eine höhere Position zu belegen" (also: De-facto-ausschluß von einem gemeinerweise staatlich durchregulierten Hochschulsystem), weil, sind wir ehrlich, ein Zettel immer mehr als Leistung zählt. Natürlich *kann* ich aufhören, aber die Situation zu einem Arbeitsvertrag ist grundverschieden.



  • Wenn du den Job schmeißt, ist das sicherlich auch nicht förderlich für deine Karriere.. Nach deiner Logik, wäre dann ja Universität auch nicht freiwillig, da man diese belegen muss, um bessere Jobs zu bekommen. 😮

    Ihmo ist das alles ziemlich ähnlich. Man muss immer Nachteile in kaufen nehmen, wenn man einfach aus Gründen wie "Dienstkleidung stand mir nicht" kündigt. Die Nachteile mögen unterschiedlich stark ausfallen, aber das ändert nichts am Grundprinzip, dass man in vielen Situationen seiner Individualität nicht 100% frönen kann, was auch ganz normal für ein gesellschaftliches Zusammenleben ist..


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